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Teichvlies Grammatur: 300, 500 und 1000 g/m² einordnen

Aktualisiert: September 2026

„300 oder 500 Gramm?“ steht in fast jeder Teichvlies-Suche – und die Antwort allein aus der Zahl abzuleiten, führt zu Fehlkäufen. Grammatur beschreibt das Flächengewicht, nicht automatisch die Stempeldurchdrückfestigkeit. Hier erklären wir, was die Stufen bedeuten, wann GRK wichtiger ist als Marketing-g/m² und welche Untergründe welche Klasse brauchen. Produkte nach Flächengewicht filterst du im [Teichvlies-Vergleich](/hub/gartenteich/teichvlies) – diese Seite liefert die Kennwert-Logik.

„300 oder 500 Gramm?“ steht in fast jeder Teichvlies-Suche – und die Antwort allein aus der Zahl abzuleiten, führt zu Fehlkäufen.

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Inhalt

Was g/m² misst – und was nicht

Gramm pro Quadratmeter gibt an, wie schwer ein Quadratmeter Vlies ist. Mehr Faserdichte bedeutet meist dickeres Material – unterschiedliche Verfestigung kann bei gleicher Grammatur aber unterschiedliche Schutzwirkung ergeben. Deshalb nennen seriöse Hersteller zusätzlich GRK oder Stempeldurchdrückkraft. Im Handel sind 200, 300, 500 und 1000 g/m² üblich. Unter 300 g gehört eher leichte Pool-Unterlage oder Drainage, nicht dauerhafter Schutz unter Teichfolie. Wer nur die größte Zahl kauft, zahlt auf Sand oft unnötig.

300, 500 und 1000 g: wann welche Stufe

300 g eignet sich für kleinere Teiche auf sandigem, steinfreiem Untergrund nach gründlicher Reinigung. Bei Steinen, Wurzeln oder tieferen Becken reicht das nicht. 500 g ist der DACH-Standard für Gartenteiche und Framepools – höherer Schutz und Ausgleich mittlerer Unebenheiten. 1000 g adressiert steinige Böden, Schwimm- und Koi-Teiche sowie Nutzer, die unter dem Pool spürbar weichere Bahn wollen. Auf reinem Sand ist 1000 g teurer Overkill. Für Teich-Neubau mit 500 g planst du oft Doppellage – die Grammatur bezieht sich auf eine Lage; doppelt multipliziert den Materialbedarf, nicht die g/m²-Zahl.

GRK: wenn Grammatur allein nicht reicht

Geotextilrobustheitsklassen definieren Mindest-Stempeldurchdrückkraft. Typische Zuordnung im Fachhandel: etwa GRK 2 zu 300 g, GRK 3 zu 500 g, GRK 4 zu 1000 g – aber nur, wenn der Hersteller es ausweist. Wacredo nennt GRK 3 direkt im Listing; viele Aquagart-Titel lassen GRK weg. Wo GRK fehlt, helfen Durchdrückkraft-Angaben (z. B. 1600 N) und Review-Feedback zu Dicke. Zwei 500-g-Produkte können unterschiedliche Robustheit haben. Die Kaufreihenfolge Untergrund → Grammatur → Produkt steht in der Kaufberatung.

Entscheidungshilfe nach Untergrund

Sand, steinfrei, flach: 300 g einlagig oder 500 g doppelt. Erde mit wenig Stein, normale Tiefe: 500 g doppelt. Stein und Wurzeln oder tiefer Teich: 500–1000 g doppelt. Framepool auf Pflaster: 500–1000 g einlagig, je nach Fugen und Komfortwunsch. Pool-Leichtunterlagen mit 200 g gehören nicht unter dauerhafte Teichfolie – Details unter Teichvlies Pool. Menge und Verlegung bleiben unabhängig von der Grammatur-Zahl relevant.

Fazit: passend statt maximal

Wenn der Boden sandig und vorbereitet ist, reichen 300–500 g. Für den typischen Gartenteich ist 500 g die sinnvolle Standardstufe. Bei Stein, Wurzeln oder Pool-Komfort lohnt 1000 g. GRK-Angaben nutzen, wo sie stehen – sonst Grammatur plus ehrliche Review-Muster. Nicht „dicker = immer besser“ kaufen, sondern Untergrund notieren und eine Stufe wählen – im Zweifel eher 500 g als 200 g Unkrautvlies.

Häufige Fragen

Ist höhere Grammatur immer besser?
Nein. Höher heißt teurer und schwerer. Passend zum Untergrund wählen – auf Sand reichen oft 300–500 g. 1000 g lohnt bei Stein, Wurzeln oder wenn du unter dem Pool spürbar mehr Polster willst.
Entspricht 500 g immer GRK 3?
Nicht automatisch. GRK nur annehmen, wenn sie ausgewiesen ist. Viele Listings nennen nur g/m². Ohne GRK helfen Durchdrückkraft-Angaben und etablierte Review-Basen zur Einschätzung.
Reicht 200 g Teichvlies unter der Folie?
Für Gartenteich unter dauerhafter Folie nein. 200 g ist eher leichte Pool-Unterlage auf ebenem Boden. Fachquellen nennen für Teiche mindestens 300–500 g/m².
Kann ich 300 g doppelt statt 500 g einmal nehmen?
Zwei Lagen 300 g verbessern den Schutz, ersetzen aber nicht immer die Faserstruktur eines 500-g-Vlieses. Im Zweifel 500 g wählen – besonders bei Reststeinen oder Wurzeln.
Wo finde ich die Grammatur im Shop?
Im Titel und in den technischen Details. Im Vergleich siehst du Flächengewicht, GRK und Packungsfläche nebeneinander – das spart Hin-und-Her zwischen Listings.
Teichvlies oder Sand – was zählt mehr?
Die Kombination. Sand allein schützt nicht zuverlässig vor punktuellem Durchdrücken; Vlies allein auf grobem Schotter ohne Vorbereitung ist riskant. Boden reinigen, optional Sand, dann Schutzvlies.

Weiterführende Seiten

Quellenverzeichnis

Fachquellen aus dem Deep Research; zuletzt abgerufen am 02.09.2026.

  1. selbst.de – Teichvlies GRK und Grammatur (abgerufen am 02.09.2026)
  2. teichfolie.de – Teichbau Schichtaufbau (abgerufen am 02.09.2026)
  3. gartenpoolratgeber.de – Teichvlies verlegen (abgerufen am 02.09.2026)
  4. tenax-net.de – Geotextilrobustheitsklassen (abgerufen am 02.09.2026)
  5. rosis-garten.de – Grammatur pro Teichtyp (abgerufen am 02.09.2026)
  6. teichbedarf24.de – Teichvlies Preise (abgerufen am 02.09.2026)
  7. heimwerker-direkt.de – Alfa PET-Vlies (abgerufen am 02.09.2026)
  8. poolbau.org – Teichvlies Material PP/PES (abgerufen am 02.09.2026)