LED Energieeffizienzklasse A bis G: Etikett richtig lesen

LED Energieeffizienzklasse A bis G misst Lumen je Watt, nicht Gemütlichkeit. Klasse E kann brauchbar sein. So lesen Sie kWh je 1000 Stunden und den QR-Code.
Inhaltsverzeichnis

Auf der Schachtel steht ein E, manchmal ein F. Daneben klebt die Erinnerung an A+ und der Verdacht, die Lampe sei Ausschuss. Seit September 2021 tragen neue Lichtquellen die LED Energieeffizienzklasse A bis G. Der Buchstabe bewertet die Lichtausbeute, also wie viele Lumen die Lampe je Watt aufgenommener Leistung angibt. Wohnlichkeit, ein ruhiger Dimmer und die passende Hülse stehen auf anderen Zeilen der Packung.
Eine Kerze mit etwa 470 Lumen kann damit in Klasse A liegen oder in Klasse F. Der Lichtstrom auf der Packung ist derselbe, die aufgenommene Leistung nicht. Wer nur den Buchstaben liest, kauft zweimal dieselbe Helligkeitserinnerung und zweimal einen anderen Verbrauch. Maßgeblich sind das Etikett, die Wattzahl und die Lumen. Die Überschrift auf der Angebotsseite trägt diese Entscheidung nicht.
Kurz gesagt
Die Skala A bis G hat die Plus-Klassen abgelöst, und Klasse A beginnt als Orientierung erst ab etwa 210 Lumen je Watt. Dieselben 470 Lumen können bei 2,2 Watt in A, bei 2,9 Watt in C und bei 4,5 Watt in F liegen, wobei die Kilowattstunden je 1.000 Stunden der Wattzahl entsprechen. Farbqualität und Dimmen bleiben offen, und neue Regeln erwartet das Umweltbundesamt eher um 2029.
Die Skala misst Lichtausbeute
Die delegierte Verordnung (EU) 2019/2015 schreibt das Etikett für Lichtquellen vor. Das Umweltbundesamt beschreibt den Rahmen, Stand Mai 2025: die Skala läuft von A bis G, der QR-Code führt in die EU-Produktdatenbank EPREL. A+++ gilt für neue Lichtquellen nicht mehr. Eine Lampe, die früher A+ trug, gehört damit nicht automatisch in die neue Klasse A. Die Plus-Stufe war eine andere Skala, und eine Umrechnung steht nicht auf der Packung.
Die Verordnung rechnet mit der Gesamt-Netzlichtausbeute. Vereinfacht ist das der Nutzlichtstrom geteilt durch die Leistung. Bei einer ungerichteten Haushaltslampe, also Birne oder Kerze, dürfen Sie Lumen durch Watt teilen. Bei einem Spot setzt sie einen Faktor auf die Rechnung, und die Division kann knapp neben dem Buchstaben liegen. Dann gilt das Etikett.
Die Schwellen sind ein Rahmen aus der veröffentlichten Skala, kein Ersatz für den Rechtstext: Klasse A ab etwa 210 Lumen je Watt, B ab etwa 185, C ab etwa 160, D ab etwa 135, E ab etwa 110, F ab etwa 85, darunter G. Klasse A ist damit die Ausnahme bei einer Wohnkerze. Klasse E oder F kann eine brauchbare Haushaltslampe sein und die Mindestanforderung der Verordnung (EU) 2019/2020 trotzdem einhalten. Sie nimmt nur mehr Leistung für denselben Lichtstrom auf.
Ein Lumenwert, drei Klassen
470 Lumen sind im Handel die übliche Orientierung für eine beanspruchte 40-Watt-Glühlampe. Die Zahl stammt aus der Verordnung (EG) Nr. 244/2009 und gilt für das Inverkehrbringen nicht mehr. Auf Packungen lebt sie als Satz „ersetzt 40 Watt“. Drei Lampen dürfen ihn tragen und drei Klassen sein, weil die Leistung auseinanderliegt.
470 Lumen geteilt durch 2,2 Watt ergeben rund 214 Lumen je Watt, über der Orientierung für Klasse A. Im Vergleich der E14-LED steht eine Kerze C35 mit dieser Kombination: 2,2 Watt, 470 Lumen, 2700 Kelvin, Klasse A, Farbwiedergabe über 80. Dimmen ist dort nicht belegt, und über 80 ist die übliche Unterkante. Die Lampe zeigt, dass Klasse A im Haushalt vorkommt. Sie beweist nicht, dass jede A-Kerze an Ihrem Dimmer ruhig bleibt.
470 Lumen bei 2,9 Watt ergeben rund 162 Lumen je Watt. Fachdatenblätter etikettieren diese Paarung als Klasse C. 470 Lumen bei 4,5 Watt ergeben rund 104 Lumen je Watt und liegen bei F, passend zu Datenblättern mit genau diesen Werten. Auf 1.000 Stunden sind das 2,2 gegen 2,9 gegen 4,5 Kilowattstunden. Der höhere Buchstabe macht die 470 Lumen nicht heller.
Steht in der Überschrift Klasse A, daneben 5 Watt und „ersetzt 40 Watt“, passen Satz und Buchstabe nicht. 470 Lumen geteilt durch 5 Watt ergeben rund 94 Lumen je Watt, die Gegend von F. Fehlen die Lumen, rechnen Sie die Klasse nicht aus der Überschrift. Zwei widersprüchliche Lichtströme im selben Angebot mitteln Sie nicht. Wo Überschrift und Zahlen sich widersprechen, gelten Etikett und die beiden Messgrößen.
Was auf dem Etikett steht
Auf dem Energieetikett für Lichtquellen sehen Sie die Skala von A bis G, den Pfeil bei der Klasse und den Verbrauch in Kilowattstunden je 1.000 Stunden. Die Zeile entspricht zahlenmäßig der mittleren Wattzahl. 2,2 Kilowattstunden je 1.000 Stunden bedeuten 2,2 Watt, sechs Kilowattstunden bedeuten 6 Watt. Weicht sie von der Wattzahl auf der Packung ab, prüfen Sie, welche Zahl zum Etikett gehört, bevor Sie den Jahresverbrauch schätzen.
Der QR-Code öffnet den Eintrag in EPREL, dem Europäischen Produktregister für die Energiekennzeichnung. Dort liegen unter anderem Sockel, Nutzlichtstrom, Leistung, Farbwiedergabe und die ähnlichste Farbtemperatur. Fehlt der Code auf einem Marktplatzfoto, verlangen Sie Packung oder Datenblatt. Stimmen Klasse im Titel und Klasse im Register nicht überein, gilt das Register. Ein Foto ohne Pfeil bleibt ein unvollständiges Angebot, auch wenn „Klasse A“ groß darüber steht.
Die Verordnung (EU) 2019/2020 begrenzt Kurzzeitflimmern und den stroboskopischen Effekt bei voller Last. Fachlich werden ein PstLM von höchstens 1,0 und ein SVM von höchstens 0,4 zitiert. Das gilt für das Inverkehrbringen bei Volllast, nicht für jeden Dimmer und nicht für jede Empfindung. Der Satz „flimmerfrei“ auf der Schachtel ersetzt diese Grenze nicht.
Bevor Sie bestellen, gehen Sie die Angaben in dieser Reihenfolge durch.
- Sie notieren Lichtstrom und Leistung und teilen Lumen durch Watt.
- Sie lesen den Buchstaben auf dem Etikett und halten ihn an die Orientierung der Skala.
- Sie prüfen, ob die Kilowattstunden je 1.000 Stunden zur Wattzahl passen.
- Sie öffnen den QR-Code, sobald Überschrift, Watt und Lumen sich widersprechen.
- Sie klären erst danach Farbtemperatur, Farbwiedergabe, Dimmen, Sockel und Kolbenmaß.
Was die Klasse nicht verspricht
Die Farbwiedergabe steht neben der Klasse. Für die meisten Haushaltslichtquellen liegt die Untergrenze bei einem Farbwiedergabeindex von 80. Ein Aufdruck über 80 ist oft die Pflicht. Ra 90 gibt Haut, Holz und Stoff ruhiger wieder und kostet meist etwas Lichtausbeute, deshalb sitzt die schönere Farbe mitunter in einer niedrigeren Klasse.
Wer warmweiß sucht, sucht Kelvin, im Wohnraum typisch 2700 K. Unter LED mit E27 in Warmweiß entscheiden Lichtstrom, Kelvin und die Klasse nebeneinander. Dimmen ist eine eigene Zeile. Eine Klasse-A-Kerze mit 2,2 Watt kann ohne Dimmangabe daherkommen, eine Filamentkerze in Klasse E kann ausdrücklich nicht dimmbar sein. Am alten Phasenanschnittdimmer flackert, brummt oder fällt eine nicht dimmbare Lampe früh aus.
Wenige Kerzen mit etwa 4 Watt unterschreiten außerdem die Mindestlast mancher Alt-Dimmer. Eine höhere Klasse ändert das nicht, solange Lampe und Dimmer nicht zusammen ausgewiesen sind. Lumen und Buchstabe können stimmen, und die Leuchte bleibt unruhig. 14 mm und 27 mm passen nicht in dieselbe Fassung, ob die Lampe A oder F trägt. Ein Adapter bleibt ein Platz- und Wärmerisiko. IP20 meint trockene Innenräume, Bad und Außen hängen an der Leuchte.
Die Stunden auf der Packung sind Nennwerte, oft L70B50: Nach 15.000 oder 50.000 Stunden haben unter Prüfbedingungen noch die Hälfte der Lampen mindestens 70 Prozent des Anfangslichtstroms. Im geschlossenen Glas gilt das nicht unverändert, auch nicht bei Klasse A. Ob eine Röhre an das Vorschaltgerät darf, steht ebenfalls nicht im Buchstaben. Dafür ist der Vergleich der LED-Leuchtstoffröhre da.
Wann sich die hohe Klasse lohnt
Der Hebel ist Lichtausbeute mal Brenndauer. Drei Stunden am Tag sind rund 1.100 Stunden im Jahr. Eine Lampe mit 2,2 Watt kommt dann auf etwa 2,4 Kilowattstunden, eine mit 4,5 Watt auf etwa 5,0. Der Abstand liegt bei rund 2,5 Kilowattstunden je Lampe, bei acht Armen im Lüster bei rund 20 Kilowattstunden im Jahr, jeweils bei 470 Lumen. Einen festen Rechnungsbetrag liefert die Klasse nicht, weil Ihr Tarif hier nicht als Zahl steht.
Zwei Stunden im Jahr, eine Dekokerze zur Saison, machen aus 2,3 Watt Unterschied nur wenige Wattstunden, unter einer hundertstel Kilowattstunde. Dann zählen Maß, Farbtemperatur, gerader Sockel und eine ehrliche Dimmangabe vor dem Buchstaben. Tägliches Licht im Flur, in der Küche oder im Lüster spricht für die sparsamere Lampe bei gleichem Lichtstrom.
Im Einstieg liegen schlichte, nicht dimmbare Packs. In der Mitte liegen dimmbare Lampen und die Klassen A bis C, weil Treiber und Lichtausbeute dazukommen. Weiter oben liegt Funk oder eine sehr hohe Klasse in der Elektronik. Ein Großpack mit schiefem Sockel oder Ausfall im Karton ist oft eine Retoure, bevor die Klasse sich rechnet. Prüfen Sie die Sockel, bevor die Leiter ein zweites Mal an den Lüster kommt. Die Klasse bleibt eine Angabe unter Prüfbedingungen. Schirm, Dimmen und Mitglimmen in der Nullstellung stehen außerhalb, und ob fünf Kerzen aus einem Pack gleich hell sind, sehen Sie erst in der eigenen Leuchte.
Häufige Fragen
Warum steht auf einer sparsamen LED nur noch E oder F?
Ist Klasse A immer besseres Licht?
Was bedeutet kWh je 1000 Stunden?
Was ist EPREL und der QR-Code?
Gilt A+++ noch?
Kann die Überschrift Klasse A sagen und die Wattzahl dagegen sprechen?
Ändert sich die Skala schon 2026?
Spart die hohe Klasse immer Geld?

Als Technik- und Gaming-Enthusiast betreut er Vergleiche zu Elektronik, Gadgets und Unterhaltungstechnik – getestet am Alltagsnutzen.
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