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Blattgold oder Imitation: drei Stoffe unter einem goldenen Titel

Aktualisiert: Oktober 2026

Sie halten eine Schachtel mit dem Wort „echt“ und finden auf der Rückseite keine Karatzahl. Blattgold oder Imitation ist dann keine Geschmacksfrage, sondern die Frage, welcher Stoff in der Packung liegt. Echtes Blattgold, Schlagmetall und Gold auf Base sehen gold aus und altern verschieden. Diese Seite trennt die drei, zeigt was Titel verschweigen, und sagt, wann ein Set zum Üben reicht und wann ein Heft mit Karat bleiben soll. Die einzelnen Preise stehen im [Blattgold-Vergleich](/hub/bastelbedarf/blattgold). Lebensmittel sind hier nur die Grenze, keine Backanleitung.

Sie halten eine Schachtel mit dem Wort „echt“ und finden auf der Rückseite keine Karatzahl. Blattgold oder Imitation ist dann keine Geschmacksfrage, sondern die Frage, welcher Stoff in der Packung liegt.

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Inhalt

Drei verschiedene Stoffe

Echtes Blattgold ist geschlagenes Gold. Belegt wird es über Karat oder Einsatzgewicht. Brillux setzt 23,75 Karat mit einem Feingehalt von 991/1000 an. Manetti beschreibt Blatt im Bereich 22 bis 24 Karat oft ohne zusätzlichen Schutz im Innenraum. Schlagmetall, auch Kompositionsgold oder Blattmetall, besteht aus unedlen Metallen, häufig Kupfer und Zink. Es ist dicker, mit den Händen leichter zu führen, glänzt weniger und oxidiert eher. Gold auf Base ist eine dritte Ware: Kunststofffolie mit aufgedampftem Metall, kein geschlagenes Blatt. Der Dukatshop trennt sie ausdrücklich vom Blattgold. Dickeres Imitat ist für den ersten Versuch ein Vorteil, weil es weniger sofort reißt. Ein Qualitätsmakel am Gold ist das nicht, und Echtgold wird es dadurch nicht. Wer Menge, Format und Preis dazu rechnen will, findet den Ablauf unter Blattgold kaufen.

Was der Titel verschweigt

Ohne Karat oder Einsatzgewicht fehlt der Beleg für Feingold, auch wenn der Titel „echt“ sagt. In diesem Vergleich sagen Sets unter 30 Euro kein Karat. Das Vividye-Listing schreibt echtes Blattgold und nennt keine Karatzahl. Rezensionen dort formulieren, es sei kein reines Gold. Eine solche Stimme ist kein Laborbefund. Sie zeigt, dass Käufer die Beschriftung anders lesen als der Titel. ASTARON schreibt Kupfer und „nicht essbar“ auf die Packung. Barnabas nennt 23,75 Karat und lose Blätter. Dieselbe Regalzeile „Blattgold“ trägt damit drei verschiedene Auskünfte. Affiliate-Listen und Sternzahlen sortieren den Shop-Titel. Welche Packung für welchen Einsatz die ruhigere Wahl ist, steht unter bestes Blattgold.

Was danach mit der Fläche passiert

Schlagmetall oxidiert. Eytzinger schreibt, dass es grundsätzlich oxidiert und dass Lack am selben Tag die Veränderung bremst, nicht beendet. Auf großen Flächen sind zwei dünne Schichten ruhiger als eine dicke. Ab etwa 22 Karat muss Blattgold innen nach derselben Quelle nicht zwingend lackiert werden. Manetti beschreibt echten Blattgoldbereich oft ohne zusätzlichen Schutz. Das Imitat aus dem Set braucht den Lack aus dem Set. Lassen Sie es eine Woche offen liegen, dunkelt die Fläche. Die Verarbeitung selbst, also wann die Milch klebt und wann der Lack darf, steht unter Blattgold anlegen. „Wasserfest“ auf einem Set-Lack ist keine Aussage über das Metall. Außen nennen die Quellen 23, 23,5 und 23,75 Karat nebeneinander, je nach Hersteller, dazu Ölmixtion statt wasserbasierter Milch.

Wann sich das teure Heft lohnt

Zum Üben innen reicht das Set oder ein Imitat-Heft, wenn der Lack am selben Tag kommt und Sie die Fläche als goldene Optik akzeptieren. Zum Bleiben lohnt das Heft mit lesbarem Karat. Es ist dünner, der Schwund ist höher, der Preis liegt im Fachhandel für 25 Blatt um 8 × 8 cm grob zwischen 44 und 152 Euro. Die klare Empfehlung: Set oder Imitat für den ersten Innenversuch mit Lack, Heft mit Karat für die Fläche, die bleiben soll. Gold auf Base bleibt Dekorfolie. Auf Torte, Praline oder in Likör gehört keine dieser drei Bastelwaren.

Häufige Fragen

Ist ein Set unter 30 Euro echtes Gold?
Sets unter 30 Euro in diesem Vergleich nennen kein Karat. Ohne Karat oder Einsatzgewicht fehlt der Beleg für Feingold, auch wenn der Titel „echt“ sagt. Sie kaufen dann Schlagmetall oder eine Folie, plus oft Kleber und Lack. Das kann für einen ersten Rahmen innen genügen, sobald der Lack am selben Tag kommt. Den Feingehalt eines 23,75-Karat-Hefts enthält der Preis nicht.
Was ist Schlagmetall?
Schlagmetall, auch Kompositionsgold, ist unedles Blatt, häufig aus Kupfer und Zink. Es ist dicker als echtes Blattgold, mit den Händen leichter und oxidiert eher. Manetti beschreibt genau diesen Unterschied. Kupfer rötet, silberhaltige Töne hellen auf, deshalb wirken Hefte gelb oder champagnerfarben. Die Farbe ersetzt keine Karatangabe. Ohne Lack dunkelt die Fläche, der Lack bremst das nur.
Was bedeutet Gold auf Base?
Gold auf Base ist Kunststofffolie mit aufgedampftem Metall, kein geschlagenes Blatt. Der Dukatshop trennt es vom Blattgold und vom Schlagmetall. Es lässt sich nicht wie loses Blatt anschießen und nicht wie Transfer von Seidenpapier abziehen. Für eine Dekorkante kann die Folie genügen. Für einen Rahmen, der wie eine Vergoldung altern soll, fehlt das geschlagene Metall.
Woran hängt die Karatzahl?
Die Karatzahl nennt den Goldanteil. Brillux setzt 23,75 Karat mit 991/1000 an. Manetti spricht beim echten Blatt von einem Bereich um 22 bis 24 Karat. Fehlt die Zahl und fehlt das Einsatzgewicht, lässt sich die Packung nicht als Feingold vergleichen. Außen nennen Hersteller 23, 23,5 oder 23,75 Karat, nicht eine gemeinsame Schwelle.
Muss Imitat lackiert werden, echtes Gold auch?
Schlagmetall wird noch am selben Tag lackiert. Eytzinger schreibt, dass es trotzdem oxidiert, der Lack die Veränderung nur bremst. Ab etwa 22 Karat muss Blattgold innen nicht zwingend lackiert werden. Das Set-Imitat braucht den Lack aus der Schachtel. Dieselbe Pflicht auf ein 23,75-Karat-Heft innen zu übertragen, folgt aus den Quellen nicht.
Warum wird die Fläche nach Wochen dunkler?
Unedles Blatt oxidiert an der Luft. Eine Woche ohne Lack reicht, damit eine anfangs goldhelle Stelle nachdunkelt. Zwei dünne Lackschichten am selben Tag bremsen das, sie stellen den Ausgangszustand nicht auf Dauer ein. Echtes Blatt im hohen Karat innen verhält sich ruhiger und braucht dort oft keinen Lack. Wird auch dieses Heft dunkel, prüfen Sie, ob überhaupt Karat auf der Packung stand.
Ist dickeres Blatt besser?
Dickeres Schlagmetall reißt beim ersten Versuch weniger leicht und lässt sich mit den Händen ruhiger legen. Das ist ein Vorteil beim Lernen, kein höheres Karat. Echtes Blatt ist dünner, der Schwund an Kanten ist größer, die Fläche bleibt Gold, wenn die Karatzahl stimmt. Für den ersten Rahmen innen ist das dickere Imitat oft die passendere Ware, für den Rahmen, der bleiben soll, nicht.

Weiterführende Seiten

Quellenverzeichnis

Fachquellen zu Blattgold, Stand Oktober 2026.

  1. LGL Bayern, Gold zur Dekoration (abgerufen am Oktober 2026)
  2. WKO Konditoren, Farbstoffe (abgerufen am Oktober 2026)
  3. Verordnung (EU) Nr. 231/2012 (abgerufen am Oktober 2026)
  4. Dukatshop, Infos zu Blattgold und Schlagmetallen (abgerufen am Oktober 2026)
  5. Manetti, Blattgold oder Imitation (abgerufen am Oktober 2026)
  6. Eytzinger, Oxidation von Schlagmetall (abgerufen am Oktober 2026)
  7. Brillux Rosenoble Doppelgold Transfer (abgerufen am Oktober 2026)
  8. Noris Rosenoble Doppel-Gold 23,75 Karat (abgerufen am Oktober 2026)