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Zirkulares oder diagonales Fisheye: Welches Bild entsteht?

Aktualisiert: Oktober 2026

Auf einem Objektiv stehen 180 Grad, doch auf dem Foto erscheint entweder ein Kreis mit schwarzen Ecken oder ein vollständig gefülltes Rechteck. Wer ein zirkulares oder diagonales Fisheye sucht, muss mehr als die Brennweite vergleichen. Entscheidend ist, wie groß der projizierte Bildkreis im Verhältnis zum Sensor ist. Dieselbe Linse kann an zwei Sensorformaten einen anderen Ausschnitt liefern. Die [Hauptseite zum Fisheye-Objektiv](/hub/kameraobjektive/fisheye-objektiv) zeigt Modelle für unterschiedliche Systeme. Hier klären wir, was 180 Grad jeweils bedeutet und welche Bildwirkung zum Motiv passt.

Auf einem Objektiv stehen 180 Grad, doch auf dem Foto erscheint entweder ein Kreis mit schwarzen Ecken oder ein vollständig gefülltes Rechteck.

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Inhalt

Zwei Bildtypen: Kreis oder gefülltes Rechteck

Ein zirkulares Fisheye zeichnet den runden Bildkreis in den rechteckigen Sensor. Rundherum bleiben schwarze Flächen, dort liegt kein Motiv. 180 Grad gelten in alle Richtungen, wenn Objektiv und Sensor dafür kombiniert sind. Ein diagonales Fisheye füllt das Rechteck. Die 180 Grad laufen über die Diagonale, horizontal und vertikal ist der Winkel kleiner. Die Tonne bleibt: Ein Horizont außerhalb der Mitte biegt sich, Ecken werden auseinandergezogen. Vollformat-Fisheye als älterer Name des diagonalen Typs meint ein gefülltes Bild, nicht automatisch Kleinbild. Ein diagonales Fisheye kann für APS-C gerechnet sein. Anschluss, Sensor und Bildtyp führt die Fisheye-Objektiv-Kaufberatung zusammen.

Brennweiten nur zusammen mit dem Sensor

Am Vollformat liegt ein zirkulares Fisheye grob um 8 mm, ein diagonales um 15 bis 16 mm. An APS-C braucht der Kreis eher etwa 4,5 mm, das diagonale Fisheye oft 8 bis 10 mm. Das sind Orientierungen, keine Grenzen. Die Millimeterzahl allein benennt den Typ nicht. 8 mm können am Vollformat einen Kreis zeigen und an APS-C so beschnitten sein, dass der Kreisrand aus dem Foto fällt. Eine APS-C-Rechnung kann am größeren Sensor wieder rund wirken. Eine feste Gegenlichtblende schneidet den Kreis ab. Das OM SYSTEM Body-Cap mit 9 mm und 140 Grad ist weder ein 180-Grad-Kreis noch ein diagonales 180-Grad-Fisheye. Der Millimeterwert aus einem anderen Format überträgt sich nicht. Bauarten ordnet der Überblick der Fisheye-Bauarten.

Dieselbe Linse kann am anderen Sensor den Typ wechseln

Das TTARTISAN 7,5 mm F2 soll an APS-C 180 Grad über die Diagonale abbilden. An Vollformat nennt der Hersteller ein rundes Bild, weil der größere Sensor mehr vom Bildkreis sieht. Nicht jede APS-C-Linse wird dadurch ein sauberes Kreis-Fisheye. Beim 7artisans 7,5 mm Mark II nennen Rezensionen den APS-C-Modus an Vollformat als sinnvolle Nutzung. Die fest verbaute Gegenlichtblende steht einem vollständigen Kreis entgegen. Wer den Kreis will, braucht eine ausdrückliche Freigabe und Beispielbilder in voller Auflösung. Das Canon EF 8–15 mm wechselt am Vollformat je nach Zoomstellung vom Kreis zum gefüllten Fisheye. Kreis und Rechteck hängen vom Verhältnis aus Bildkreis, Brennweite und Sensor ab. Der Crop-Modus liest nur die Mitte aus, der Kreisrand kann verschwinden, die Datei hat weniger Pixel.

Welcher Typ zur geplanten Aufnahme passt

Das diagonale Fisheye füllt das Rechteck ohne Zuschneiden. Innenraum, Action und Landschaft bleiben weit, die Krümmung sichtbar. Die 180 Grad liegen nur diagonal. Wer rundum denselben Winkel erwartet, hat den falschen Typ. Der Kreis ist die Wahl, wenn die Hemisphäre selbst zum Bild gehört, etwa am Himmel oder in einer technischen Aufnahme. Die schwarzen Flächen sind keine dunklen Motivteile. Ein rechteckiger Beschnitt nimmt Winkel und Pixel weg. Danach gilt nicht mehr pauschal 180 Grad rundum. Wie Horizont und Korrektur zusammenspielen, steht beim Fotografieren und Entzerren mit Fisheye.

Fazit: vom fertigen Bild aus wählen

Wenn der Rahmen vollständig mit Motiv gefüllt sein soll, suchen Sie ein diagonales Fisheye für Ihr Sensorformat. Wenn ein geschlossener Kreis mit schwarzen Ecken sichtbar bleiben soll, brauchen Sie eine ausdrücklich zirkulare Kombination aus Objektiv und Sensor. Die Brennweite allein benennt den Typ nicht. Dieselbe Linse kann am größeren Sensor den Bildkreis anders zeigen, eine feste Gegenlichtblende kann den Kreis trotzdem abschneiden.

Häufige Fragen

Ist ein diagonales Fisheye automatisch ein Vollformatobjektiv?
Nein. Vollformat-Fisheye wurde auch als Bezeichnung für ein vollständig gefülltes Bild verwendet. Ein diagonales Modell kann für Vollformat, APS-C oder ein anderes Sensorformat gerechnet sein. Maßgeblich sind die ausdrückliche Formatfreigabe und der passende Anschluss.
Gelten 180 Grad bei einem diagonalen Fisheye in jede Richtung?
Üblicherweise gelten sie über die Bilddiagonale. Der horizontale und vertikale Winkel ist kleiner. Bei einem zirkularen Fisheye werden 180 Grad eher rund um den sichtbaren Kreis erreicht, sofern die Kombination dafür konstruiert wurde.
Warum zeigt mein Fisheye schwarze Ecken?
Entweder ist ein zirkulares Bild beabsichtigt oder der Sensor ist größer als der vorgesehene Bildkreis. Auch Gegenlichtblenden und mechanische Bauteile können abschatten. Symmetrische schwarze Flächen um einen sauberen Kreis sind keine gewöhnliche Vignettierung, die sich einfach aufhellen lässt.
Welche Brennweite erzeugt am Vollformat einen Kreis?
Als Faustregel liegt ein zirkulares Vollformat-Fisheye um 8 mm, ein diagonales eher um 15 bis 16 mm. Die konkrete Konstruktion entscheidet jedoch. Verlassen Sie sich für den Bildtyp auf Herstellerangabe und Beispielbild, nicht allein auf die Brennweite.
Kann ein APS-C-Fisheye an Vollformat ein rundes Bild erzeugen?
Ja, das ist bei manchen Konstruktionen möglich, weil der größere Sensor mehr vom Bildkreis erfasst. Der Kreis kann aber durch eine feste Gegenlichtblende abgeschnitten oder außerhalb des vorgesehenen Bereichs optisch schwach sein. Eine ausdrückliche Freigabe ist daher entscheidend.
Was ändert der APS-C-Modus einer Vollformatkamera?
Die Kamera liest nur einen kleineren mittleren Sensorbereich aus. Dadurch verschwinden Kreisrand und schwarze Ecken möglicherweise, während das Bild stärker beschnitten wird. Gleichzeitig sinkt die nutzbare Auflösung gegenüber der Aufnahme mit dem gesamten Sensor.
Kann ich die schwarzen Ränder einfach wegschneiden?
Ja, gestalterisch ist das möglich, doch der Beschnitt entfernt Bildwinkel und Pixel. Das verbleibende Rechteck zeigt dann nicht mehr die vollständige Hemisphäre des ursprünglichen Kreisbildes. Für ein regelmäßig rechteckiges Endformat ist ein diagonales Fisheye meist die direktere Lösung.

Weiterführende Seiten

Quellenverzeichnis

Fachquellen aus der Recherche; zuletzt abgerufen am 13.10.2026.

  1. Canon Asia: Fisheye-Grundlagen (abgerufen am 13.10.2026)
  2. fischaugenobjektiv.de: Definition (abgerufen am 13.10.2026)
  3. Wikipedia: Fischaugenobjektiv (abgerufen am 13.10.2026)
  4. PanoTools: Fisheye Projection (abgerufen am 13.10.2026)
  5. Universität Stuttgart, IFP 2016: Fisheye-Konstruktion (abgerufen am 13.10.2026)
  6. OM Digital Solutions: BCL-0980 (abgerufen am 13.10.2026)
  7. Canon Deutschland: EF 8-15 mm f/4L Fisheye USM (abgerufen am 13.10.2026)
  8. B&H: 7artisans 7,5 mm f/2,8 Mark II (abgerufen am 13.10.2026)
  9. TTArtisan: 7,5 mm f/2 (abgerufen am 13.10.2026)