Unabhängiger Vergleich, ggf. Vergütung durch Shop-Links. Mehr Infos

Winterreifen Profiltiefe: 1,6 mm, 4 mm, Österreich

Aktualisiert: 23.09.2026

Vor der Saison knien Sie an der Vorderachse und sehen noch Profil – und sind trotzdem unsicher, ob der Satz nach Österreich darf. In Deutschland sind 1,6 mm in den Hauptrillen die gesetzliche Untergrenze, wintertauglich planen Sie mit 4 mm, und in Österreich sind 4 mm bei Radial-Winterreifen die Statusgrenze, nicht eine Empfehlung. Wer „Winterreifen Profiltiefe 4 mm“ googelt, sucht oft genau diese drei Zahlen in einer. Gemessen wird an mehreren Stellen, nicht am Verschleißindikator allein; der TWI markiert 1,6 mm. Den Produktvergleich lassen Sie auf der [Hauptseite Winterreifen 16 Zoll](/hub/16-18-zoll-winterreifen/winterreifen-16-zoll); Nachkauf folgt der [Kaufberatung](/hub/16-18-zoll-winterreifen/winterreifen-16-zoll/sub/winterreifen-16-zoll-kaufberatung).

Vor der Saison knien Sie an der Vorderachse und sehen noch Profil – und sind trotzdem unsicher, ob der Satz nach Österreich darf.

Unsere Top-Empfehlungen

Inhalt

Drei Zahlen, drei Bedeutungen

§ 36 StVZO verlangt in Deutschland mindestens 1,6 mm Profiltiefe in den Hauptrillen – für Sommer- und Winterreifen gleich. Darunter ist der Reifen unzulässig, unabhängig von M+S oder Alpine-Symbol. Der ADAC empfiehlt für den Winterbetrieb 4 mm, weil Nässe und Schneematsch mit abnehmendem Profil schneller kippen als das Restrecht. 1,6 mm ist also Restrecht, nicht „noch ein sicherer Winter“. In Österreich gelten für Winterreifen im Winterreifen-Status 4 mm bei Radialreifen (5 mm bei Diagonal). Unter dieser Schwelle verliert der Reifen dort den Winterreifen-Status; als Sommerreifen mit 1,6 mm kann er weiterlaufen, erfüllt aber keine Winterpflicht mehr. Das ist der Unterschied zu Deutschland: 4 mm ist in AT Recht, in DE Empfehlung. In der Schweiz liegt die gesetzliche Untergrenze ebenfalls bei 1,6 mm, 4 mm werden empfohlen (TCS). Bußgelder und Versicherungsfragen hängen vom jeweiligen Land und vom Unfallhergang ab; planen Sie die Reise nach der strengeren Schwelle, nicht nach dem deutschen Minimum. ÖAMTC-Untersuchungen zu 4 mm Restprofil zeigen: Gegenüber einem neuen Reifen fehlt schon ein Viertel der Nässe-/Aquaplaning-Reserve, bei 2 mm rund die Hälfte. Neureifen in 16 Zoll liegen im Listing oft bei etwa 8–9 mm; 6 mm als „neu“ im Text ist ein Stopp an der Montagemaschine, kein Winterstart.

Richtig messen

Messen Sie in den Hauptrillen, nicht auf den Schulterrippen und nicht nur an einer Stelle. Innen, Mitte, außen, am besten an mehreren Umfangspunkten: ungleichmäßiger Abrieb (Sturz, Druck, Achsgeometrie) macht eine Ecke legal und die andere glatt. Der TWI (Tread Wear Indicator) in den Rillen ist auf 1,6 mm kalibriert. Ist er plan mit der Lauffläche, sind Sie am gesetzlichen Minimum – nicht an der Winterempfehlung. Die 2-Euro-Münze: der Silberrand liegt bei etwa 4 mm. Verschwindet der Rand in der Rille, liegen Sie grob im 4-mm-Bereich; bleibt er sichtbar, ist weniger da. Die 1-Euro-Münze (Goldrand, etwa 3 mm) ist ein Sommer-Hilfswert, kein Wintermaß. Münzen ersetzen kein Profiltiefenmesser, sie sortieren Sätze in „noch Reserve“ und „nachmessen lassen“. Beispiel: Beide Vorderreifen zeigen 3,2 mm außen und 5 mm innen – dann bestimmt die schwächste Hauptrille die Reise, nicht der Mittelwert. Ungleichmäßiger Abrieb, Beulen, poröse Flanken oder Risse sind Werkstattfälle, keine App-Diagnose. Nach einem Felgenwechsel oder einem Bordsteinschlag gehört die Geometrie dazu, sonst messen Sie nächste Saison wieder einseitig. Die Größe im Schein ändert das Profilgesetz nicht; falsch dimensionierte Reifen sind ein anderes Thema unter Fahrzeugschein.

Wann ersetzen

Ersetzen Sie, bevor die Saison startet, nicht in der ersten Glätte. Für Deutschland ohne Alpen reicht die 4-mm-Empfehlung als Planung; fahren Sie nach Österreich in der Winterreifenperiode, sind 4 mm Radial die harte Schwelle. Tschechien und andere Nachbarn können eigene Werte haben – die 4-mm-Regel als Reiseplan deckt AT ab, nicht jedes Land per Analogie. Unter 4 mm in AT: nicht als Winterreifen deklarieren. In DE mit 3 mm legal, aber nass bereits spürbar kürzer. Allwetterreifen mit Alpine-Symbol unterliegen denselben Profilregeln wie Winterreifen, sobald sie die Winterpflicht erfüllen sollen; Details zum Typ stehen unter Ganzjahresreifen oder Winterreifen. DOT-Alter kommt hinzu: ein 4,2-mm-Satz aus 2016 ist profilmäßig noch da und altersseitig über dem ADAC-Horizont von acht Jahren. Vier gleiche Reifen derselben Dimension; zwei neue vorn auf glatten Hintern ist die billigere Variante mit dem längeren hinteren Rutschweg. Wer im Oktober 3,8 mm misst und Weihnachten nach Innsbruck will, bestellt den Satz vor dem ersten Glättebericht, nicht an der Grenze.

Fazit: 4 mm als Reiseplan

Die gesetzliche 1,6-mm-Marke und die 4-mm-Reiseplanung bleiben zwei getrennte Entscheidungen. Der Nachkauf folgt der ISO-Zeile im Schein, nicht dem Zollfilter. Profi, wenn die Werte Achse gegen Achse oder links gegen rechts auseinanderlaufen, nach Unfall, bei sichtbaren Schäden.

Häufige Fragen

Reicht 1,6 mm im deutschen Winter?
Gesetzlich ja, sobald die Hauptrillen noch 1,6 mm haben. Für Nässe, Matsch und Reserve rät der ADAC zu 4 mm. 1,6 mm ist die Grenze zur Unzulässigkeit, nicht die Komfortzone.
Gilt in Österreich 4 mm gesetzlich?
Ja, für Radial-Winterreifen im Winterreifen-Status. Darunter ist der Reifen dort kein Winterreifen mehr; als Sommerreifen mit mindestens 1,6 mm kann er fahren, erfüllt aber keine Winterpflicht. Diagonalreifen: 5 mm.
Zeigt TWI den Wechselzeitpunkt im Winter?
Nein. Der Indikator sitzt bei 1,6 mm. Wer am TWI wechselt, ist in DE am Gesetz, in AT bereits unter der Wintergrenze und nass ohne die 4-mm-Reserve.
1-Euro- oder 2-Euro-Münze?
Für Winter die 2-Euro-Münze (Silberrand ≈ 4 mm). Die 1-Euro-Münze (Goldrand ≈ 3 mm) ist ein grober Sommer-Hinweis. Ein Profiltiefenmesser bleibt genauer, vor allem bei ungleichmäßigem Abrieb.
Wo messen – innen oder außen?
In den Hauptrillen an mehreren Punkten rundum, innen und außen. Der kleinste relevante Wert zählt. Nur die schöne Mitte zu messen, kaschiert Kantenschräglauf.
Unter 4 mm noch als Sommerreifen in Österreich?
Möglich, wenn 1,6 mm gehalten werden und Sie den Reifen nicht als Winterreifen brauchen. In der Winterpflicht-Situation ohne ausreichendes Winterprofil fahren Sie dort nicht legal wintertauglich. Planen Sie die Reise vor der Grenze, nicht auf dem Parkplatz in Innsbruck.
Welche Profilregel gilt in der Schweiz?
Gesetzlich 1,6 mm, empfohlen 4 mm im Winter (TCS). Die situative Winterausrüstung bleibt vom Zustand der Straße abhängig. Wer DE, AT und CH in einer Saison fährt, hält 4 mm als gemeinsame Planungszahl.

Weiterführende Seiten

Quellenverzeichnis

Fachquellen aus dem Research-Digest; zuletzt abgerufen am 23.09.2026.

  1. ADAC Winterreifentest 205/55 R16 H 2024 (abgerufen am 23.09.2026)
  2. ADAC Presse 2024 – Winterreifentest Laufleistung (abgerufen am 23.09.2026)
  3. § 36 StVZO – 3PMSF und Mindestprofil (abgerufen am 23.09.2026)
  4. BRV FAQ Winterreifenpflicht (abgerufen am 23.09.2026)
  5. österreich.gv.at Winterreifenpflicht (abgerufen am 23.09.2026)
  6. ADAC Reifenalter (DOT) (abgerufen am 23.09.2026)
  7. ADAC Profiltiefe (abgerufen am 23.09.2026)
  8. TCS – Winterreifenpflicht im Ausland (abgerufen am 23.09.2026)