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Lastindex Speedindex Winterreifen: Indizes prüfen

RechtlichesSeptember 20267 Min. Lesezeit
Winterreifen-Flanke mit Lastindex 91 und Speedindex T neben Fahrzeugschein

Lastindex Speedindex Winterreifen: Tragfähigkeit nie unterschreiten, T statt H nur mit Alpine und Aufkleber. 91T, 88T und XL am 15-Zoll-Beispiel prüfen.

Testsieger Hankook i*cept RS3 195/65 R15
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Im Shop stehen zwei Sätze Lastindex Speedindex Winterreifen derselben Zollgröße: der eine 91T, der andere 88T drei Euro günstiger. Die Felge passt, der Titel sagt 15 Zoll – und trotzdem ist der günstige Satz oft unzulässig. Den Lastindex dürfen Sie nicht senken. Den Speedindex dürfen Sie bei Alpine-Reifen unter bestimmten Bedingungen senken, aber nicht stillschweigend.

Kurz gesagt

Den Lastindex (Tragfähigkeitsindex) dürfen Sie gegenüber der Eintragung nicht unterschreiten; 91 entspricht etwa 615 Kilogramm je Reifen. Den Speedindex dürfen Sie bei Winterreifen mit Alpine-Symbol und Hinweis im Sichtfeld unter die bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit legen, mindestens bis Q. Ohne 3PMSF entfällt die Ausnahme. XL und ein höherer Buchstabe ersetzen weder Größe noch Lastindex.

Lastindex ist hart

Der Lastindex ist die Kennzahl für die maximale Radlast beim angegebenen Solldruck. Er steht als Zahl direkt hinter der Größe: bei 195/65 R15 91T ist 91 der Lastindex, T der Speedindex. 91 bedeutet rund 615 Kilogramm je Reifen. Vier Reifen tragen rechnerisch 2460 Kilogramm – nicht das Leergewicht, sondern Fahrzeug plus Insassen plus Gepäck, verteilt auf die Räder. Die Achslasten im Schein bleiben die Grenze. Typische Werte in 13- bis 15-Zoll liegen grob zwischen 82 und 95: 82 entspricht 475 Kilogramm, 84 entspricht 500, 85 entspricht 515, 86 entspricht 530, 88 entspricht 560, 91 entspricht 615, 94 entspricht 670 Kilogramm je Reifen. Die Reihe hilft beim Lesen der Flanke. Sie ersetzt nicht Feld 15.1 und nicht die CoC-Liste. Ein Kleinwagen mit Eintragung 91T darf keinen 88T-Satz fahren, nur weil beide Reifen auf die 15-Zoll-Felge passen. Die Unterschreitung ist unzulässig, auch wenn Sie im Alltag nur eine Person und eine Tasche bewegen. Werkstatt und Kontrolle lesen die Flanke gegen die Papiere, nicht gegen den üblichen Beladungszustand. Ein höherer Lastindex in derselben Dimension ist in der Regel zulässig. 91 statt 88 auf 195/65 R15 ist oft unkritisch. 88 statt 91 ist der Fehler, den Shops mit „passt auf 15 Zoll“ nicht markieren.

Ein höherer Lastindex in derselben Dimension ist in der Regel zulässig. 91 statt 88 auf 195/65 R15 ist oft unkritisch. 88 statt 91 ist der Fehler. Unterschreiten Sie den Solldruck aus Tankklappe oder Türleiste, sinkt die tatsächliche Tragfähigkeit. Winterkälte senkt den Druck grob um 0,1 bar je 10 Kelvin. Die Reihenfolge vor dem Klick steht in der Kaufberatung 15 Zoll: Papiere, dann Indizes, dann Saisonzeichen.

Speedindex-Ausnahme nur Alpine

T steht für 190 km/h, H für 210 km/h, V für 240 km/h. Q steht für 160 km/h und bleibt die Untergrenze der Winter-Ausnahme. Winterreifen mit Alpine-Symbol (3PMSF) dürfen in Deutschland nach § 36 Abs. 5 StVZO einen niedrigeren Speedindex tragen als die bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit, wenn der Hinweis im Sichtfeld des Fahrers sitzt. Der Aufkleber gehört vorn ins Blickfeld, nicht in die Ablage. Eine elektronische Anzeige darf den Kleber ersetzen, wenn sie denselben Wert klar und dauerhaft zeigt.

Ohne Alpine-Symbol entfällt die Absenkung. Der Bundesverband Reifenhandel sagt das eindeutig: M+S allein begründet keine Speedindex-Ausnahme. Vergleichen Sie im 15-Zoll-Vergleich die Kette Größe plus Index, nicht den Buchstaben allein.

XL und Freigabe

Braucht Ihr Fahrzeug XL oder einen bestimmten Mindest-Lastindex laut CoC, müssen Sie das erfüllen. Viele Kleinwagen auf 185/65 R15 oder 195/65 R15 fahren serienmäßig ohne Extra Load. Dann ist XL optional: oft teurer, oft straffer, manchmal lauter auf schlechter Fahrbahn. Der Gewinn liegt bei hoher Zuladung oder wenn die Freigabe XL verlangt. Der Verlust liegt im Komfort und im Druck, den Sie halten müssen. XL bei Unterdruck verschenkt den verstärkten Aufbau. Ein höherer Lastindex ohne XL-Schriftzug (91 statt 88) ist die stillere Variante derselben Idee: mehr Reserve in derselben Größe. Das bleibt zulässig, solange Breite, Querschnitt und Zoll stimmen. Wechseln Sie die Größe mit, endet die einfache Regel. 185/60 R15 88H XL ist ein anderes Produkt als 195/65 R15 91T. Die Größe 185/60 R15 hat eigene Freigaben; der XL-Zusatz heilt eine fehlende 195er-Eintragung nicht. Variantenlisting mischt 91T, 88H XL, 86V, 82H, 84H und 85H in derselben Hub-Übersicht. Jede Kombination ist für irgendein Fahrzeug richtig und für das nächste falsch.

Ablesen am 15-Zoll-Beispiel

Nehmen Sie die Zeichenkette 195/65 R15 91T. 195 ist die Breite in Millimetern, 65 das Verhältnis der Flankenhöhe zur Breite, R steht für Radial, 15 für den Felgendurchmesser, 91 für den Lastindex, T für 190 km/h. Der Testsieger im 15-Zoll-Umfeld, Hankook Winter i*cept RS3 195/65 R15 91T, trägt genau diese Kette plus Alpine im Listing. Trotzdem nach der Lieferung an der Flanke gegenprüfen, weil Varianten 91T gegen 91H im selben Umfeld auftauchen.

Andere 15-Zoll-Winterreifen im Display kommen als 88H XL, 86V, 82H, 84H oder 85H. 82H auf einem Auto mit Vorgabe 91T ist in zwei Richtungen falsch. Praktisch: Feld 15.1 notieren, CoC auf weitere Größen prüfen, dann im Shop die komplette Kette suchen. Ein 91T-Testsieger gilt nicht für jedes 15-Zoll-Auto.

Fehler beim Online-Kauf

Der häufigste Fehler ist die Annahme, Lastindex verhalte sich wie der Speedindex. Die Winter-Ausnahme gilt nur für den Buchstaben, nicht für die Zahl. 88T statt 91T ist kein Winter-Kompromiss, sondern eine Unterschreitung der Tragfähigkeit. Shops sortieren nach Zoll und Preis; die drei Euro Differenz zwischen 88 und 91 sind der Anreiz, genau hier zu sparen. Der zweite Fehler ist T statt H ohne Hinweis und ohne Alpine. Der Satz kommt montiert aus der Werkstatt, der Aufkleber bleibt in der Tüte. § 36 Abs. 5 ist dann nicht erfüllt, auch wenn der Reifen 3PMSF trägt. Der dritte Fehler ist der Mix auf dem Fahrzeug: vorn 91T, hinten der Restbestand 88H, oder nur die Antriebsachse neu. Lastindex, Speedindex und Alpine müssen an allen vier Rädern zur Nutzung passen. Ein Reserverad mit niedrigerem Lastindex gehört nicht an die Stelle eines Vollrads, sobald Sie damit bei Winterlage weiterfahren. Der vierte Fehler ist Druck und Alter als Randthema: Ein korrekter 91T mit 1,6 bar und sechs Jahren harter Mischung erfüllt die Zahl auf der Flanke und versagt auf Nässe. Indizes sind die Eintrittskarte. Profil, DOT und Montage bleiben extra. Lose Amazon-Reifen kommen ohne Felge; der Index auf dem Karton ändert den Werkstatttermin nicht. Wenn Feld 15.1 nur eine Größe zeigt und der Wunschreifen eine andere Kette trägt, ist das CoC der nächste Schritt, nicht der Shopfilter.

Häufige Fragen

Darf ich Lastindex 88 statt 91 montieren?
Nein. Der Lastindex auf der Flanke darf die Vorgabe aus Fahrzeugschein oder CoC nicht unterschreiten. 88 steht für 560 Kilogramm Tragfähigkeit je Reifen, 91 für 615 Kilogramm. Ein günstigeres 88T-Angebot in derselben Zollgröße ersetzt 91T nicht. Höher als vorgeschrieben ist in derselben Dimension üblich unkritisch, niedriger nicht.
Darf ich im Winter T statt H fahren?
Bei Winterreifen mit Alpine-Symbol ja, wenn der Speedindex mindestens Q beträgt und Sie die zulässige Höchstgeschwindigkeit des Reifens im Blickfeld halten. T bedeutet 190 km/h, H 210 km/h. Liegt Ihre bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit über 190 km/h, brauchen Sie den Aufkleber oder die Anzeige nach § 36 Abs. 5 StVZO. Ohne 3PMSF gilt die Ausnahme nicht.
Was muss der Aufkleber zur Höchstgeschwindigkeit können?
Er muss die zulässige Höchstgeschwindigkeit des montierten Reifens klar zeigen und im unmittelbaren Sichtbereich des Fahrers sitzen, typisch am Armaturenbrett. Verdeckte Kleber in der Tür zählen nicht. Eine elektronische Anzeige darf den Aufkleber ersetzen, wenn sie denselben Hinweis dauerhaft liefert. Der Zettel im Handschuhfach reicht nicht.
Ist XL immer die bessere Wahl?
Nein. XL hebt die Tragfähigkeit bei höherem Solldruck, ersetzt aber nicht die eingetragene Größe. Braucht Ihr Auto keinen verstärkten Reifen, zahlen Sie oft mehr und fahren härter, ohne rechtlichen Gewinn. Einen 88H XL dürfen Sie nicht gegen 91T tauschen, nur weil XL im Titel steht.
Zählt ein höherer Lastindex immer?
In derselben Breite, demselben Querschnitt und demselben Zollmaß ist ein höherer Lastindex in der Regel zulässig, ein niedrigerer nicht. Ein höherer Index in einer anderen Größe ohne Eintrag in Feld 15.1 oder CoC bleibt unzulässig. Die Zahl allein entscheidet nicht über die Dimension.
Reicht eine elektronische Anzeige statt des Schildes?
Ja, wenn das Fahrzeug den Hinweis auf die Reifenhöchstgeschwindigkeit dauerhaft im Sichtfeld des Fahrers zeigt. Ein einmaliges Pop-up nach dem Start, das Sie wegdrücken, erfüllt das nicht. Fehlt die Funktion, bleibt der physische Aufkleber die Lösung.
Gilt die Speedindex-Absenkung auch für M+S-Reifen ohne Alpine?
Nein. Ohne 3PMSF dürfen Sie den Geschwindigkeitsindex nicht unter die Vorgabe senken. Seit dem 1. Oktober 2024 sind M+S-Reifen ohne Bergpiktogramm in Deutschland bei Schnee, Eis oder Reifglätte ohnehin nicht die vorgeschriebene Kennzeichnung. Die T-statt-H-Logik gilt nur für Alpine-Winterreifen mit Hinweis.
Wo lese ich Lastindex und Speedindex am 15-Zoll-Reifen?
Auf der Seitenwand direkt hinter der Größe, etwa 195/65 R15 91T. Die Zahl ist der Lastindex, der Buchstabe der Speedindex. XL steht zusätzlich, wenn der Reifen als Extra Load markiert ist. Vergleichen Sie die Kette mit Feld 15.1 und dem CoC, nicht nur mit dem Shopfilter 15 Zoll.
Kevin B.
Auto & MotorReifen und Felgen

Er betreut Vergleiche zu Autozubehör und Technik rund um Fahrzeug und Mobilität – mit Fokus auf Alltagstauglichkeit, Montage und Preis-Leistung.

15 Artikel verfasst
Aktualisiert: September 2026

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