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Talalay oder Dunlop Kissen: zwei Prozesse, keine Härtegrade

Aktualisiert: 14.10.2026

Sie lesen Talalay und denken an weich, Dunlop und denken an fest. Die Kurzantwort vieler Shopseiten sagt genau das, und im Fließtext derselben Seiten steht das Gegenteil: beide Verfahren gibt es in mehreren Härten. Talalay oder Dunlop sind Wege zum Schaum, kein Härtegrad und kein zweites Material. Dieselbe Naturkautschuk-Basis, ein anderer Prozess. Diese Seite bleibt beim Prozess, bei den Zellen und beim Energieaufwand. Flockenmenge, Milben und Waschbezüge bleiben draußen. Die Höhe klären Sie woanders. Die Modelle, deren Listing das Verfahren überhaupt nennt, stehen im [Naturlatex-Kissen-Vergleich](/hub/kissen/naturlatex-kissen).

Sie lesen Talalay und denken an weich, Dunlop und denken an fest. Die Kurzantwort vieler Shopseiten sagt genau das, und im Fließtext derselben Seiten steht das Gegenteil: beide Verfahren gibt es in mehreren Härten.

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Inhalt

Zwei Prozesse, ein Rohstoff

Dunlop gießt aufgeschäumten Saft in die Form. Der Schaum setzt sich, wird zum Boden hin dichter und wird vulkanisiert. Der Energieaufwand ist geringer. Händler beschreiben diese Kerne oft als tragend. Talalay füllt die Form, zieht ein Vakuum, schockfrostet, geliert und vulkanisiert danach. Die Zellen werden gleichmäßiger und offener. Der Prozess ist aufwendiger und in der Herstellung meist teurer. Das Liegegefühl wird eher als sprungelastisch beschrieben. Das ist eine Tendenz, keine Garantie für jedes Kissen. Dieselbe Form kann bei Talalay über die Füllmenge härter oder weicher ausfallen. Die Härte sitzt in Rezeptur und Dichte, nicht im Namen. Dunlop ist der kürzere Weg zum Schaum, nicht die feste Variante von Talalay.

Dichte ist keine Härte

Dichter zum Boden heißt bei Dunlop, dass die Zellstruktur über die Kernhöhe nicht gleichmäßig ist. Das kann sich tragender anfühlen. Es muss nicht fester sein als ein Talalay-Kern, den der Hersteller auf eine hohe Dichte gefahren hat. Talalay kann weich sein und kann mittelfest sein. Im Set stehen Talalay-Platten in der Variante weich und in der Variante mittelfest nebeneinander, dazu eine flache Platte. Das ist der Overlap, ohne dass wir ein Dunlop-Modell erfunden hätten. Die übrigen Kerne im Set nennen das Verfahren nicht. Wir etikettieren sie nicht nachträglich als Dunlop. Shoptexte setzen Talalay oft auf weich und Dunlop auf fest. Ein Händler, der nur Dunlop führt, beschreibt den eigenen Prozess gern als den tragfähigeren. Das ist Parteinahme. Was beide Seiten noch teilen: Dichte ist nicht Härte. Der höhere Energieaufwand erklärt, warum Talalay in der Herstellung meist teurer ist. Das ist keine Preisklasse eines einzelnen Kissens.

Was das Verfahren nicht entscheidet

Flocken sind geschredderter Schaum im Inlett. Ob die Flocken einmal aus einem Dunlop- oder einem Talalay-Block kamen, sagen die Flocken-Listings in diesem Set nicht. Die Höhe entsteht über die Füllmenge, nicht über Vakuum oder Guss. Flocken sind deshalb weder ein dritter Härtegrad noch ein Ersatz für die Verfahrensfrage. Wer die Menge sucht, ist in der Kaufberatung, nicht hier. Milben und Waschbezüge gehören nicht hierher. Ein offenzelliger Kern lüftet anders, das ist kein medizinischer Nachweis. Sie kaufen das Verfahren, das das Listing nennt, und die Härte daneben. Fehlt das Verfahren, bleibt das Feld leer. Stiftkanäle allein sind kein Nachweis für Talalay.

Was im Vergleich wirklich Talalay heißt

Im Vergleich nennen mehrere Platten und ein Konturkissen Talalay im Listing. Die weiche Standardplatte, die weiche Queen-Platte und die mittelfeste Standardplatte sind Plattenkerne. Die flache Variante ist ebenfalls als Talalay geführt, für die Bauchlage, mit einer Titelhöhe, die sich mit anderen Feldern nicht deckt. Das Konturkissen nennt Talalay und eine Titelhöhe von 4/8 cm, ohne beschriebene Mechanik. Das zeigt den Overlap von weich bis mittelfest und von flach bis höher, an Stücken, die denselben Verfahrensnamen tragen. Es zeigt nicht, dass Talalay immer weich ist. Die übrigen Kerne, Flocken und das Körperkissen nennen kein Verfahren. Sie als Dunlop zu führen, gäbe das Listing nicht her. Auf der Hauptseite steht nur die Zeile, die dasteht.

Häufige Fragen

Sind Talalay und Dunlop zwei Materialien?
Nein. Beides ist aufgeschäumter und vulkanisierter Kautschuk, in der Regel aus Naturkautschuk, wenn das Listing das so sagt. Der Unterschied ist der Weg: Guss und Setzung bei Dunlop, Vakuum, Schockfrost und Gelierung bei Talalay. Eine Synthesemischung kann in beiden Prozessen vorkommen und steht nicht im Verfahrensnamen. Den Anteil lesen Sie extra.
Ist Talalay immer das weiche Kissen?
Nein. Im Set gibt es Talalay weich und Talalay mittelfest, dazu eine flache Platte. Dunlop wird oft als tragender beschrieben und ist damit nicht automatisch die feste Ausführung. Die Härte stellt der Hersteller über Dichte und Füllmenge der Form ein. Eine Kurzantwort, die Talalay immer auf weich setzt, widerspricht dem Fließtext derselben Quellen.
Warum fühlt sich Talalay sprungelastischer an?
Weil die Zellen gleichmäßiger und offener ausfallen als bei einem Schaum, der sich zum Boden hin verdichtet. Die Rückstellung kommt schneller als bei trägem Viscoschaum. Manche empfinden das als Stütze, andere als Luftkissen. Das ist eine Tendenz aus der Prozessbeschreibung, keine Garantie, dass jedes Talalay-Kissen so liegt. Die Festigkeit der Variante bleibt daneben stehen.
Verbraucht Talalay mehr Energie?
Ja, im Vergleich der beiden Prozesse. Vakuum, Frost und Gelierung kosten mehr Aufwand als der Guss. Dunlop bleibt der energiesparendere Weg. Deshalb ist Talalay in der Herstellung meist teurer. Das ist kein Ladenpreis und keine Preisklasse eines Kissens. Zwei Talalay-Kissen können in verschiedenen Klassen liegen.
Kann ich die Härte an der Zellstruktur sehen?
Nicht zuverlässig am fertigen Kissen. Eine dichtere Zone zum Boden ist eine Dunlop-Tendenz, kein Härtegrad zum Anfassen im Laden. Stiftkanäle und Pin-Holes verbessern die Luft, sie beweisen weder Talalay noch eine bestimmte Festigkeit. Die Härte steht als Variante im Listing, weich oder mittelfest, oder sie fehlt. Fehlt sie, lesen Sie sie nicht aus dem Verfahrensnamen.
Sind Latexflocken Talalay oder Dunlop?
Das sagen die Flocken-Listings in diesem Set nicht. Flocken sind zerkleinerter Schaum, die Höhe kommt aus der Menge. Ob der Block vorher Talalay oder Dunlop war, ist hier keine ausgewiesene Eigenschaft. Flocken ersetzen keinen Härtegrad und kein Verfahren. Die Menge und die Lücken klären Sie über die Höhe, nicht über diesen Vergleich.
Welches Verfahren steht auf den Modellen der Hauptseite?
Talalay steht an den Platten, die es im Titel oder in der Füllung so nennen, einschließlich der flachen Variante und der Kontur. Dunlop steht an keinem Modell dieses Sets. Kerne, die nur Naturkautschuk oder Naturlatex sagen, bleiben ohne Verfahrensetikett. Die Härte, wo sie genannt ist, lesen Sie in derselben Zeile und nicht aus dem Prozess.

Weiterführende Seiten

Quellenverzeichnis

Fachquellen zu Naturlatex, Siegeln und Kissenhöhe; zuletzt abgerufen im Oktober 2026.

  1. allnatura: Naturlatex-Kopfkissen (abgerufen am Oktober 2026)
  2. allnatura Schweiz: Dunlop- und Talalay-Verfahren (abgerufen am Oktober 2026)
  3. Control Union: GOLS 3.0 (abgerufen am Oktober 2026)
  4. QUL: Prüfkriterien (abgerufen am Oktober 2026)
  5. Allergieinformationsdienst: Latexallergie (abgerufen am Oktober 2026)
  6. BfR: Empfehlung XXI/2 (abgerufen am Oktober 2026)
  7. ÖKO-TEST: Waschbare Kopfkissen (abgerufen am Oktober 2026)
  8. DaunenStep: Kissenhöhe zur Schlafposition (abgerufen am Oktober 2026)