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MIFARE Classic unsicher: was das für Ihre Tür bedeutet

Aktualisiert: Oktober 2026

Sie verantworten eine Bürotür oder ein Firmenkeypad und lesen, MIFARE Classic sei unsicher. Im [RFID-Karten-Vergleich](/hub/buerotechnik/rfid-karten) liegen Classic- und EM4100-Blankos für Nachschub – für Türen mit Nachweispflicht sind sie das falsche Medium. Hier: Risiko kopierbarer Nummern, wann Classic zu Hause noch vertretbar ist, wann DESFire und Prozesse nötig werden. Eine Bauanleitung zum Nachmachen gibt es hier nicht.

Sie verantworten eine Bürotür oder ein Firmenkeypad und lesen, MIFARE Classic sei unsicher.

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Inhalt

Was unsicher bei einer Zutrittskarte heißt

Unsicher heißt: Jemand kann einen gültigen Ausweis nachbilden oder einen Verlust nutzen, ohne dass die Anlage es bemerkt. Blocker-Karten ändern an der Tür nichts. 125 kHz EM4100 liest im Wesentlichen eine Nummer – kopierbar. MIFARE Classic auf 13,56 MHz hat Sektoren, Crypto-1 gilt seit 2008 als gebrochen; Standardschlüssel sind verbreitet. UID-Whitelists ohne Sektoren erben EM4100-Risiken. Das ist ein anderes Thema als Skimming von Bankkarten. Bei EM4100 kann wer die Nummer kennt, ein zweites Medium mit derselben Nummer herstellen – keine ernsthafte kryptografische Hürde.

LF und Classic im Alltag

Consumer-Keypad: Classic kann passen, wenn der Hersteller Classic 1K freigibt – kleine Packung als Test. EM4100-Packs passen zu Altanlagen, die diese Nummer lesen; kompatibel heißt nicht sicher. Besprechungsraum vs Serverraum: Classic-Bulk lockt mit Centpreis, nicht mit Audit. Die Kaufberatung klärt Kompatibilität, nicht Sicherheitsprädikat. Frequenz erklärt 125 kHz vs 13,56 MHz. Kleine Unternehmen geraten zwischen beide Stühle: Besprechungsraum verträgt Classic, Serverraum oder Personalakte nicht – auch wenn zweihundert Karten mit niedrigem Centpreis locken. Dieselben Packungen sind Nachkauf, kein Sicherheitsprädikat.

Wann DESFire und Prozesse nötig werden

DESFire EV3 ist die Chipklasse für Personentüren, wenn Classic abgelöst wird – AES und höhere Common-Criteria-Einstufung als Classic. Im Bulk dieses Vergleichs liegt DESFire nicht; Kauf über Errichter passend zum Leser. Kritische Türen brauchen Ausgabe mit Namen, Sperre am Verlusttag und Schlüsselverwaltung ohne Werksstandard. DSGVO und Mitbestimmung gehören ins Gespräch. Kostenvergleich: Classic ist billig, Migration kostet Zeit – DESFire an Classic-Leser bleibt tot. Beschäftigtendaten auf dem Ausweis fallen unter DSGVO-Zweckbindung; Zutrittsanlagen können mitbestimmungspflichtig sein. Ein Karton weißer Karten ersetzt weder Betriebsvereinbarung noch Verzeichnis der Berechtigten. Eine kopierte Nummer ist ein Vorfall für den Errichter, nicht Anlass für die nächste Bulkbestellung.

Migration ohne Stillstand

Parallel-Leser für alte und neue Chipfamilie, Frist, dann Sperre alter Medien. Kritische Türen zuerst. Verlust und Austritt: Sperren am selben Tag. Errichter, wenn Audit, Verdacht auf Kopien oder Zeiterfassung plus Aufzug an einer Karte hängen. Wohnungskeypad ohne Nachweis: kleine Classic-Packung mit offenen Augen – verlorene Karten in der App löschen. Eine Whitelist nur auf der UID ist die schwächere Kontrolle, weil die Nummer nachbildbar ist. Den technischen Zuschnitt macht der Errichter – hier keine Schrittfolge zum Nachbauen. Für das Wohnungskeypad ohne Audit bleibt die kleine Classic-Packung Komfort – sofern verlorene Karten in der App gelöscht werden.

Häufige Fragen

Ist MIFARE Classic noch sicher?
Für kritische Tür nein – Crypto-1 gebrochen, Standardschlüssel verbreitet. Für privates Keypad mit Herstellerfreigabe kann Classic Komfort bleiben, wenn Verlust gesperrt wird. Audit-sicher ist das nicht.
Wie riskant ist EM4100 auf 125 kHz?
Im Wesentlichen eine Nummer, nachbildbar. Für Altanlagen kompatibler Ersatz, kein Sicherheitsmerkmal für neue Schutztüren.
Wann reicht Classic für ein Keypad zu Hause?
Wenn Hersteller den Chip freigibt, kein Audit nötig ist und Verluste zeitnah gelöscht werden. Hunderterpack erst nach erfolgreichem Anlernen.
Was bringt DESFire EV3?
Aktuelle Chipklasse mit AES für Zutritt mit Schlüsselverwaltung – passend zum Leser über Systemweg, nicht als anonymer Bulk. Ohne Sperrprozesse bleibt auch starker Chip ein findbares Objekt.
Wie wechselt man, ohne dass niemand mehr hineinkommt?
Parallelbetrieb, Frist, Sperre alter Karten danach, kritische Türen zuerst. Montag ohne neue Karte für die Hälfte der Belegschaft ist kein Plan.
Reicht eine Whitelist der Kartennummer?
Nur Komfortliste, kein Schutz – Nummer nachbildbar, bei Classic zusätzlich Kryptografie-Schwächen. Für Nachweispflicht brauchen Sie verwaltetes Geheimnis.
Wann holen Sie einen Errichter dazu?
Bei Audit, Verdacht auf kopierte Ausweise, vernetzter Zeiterfassung oder Datenschutz bei Beschäftigtenausweisen. Blanko-Preisvergleich reicht nicht.

Weiterführende Seiten

Quellenverzeichnis

Fachquellen aus dem Research-Digest zu Frequenz, Chip und Blocker-Nutzen; Stand Oktober 2026.

  1. Stahlbergen: RFID-Frequenzen, Reichweite und Zutrittskontrolle (abgerufen am 03.10.2026)
  2. Tagtix: RFID, HID und MIFARE (abgerufen am 03.10.2026)
  3. TopTag: RFID-Karten für die Zutrittskontrolle (abgerufen am 03.10.2026)
  4. Atlas RFID Store: RFID und NFC (abgerufen am 03.10.2026)
  5. Stiftung Warentest: Wie sinnvoll sind RFID-Schutzhüllen? (abgerufen am 03.10.2026)
  6. dormakaba: Whitepaper MIFARE Classic (abgerufen am 03.10.2026)
  7. NXP: MIFARE DESFire EV3 (abgerufen am 03.10.2026)
  8. SwitchBot: NFC-Karten anderer Marken am Keypad (abgerufen am 03.10.2026)