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Gasmelder vs. CO-Melder: zwei Gefahren, zwei Geräte

Aktualisiert: August 2026

Gasmelder vs. CO-Melder ist keine Geschmacksfrage, sondern die Antwort auf zwei verschiedene Risiken. Der Gasmelder überwacht brennbare Gase wie Methan oder Propan und warnt vor der Explosionsgrenze. Der CO-Melder misst Kohlenmonoxid – giftig, geruchlos, oft bei gestörter Verbrennung. Wer nur eines kauft, obwohl Gasherd oder Therme im Haus sind, deckt oft nur die Hälfte ab. Diese Seite trennt Sensor, Norm und Montage und sagt klar, wann beides nötig ist. Wohn-Gasmelder nach Gasart findest du im [Gasmelder Vergleich](/hub/erste-hilfe-sicherheit/gasmelder); für CO parallel den Hub [CO-Melder](/hub/erste-hilfe-sicherheit/co-melder).

Gasmelder vs. CO-Melder ist keine Geschmacksfrage, sondern die Antwort auf zwei verschiedene Risiken. Der Gasmelder überwacht brennbare Gase wie Methan oder Propan und warnt vor der Explosionsgrenze. Der CO-Melder misst…

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Inhalt

Leck und Explosion vs. giftiges Kohlenmonoxid

Ein Leck an Leitung, Herdanschluss oder Flaschenventil setzt brennbares Gas frei. Methan steigt, Propan und Butan sinken. Erreicht die Mischung die untere Explosionsgrenze und trifft eine Zündquelle, droht Deflagration. Der Gasmelder alarmiert früh – typischerweise bei einem Bruchteil der UEG – damit gelüftet, abgesperrt und evakuiert werden kann. Kohlenmonoxid entsteht bei unvollständiger Verbrennung: verstopfte Abzüge, falsch eingestellte Therme, gelbe rußende Flamme, dichter Raum. CO riecht man nicht; der Gasmelder bleibt dabei oft still. Ein Rauchmelder ersetzt keines von beiden. In derselben Küche können beide Szenarien vorkommen – nur aus anderen Ursachen und zu anderen Zeiten.

Norm, Sensor und Montagehöhe im Vergleich

Wohn-Gasmelder folgen typisch EN 50194 (Erdgas) oder EN 50244 (Flüssiggas); CO-Melder der EN-50291-Familie. Sensorik und Lebensdauer unterscheiden sich: katalytische oder NDIR-Sensoren für Kohlenwasserstoffe versus elektrochemische CO-Zellen. Label und Norm auf Typenschild schlagen den Shop-Titel. Montage: Erdgas 15–30 cm unter der Decke, LPG 15–30 cm über dem Boden, CO nach Hersteller oft in Atemhöhe an der Wand – nicht pauschal an denselben Dübel wie der Erdgasmelder. Wer den CO-Melder an die Decke hängt, nur weil dort schon der Gasmelder sitzt, kann die CO-Detektion verschlechtern. Monatlicher Test gilt für beide Geräteklassen; End-of-Life getrennt notieren. Höhenpraxis: Gasmelder montieren.
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Küche und Gastherme: wann du beides brauchst

Am Gasherd sind undichte Anschlüsse ein Gasmelder-Fall; rußende Flamme und fehlende Frischluft ein CO-Fall. In der Küche gilt zusätzlich: Gasmelder 1,5–4 m vom Herd, nicht im Dunstabzug – Details unter Gasmelder in der Küche. Der CO-Melder folgt seiner eigenen Anweisung, nicht der Erdgas-Deckenhöhe. Bei der Therme im Bad, Abstellraum oder Keller gilt dasselbe Doppelprinzip. Ein einzelner Melder irgendwo im Flur deckt weder Herdleck noch CO am Aufstellort zuverlässig ab. Beispiel Erdgas-Haushalt: Erdgasmelder Küche, Erdgasmelder Heizraum, plus mindestens ein CO-Melder im relevanten Verbrennungskontext. Bei Flüssiggas gehört der Melder bodennah – nicht der Decken-Erdgasmelder „mitbenutzen“.

Fazit: oft beides – in der richtigen Reihenfolge

Wenn Gasherd oder Gastherme im Haus sind, klärst du zuerst die Gasart, wählst den passenden Gasmelder mit Norm und Höhe und ergänzt danach den CO-Melder. Eine rein elektrische Küche ohne Gasgeräte macht den Gasmelder oft entbehrlich; Kohlenmonoxid kann trotzdem relevant bleiben. Unklare No-Name-Kombis ohne saubere Normangabe solltest du meiden. Bei Alarm oder Geruch gilt: keine Schalter, Gebäude verlassen, von draußen 112 – die Ursache klärst du später und stellst nicht nur den Ton ab. Notiere für beide Geräte getrennte End-of-Life-Daten und teste sie monatlich mit der Taste.

Häufige Fragen

Brauche ich Gasmelder und CO-Melder?
Bei Gasherd und/oder Gastherme brauchst du in der Regel beides. Der Gasmelder warnt vor Leck und Explosionsgefahr, der CO-Melder vor giftigem Kohlenmonoxid bei unvollständiger Verbrennung. Ein Gerät ersetzt das andere nicht. Plane beide Funktionen getrennt und mit der jeweils korrekten Montagehöhe nach Anleitung.
Erkennt ein Gasmelder Kohlenmonoxid?
Wohn-Gasmelder für Methan oder LPG sind nicht als CO-Warner ausgelegt. Ohne klare CO-Zertifizierung und ausgewiesene CO-Funktion darfst du das nicht annehmen. Für Kohlenmonoxid brauchst du deshalb einen eigenen Melder nach der EN-50291-Familie und montierst ihn strikt nach dessen eigener Montageanleitung.
Erkennt ein CO-Melder Erdgas oder Propan?
Nein, nicht im Sinne eines Explosions-Gasmelders. CO-Melder messen Kohlenmonoxid und warnen vor Vergiftung, nicht vor Methan- oder Propanlecks. Für Lecks brauchst du den passenden Gasmelder nach Gasart sowie die richtige Höhe unter der Decke bei Erdgas oder am Boden bei LPG.
Welche Norm gilt für welchen Melder?
Für Erdgas-Wohnmelder gilt typisch EN 50194, für Flüssiggas EN 50244 und für CO die EN-50291-Familie. Norm und Gasart stehen auf dem Typenschild oder in der Anleitung. Prüfe das vor dem Kauf gründlich – Shop-Titel oder ein generisches Gas-Label reichen nicht als Nachweis.
Reicht ein Kombigerät Gas plus CO?
Nur wenn beide Funktionen klar spezifiziert und zertifiziert sind und die Montageanweisung beide Gefahren sauber abdeckt. Sonst wählst du besser zwei getrennte Geräte mit jeweils korrekter Position im Raum. Unklare No-Name-Kombis ohne nachvollziehbare Normangabe und ohne saubere Anleitung solltest du konsequent meiden.
Was tun bei Alarm – egal welches Gerät?
Keine Schalter im Raum betätigen, soweit möglich lüften, Gas absperren wenn sicher erreichbar, Gebäude verlassen und von draußen 112 oder den Gasnotruf anrufen. Details zur kompletten Kette: Gasgeruch – was tun?. Danach die Ursache fachlich klären und nicht nur den Alarm quittieren.

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