Rohrmotor vs. Linearmotor: Rollladen-Nm und Hub

Rohrmotor Funk gegen Linearmotor: Drehmoment in Nm, Hubkraft in Newton, Endlagen, Nachrüsten und wann 230 Volt den Errichter brauchen – klar sortiert.
Inhaltsverzeichnis

Kurz gesagt
Rohrmotor und Linearmotor sind zwei Maschinen, kein Geschmackstest. Der Rohrmotor dreht die Welle im Kasten und wird in Newtonmetern gewählt. Der Linearmotor schiebt eine Stange und wird in Newton plus Hub gewählt. Funk spart die Leitung zur Wippe, nicht die Endlage und nicht den Errichter an 230 Volt. Die Vergleiche Rohrmotor, Rohrmotor Funk und Linearmotor halten die Schubladen getrennt.
Zwei Maschinen, zwei Einheiten
Ein Rohrmotor sitzt in der Achtkant- oder Rundwelle und erzeugt Drehmoment. Gewicht des Panzers, Reibung in den Schienen und Wellendurchmesser bestimmen die Newtonmeter. Shop-Rechner fragen Breite, Höhe, Material und Wellenmaß – „20 Nm für jedes Fenster“ ist keine Planung.
Ein Linearaktuator erzeugt Kraft auf einer Strecke: Hub in Millimetern, Kraft in Newton, Geschwindigkeit, Einschaltdauer. Die Geometrie am Tor multipliziert die nötige Kraft. Ohne Radius gibt es keine Umrechnung von Nm nach N, die ein Laie im Kopf leisten sollte.
Nm und N sind nicht „ungefähr dasselbe mit anderem Buchstaben“.
Rohrmotor: Welle, Nm, Funk
Klassisch kommen Auf, Ab, Neutral und Schutz aus der Dose. Nachrüsten ohne Schlitzen endet oft am fehlenden Neutralleiter in der alten Schalterdose. Der Funk-Rohrmotor verlegt die Intelligenz in den Motor: am Kasten liegen dauerhaft Phase, Neutral und Schutz; der Handsender funken Befehle.
Wellenmaß und Adapter müssen zum Kasten passen – SW60 ist ein anderer Motor als SW40. Zu wenig Nm: Panzer bleibt stehen, Motor wird heiß. Zu viel Nm an schwacher Aufhängung: Welle biegt, Behang klemmt schief. Eis und nasse Schienen erhöhen die Last über den Sommerwert.
Funkprotokolle sind Markeninseln. Ein 433-MHz-Set spricht nicht mit jedem Matter-Stick. Erst Motor und mitgelieferter Sender, dann optional eine dokumentierte Brücke. Im Winter erst Eis lösen, dann fahren – sonst verbrennt Getriebe und Elektronik.
Linearmotor: Hub, Newton, Spannung
Linearmotoren im Hobbyregal sind oft 12- oder 24-Volt-Aktoren, teils 230 Volt. Niedervolt an ein vorhandenes, abgesichertes Netzteil zu stecken ist eine andere NAV-Nähe als eine Phase fest zu klemmen. Hub muss zur Mechanik passen; Einschaltdauer begrenzt Dauerbetrieb.
Kraft: Eigengewicht plus Reibung plus Wind plus Eis, dann Zuschlag. Foren, die „40 kg Tor = 400 N“ rechnen, vergessen den Hebel. IP44 im Gartenregen ist Minimum, IP65 besser; Hochdruckreiniger tabu. Endschalter überbrücken „weil er weiter fahren soll“ zerstört Material.
Endlagen, Wetter, IP
Elektronische Endlagen lernt man per Sender – Benutzung am eingebauten Gerät, sofern niemand die 230-V-Klemme neu macht. Mechanische Endlagen mit falschem Video eines anderen Typs zerstören Getriebe. Blockiererkennung schützt Finger und Behang; bei hakelnder Schiene zuerst Mechanik gängig machen.
IP-Angaben gelten für das Motorgehäuse in der Welle, nicht für den offenen Kasten ohne Deckel. Keine Zeitschaltuhr ersetzt eine Endlage: ein Timer, der den Motor ins Block fahren lässt, ist der teuerste Zeitplan. Erst Endlagen, dann Automatik, dann Smart Home.
Einbau und NAV
230 Volt fest an die Hausleitung klemmen ist Errichten – für klassischen Rohrmotor wie für 230-V-Aktoren. Reihenfolge: Bewegung (Welle oder Stange), Last rechnen, Spannung und Funk oder Leitung, Wellenmaß/Hub/IP, Endlagen nach Anleitung. Mehr Funkreichweite heilt keinen zu schwachen Motor.
Häufiger Fehler: Neutralleiter in der alten Wippendose suchen und eine Phase auf den Schutz legen „damit es geht“.
Vor der Bestellung einen Nachmittag mit Zollstock am Kasten: Wellenmaß, Restlänge, Kabellage. Am Tor: Hebel, Gewicht, Wind skizzieren. Im Vergleich zum Impulskauf „der mit den meisten Newtonmetern im Titel“ bleiben Rechner und Anleitung billiger. Wer unsicher ist, beschreibt die Bewegung in einem Satz: dreht sich eine Welle oder schiebt eine Stange.
Nach der ersten Woche Schienen säubern, Fahrgeräusche hören, Endlagen gegen Markierungen prüfen. Ein Motor, der täglich ein Stück tiefer fährt, hat Schlupf oder eine verstellte Lage – nachstellen nach Anleitung, nicht mit Gewalt gegen den Anschlag. In der Mietwohnung bleibt der Eingriff in die feste Leitung trotzdem NAV; Rückbau und Bohrungen absprechen.
Sonne und Hitze im Rollladenkasten sind real. Unterdimensionierte Motoren an großen Südflächen werden im August heiß – Pause zwischen Fahrten, nicht fünfmal hintereinander testweise. Thermoschutz ist Schutz, kein Betriebsmodus. Funkreichweite durch Stahlbeton testet man mit dem mitgelieferten Sender, nicht mit Hoffnung auf eine spätere Brücke.
Smart Home kommt zuletzt. Ein Motor, der mechanisch klemmt, wird durch eine App nicht gängig. Dreht sich eine Welle, bleibt der Rohrmotor. Schiebt eine Stange, bleibt der Linearmotor. Nach dem ersten Frost die Schwelle prüfen, bevor die Automatik startet.
Häufige Fragen
Rohrmotor oder Linearmotor?
Wie viel Nm für den Rollladen?
Funk nachrüsten ohne Neutralleiter?
Welche Hubkraft braucht der Linearmotor?
Endlagen selbst einstellen?
Regen und IP?
Darf ich 230 V selber klemmen?
Funk-Rohrmotor und Smart Home?

Als Technik- und Gaming-Enthusiast betreut er Vergleiche zu Elektronik, Gadgets und Unterhaltungstechnik – getestet am Alltagsnutzen.


