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Bohrfutter MK2 wechseln: Austreiben und richtig setzen

Aktualisiert: August 2026

Ein Bohrfutter MK2 wechseln heißt fast immer, zwei Verbindungen zu lösen oder zu setzen: den Morsekegel in der Pinole und den kürzeren B-Kegel zwischen Dorn und Futter. Wer beides mit demselben Hammertrick angeht, riskiert Lager und Spindel. Mit Austreibkeil, Abdrückgabel und entfetteten Konussen ist der Wechsel Routine – sofern die Maschine ein Langloch hat und du die Reihenfolge einhältst. Die Produktauswahl steht im [Bohrfutter-MK2-Vergleich](/hub/bohren-zubehoer/bohrfutter-mk2). Diese Seite bleibt beim praktischen How-to, ohne eine zweite Rangliste und ohne Preistabelle als extra Kaufguide.

Ein Bohrfutter MK2 wechseln heißt fast immer, zwei Verbindungen zu lösen oder zu setzen: den Morsekegel in der Pinole und den kürzeren B-Kegel zwischen Dorn und Futter. Wer beides mit demselben Hammertrick angeht, riskie…

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Inhalt

Zwei Konusse, zwei Werkzeuge

Zwischen Maschine und Bohrer sitzt der Kegeldorn: maschinenseitig Morsekegel MK2 nach DIN 228, futterseitig B16 oder B18 nach DIN 238. Der Austreiblappen am Dorn überträgt kein Drehmoment – er ist die Angriffsfläche zum Lösen. Selbsthemmung entsteht durch Reibung und Kegelwinkel, nicht durch Ölfilm. Deshalb bleiben die Konusse im Betrieb trocken. Zum Ausbau der Einheit aus der Pinole brauchst du den Austreibkeil, sobald das Langloch frei liegt. Zum Trennen von Futter und Dorn eine Abdrückgabel für den B-Kegel. Fehlt das Langloch und sitzt nur ein B-Zapfen, wechselst du kein MK2-Set – dann passt ein anderes System. Ob Morse und B-Maß überhaupt stimmen, klärt die Kaufberatung Bohrfutter MK2. Plane den Arbeitsplatz: Keil und Gabel greifbereit, Auffangfläche unter dem Futter, Maschine aus. Fünf Minuten Vorbereitung sind billiger als eine neue Pinole.
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Ausbau ohne Lagerschaden

Zuerst Pinole so weit ausfahren, dass das Langloch vollständig sichtbar ist. Werkstück und Späne weg, Schutzbrille auf, keine Handschuhe an der Spindel (DGUV 209-066). Den Austreibkeil durch das Langloch gegen den Lappen treiben, bis der MK2-Kegel löst. Auffangen: Das Set ist schwer. Ein Holzklotz unter dem Futter verhindert Schläge auf den Bohrtisch. Sitzt das Futter noch auf dem Dorn und soll nur das Futter getauscht werden, spannst du den groben Schaftteil im Schraubstock – nie die geschliffenen Präzisionsflächen. Die Abdrückgabel zwischen Futter und Schulter setzen und gleichmäßig treiben. Nie axial mit dem Hammer auf Spindelenden oder Lagerschilde schlagen. Wenn nichts geht: Futter gefressen, Rost zwischen den Konussen oder Pinole ausgeschlagen. Dann stoppen. Gewalt an der Spindel ist teurer als ein neues Set.

Einbau und typische Fehler

Vor dem Aufsetzen beide Konusse metallisch reinigen – Konservierungsfett ist der Klassiker, warum neue Futter bei der ersten Bohrung abfallen. Futter mit einem kurzen, festen Schlag auf den B-Kegel setzen, MK2 in der Pinole durch axialen Druck setzen. Danach von Hand prüfen: kein Wackeln am Übergang, Backen gängig. Häufige Fehler: Fett „zum besseren Sitz“; B16-Futter auf B18-Dorn pressen; fehlenden Dorn improvisieren; Baulänge ignorieren. Die Maße stehen unter B16 oder B18 Bohrfutter. Nach dem Wechsel kurz im Leerlauf und mit kleinem Bohrer testen, bevor Forstner oder großer Stahl drankommt. Mechanik sparsam ölen, Späne aus den Backen – die Konusse bleiben trocken.

Fazit: Reihenfolge beim Wechsel

Wenn nur das Futter neu ist und der Dorn bleibt: Futter abdrücken, neues Futter auf denselben B-Buchstaben setzen. Wenn das ganze Set raus soll: Einheit über das Langloch austreiben, danach optional trennen. Kein Schlag auf Lager. Karton vorher auf Dorn und Lappen prüfen – sonst startest du den Ausbau mit dem falschen Teil.

Häufige Fragen

Wie treibe ich den MK2-Dorn aus der Pinole?
Pinole ausfahren, bis das Langloch frei ist. Austreibkeil oder Hebelauswerfer gegen den Austreiblappen setzen und lösen. Set auffangen. Ohne Langloch ist es oft kein Morsekegel – dann stimmt das System nicht.
Wie löse ich das Futter vom B-Dorn?
Mit einer Abdrückgabel für Bohrfutterkegel DIN 238 zwischen Futter und Dornschulter. Nicht am Futteraußenring hebeln und nicht die Backen als Schlagfläche nutzen.
Warum fällt das neue Futter ab?
Meist Fett oder Öl auf den Konussen. Beide Flächen metallisch rein, erneut aufschlagen. Bleibt das Problem, passen die Kegel schlecht – Retoure statt Folie unterlegen.
Darf ich mit dem Hammer auf die Spindel?
Nein. Schläge gehören auf Keil, Gabel oder über ein Zwischenstück auf den Futterkörper – nicht auf Lager, Pinolenende oder Spindelnase.
Brauche ich den Austreiblappen zum Drehen?
Nein. Der Lappen dient dem Lösen. Die Kraftübertragung läuft über die Reibung der Konusflächen. Im Betrieb bleiben die Konusse trocken.
Wann zum Profi?
Wenn der Kegel trotz Keil nicht löst, das Futter festgefressen ist oder die Pinole schon schlägt. Weitere Gewalt ruinieren Spindel und Lager.

Weiterführende Seiten

Quellenverzeichnis

Fachquellen aus dem Deep Research (research_digest); zuletzt abgerufen am 30.08.2026.

  1. Morsekegel Funktion und Maße (Gühring) (abgerufen am 30.08.2026)
  2. Morsekegel inkl. B-Kegel (Wikipedia) (abgerufen am 30.08.2026)
  3. DIN 228 Form A/B Morsekegel (Kemmler) (abgerufen am 30.08.2026)
  4. Kegeldorne MK×B, ISO 239 (elkat PDF) (abgerufen am 30.08.2026)
  5. Röhm SUPRA Rundlauf und Nachspannung (abgerufen am 30.08.2026)
  6. BAER B16-Maße, Rundlauf 0,08 mm (abgerufen am 30.08.2026)
  7. DGUV 209-066 Bohrmaschinen (abgerufen am 30.08.2026)
  8. BGHW W 44-4 Ständerbohrmaschinen (abgerufen am 30.08.2026)