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Batikfarben kaufen: erst die Faser, dann die Farbzahl

Aktualisiert: Oktober 2026

Sie halten ein helles Shirt in der Hand und sehen Kartons, die alle Batik versprechen, sich aber im Inneren nicht gleichen. Batikfarben kaufen heißt an dieser Stelle, Pulver, fertige Flüssigfarbe und einen Maschinenbeutel auseinanderzuhalten, bevor die Farbzahl lockt. Der Fixierer liegt oft nicht dabei, obwohl das Wort waschfest auf der Vorderseite steht. Auf der [Vergleichsseite Batikfarben](/hub/bastelbedarf/batikfarben) stehen die konkreten Packungen mit Preis, Lieferumfang und den Hinweisen aus den Rezensionen nebeneinander. Hier geht es um die Entscheidung davor: welches System zu Ihrem Stoff passt, und was Sie zusätzlich besorgen müssen, wenn der Karton nur Farbe enthält.

Sie halten ein helles Shirt in der Hand und sehen Kartons, die alle Batik versprechen, sich aber im Inneren nicht gleichen.

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Inhalt

Zwei Systeme, die sich nicht gleich anfühlen

Flüssigfarbe und Pulver verlangen unterschiedliche Nachmittage. Marabu TIE DYE INK kommt gebrauchsfertig aus der Flasche, wasserbasiert, ohne Anmischen. Das Pastellset enthält drei mal 80 ml plus Gummiringe und eine Anleitung, die Einzelflasche Karibik 80 ml ohne Ringe. Sie feuchten das Shirt an, binden es ab und kneten die Farbe ein. Nach dem Trocknen bindet die Hitze, acht Minuten bei 150 Grad oder das Bügeleisen, die Farbe, sodass der Hersteller bis 40 Grad nennt. Pulversets arbeiten anders. Canollo und LEMONSTONE nennen 2 g auf 100 ml Wasser, das feuchte Stück bleibt 24 Stunden im Beutel, und der Farbfixierer ist nicht enthalten. Desire Deluxe, URBZUE, DecorRom und Limino geben Wasser in Quetschflaschen und schütteln. Bei den meisten dieser Kartons fehlt die Zeile, welches Mittel die Farbe an der Faser halten soll. Welche Packung zum Anlass passt, steht auf beste Batikfarben.

Die Faser entscheidet vor dem Farbton

Cellulose nimmt diese Farben auf, Polyester nicht auf demselben Weg. Marabu nennt helle Textilien bis höchstens 20 Prozent Kunstfaser. Rayher verlangt bei der Handfärbefarbe mindestens etwa 50 Prozent Naturfaser und rät von reiner Synthetik ab, die Appretur soll vorher raus. Ein Baumwollshirt mit schmalem Elasthan-Anteil kann noch im Rahmen liegen, ein Sportshirt aus Polyester nicht. Limino listet Polyester neben Baumwolle, Leinen, Seide und Rayon. Das ist eine Materialzeile, keine Dispersionsfärbung. Wird das Shirt beim Spülen wieder hell, hat die Farbe nur auf der Faser gesessen. Mehr Pulver ändert daran wenig. Dunkle Stoffe bleiben in den wenigen Rezensionen zu LEMONSTONE unbelegt. Warum Muster danach trotzdem blass werden, steht unter Batikfarbe waschfest.

Was im Karton liegen muss

Die Farbzahl sagt nicht, ob Sie am selben Tag anfangen können. Ein brauchbarer Abbinde-Karton enthält Farbe, etwas zum Binden und eine Aussage zum Fixieren. Gummibänder und Handschuhe liegen bei Desire Deluxe, bei LEMONSTONE, bei URBZUE und bei Limino. Canollo liefert nur neun Beutel à 10 g. Marabu Pastell legt Ringe und eine Anleitung bei, die Einzelflasche nicht. Der Fixierer fehlt am häufigsten. Canollo und LEMONSTONE schreiben ihn als nötig und legen ihn nicht bei. Simplicol expert, 150 g für 60 Grad, verkauft den Farb-Fixierer extra, im Karton liegt kein Abbinde-Zubehör. 10 g je Farbe klingen nach viel, die Arbeitsmenge ist oft 2 g auf 100 ml. Ein XL-Shirt zieht bei Limino so viel, dass einzelne Flaschen leer werden.

Wann welche Packung sinnvoll ist

Für ein einzelnes helles Shirt reicht oft eine gebrauchsfertige Flasche oder das Dreier-Set, wenn Sie drei Pastelltöne wollen und die Hitze danach selbst machen. Für eine Gruppe zählen nachfüllbare Flaschen, Bänder und eine Tischfläche, nicht die höchste Farbzahl. Für eine einfarbige Ganzfärbung ist Simplicol der andere Weg: 60 Grad in Maschine oder Schüssel, eine Farbe, Fixierer extra. Die Preise in diesem Sortiment liegen etwa bei 3 bis 7 Euro für Einzelfarben, 9 bis 15 Euro für das Marabu-Dreier-Set und 9 bis 25 Euro für große Pulversets. Günstig ohne Fixierer erhöht das Risiko, dass die Farbe auswäscht. Die Schritte zum Abbinden stehen in der Batik-Anleitung.

Häufige Fragen

Pulver oder fertige Flasche?
Die Flasche ist schneller am Shirt, weil nichts abgewogen wird. Marabu ist gebrauchsfertig, die Fixierung folgt über Ofen oder Bügeleisen. Pulver wird oft mit 2 g auf 100 ml angesetzt und bleibt bei Canollo und LEMONSTONE 24 Stunden im Beutel, allerdings nur, wenn der Fixierer extra da ist.
Reicht Baumwolle mit etwas Elasthan?
Ein geringer Kunstfaseranteil kann noch passen. Marabu nennt höchstens 20 Prozent, Rayher mindestens etwa 50 Prozent Naturfaser. Der Elasthanfaden färbt sich dabei schwächer als die Baumwolle daneben. Ein Polyester-Sportshirt liegt außerhalb, auch wenn ein Listing Polyester mit aufzählt. Waschen Sie die Appretur vorher ohne Weichspüler aus, sonst perlt die Farbe ab.
Muss ein Fixierer im Karton liegen?
Nein, und genau das sollten Sie vor dem Kauf sehen. Canollo und LEMONSTONE verlangen ihn und legen ihn nicht bei. Simplicol verkauft den Farb-Fixierer extra, damit die Farbe bis 40 Grad waschecht werden kann. Marabu fixiert über Hitze, ein Extra-Beutel liegt dort nicht im Set. Fehlt jede Angabe, ist waschfest auf der Packung ein Anspruch ohne den Schritt, der ihn einlösen würde.
Sind mehr Farben automatisch mehr Pigment?
Nein. Caelura nennt sieben Farben und nur 2 g je Flasche. Canollo nennt neun mal 10 g, die Dosierung bleibt 2 g auf 100 ml. Limino nennt 40 Flaschen, für ein XL-Shirt wird die einzelne Farbe trotzdem knapp. 150 g Simplicol in einem Beutel tragen für eine Ganzfärbung mehr Pigment als ein 2-g-Fläschchen.
Wann Simplicol statt eines Tie-Dye-Sets?
Wenn ein Stück in einer Farbe durchgefärbt oder aufgefrischt werden soll und 60 Grad möglich sind. Eine Packung Marine-Blau reichte in Rezensionen für mehr als eine Jeans. Für Spiralen und kalten Auftrag fehlen Gummiband und Flasche, der Fixierer kommt extra. Wolle nimmt die Farbe ungleichmäßiger an als Baumwolle.
Darf das Listing Polyester nennen und die Farbe hält trotzdem?
Die Nennung allein hält die Farbe nicht. Polyester braucht eine andere Farbstoffklasse als ein kaltes Baumwollpulver. Limino führt Polyester in derselben Zeile wie Baumwolle, die Rezensionen berichten trotzdem von Ausbluten beim Spülen und von einem Shirt, das bei 30 Grad nicht hält. Lesen Sie die Faser am Etikett des Shirts, nicht nur die Materialzeile des Farbkartons.

Weiterführende Seiten

Quellenverzeichnis

Fachquellen zu Batikfarben, Stand Oktober 2026.

  1. Marabu Kreativ: TIE DYE INK (abgerufen am Oktober 2026)
  2. Heitmann: simplicol Textilfarbe expert (abgerufen am Oktober 2026)
  3. Wikipedia: Batik (abgerufen am Oktober 2026)
  4. Betzold: Batik in der Schule (abgerufen am Oktober 2026)
  5. DIN EN 71-3 (abgerufen am Oktober 2026)
  6. Richtlinie 2009/48/EG (abgerufen am Oktober 2026)
  7. PATIN-A: Soda für Reaktivfarben (abgerufen am Oktober 2026)
  8. KREUL: Sicherheitsdatenblatt Fixiermittel (abgerufen am Oktober 2026)