Kette springt Fahrrad: Kette, Kassette oder Zug

Kette springt Fahrrad: erst die Längung messen, bevor Kassette oder Schaltzug drankommen. 0,5 und 0,75 Prozent sind Praxisregeln, keine Norm.
Inhaltsverzeichnis

An der Ampel stellen Sie sich in die Pedale, die Kette rutscht über das Ritzel und der Fuß fällt ins Leere. Im Montageständer schaltet dasselbe Rad ruhig durch, sobald die Hand die Kurbel nur dreht. Wer dann nach „Kette springt Fahrrad“ sucht, hat es mit zwei Störungen zu tun. Unter Last liegt der Verdacht auf der gelängten Kette und auf den Zähnen der Kassette. Klettert die Kette zwischen zwei Gängen, prüfen Sie Zug, Endanschläge und das Schaltauge, bevor ein Kranz in den Warenkorb wandert. Eine Kettenlehre braucht etwa eine Minute; eine Kassette wegen eines kurzen Schaltzahns bestellt, liegt danach oft unbenutzt im Keller.
Kurz gesagt
Springt die Kette nur unter Last, messen Sie die Längung und lesen Sie die Zähne der Ritzel, die Sie wirklich fahren. Klettert sie im Leerlauf von Gang zu Gang, ist die Zugspannung der erste Griff, und ein verbogenes Schaltauge geht in die Werkstatt. Bavarian Bike nennt 0,5 Prozent Längung bei 11- und 12-fach und 0,75 Prozent bei 5- bis 10-fach als Praxisregel des Autors, nicht als DIN.
Kette springt unter Last
Das Durchrutschen hat einen klaren Moment: Sie treten an, die Kurbel macht einen Ruck, die Kette sitzt für einen Augenblick nicht mehr auf den Zähnen. Dreht das Rad im Ständer ohne Kraft auf dem Pedal und bleibt die Kette auf dem Ritzel, passt die Teilung unter Last nicht mehr zu den Zähnen. Klettern klingt anders: Die Kette liegt zwischen zwei Ritzeln, tickt und springt nach oben oder unten, oft beim Schalten. Über viele Gänge in derselben Richtung sind nicht acht Ritzel über Nacht rund geworden – dann steht die Zugspannung vor dem Teilekauf.
Ein Mittengang nur beim Antritt bleibt Verschleiß; derselbe Gang nur im Ständer bleibt die Einstellung. Ein trockenes Knacken ohne diesen Ruck ist ein dritter Fall: Die Rolle quietscht, der Schaltvorgang kommt spät, die Kette steigt nicht über den Zahn. Schmierstoff ist dann der kurze Test, sofern die Lehre die Kette noch innerhalb der Praxisregel sieht. Auf der Seite Kettenöl liegen Nassöl und Allwetteröl nebeneinander – ein Tropfen je Rolle ändert die Teilung nicht. Ohne Schaltwerk, bei Singlespeed oder Nabenschaltung, entfallen Zug und Schaltauge; dann bleiben Kette, Ritzel und Kettenblatt.
Kettenlehre, bevor die Kassette bestellt wird
Die Längung sitzt in den Gelenken. Die Bolzen schlagen aus, der Abstand von Rolle zu Rolle wächst, und unter Last steigt die Kette auf der Antriebsflanke hoch, bis sie überspringt. Deshalb kann die Kassette noch brauchbar wirken, während das Pedal schon ruckt. Wer dann den Kranz bestellt und die Kette liegen lässt, tauscht die Fläche und behält die Teilung.
Bei 11- und 12-fach liegt die Praxisgrenze bei 0,5 Prozent Längung, bei 5- bis 10-fach bei 0,75 Prozent. Lehren haben oft Kerben bei 0,75 und bei 1,0. Fällt die 0,75-Kerbe ein, liegt eine 11- oder 12-fach-Kette nach der 0,5-Prozent-Regel schon hinter dem Wert. Bleibt sie liegen, ist die 0,5-Prozent-Regel damit noch nicht geprüft. Sie legen die Lehre an einen geraden, abgewischten Abschnitt normaler Glieder, nicht über Schloss, steifes Glied oder Rost. Fällt sie an der gewählten Kerbe ein, ist diese Längung erreicht; bleibt sie auf den Rollen liegen, noch nicht. Das dauert etwa eine Minute. Fällt die 1,0-Kerbe ein, ist die Kette über beide Praxiswerte hinaus. Ob die Kassette mit muss, sehen Sie an den Zähnen und daran, ob eine neue Kette unter Last hält. Eine Kilometerzahl aus dem Forum ersetzt die Lehre nicht.
Haifischzähne und Schalthilfen
Haifischzähne sitzen auf der Antriebsflanke. Der Zahn wird hakenförmig, dünn und nach hinten gebogen, meist an ein bis drei Ritzeln, die Sie wirklich fahren. Das kaum benutzte Ritzel daneben bleibt gleichmäßig. Unter Last findet die Rolle auf der Hakenflanke keinen Sitz und steigt aus – genau im Gang der Ampel.
Eine Schalthilfe ist die andere Form. Moderne Kassetten haben Zähne, die absichtlich kürzer oder angeschrägt sind, damit die Kette beim Schalten aufsteigt. Die Form sitzt schon auf der neuen Kassette, in einem Muster über mehrere Ritzel. Von oben wirkt mancher Schaltzahn schon neu spitz – genau diese kurzen Zähne werden mit Verschleiß verwechselt. Sie vergleichen ein wenig gefahrenes Ritzel mit dem Gang, der springt: Die Schaltform finden Sie auf beiden, den Haken auf der Lastflanke des Gangs mit den Kilometern. Eine neue Kette, die nur dort rutscht, bestätigt den Zahn. Sie feilen keine Zähne nach; der Kranz kommt als Paket, nicht als einzelnes 17er.
Zugspannung, Anschläge und Schaltauge
Im Ständer schalten Sie von klein nach groß, ein Klick, ein Ritzel. Kommt die Kette über den Kranz zu spät oder tickt sie zwischen zwei Gängen, ist die Einstellhülse am Schaltwerk oder am Unterrohr der erste Griff. Sie drehen etwa eine viertel Umdrehung und schalten denselben Gang erneut. Wandert die Kette zum größeren Ritzel, hat diese Richtung mehr Zug aufgelegt; wandert sie zum kleineren, ist der Zug loser. Sie hören auf, sobald ein Klick ein Ritzel trifft – drei volle Umdrehungen verdecken oft, dass Hülle oder Zug schon nachgeben.
Die Endanschläge sind die Stopps an den Rändern. Die Schraube für das kleine Ritzel, oft mit H markiert, hält die Kette aus dem Rahmen; die für das große Ritzel, oft mit L, aus den Speichen. Beide zentrieren nicht den vierten Gang. Der häufige Fehler: Die L-Schraube wird gedreht, bis das größte Ritzel nicht mehr kommt, und der mittlere Gang springt weiter. Anschläge stellen Sie nur, wenn die Kette am kleinen oder großen Ritzel herunterfällt. Ein ausgefranster Innenzug oder eine aufgepilzte Hülle frisst dieselben Vierteldrehungen – nach ein paar Wochen steht die Schaltung wieder daneben. Dann ist der Zug das Teil, nicht die Kassette.
Das Schaltauge ist die Grenze der Heimwerkstatt. Sitzt das Laufrad gerade und hängt der Käfig nicht parallel zu den Ritzeln, stimmt ein Ende der Kassette und das andere kommt zu spät. Das verbogene Auge gehört in die Werkstatt. Eine Zange am Käfig biegt es weiter und kann das Gewinde am Ausfallende mitnehmen.
Neue Kette auf alter Kassette
Eine neue Kette auf einer eingelaufenen Kassette springt oft stärker, auf ein bis drei Lieblingsritzeln. Die alte Kette hatte ihre Teilung in diese Zähne hinein verschlissen. Die neue Kette sitzt enger und steigt unter Last genau dort auf. Der Rest des Kranzes kann noch ruhig laufen. Eine zweite neue Kette trifft dieselben Haken. Die alte Kette wieder einzubauen dämpft den Ruck, weil die größere Teilung in die ausgeschlagenen Zähne passt – der Verschleiß ist damit nicht zurückgedreht. Sie lassen die neue Kette drauf und beurteilen die Ritzel an diesem Zustand.
Am E-Bike zeigt sich dasselbe an den Gängen, in denen der Motor schiebt: Das höhere Drehmoment trifft diese Lieblingsritzel zuerst. Der Motor setzt keine eigene Prozentgrenze neben 0,5 und 0,75 Prozent. Er macht den Ruck heftiger und lässt zwei oder drei Ritzel Haken zeigen, während der Rest noch gleichmäßig aussieht. Sie messen trotzdem, bevor der Bereich bestellt wird.
Wann der Abzieher drankommt
Der Abzieher bleibt in der Schublade, solange die Lehre innerhalb der Praxisregel liegt, die gefahrenen Zähne keine Haken zeigen und das Springen nur im Ständer beim Schalten auftritt. Dann sind Zug, Anschläge und Schaltauge dran. Er kommt heraus, wenn die Kette über der Marke liegt und die gefahrenen Ritzel Haken haben, oder wenn die neue Kette auf genau diesen Ritzeln schon rutscht.
Die moderne Kassette kommt als Bereich mit Verschlussring und Distanzscheiben; das einzelne Ritzel liegt nicht daneben. Nuss und Kettenpeitsche gehören zusammen, weil der Freilauf in Löserichtung mitdreht. Ein KFZ-Klauenabzieher greift den Ring nicht. Welche Nuss zum Körper passt, steht beim Abzieher. Reihenfolge und Hersteller-Moment stehen unter Kassette wechseln; die Scheiben kommen in derselben Folge zurück. Beim Schraubkranz kommt der Block im Ganzen und braucht einen anderen Abzieher – die Seite Schraubkranz trennt ihn von der Kassette.
Zum Öffnen reicht bei einem Schloss eine Kettenschlosszange; an sehr schmalen 12-fach-Ketten und manchen Flattop-Schlössern reicht die Maulweite nicht. Ein vernietetes Glied braucht einen Nieter. Hammer und Nagel setzen den Stift schief. Hält die Kette nach neuer Kette und neuer Kassette unter Last nicht, ist das Kettenblatt die dritte Fläche: Ein hakenförmiges Blatt lässt die Kette aufsteigen. Eine zweite Kassette repariert das Blatt nicht.
Häufige Fragen
Springt die Kette nur beim Treten oder auch im Leerlauf?
Reicht eine neue Kette?
Was sind Haifischzähne, und was ist eine Schalthilfe?
Warum springt es nach dem Kettentausch schlimmer?
Kann ich einzelne Ritzel tauschen?
Wann ist es nur die Zugspannung?
Gehört ein verbogenes Schaltauge in die Heimwerkstatt?
Verschleißt das E-Bike schneller?

Mit langjähriger Praxis zu Garten, Outdoor und Freizeitprodukten betreut er Vergleiche zu Freizeit, Sport und Nutzung im Freien.
Ähnliche Artikel

Fahrradreparatur Kosten: Kassette, Kette und Inspektion
Arbeitspreis und Teilepreis auseinanderhalten, bevor die Kassette in der Werkstatt den Verschleiß überholt.

Fahrradkette ölen oder wachsen: Nassöl, Trocken oder Wachs
Nassöl, Trockenschmierstoff und Wachs nach dem Wetter wählen, wenn die Kette noch Maß hat und nur trocken läuft.

Fahrradwerkzeug Grundausstattung: Was in die Heimwerkstatt gehört
Lehre, Schlosszange und Abzieher vom vollen Koffer trennen, bevor die falsche Nuss am Verschlussring sitzt.