Unabhängiger Vergleich, ggf. Vergütung durch Shop-Links. Mehr Infos

Härtegrad Matratze 120x200

Aktualisiert: 13.10.2026

Sie liegen probehalber auf zwei Matratzen, beide tragen H3, und die eine gibt nach, die andere nicht. Der Härtegrad Matratze 120x200 ist dabei keine geeichte Klasse, sondern das Etikett des Herstellers. Zwei gleiche Aufdrucke können verschieden fest liegen. Am Ende soll klar sein, was H2, H3 und H4 im Shop heißen, was ein Labor stattdessen misst, und wann zwei Zahlen wirklich zwei Liegeseiten sind. Die Reihenfolge vor dem Label ist Fläche, dann Kern. Die Modelle stehen auf der [Matratze 120 × 200](/hub/matratzen/matratze-120-x-200).

Sie liegen probehalber auf zwei Matratzen, beide tragen H3, und die eine gibt nach, die andere nicht. Der Härtegrad Matratze 120x200 ist dabei keine geeichte Klasse, sondern das Etikett des Herstellers.

Unsere Top-Empfehlungen

Inhalt

Was H2, H3 und H4 im Shop heißen

Händler fassen die Stufen in Gewichtsbänder: H2 gilt dort bis etwa 80 kg, H3 etwa von 80 bis 100 kg, H4 darüber. Diese Bänder sind eine Brücke im Shop, keine DIN-Klasse und keine eigene Empfehlung dieser Seite. In diesem Set kippt das Bild schon am Etikett. PURAMED nennt H3 fest und bis 95 kg. BMM nennt H2, ohne eine zweite Stufe. Novilla setzt einmal H3/H2 und einmal H3/H4, der Bullet sagt jeweils mittelfest. Traumnacht schreibt H3/H4 nur in den Titel. BedStory spannt H3 bis H4. Ein markenloser Kaltschaum nennt im Titel H2 und H3. Die härtere Stufe ist nicht automatisch die stützendere. Die Stiftung Warentest hält fest, dass weich ebenso stützen kann wie hart. Zu weich hängt der Körper durch, zu hart lassen Schulter und Becken nicht ein, so beschreibt es der VerbraucherService Bayern.

Was Labor und Norm stattdessen messen

DIN EN 1957 legt ein Prüfverfahren für die Liegehärte fest. Die Einstufung korreliert mit dem Empfinden der Prüfpersonen und ist ausdrücklich nicht Komfort und nicht Qualität. Sie prüft nicht, ob auf der Banderole H2 oder H3 steht. Die Stiftung Warentest findet die deklarierte Härte oft abweichend von der gemessenen und stellt fest, dass die Härte die Liegeeigenschaften nicht bestimmt. Noten ab 2025 lassen sich mit älteren Noten nicht direkt vergleichen. Das Prüfmaß ist vornehmlich 90 × 200 cm, daneben 140 × 200 cm, nicht 120 × 200 cm. Die Schlafposition entscheidet mit, weil Schulter und Becken in der Seite mehr Weg brauchen.

Wann zwei Zahlen eine Wendematratze sind

H3/H2 oder H3/H4 im Titel ist eine Wendematratze nur, wenn der Text zwei verschiedene Liegeseiten beschreibt. Bei Novilla steht die Doppelzahl im Titel, der Bullet sagt mittelfest, ein Wenden kommt nicht vor. Bei Traumnacht stehen Duo und H3/H4 im Namen, der Fließtext beschreibt das Drehen nicht. Der markenlose Kaltschaum nennt beide Stufen, ohne sie zwei Seiten zuzuordnen. PURAMED ist der Gegenfall: Der Aufbau ist symmetrisch und beidseitig nutzbar, H3 gilt für beide Flächen, bis 95 kg laut Bullet. Drehen verlängert hier die Nutzungsdauer derselben Härte. Es tauscht sie nicht. Im Set werden 100 Nächte, 30 Tage und 30 Nächte mit Abholung genannt, andere Modelle nennen nichts. Die härtere Seite ist nicht die bessere Rückenseite. Die Probe entscheidet, nicht die höhere Zahl auf der Banderole.

Was 120 cm an der Härte ändert

Die Breite ändert die Härteskala nicht. H2 bleibt H2, ob der Kern 90 oder 120 cm breit geschnitten ist. Auf 120 cm schläft im Alltag eine Person, und diese Person trägt die Stufe allein. Die etwa 60 cm je Seite, die zwei Erwachsene auf 120 cm hätten, sind eine Flächenfrage und gehören in die Kaufberatung, nicht in die Härtetabelle. Eine Person mit etwa 80 kg liest im Shop oft die Grenze zwischen H2 und H3. PURAMED zieht H3 bis 95 kg. Wer 100 kg mitbringt, steht in der Händlerbrücke bei H4, im Set aber vor Titeln mit H3/H4, ohne dass das Wenden beschrieben wäre. Die Formel aus Gewicht minus Körpergröße ist keine eigene Empfehlung, und die härtere Stufe ist nicht der sicherere Rücken.

Häufige Fragen

Ist H3 bei jeder Marke gleich?
Nein, H3 ist keine geeichte Klasse. Die Stiftung Warentest findet die deklarierte Härte oft abweichend von der gemessenen. In diesem Set meint H3 einmal fest und bis 95 kg, einmal mittelfest neben einer zweiten Zahl, einmal die Spanne H3 bis H4. Zwei Matratzen mit demselben Aufdruck können verschieden nachgeben. Das Etikett vergleichen Sie deshalb nur zusammen mit Kern, Höhe und, beim Schaum, dem Raumgewicht.
H2 oder H3 um 80 kg, H3 oder H4 um 100 kg?
Die Händlerbrücke legt H2 bis etwa 80 kg, H3 etwa von 80 bis 100 kg und H4 darüber. Um 80 kg stehen Sie auf der Grenze, um 100 kg ebenfalls. Die Brücke ist nicht genormt, und die Marken ziehen sie verschieden, etwa H3 bis 95 kg. Die Stiftung Warentest sagt, die Härte bestimme die Liegeeigenschaften nicht. Nehmen Sie die Stufe als Anfang, legen Sie beide Seiten probe, wenn der Aufbau sie unterscheidet, und lassen Sie die Broca-ähnliche Formel aus dem Shop draußen.
Heißt H3/H4 automatisch zwei verschiedene Seiten?
Nur wenn der Text das Wenden und zwei verschiedene Flächen beschreibt. Ein Titel mit H3/H4 und dem Wort Duo reicht nicht, solange der Fließtext das Drehen auslässt. Ein symmetrischer Kern hat zwei gleiche Seiten, auch wenn er beidseitig nutzbar ist. In diesem Set ist das bei PURAMED so beschrieben. Bei den Doppelzahlen von Novilla und Traumnacht fehlt diese Beschreibung. Wenden tauscht dann die Fläche nicht.
Ist die härtere Seite besser für den Rücken?
Nicht automatisch. Weich kann stützen, und hart kann die Schulter oben lassen. Zu weich hängt der Körper durch, zu hart sinken Schulter und Becken nicht ein. Die härtere Banderole ist damit kein Rückenprogramm. Welche Seite nach mehreren Nächten ruhiger liegt, zeigt nur die Probe, und auch die ist keine Diagnose. Anhaltender Schmerz gehört in die Praxis, nicht auf die nächste Stufe.
Was prüft DIN EN 1957, wenn nicht die H-Stufe?
Die Norm beschreibt das Verfahren zur Liegehärte. Das Ergebnis korreliert mit dem Empfinden und ist ausdrücklich nicht Komfort und nicht Qualität. Ob der Hersteller H2, H3 oder H4 druckt, prüft sie nicht. Die Stiftung Warentest nutzt solche Messungen und stellt fest, dass Deklaration und Messung oft auseinanderliegen. Ein Laborwert ersetzt weder die Schlafposition noch die Probe im eigenen Bett.

Weiterführende Seiten

Quellenverzeichnis

Fachquellen zum Matratzenkauf; zuletzt abgerufen am 13.10.2026.

  1. Stiftung Warentest, Matratzen im Test, 1. Oktober 2026 (abgerufen am 13.10.2026)
  2. Stiftung Warentest, sieben Körpertypen (abgerufen am 13.10.2026)
  3. DIN EN 1957:2013-01 (abgerufen am 13.10.2026)
  4. DIN EN 1334:1996 (abgerufen am 13.10.2026)
  5. FSK, PUR-Weichschaum für Matratzenkerne, 2017 (abgerufen am 13.10.2026)
  6. OEKO-TEX STANDARD 100 (abgerufen am 13.10.2026)
  7. EUROPUR, CertiPUR FAQ (abgerufen am 13.10.2026)
  8. VerbraucherService Bayern, Matratzenkauf (abgerufen am 13.10.2026)