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Heizlüfter, Konvektor oder Infrarot – derselbe Strom, anderer Job

Aktualisiert: September 2026

Shops schreiben gern, Infrarot sei effizienter als ein Heizlüfter. Physikalisch wandeln beide – und der Konvektor dazu – Strom praktisch eins zu eins in Wärme um. Eine Kilowattstunde bleibt eine Kilowattstunde, egal ob sie aus dem PTC-Gebläse, den Stahllamellen oder dem Paneel kommt. Was sich unterscheidet, ist Tempo, Lautstärke und ob du Luft oder Personen wärmst. Hier geht es um die drei Elektro-Bauarten, nicht um den Wasser-Heizkörper. Die Modelle dazu stehen im [Heizung Vergleich](/hub/heizen/heizung).

Shops schreiben gern, Infrarot sei effizienter als ein Heizlüfter. Physikalisch wandeln beide – und der Konvektor dazu – Strom praktisch eins zu eins in Wärme um.

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Inhalt

Derselbe Strom, drei Wege zur Wärme

Ein Heizlüfter saugt kalte Luft an, erhitzt sie an Keramik oder Wendel und bläst sie in den Raum. Die Wärme sitzt sofort im Luftstrom; ohne Lüfter passiert fast nichts. Ein Konvektor lässt Luft unten eintreten, erwärmt sie am Element und nutzt den Auftrieb – ohne Ventilator, dafür langsamer am Körper. Ein Infrarot-Paneel strahlt auf Flächen und Personen im Sichtkontakt; die Luft folgt später, wenn Wände und Möbel zurückgeben. Der Wirkungsgrad-Mythos entsteht, weil 300 Watt IR am Zähler billiger aussehen als 2000 Watt Lüfter. Das ist weniger Leistung, nicht bessere Physik. Bei rund 37 Cent je Kilowattstunde Haushaltsstrom (BDEW 2026) kostet Volllast etwa 11 Cent bei 300 Watt, 56 Cent bei 1500 Watt und 74 Cent bei 2000 Watt – unabhängig vom Typ. Die Euro-Rechnung im Detail steht unter Elektroheizung Stromkosten. Sparen kannst du trotzdem: kürzer laufen, kleineren Raum schließen, nur den Sitzplatz bestrahlen. Das ist Nutzungsstrategie, keine Magie im Blech.

Tempo, Staub, Stille – so fühlt sich der Unterschied an

Heizlüfter gewinnen die ersten Sekunden. Im Set liefern Dreo, Brandson und Güde in Minuten Bad- oder Schreibtischwärme. Der Preis ist Geräusch und Luftbewegung. Listings nennen 34 bis 54 Dezibel; der Güde liegt am lauten Ende, die Dreo-Geräte gelten in Reviews als zurückhaltender. Staub wirbelt jedes Gebläse. Nach dem Ausschalten kühlt die Luft rasch ab. Der Stiebel-Standkonvektor ist der Gegenentwurf: zwei Kilowatt ohne Lüfter, Rollen, mechanisches Thermostat. Reviews beschreiben ihn als leise; die Raumluft wird gleichmäßiger, der Körper wartet länger. Allerdings zieht er volle 8,7 Ampere und taktet nur an/aus. Wer drei Stunden Homeoffice macht, tauscht Tempo gegen Ruhe – nicht gegen einen besseren Wirkungsgrad. Infrarot im Set splittet sich hart. Das 1200-Watt-Könighaus wärmt im gedämmten Zimmer per Strahlung; die App nervt teils. Die 300-Watt-AUROM bleibt lautlos, erreicht aber nur den Nahbereich – Reviews nennen grob 1,5 Meter. Ausrichtung zählt: falsch montiert leistet das Paneel nicht, was das Listing verspricht.

Welcher Typ gewinnt welchen Einsatz

Kurz, mobil, Tür zu: Heizlüfter. Morgens Bad, Notfall, Camping an einer ausreichend abgesicherten Steckdose. Der oszillierende Dreo DR-HSH004 ist der Testsieger dieser Liste; Oszillation verteilt Luft, senkt den Verbrauch aber nicht von selbst. Zwei 2-kW-Geräte auf einer Leiste überlasten den Kreis. Stundenweise ein geschlossenes Zimmer, möglichst ohne Brummen: Konvektor. Im Set gibt es dafür den Stiebel. Er ersetzt keine Wohnungsheizung und hängt nicht an der Wand. Person oder Spot im Sichtkontakt, kein Gebläse: Infrarot. 300 Watt plus externes Thermostat für Schreibtisch oder Gästebad; 1200 Watt mit Regler für einen gedämmten Raum, dessen Listing-Quadratmeter du nicht als Alleinheizung liest. Die Picks mit Namen stehen unter Beste Heizung. Die Reihenfolge Nutzungsdauer → Typ → Watt bleibt die der Kaufberatung.

Was dieser Vergleich nicht entscheidet

Er ersetzt keine Leistungsrechnung. Fünfzehn Quadratmeter Altbau brauchen mehr Watt als dasselbe Maß im gedämmten Neubau – unabhängig davon, ob du bläst, konvektierst oder strahlst. Er ersetzt auch keine Bad-Zonenprüfung: IP und DIN VDE 0100-701 gelten für alle drei Typen, sobald Spritzwasser im Spiel ist – siehe Heizung im Bad. Der Conforta Typ 22 gehört nicht in diesen Dreikampf. Er hängt am Warmwasserstrang, hat in den Produktdaten keine EN-442-Wattzahl und ist ein Installationsjob. Wer ihn als vierte Elektroheizung mitzählt, vergleicht Stecker mit Rohr.

Fazit: Job wählen, nicht Wirkungsgrad

Heizlüfter, wenn du Tempo brauchst und danach aussteckst. Konvektor, wenn du leise Stunden im geschlossenen Zimmer sitzt. Infrarot, wenn eine Person oder Fläche im Strahl liegt und ein Regler die Laufzeit begrenzt. Denselben Strom sparst du nur, wenn das Gerät weniger Stunden oder weniger Watt zieht – nicht weil ein Typ effizienter heizt. Den Listenpreis des Könighaus-Paneels nicht als Marktpreis lesen.

Häufige Fragen

Was ist sparsamer – Heizlüfter oder Infrarot?
Bei gleicher Wattzahl und gleicher Laufzeit zahlst du denselben Strom. Infrarot wirkt oft günstiger, weil du ein kleineres Paneel wählst oder nur den Sitzplatz wärmst. Ein 2000-Watt-Paneel daueran ist nicht sparsamer als ein 2000-Watt-Lüfter.
Warum ist der Konvektor leiser?
Er verzichtet auf den Ventilator und nutzt den natürlichen Auftrieb. Dafür kommt die Wärme am Körper später. Leise heißt nicht weniger Ampere – der Stiebel zieht zwei Kilowatt.
Wann reicht 300 Watt Infrarot?
Als Spot in Armreichweite, nicht als Zimmerheizung. Die AUROM braucht dazu ein externes Steckdosenthermostat. Wer 20 Quadratmeter allein heizen will, liegt eine Leistungsklasse zu niedrig.
Wirbelt jeder Heizlüfter Staub?
Jedes Gebläse bewegt Luft und damit Partikel. PTC-Geräte brauchen oft weniger Drehzahl als alte Wendeln, staubfrei sind sie trotzdem nicht. Wer das meiden will, nimmt Konvektor oder Paneel.
Kann ich Infrarot als Wohnungsheizung nutzen?
In sehr gut gedämmten Gebäuden mit PV diskutieren Fachleute das. Im typischen Altbau und in dieser Comparison bleibt es Zusatz. Quadratmeter auf der Packung sind keine Heizlast.
Gehört der Typ-22-Heizkörper in den Vergleich?
Nein. Er ist ein Wasser-Plattenheizkörper, kein Direktheizer. Leistung folgt Vorlauf und Rücklauf, nicht einer Elektro-Wattzahl.
Senkt Oszillation den Stromverbrauch?
Nein. Sie verteilt den Luftstrom. Der Zähler sieht die aufgenommene Leistung. ECO-Modi sparen nur, wenn das Thermostat wirklich taktet und du die Tür schließt.

Weiterführende Seiten

Quellenverzeichnis

Fachquellen aus Research und Sub-Recherche; zuletzt abgerufen am 04.09.2026.

  1. ADAC — Elektroheizung: Typen, Vergleich, Kosten (abgerufen am 04.09.2026)
  2. BDEW — Strompreisanalyse (Haushaltsstrom) (abgerufen am 04.09.2026)
  3. EU — Verordnung (EU) 2015/1188 Ökodesign Einzelraumheizgeräte (abgerufen am 04.09.2026)
  4. ESWA — Ökodesign-Verordnung (Nachfolger 2024/1103) (abgerufen am 04.09.2026)
  5. solar.red — Heizlüfter Stromverbrauch rechnen (abgerufen am 04.09.2026)
  6. Solaranlage-Ratgeber — Photovoltaik und Elektroheizung (abgerufen am 04.09.2026)
  7. Amazon-Produktdaten & Kundenrezensionen (kuratiertes Set) (abgerufen am 04.09.2026)