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Stroft Schnur aufspulen: Spannung, Backing, Füllhöhe

Aktualisiert: Oktober 2026

Eine neue Schnur kann schon beim ersten Wurf Schlaufen werfen, obwohl weder Rolle noch Material fehlerhaft sind. Häufig wurde sie ohne ausreichende Spannung, mit Drall oder bis über den Spulenrand aufgezogen. Wenn Sie Stroft Schnur aufspulen, müssen Sie zuerst unterscheiden: GTM ist monofil, GTP ist geflochten. Die angebotenen Längen und Typen finden Sie auf der [Hauptseite zu Stroft-Schnüren](/hub/angelzubehoer/stroft-schnur). Diese Anleitung setzt die Auswahl bereits voraus und führt durch Rollenbefestigung, Spannung, Füllhöhe und die wenigen Knoten, die beim Bespulen wirklich nötig sind.

Eine neue Schnur kann schon beim ersten Wurf Schlaufen werfen, obwohl weder Rolle noch Material fehlerhaft sind. Häufig wurde sie ohne ausreichende Spannung, mit Drall oder bis über den Spulenrand aufgezogen.

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Inhalt

GTM als monofile Schnur aufspulen

Legen Sie Rolle, Ersatzspule, Schere und ein weiches Tuch bereit. Führen Sie die GTM zuerst durch den untersten Rutenring, öffnen Sie den Schnurfangbügel und befestigen Sie die Schnur auf der leeren Rollenspule. Dafür eignet sich ein sauber gelegter Spulenknoten beziehungsweise Uniknoten. Schneiden Sie das kurze Ende knapp ab, schließen Sie den Bügel von Hand und kurbeln Sie langsam. Wird der Bügel durch die Kurbel geschlossen, kann bereits die erste lose Schlaufe entstehen. Monofile Schnur soll mit gleichmäßiger, aber nicht übermäßiger Spannung auflaufen. Halten Sie sie mit einem Tuch zwischen den Fingern und lassen Sie eine zweite Person die Vorratsspule kontrollieren. Eine verbreitete Faustregel ist ungefähr eine Kurbelumdrehung pro Sekunde; wichtiger ist ein gleichmäßiges Wickelbild. Nach den ersten zehn bis zwanzig Metern stoppen Sie. Entstehen Kringel, drehen Sie die Vorratsspule um und prüfen erneut. Ein kurzes Wasserbad ersetzt die Drallkontrolle nicht. Spulen Sie keine verschmutzte Leitung auf. Die GTM-Spule selbst enthält in diesem Angebot keine belastbare Aufspulanleitung; die Schritte folgen allgemeinen Regeln für Monofil.

Füllhöhe bei der Mono

Beenden Sie die Füllung ungefähr ein bis zwei Millimeter unter dem Rand der Rollenspule. Zu wenig Schnur verkürzt die Wurfweite, eine übervolle Spule gibt ganze Schlaufen frei und begünstigt Perücken. Bei einer tiefen Spule kann günstige Mono als Unterfütterung dienen, bevor die eigentliche GTM aufläuft. Planen Sie die Füllmenge vorab, damit die Verbindung nicht mitten im üblichen Wurfbereich liegt.
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GTP E, S und BC als Geflecht aufspulen

Geflochtene GTP benötigt eine rutschfeste Grundlage. Direkt auf einer glatten Metallspule kann sich der gesamte Schnurpacken drehen, obwohl die Bremse geschlossen ist. Legen Sie meist fünf bis zehn Meter Mono als Backing auf; bei einer tiefen Spule kann mehr erforderlich sein. Nur wenn der Rollenhersteller die direkte Montage auf einer geflechttauglichen Gummierung erlaubt, kann auf Mono-Backing verzichtet werden. Verbinden Sie Backing und Geflecht mit einem passenden Verbindungsknoten wie doppeltem Grinner oder Albright. Ziehen Sie den Knoten fest und schneiden Sie die Enden so, dass keine harte Kante das Wickelbild stört. Die Herstellerunterlagen nennen für GTP außerdem Spleißlösungen und Vorfachringe, doch die nötige Stichzahl hängt von der Schnurstärke ab. Ohne lesbare Tabelle sollten Sie keine Stichzahl schätzen. GTP braucht mehr und vor allem konstante Spannung als GTM. Läuft Geflecht locker auf, schneiden sich belastete obere Lagen später in die unteren Wicklungen ein. Führen Sie die Schnur durch ein gefaltetes, leicht feuchtes Tuch und schützen Sie Ihre Finger. Dünnes Geflecht kann bei Zug schneiden. Wickeln Sie nicht mit bloßer Hand gegen starken Widerstand und verwenden Sie die Rute nicht als provisorischen Schraubstock. Typ E, S und BC folgen denselben Grundregeln. Die BC-Bezeichnung verhindert keine Perücke, wenn das Geflecht locker oder über den Rand hinaus aufgezogen wurde. Welche Familie zur Methode passt, erklärt Stroft GTM oder GTP.

Knoten prüfen und die Füllung abschließen

Die fertige Oberfläche sollte fest, eben und frei von eingesunkenen Kreuzlagen sein. Stoppen Sie bei Stationärrollen ein bis zwei Millimeter unter der Spulenkante. Ist die Rolle deutlich unterfüllt, können Sie die Schnur auf eine zweite Spule umwickeln, Backing ergänzen und in der richtigen Reihenfolge zurückspulen. Das ist genauer als das Abschätzen nach halber Spulenhöhe. Für GTM kann ein nass zugezogener Uniknoten laut WAKU-Katalog unter passenden Bedingungen bis an die volle Schnurtragkraft heranreichen. „Bis zu“ ist keine Garantie für jeden Durchmesser und jede Knotenausführung. Befeuchten Sie den Knoten vor dem Festziehen und prüfen Sie ihn mit stetigem Zug, nicht mit einem ruckartigen Schlag. Denselben Knoten nicht automatisch als beste Verbindung von GTP zu Mono verwenden. FC2 auf der 25-Meter-Spule ist Vorfachmaterial und kein wirtschaftlicher Rollenfüller; die Materialwahl steht unter Stroft Fluorocarbon. Machen Sie zum Schluss einen Zugtest, öffnen Sie die Bremse und kontrollieren Sie, ob die Schnur gleichmäßig abgegeben wird. Lose Anfangslagen lassen sich nicht durch eine harte obere Lage reparieren. Wenn Sie Geflecht nicht unter kontrollierter Spannung aufziehen können, lassen Sie die Rolle im Fachhandel bespulen.

Häufige Fragen

Kommt GTM direkt auf die Rollenspule?
Ja, monofile GTM kann auf einer geeigneten leeren Spule direkt befestigt werden. Bei einer sehr tiefen Spule ist Backing sinnvoll, damit nicht unnötig viel hochwertige Schnur unterhalb des nutzbaren Bereichs liegt. Der Knoten muss flach und fest sitzen.
Braucht jede GTP ein Mono-Backing?
Auf glattem Metall meistens ja, weil sonst der komplette Geflechtpacken rutschen kann. Besitzt die Rolle eine ausdrücklich geflechttaugliche, rutschfeste Spulenfläche, kann der Rollenhersteller eine direkte Montage erlauben. Prüfen Sie die Anleitung der Rolle.
Wie voll darf die Spule werden?
Als praxistauglicher Richtwert gelten etwa ein bis zwei Millimeter Abstand zum Rand. Eine Überfüllung begünstigt Schlaufen und Perücken. Deutlich zu wenig Schnur erhöht die Reibung an der Spulenkante und kostet Wurfweite.
Was tun, wenn GTM nach wenigen Metern kringelt?
Stoppen Sie und drehen Sie die Vorratsspule um. Spulen Sie weitere Meter unter leichter Spannung auf und vergleichen Sie. Bleibt der Drall stark, wickeln Sie den problematischen Abschnitt wieder ab, statt ihn unter weiteren Lagen zu verstecken.
Warum sollte Geflecht durch ein Tuch laufen?
Das Tuch verteilt den Druck, hilft bei gleichmäßiger Spannung und schützt die Finger vor Schnitten. Halten Sie es nur leicht feucht und kontrollieren Sie die Wärme. Bei starkem Widerstand wird nicht mit der Hand gegengehalten.
Wohin mit abgeschnittenen Schnurresten?
Sammeln Sie alle Reste sofort in einem Behälter und entsorgen Sie sie zu Hause. Mono und Geflecht gehören nicht ans Ufer oder ins Wasser, weil sich Tiere darin verfangen können. Auch kurze Geflechtstücke bleiben sehr reißfest.

Weiterführende Seiten

Quellenverzeichnis

Fachquellen zu Stroft-Sortiment, Toleranzen und Schnurtests; zuletzt abgerufen im Oktober 2026.

  1. WAKU-Katalog 2026 (abgerufen am 09.10.2026)
  2. STROFT Schnurübersicht (abgerufen am 09.10.2026)
  3. STROFT Test-Ergebnisse (abgerufen am 09.10.2026)
  4. Blinker: Im Test STROFT GTM (abgerufen am 09.10.2026)
  5. Blinker-Test GTP (PDF) (abgerufen am 09.10.2026)
  6. FISCH & FANG 12/2013, Geflochtene (PDF) (abgerufen am 09.10.2026)
  7. STROFT GTM Produktseite (abgerufen am 09.10.2026)
  8. Doctor Catch: Welche Angelschnur für welchen Fisch (abgerufen am 09.10.2026)