Unabhängiger Vergleich, ggf. Vergütung durch Shop-Links. Mehr Infos

Kratzer entfernen: Anleitung für die Handpolitur

Aktualisiert: Oktober 2026

Die Tube steht auf der Motorhaube, das Tuch ist noch das aus der Küche, und die Stelle in der Tür ist nicht einmal gewaschen. So entstehen die zweiten Kratzer, nicht die ersten. Diese Anleitung zum Kratzer entfernen gilt für eine kleine Klarlackstelle von Hand, ohne Maschine. Am Ende sollen Sie wissen, wann Sie auftragen, wann Sie abwischen und wann Sie aufhören, weil Farbe kommt. Welches Gebinde dazu passt, zeigt der [Vergleich Auto-Kratzer-Entferner](/hub/karosserie-scheibenpflege/auto-kratzer-entferner). Ob die Spur überhaupt in die Politur gehört, klären Sie vorher mit dem [Fingernageltest](/hub/karosserie-scheibenpflege/auto-kratzer-entferner/sub/auto-kratzer-entferner-tiefe-pruefen). Eine Paste auf freiliegendem Füller macht die Reparatur größer.

Die Tube steht auf der Motorhaube, das Tuch ist noch das aus der Küche, und die Stelle in der Tür ist nicht einmal gewaschen. So entstehen die zweiten Kratzer, nicht die ersten.

Unsere Top-Empfehlungen

Inhalt

Vorbereitung: sauber, kühl, im Schatten

Arbeiten Sie nicht in der prallen Sonne und nicht auf einem heißen Blech. Die Paste trocknet dann an, bevor sie schmiert, und Sie reiben trocken über den Lack. Ein Käufer des A1-Polish gibt deshalb nach 30 bis 45 Sekunden etwas Wachs als Schmierung dazu. Besser ist ein kühles Panel, dann brauchen Sie diesen Notbehelf nicht. Stellen Sie das Auto in den Schatten, bis die Fläche handwarm oder kühler ist. Waschen Sie die Stelle, spülen Sie gründlich und trocknen Sie sie. Ein harter Insektenschwamm, der nur für Scheinwerfer gedacht war, hat in einem Bericht die Haube erst verkratzt. Für den Klarlack nehmen Sie ein sauberes, weiches Tuch oder einen frischen Schwamm ohne alte Körner. Fett von Fingern oder Pflegemittelresten nehmen Sie mit einem geeigneten Reiniger ab, lassen die Fläche trocknen und prüfen die Spur noch einmal.

Handpolitur Schritt für Schritt

Tragen Sie wenig auf. Eine erbsengroße Menge reicht für eine Griffmulde oder einen handtellergroßen Fleck. Viel Paste poliert nicht schneller, sie schmiert und täuscht einen Erfolg vor, solange der Schleier noch auf dem Lack liegt. Verreiben Sie in kreisenden Bewegungen oder über Kreuz, mit Gefühl, nicht mit dem Körpergewicht auf dem Finger. Eine bis zwei Minuten sind ein Gang, so wie es Käufer an einer gereinigten Stelle schildern. Die Fläche darf nicht heiß werden und das Tuch nicht greifen. Wird die Paste stumpf und trocken, nicht fester drücken, sondern stoppen oder einen Hauch frische Paste nachlegen.

Sets mit Nassschliff

Schleifen müssen Sie nicht, solange eine einphasige Paste die feine Spur beruhigt. Nassschliff gehört zu zweiphasigen Sets und nur an eine Klarlackrille, die der Nagel leicht fängt, nicht an jede matte Stelle. Das Papier bleibt nass, die Bewegung plan, der Druck gering. Verkanten schneidet eine Kante, die keine Politur mehr schließt. Kanten, Sicken und der Übergang zum unlackierten Kunststoff sind tabu. Ein Set mit Schwamm und Tuch, aber ohne Papier, führen Sie wie eine Paste. Der Schwamm ist ein Applikator, keine Schleifstufe. Fehlt der Schwamm in der Lieferung, ersetzen Sie ihn durch ein sauberes Mikrofasertuch, nicht durch einen Haushaltsschwamm. Ob Ihr Gebinde überhaupt diese Stufe ist, klären Sie in der Kaufberatung, bevor das Papier den Lack berührt.

Typische Fehler und wann Sie abbrechen

Der häufigste Fehler ist die falsche Tiefe. Der zweite ist Schmutz im Tuch. Der dritte ist ein Spray, das als Heilung verkauft wird und die Spur nur kurz überdeckt oder sogar betont. Hausmittel wie Zahnpasta gehören nicht an den Klarlack. Kunststoff-Stoßfänger, soweit lackiert, vertragen weniger Druck als ein gerades Blechfeld. Testen Sie unten oder an einer unauffälligen Ecke. Unlackierten Kunststoff polieren Sie nicht mit einer Lackpaste, nur weil das Listing „Kunststoff“ nennt. Scheinwerfer sind ein anderes Material. Dass eine Paste dort in einem Bericht geglänzt hat, ist kein Beleg für die Tür. Brechen Sie ab, wenn der Nagel danach genauso hakt wie vorher, wenn Farbe oder Füller sichtbar wird, wenn die Fläche heiß wird oder wenn Sie an einer Kante arbeiten müssten. Ein lokaler Paste-Gang dauert 15 bis 30 Minuten. Ein Set mit Anschliff dauert länger und verlangt mehr Kontrolle.

Häufige Fragen

Wie viel Druck ist richtig?
So viel, dass die Paste schmiert und die Stelle warm, aber nicht heiß wird. Das Körpergewicht auf zwei Fingern ist bereits zu viel, besonders an Kanten. Käufer schreiben, sie müssten „unglaublich fest“ reiben. Das ist ein Zeichen, dass die Spur für diese Paste zu tief ist, nicht eine Aufforderung, fester zu werden. Lieber ein kurzer Gang und Tageslicht als fünf Minuten Gewalt.
Wie oft darf ich wiederholen?
Zwei bis drei Gänge à ein bis zwei Minuten, dann neu beurteilen. Ein Feinkratzer kann im ersten Gang schon ruhig sein. Fünf Durchgänge an einer fühlbaren Schramme haben in einem Bericht nur eine Teilbesserung gebracht. Nach etwa zehn Minuten ohne sichtbare Änderung hören Sie auf. Mehr Wiederholungen tragen umliegenden Klarlack ab, ohne die tiefe Rille zu schließen.
Muss ich schleifen?
Nein, nicht bei Waschkratzern und Swirls, die der Nagel nicht fängt. Dafür reicht die einphasige Paste. Schleifen wird erst sinnvoll, wenn eine Klarlackrille fühlbar ist und Sie das nasse, feine Papier plan führen können. Trocken schleifen und an der Kante ansetzen sind die Wege zum Durchschliff. Ein Set ohne Papier verpflichtet Sie zu nichts außer einer normalen Politur.
Darf ich in der Sonne arbeiten?
Besser nicht. Heißes Blech lässt die Paste antrocknen, und Sie polieren trocken. Schatten und eine abgekühlte Fläche sind die Arbeitsbedingung, nicht ein Extra. Wenn die Paste nach einer halben Minute stumpf wird, ist das Panel zu warm oder die Menge zu klein. Warten Sie, statt Wachs als Notschmierung zu etablieren.
Kann ich das Tuch auswaschen und weiterverwenden?
Ein stark verschmutztes Poliertuch waschen Sie nicht mit den Haushaltsputztüchern, wenn Lösemittelreste plausibel sind. Körner, die einmal im Gewebe sitzen, schneiden beim nächsten Gang neue Spuren. Nehmen Sie für den nächsten Kratzer ein frisches Mikrofasertuch. Das zweite Tuch, das nur Reste abnimmt, bleibt getrennt vom Poliertuch.
Wann ist Schluss, und kommt danach Wachs?
Schluss ist bei sichtbarer Farbe, bei Füller, bei Hitze oder wenn ein weiterer Gang nichts mehr ändert. Wachs danach ist optional und nur auf einem Lack, der schon so gut ist, wie die Politur ihn macht. Es gleicht eine bleibende Rille nicht aus. Eine Versiegelung kann abwaschen, dann kehrt die optische Beruhigung teilweise zurück. Planen Sie den Erfolg ohne diese Schicht.

Weiterführende Seiten

Quellenverzeichnis

Fachquellen zur Lack- und Kratzerpflege; zuletzt abgerufen am 03.10.2026.

  1. AUTO BILD: Kratzerentferner im Test (abgerufen am 03.10.2026)
  2. auto motor und sport: Lackkratzer-Entferner im Test (abgerufen am 03.10.2026)
  3. Autozeitung: Kratzer am Auto entfernen (abgerufen am 03.10.2026)
  4. Autozeitung: Polierpasten (abgerufen am 03.10.2026)
  5. SONAX: Kratzerentferner-Set, Anwendung (abgerufen am 03.10.2026)
  6. Autozeitung: Lackstift und Smart Repair (abgerufen am 03.10.2026)
  7. autoreparaturen.de: Smart-Repair-Kosten (abgerufen am 03.10.2026)
  8. SONAX Autopolitur, Sicherheitsdatenblatt (Beispiel) (abgerufen am 03.10.2026)