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LED Energieeffizienzklasse A bis G: Etikett richtig lesen

RechtlichesOktober 20267 Min. Lesezeit
Energieetikett einer LED-Lichtquelle mit Skala A bis G und QR-Code neben einer Kerzenlampe

LED Energieeffizienzklasse A bis G misst Lumen je Watt, nicht Gemütlichkeit. Klasse E kann brauchbar sein. So lesen Sie kWh je 1000 Stunden und den QR-Code.

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Auf der Schachtel steht ein E, manchmal ein F. Daneben klebt die Erinnerung an A+ und der Verdacht, die Lampe sei Ausschuss. Seit September 2021 tragen neue Lichtquellen die LED Energieeffizienzklasse A bis G. Der Buchstabe bewertet die Lichtausbeute, also wie viele Lumen die Lampe je Watt aufgenommener Leistung angibt. Wohnlichkeit, ein ruhiger Dimmer und die passende Hülse stehen auf anderen Zeilen der Packung.

Eine Kerze mit etwa 470 Lumen kann damit in Klasse A liegen oder in Klasse F. Der Lichtstrom auf der Packung ist derselbe, die aufgenommene Leistung nicht. Wer nur den Buchstaben liest, kauft zweimal dieselbe Helligkeitserinnerung und zweimal einen anderen Verbrauch. Maßgeblich sind das Etikett, die Wattzahl und die Lumen. Die Überschrift auf der Angebotsseite trägt diese Entscheidung nicht.

Kurz gesagt

Die Skala A bis G hat die Plus-Klassen abgelöst, und Klasse A beginnt als Orientierung erst ab etwa 210 Lumen je Watt. Dieselben 470 Lumen können bei 2,2 Watt in A, bei 2,9 Watt in C und bei 4,5 Watt in F liegen, wobei die Kilowattstunden je 1.000 Stunden der Wattzahl entsprechen. Farbqualität und Dimmen bleiben offen, und neue Regeln erwartet das Umweltbundesamt eher um 2029.

Die Skala misst Lichtausbeute

Die delegierte Verordnung (EU) 2019/2015 schreibt das Etikett für Lichtquellen vor. Das Umweltbundesamt beschreibt den Rahmen, Stand Mai 2025: die Skala läuft von A bis G, der QR-Code führt in die EU-Produktdatenbank EPREL. A+++ gilt für neue Lichtquellen nicht mehr. Eine Lampe, die früher A+ trug, gehört damit nicht automatisch in die neue Klasse A. Die Plus-Stufe war eine andere Skala, und eine Umrechnung steht nicht auf der Packung.

Die Verordnung rechnet mit der Gesamt-Netzlichtausbeute. Vereinfacht ist das der Nutzlichtstrom geteilt durch die Leistung. Bei einer ungerichteten Haushaltslampe, also Birne oder Kerze, dürfen Sie Lumen durch Watt teilen. Bei einem Spot setzt sie einen Faktor auf die Rechnung, und die Division kann knapp neben dem Buchstaben liegen. Dann gilt das Etikett.

Die Schwellen sind ein Rahmen aus der veröffentlichten Skala, kein Ersatz für den Rechtstext: Klasse A ab etwa 210 Lumen je Watt, B ab etwa 185, C ab etwa 160, D ab etwa 135, E ab etwa 110, F ab etwa 85, darunter G. Klasse A ist damit die Ausnahme bei einer Wohnkerze. Klasse E oder F kann eine brauchbare Haushaltslampe sein und die Mindestanforderung der Verordnung (EU) 2019/2020 trotzdem einhalten. Sie nimmt nur mehr Leistung für denselben Lichtstrom auf.

Ein Lumenwert, drei Klassen

470 Lumen sind im Handel die übliche Orientierung für eine beanspruchte 40-Watt-Glühlampe. Die Zahl stammt aus der Verordnung (EG) Nr. 244/2009 und gilt für das Inverkehrbringen nicht mehr. Auf Packungen lebt sie als Satz „ersetzt 40 Watt“. Drei Lampen dürfen ihn tragen und drei Klassen sein, weil die Leistung auseinanderliegt.

470 Lumen geteilt durch 2,2 Watt ergeben rund 214 Lumen je Watt, über der Orientierung für Klasse A. Im Vergleich der E14-LED steht eine Kerze C35 mit dieser Kombination: 2,2 Watt, 470 Lumen, 2700 Kelvin, Klasse A, Farbwiedergabe über 80. Dimmen ist dort nicht belegt, und über 80 ist die übliche Unterkante. Die Lampe zeigt, dass Klasse A im Haushalt vorkommt. Sie beweist nicht, dass jede A-Kerze an Ihrem Dimmer ruhig bleibt.

470 Lumen bei 2,9 Watt ergeben rund 162 Lumen je Watt. Fachdatenblätter etikettieren diese Paarung als Klasse C. 470 Lumen bei 4,5 Watt ergeben rund 104 Lumen je Watt und liegen bei F, passend zu Datenblättern mit genau diesen Werten. Auf 1.000 Stunden sind das 2,2 gegen 2,9 gegen 4,5 Kilowattstunden. Der höhere Buchstabe macht die 470 Lumen nicht heller.

Steht in der Überschrift Klasse A, daneben 5 Watt und „ersetzt 40 Watt“, passen Satz und Buchstabe nicht. 470 Lumen geteilt durch 5 Watt ergeben rund 94 Lumen je Watt, die Gegend von F. Fehlen die Lumen, rechnen Sie die Klasse nicht aus der Überschrift. Zwei widersprüchliche Lichtströme im selben Angebot mitteln Sie nicht. Wo Überschrift und Zahlen sich widersprechen, gelten Etikett und die beiden Messgrößen.

Was auf dem Etikett steht

Auf dem Energieetikett für Lichtquellen sehen Sie die Skala von A bis G, den Pfeil bei der Klasse und den Verbrauch in Kilowattstunden je 1.000 Stunden. Die Zeile entspricht zahlenmäßig der mittleren Wattzahl. 2,2 Kilowattstunden je 1.000 Stunden bedeuten 2,2 Watt, sechs Kilowattstunden bedeuten 6 Watt. Weicht sie von der Wattzahl auf der Packung ab, prüfen Sie, welche Zahl zum Etikett gehört, bevor Sie den Jahresverbrauch schätzen.

Der QR-Code öffnet den Eintrag in EPREL, dem Europäischen Produktregister für die Energiekennzeichnung. Dort liegen unter anderem Sockel, Nutzlichtstrom, Leistung, Farbwiedergabe und die ähnlichste Farbtemperatur. Fehlt der Code auf einem Marktplatzfoto, verlangen Sie Packung oder Datenblatt. Stimmen Klasse im Titel und Klasse im Register nicht überein, gilt das Register. Ein Foto ohne Pfeil bleibt ein unvollständiges Angebot, auch wenn „Klasse A“ groß darüber steht.

Die Verordnung (EU) 2019/2020 begrenzt Kurzzeitflimmern und den stroboskopischen Effekt bei voller Last. Fachlich werden ein PstLM von höchstens 1,0 und ein SVM von höchstens 0,4 zitiert. Das gilt für das Inverkehrbringen bei Volllast, nicht für jeden Dimmer und nicht für jede Empfindung. Der Satz „flimmerfrei“ auf der Schachtel ersetzt diese Grenze nicht.

Bevor Sie bestellen, gehen Sie die Angaben in dieser Reihenfolge durch.

  1. Sie notieren Lichtstrom und Leistung und teilen Lumen durch Watt.
  2. Sie lesen den Buchstaben auf dem Etikett und halten ihn an die Orientierung der Skala.
  3. Sie prüfen, ob die Kilowattstunden je 1.000 Stunden zur Wattzahl passen.
  4. Sie öffnen den QR-Code, sobald Überschrift, Watt und Lumen sich widersprechen.
  5. Sie klären erst danach Farbtemperatur, Farbwiedergabe, Dimmen, Sockel und Kolbenmaß.

Was die Klasse nicht verspricht

Die Farbwiedergabe steht neben der Klasse. Für die meisten Haushaltslichtquellen liegt die Untergrenze bei einem Farbwiedergabeindex von 80. Ein Aufdruck über 80 ist oft die Pflicht. Ra 90 gibt Haut, Holz und Stoff ruhiger wieder und kostet meist etwas Lichtausbeute, deshalb sitzt die schönere Farbe mitunter in einer niedrigeren Klasse.

Wer warmweiß sucht, sucht Kelvin, im Wohnraum typisch 2700 K. Unter LED mit E27 in Warmweiß entscheiden Lichtstrom, Kelvin und die Klasse nebeneinander. Dimmen ist eine eigene Zeile. Eine Klasse-A-Kerze mit 2,2 Watt kann ohne Dimmangabe daherkommen, eine Filamentkerze in Klasse E kann ausdrücklich nicht dimmbar sein. Am alten Phasenanschnittdimmer flackert, brummt oder fällt eine nicht dimmbare Lampe früh aus.

Wenige Kerzen mit etwa 4 Watt unterschreiten außerdem die Mindestlast mancher Alt-Dimmer. Eine höhere Klasse ändert das nicht, solange Lampe und Dimmer nicht zusammen ausgewiesen sind. Lumen und Buchstabe können stimmen, und die Leuchte bleibt unruhig. 14 mm und 27 mm passen nicht in dieselbe Fassung, ob die Lampe A oder F trägt. Ein Adapter bleibt ein Platz- und Wärmerisiko. IP20 meint trockene Innenräume, Bad und Außen hängen an der Leuchte.

Die Stunden auf der Packung sind Nennwerte, oft L70B50: Nach 15.000 oder 50.000 Stunden haben unter Prüfbedingungen noch die Hälfte der Lampen mindestens 70 Prozent des Anfangslichtstroms. Im geschlossenen Glas gilt das nicht unverändert, auch nicht bei Klasse A. Ob eine Röhre an das Vorschaltgerät darf, steht ebenfalls nicht im Buchstaben. Dafür ist der Vergleich der LED-Leuchtstoffröhre da.

Wann sich die hohe Klasse lohnt

Der Hebel ist Lichtausbeute mal Brenndauer. Drei Stunden am Tag sind rund 1.100 Stunden im Jahr. Eine Lampe mit 2,2 Watt kommt dann auf etwa 2,4 Kilowattstunden, eine mit 4,5 Watt auf etwa 5,0. Der Abstand liegt bei rund 2,5 Kilowattstunden je Lampe, bei acht Armen im Lüster bei rund 20 Kilowattstunden im Jahr, jeweils bei 470 Lumen. Einen festen Rechnungsbetrag liefert die Klasse nicht, weil Ihr Tarif hier nicht als Zahl steht.

Zwei Stunden im Jahr, eine Dekokerze zur Saison, machen aus 2,3 Watt Unterschied nur wenige Wattstunden, unter einer hundertstel Kilowattstunde. Dann zählen Maß, Farbtemperatur, gerader Sockel und eine ehrliche Dimmangabe vor dem Buchstaben. Tägliches Licht im Flur, in der Küche oder im Lüster spricht für die sparsamere Lampe bei gleichem Lichtstrom.

Im Einstieg liegen schlichte, nicht dimmbare Packs. In der Mitte liegen dimmbare Lampen und die Klassen A bis C, weil Treiber und Lichtausbeute dazukommen. Weiter oben liegt Funk oder eine sehr hohe Klasse in der Elektronik. Ein Großpack mit schiefem Sockel oder Ausfall im Karton ist oft eine Retoure, bevor die Klasse sich rechnet. Prüfen Sie die Sockel, bevor die Leiter ein zweites Mal an den Lüster kommt. Die Klasse bleibt eine Angabe unter Prüfbedingungen. Schirm, Dimmen und Mitglimmen in der Nullstellung stehen außerhalb, und ob fünf Kerzen aus einem Pack gleich hell sind, sehen Sie erst in der eigenen Leuchte.

Häufige Fragen

Warum steht auf einer sparsamen LED nur noch E oder F?
Die Skala seit September 2021 ist enger als die alten Plus-Klassen. Klasse A beginnt als Orientierung erst ab etwa 210 Lumen je Watt. Eine Kerze mit 470 Lumen und 4,5 Watt liegt um 104 Lumen je Watt und damit bei F, obwohl sie viel weniger Leistung aufnimmt als eine frühere Glühlampe. E oder F kann die Mindestanforderung der Ökodesign-Verordnung erfüllen. Der Buchstabe zeigt dann, dass dieselbe Helligkeit mit mehr Watt erzeugt wird als in Klasse A. Ein altes A+ auf einer Restpackung übersetzt sich nicht in den neuen Buchstaben.
Ist Klasse A immer besseres Licht?
Klasse A heißt sehr hohe Lichtausbeute, als Orientierung ab etwa 210 Lumen je Watt. Dieselben 470 Lumen bleiben 470 Lumen, ob die Lampe 2,2 oder 4,5 Watt aufnimmt. Farbwiedergabe, Farbtemperatur und das Verhalten am Dimmer sind eigene Angaben. Eine Klasse-A-Kerze kann bei der Farbwiedergabe nur über 80 liegen und ohne Dimmfreigabe verkauft werden. Ra 90 wirkt an Haut, Holz und Stoff oft ruhiger und sitzt deshalb mitunter in einer niedrigeren Klasse. Für den Esstisch kann das die bessere Wahl sein.
Was bedeutet kWh je 1000 Stunden?
Die Zeile auf dem Etikett nennt den Energieverbrauch in Kilowattstunden je 1.000 Stunden Betrieb. Zahlenmäßig entspricht sie der mittleren Leistung in Watt. 2,2 Kilowattstunden je 1.000 Stunden bedeuten 2,2 Watt, 4,5 Kilowattstunden bedeuten 4,5 Watt. Bei drei Stunden am Tag, rund 1.100 Stunden im Jahr, werden daraus etwa 2,4 gegen 5,0 Kilowattstunden je Lampe. Die Zeile ist der Verbrauch, nicht die Helligkeit. Weicht sie von der Wattzahl auf der Packung ab, klären Sie, welche Zahl zum Etikett gehört.
Was ist EPREL und der QR-Code?
EPREL ist das Europäische Produktregister für die Energiekennzeichnung. Der QR-Code auf dem Energieetikett öffnet den Eintrag der Lichtquelle. Dort liegen unter anderem Sockel, Nutzlichtstrom, Leistung, Farbwiedergabe und die ähnlichste Farbtemperatur, soweit der Hersteller sie hinterlegt. Stimmen die Klasse in einer Angebotsüberschrift und die Klasse im Register nicht überein, gilt das Register. Fehlt der Code auf einem reinen Produktfoto, verlangen Sie das Etikett oder das Datenblatt, bevor Sie den Buchstaben aus der Überschrift übernehmen.
Gilt A+++ noch?
Für neue Lichtquellen gilt A+++ nicht mehr. Die delegierte Verordnung (EU) 2019/2015 setzt die Skala A bis G, das Umweltbundesamt beschreibt sie so, Stand Mai 2025. Eine ältere Packung im Schrank kann noch Pluszeichen tragen. Das ist die alte Skala, keine Vorstufe der heutigen Klasse A. Eine Umrechnungstabelle liefert die Packung nicht. Neue Regeln erwartet das Umweltbundesamt eher um 2029. Die für Ende 2024 vorgesehene Überprüfung hat keine neue Skala gebracht. Wer jetzt kauft, liest A bis G.
Kann die Überschrift Klasse A sagen und die Wattzahl dagegen sprechen?
Ja. Eine Überschrift kann Klasse A behaupten, während 5 Watt und der Satz „ersetzt 40 Watt“ daneben stehen. 470 Lumen geteilt durch 5 Watt ergeben rund 94 Lumen je Watt. Das liegt in der Orientierung bei F, nicht bei A, solange der Handel mit 40 Watt etwa 470 Lumen meint. Solche Zeilen sind ein Datenfehler. Sie mitteln sie nicht und rechnen die Klasse nicht aus dem Werbesatz. Es gelten das Etikett und, wenn Sie den QR-Code öffnen, der Eintrag in EPREL. Fehlen die Lumen, bleibt die Klasse unbelegt.
Ändert sich die Skala schon 2026?
Eine neue Skala für 2026 ist nicht beschlossen. Die Überprüfung, die bis Ende 2024 vorgesehen war, ist ausgeblieben. Das Umweltbundesamt rechnet mit neuen Vorgaben eher um 2029, Stand der Darstellung vom Mai 2025. Bis dahin bleibt die Kennzeichnung bei A bis G, wie sie seit September 2021 für Lichtquellen gilt. Ein Angebot, das A+ mit einem baldigen Etikettenwechsel begründet, beschreibt nicht den aktuellen Rahmen. Sie kaufen nach dem Etikett, das der Lampe heute beiliegt, und nach Lumen geteilt durch Watt.
Spart die hohe Klasse immer Geld?
Die hohe Klasse senkt die aufgenommene Leistung bei gleichem Lichtstrom. Ob das am Zähler ins Gewicht fällt, hängt an den Stunden. Bei rund 1.100 Stunden im Jahr liegen 2,2 Watt und 4,5 Watt etwa 2,5 Kilowattstunden auseinander, bei acht gleichen Kerzen rund 20 Kilowattstunden. Zwei Stunden im Jahr schrumpfen denselben Abstand auf wenige Wattstunden. Einen festen Rechnungsbetrag liefert der Buchstabe nicht, weil Ihr Tarif hier nicht als Zahl steht. Kurze Deko-Nutzung rechtfertigt die hohe Klasse selten.
Daniel R.
ElektronikUnterhaltungstechnik

Als Technik- und Gaming-Enthusiast betreut er Vergleiche zu Elektronik, Gadgets und Unterhaltungstechnik – getestet am Alltagsnutzen.

15 Artikel verfasst
Aktualisiert: Oktober 2026

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