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Strohbesen oder Kunststoffbesen: trocken Natur, nass Synthetik

Aktualisiert: September 2026

Die Frage Strohbesen oder Kunststoffbesen ist keine Moralfrage, sondern eine nach Nässe, Abrieb und Fläche. Reisstroh kehrt trockenen Hofschmutz ohne Borstenabrieb aus Polypropylen; es schimmelt, wenn es im Regen steht. PP, Nylon und Krallenbesen kehren nass und in Fugen, reiben auf Pflaster aber Kunststoff ab. Die [Strohbesen im Vergleich](/hub/bodenreinigung/strohbesen) zeigt die Naturgeräte; Innen-gegen-Außen der Mischkategorie bleibt bei der Schwester Besen. Hier geht es um Außen: Naturstroh gegen Synthetik, plus Arenga als dritte Naturoption, die nass kann.

Die Frage Strohbesen oder Kunststoffbesen ist keine Moralfrage, sondern eine nach Nässe, Abrieb und Fläche. Reisstroh kehrt trockenen Hofschmutz ohne Borstenabrieb aus Polypropylen; es schimmelt, wenn es im Regen steht.

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Inhalt

Trocken und nass trennen

NDR unterscheidet klar: Gelegentlich Staub und ein paar Blätter von der Terrasse – Kunststoff reicht. Festgefahrenes nasses Laub auf der Straße – schwerer, breiter Holzkörper, den man drücken kann; Kunststoff am Kopf reibt auf rauer Straße, Holzsplitter sind für die Umwelt weniger problematisch. Der gebundene Reisstroh-Rundbesen sitzt dazwischen: leicht, schmal, gut bei trockenem Laub und Sand, schwach sobald die Lage klebt. Sorghum verträgt kurzen Wasserkontakt und muss danach trocknen. Herstellerclaims „ganzjährig, kälteunempfindlich“ meinen meist die Faser, nicht Dauerregen-Lagerung. OBI-Reviews zu Reisstroh nennen nasses Laub und Schnee als Grenze und die Terrasse im Regen als Haltbarkeitskiller. Wer jede Woche Pfützen und Matsch kehrt, kauft bewusst PP oder Arenga, nicht den 15-Euro-Hexenbesen. Wer nur trockene Herbsttage kehrt, braucht den Kunststoff nicht als Erstgerät. Arenga aus der Zuckerpalme ist die nass- und ölfestere Naturfaser für Straße, Garage und Stein – NDR und Fachhandel (Sozialwerker, Pinsel- und Bürstenverband) beschreiben sie als zäh und nässeverträglich, ohne Mikroplastik aus dem Besatz. Sie ist nicht Kern des Strohbesen-Sortiments, aber die ehrliche dritte Option, wenn jemand Natur und Nässe gleichzeitig will. Reisstroh ist das leichtere, traditionelle Rundbündel. Beide als „Naturbesen“ in einen Topf zu werfen, verwischt genau den Unterschied, der die Kaufentscheidung trägt. Wohnzimmer und Parkett gehören nicht hierher. Lebensmittelzonen brauchen farbcodiertes Kunststoffsystem, kein Hofstroh. Diese Seite bleibt beim Außen-Paar Reisstroh gegen PP, Nylon und Krallen.

Mikroplastik, Faden und was man nicht messen kann

Kunststoffborsten auf Pflaster erzeugen sekundäres Mikroplastik durch Abrieb – analog zu anderen Alltagsgegenständen, die sich mechanisch abnutzen. Das Bundesumweltministerium listet Einträge in Böden; eine Messung „Gramm pro Kehrstunde Strohbesen vs. Elaston“ liegt nicht vor. Deshalb: begründetes Motiv, kein Laborwert dieses Vergleichs. Wer „grammweise gerettet“ behauptet, überschreibt eine Lücke mit Werbung. Umgekehrt ist „100 Prozent plastikfrei“ beim Strohbesen oft falsch. Besatz und Stiel können natur sein; Nähte, Kappen und Gewindehülsen sind häufig Kunststoff oder Metall. Cleanex-Logik: Stroh und Holz biologisch, Fäden trennen. Wer kompostieren will, zerlegt. Wer nur den Borstenabrieb auf dem Hof meint, liegt mit Reisstroh oder Arenga richtig – und akzeptiert, dass der Faden trotzdem synthetisch sein kann. Krallenbesen sind Kunststoff und ein anderer Typ: gebogene Borsten, Zugbewegung, Fugen, Nadeln. Sie ersetzen den Rundstroh nicht auf der Fläche und umgekehrt. Im Rohset saßen solche Köpfe als Fehl-Fit außerhalb der Main – argumentativ gehören sie auf diese VS-Seite, nicht in die Stroh-Tabelle. Wer Fugen und trockene Fläche will, kauft zwei Geräte, nicht einen Kompromisskopf. Sozialwerker stellen Natur- gegen Plastikbesen: Feuchte schadet Natur, UV und Versprödung schaden Plastik, Entsorgung gemischter Kunststoffe ist schwierig. Haltbarkeit kippt, wenn der Naturbesen schimmelt und nach einem Herbst ersetzt wird. Dann ist die Ökobilanz des „plastikfreien“ Kaufs schlechter als ein PP-Kopf, der drei nasse Winter übersteht. Wer Reisstroh hängend trocken hält, dreht diesen Nachteil; wer ihn an die Hauswand lehnt, bestätigt ihn. Pflege steht unter Strohbesen richtig kehren, die Hoffläche unter Strohbesen für Hof und Garten.

Wann welches Gerät

Trocken Hof, Weg, Terrasse, gelegentlich Laub: dichter Reisstroh 5-Naht, 140 bis 145 Zentimeter, Verbindung prüfen – siehe bester Strohbesen. Nässe, Matsch, Fugen, Wintermatsch: PP-Straßenbesen, Krallen oder Arenga. Stallalltag: volle Industriebindung in Reisstroh, nicht der dünne Einzel-Hexenbesen und nicht der Zimmer-PP. Mini bleibt Hand, Auto, Camping. Zwei Geräte sind ehrlicher als ein Allrounder. Der Strohbesen bleibt das leise, leichte Trockengerät ohne Borstenabrieb; der Kunststoff bleibt das Nass- und Fugenwerkzeug. Wer nur eines will, entscheidet nach dem häufigeren Wetter, nicht nach dem schöneren Listingfoto. Wer Natur und Nässe gleichzeitig will, nimmt Arenga, nicht den Hoffnungssatz, Reisstroh werde „schon halten“. Preislich liegt der Hof-Reisstroh in der Mitte um 15 bis 25 Euro; ein brauchbarer PP-Straßenbesen sitzt oft in derselben Spanne. Der Preis entscheidet die Materialfrage nicht, das Wetter schon.

Fazit: Wetter vor Materialmoral

Unzulässig wären „null Mikroplastik“ ohne den Faden-Satz, medizinische Stallstaub-Claims und die Behauptung, Kunststoff sei grundsätzlich das schlechtere Hofgerät. Bei Dauerfeuchte ist er das bessere. Bei trockenem Pflaster ist Reisstroh das Gerät, das keinen PP-Abrieb erzeugt – mit dem Preis, dass es hängend trocken leben muss.

Häufige Fragen

Wann Stroh, wann Kunststoff?
Stroh bei trockenem Laub, Sand, Hof. Kunststoff oder Arenga bei Nässe, Matsch, Fugen und wenn der Besen draußen stehen bleibt. Gelegentlich ein paar Blätter von der trockenen Terrasse schafft beides; festgefahrenes Nasslaub schafft der leichte Rundbesen nicht.
Ist ein Strohbesen plastikfrei?
Nicht automatisch. Nähte und Hülsen sind oft Kunststoff. Der Besatz selbst erzeugt keinen PP-Abrieb. Zerlegen statt „auf den Kompost kippen“, wenn der Faden synthetisch ist.
Ist Arenga besser als Reisstroh?
Bei Nässe und Öl ja, laut Fachhandel. Reisstroh bleibt das klassische leichte Rundbündel für trockenen Hof. Beide sind Natur, andere Bauart. Arenga ist nicht der Strohbesen mit anderem Namen.
Zählt der Krallenbesen als Alternative?
Als Fugen-Zugbesen ja, als Strohbesen nein. Fläche bleibt Rundstroh oder Straßenbesen. Im Rohset waren Krallenköpfe Fehl-Fits; argumentativ gehören sie hierher, nicht in die Stroh-Tabelle.
Ist der Mikroplastik-Vorteil bewiesen?
Der Mechanismus Abrieb auf rauer Fläche ist plausibel, eine Zahl für dieses Sortiment fehlt. Deshalb vorsichtig formulieren, nicht „grammweise gerettet“ behaupten. Das Motiv bleibt, der Laborwert nicht. Wer den Vorteil will, nimmt Naturbesatz und akzeptiert die Nässegrenze; wer die Zahl will, wartet auf eine Messung, die hier nicht vorliegt.
Was für die Holzterrasse?
Trocken Reisstroh oder weicher Kunststoff, Splitt ausklopfen. Harte Elaston-Schieber mit Druck sind die grobere Variante. Nasse Dielen plus Sand im Besatz zerkratzen Lack unabhängig vom Material.

Weiterführende Seiten

Quellenverzeichnis

Fachquellen aus dem Research-Digest; zuletzt abgerufen im September 2026.

  1. Austrian Standards – DIN 68345:2016-08 (abgerufen am September 2026)
  2. NDR Markt – Besen kaufen (abgerufen am September 2026)
  3. NDR – Laub auf dem Gehweg (abgerufen am September 2026)
  4. Die Sozialwerker – Reisstrohbesen 6-Naht (abgerufen am September 2026)
  5. Cleanex – Katalog Reisstrohbesen (abgerufen am September 2026)
  6. University of Wisconsin – Broomcorn (abgerufen am September 2026)
  7. Klassikreiten-Forum – Stallbesen (abgerufen am September 2026)
  8. DIN-Medien – DIN 68345 Vorgänger (abgerufen am September 2026)