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G11 G12 G13 Unterschied: Welche Spec gehört hinein

Aktualisiert: Oktober 2026

Sie stehen am Ausgleichsbehälter, der Stand ist unter die Marke gerutscht, und im Regal liegen drei Kanister mit G11, G12+ und G13. Daneben steht Glysantin G48, die Flüssigkeit im Auto ist rosa, der neue Kanister blau. Wer den G11 G12 G13 Unterschied über die Farbe lösen will, liegt in den meisten Garagen daneben. Am Ende dieser Seite soll feststehen, welche Chemie zu der Freigabe im Bordbuch passt und welche Aufdrucke nur dieselbe Linie anders benennen. Der [Kühlerfrostschutz Vergleich](/hub/motorpflege/kuehlerfrostschutz) legt die Gebinde nebeneinander; diese Seite klärt die Spec, bevor Sie zum nächsten Kanister greifen.

Sie stehen am Ausgleichsbehälter, der Stand ist unter die Marke gerutscht, und im Regal liegen drei Kanister mit G11, G12+ und G13. Daneben steht Glysantin G48, die Flüssigkeit im Auto ist rosa, der neue Kanister blau.

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Inhalt

Warum VW-Buchstaben und Glysantin-Nummern nebeneinander stehen

Auf dem Etikett treffen drei Sprachen aufeinander. Volkswagen nummeriert in TL 774 von C bis L, die Werkstatt übersetzt das in G11 bis G12evo, BASF nennt dieselben Familien Glysantin. Die übliche Zuordnung lautet: TL 774-C ist G11, TL 774-D klassisches G12, TL 774-F ist G12+, TL 774-G ist G12++, TL 774-J ist G13 und TL 774-L ist G12evo. Jahreszahlen auf Grafiken ersetzen keine Modellzuordnung. Maßstab bleibt der Buchstabe im Bordbuch oder auf dem Deckel. Glysantin ist die zweite Spalte derselben Tabelle. G48 sitzt in der silikathaltigen G11-Linie, G30 in der silikatfreien OAT-Linie, G40 bei den Si-OAT-Typen um G12++ und G13. Fordert das Handbuch TL 774-G und der Kanister wirbt mit „Glysantin G48, geeignet für VW“, liegen zwei verschiedene Freigaben vor. MANNOL AG11 und D.LINE ANF gehören zur G11-Familie, Glysantin G30, MANNOL AF12+, D.LINE X12+ und TECPO G12+ zur OAT-Familie.

Von G11 bis G12evo: was sich chemisch ändert

G11 ist ein silikathaltiger Hybrid. Silikate legen schnell eine Schutzschicht, deshalb gehört die Linie zu älteren Kreisläufen und zu Gelbmetall. G12 und G12+ sind silikatfreies OAT und in moderneren Aluminiumsystemen verbreitet. Ein Aufdruck „G12“ deckt G12++ oder G13 nicht ab. G12++, G13 und G12evo sind die aktuelle VAG-Linie: etwas Silikat zurück plus organische Inhibitoren, genannt Si-OAT. Herstellernahe Quellen beschreiben G13 zusätzlich über Glycerin in der Basis. Tabellen führen G12evo oft als Nachfolger neuerer VAG-Specs. Weicht die Tabelle vom Bordbuch ab, gelten Bordbuch und eine saubere Spülung. G11 und klassisches G12 gehören nicht in denselben Kreislauf. Was Sie spülen und womit Sie nachfüllen, steht auf der Seite Kühlerfrostschutz mischen und nachfüllen.

Farbe, Universal-Aufdruck und was ASTM nicht leistet

Die Farbe ist herstellerfrei und kein Typbeweis, so der ADAC. Blau, Rot und Violett beschreiben eine Gewohnheit im Regal. Zwei violette Kanister können TL 774-F und TL 774-J sein. „Geeignet für G11, G12 und G13“ ist eine Marketingliste. ASTM D3306, BS 6580 und ÖNORM V 5123 beschreiben Glykol-Kühlmittel als Klasse. TL 774, eine Mercedes-Freigabe der Reihe 325 oder eine BMW-LC-Nummer entscheidet, ob der Kanister zu diesem Auto gehört. Steht die Freigabe fest und es geht nur noch um Konzentrat oder Fertiggemisch, führt die Seite Kühlerfrostschutz Konzentrat oder Fertiggemisch weiter. Die Kaufberatung zum Kühlerfrostschutz sortiert Gebinde und Form erst danach.

Aluminium, Kupfer und Messing

Die Chemie folgt den Metallen im Kreislauf, nicht dem Baujahr als Schlagwort. Hybridtypen der G11-Linie sind der typische Kontext für ältere Systeme und Gelbmetall. Silikatfreies OAT von G12 und G12+ ist dort verbreitet, wo Aluminiummotor und Alukühler die Konstruktion prägen. Ein junges Auto kann trotzdem einen älteren Buchstaben vorschreiben. Messingtöpfe mit Vorgabe G11 oder G48 bekommen durch silikatfreies G12 eine andere Inhibitorlogik als spezifiziert. Ein Aluminiumkreislauf für G12+ oder G13 wird durch G11-Silikat nicht sicherer. Sind Metall und Aufkleber unbekannt, kommen Deckel oder Bordbuch vor dem Kanister.

Fazit: Buchstabe im Bordbuch, nicht der Farbton

Wenn das Handbuch TL 774-C oder G48 nennt, bleibt die silikathaltige G11-Linie die passende Familie. Steht TL 774-F oder G30, gehört silikatfreies OAT hinein. G13 und G12evo ersetzen eine ältere Vorgabe nicht, nur weil sie neuer sind.

Häufige Fragen

Was unterscheidet G11 von G12?
G11 ist silikathaltig und für ältere Kreisläufe sowie Gelbmetall eingeordnet. G12 ist silikatfreies OAT und in modernen Aluminiumsystemen verbreitet. Mischen Sie die beiden nicht, auch wenn beide über das Glykol den Gefrierpunkt senken. Der Unterschied sitzt im Inhibitorpaket. Nennt das Bordbuch einen späteren Buchstaben als TL 774-D, ist klassisches G12 die falsche Stufe.
Wofür stehen G12+, G12++ und G12evo?
G12+ ist die spätere silikatfreie OAT-Spec im Vergleich zum klassischen G12. G12++ ist Si-OAT zu TL 774-G und holt etwas Silikat zurück. Tabellen führen G12evo oft als Nachfolger neuerer VAG-Specs; das bleibt Orientierung und keine Freigabe gegenüber G11. G13 sitzt dazwischen und wird herstellernah über einen Glycerin-Anteil beschrieben. Der Buchstabe im Handbuch hat Vorrang vor den Pluszeichen auf dem Etikett.
Entspricht Glysantin G48 dem G11?
In der üblichen Zuordnung ja. G48 ist der Glysantin-Name der silikathaltigen Hybridlinie, neben Handelsnamen wie AG11 oder ANF. G30 gehört zur silikatfreien OAT-Linie, G40 zu den Si-OAT-Typen um G12++ und G13. Dieselbe Marke auf zwei Kanistern ist damit noch keine gemeinsame Freigabe. Bei TL 774-C liegt G48 in der passenden Familie, bei TL 774-G oder TL 774-J in der anderen Spalte.
Darf ich den Typ an der Farbe erkennen?
Die Farbe wählt der Hersteller frei und beweist weder G11 noch G13. Blau, Rot und Violett sind eine Regalgewohnheit. Dieselbe Spec kann je nach Marke anders gefärbt sein, und zwei gleiche Töne können verschiedene TL-Buchstaben tragen. Lesen Sie die Zeile TL 774 oder die Glysantin-Nummer. Steht nur „Universal“ auf dem Etikett, fehlt der Typnachweis.
Ist G13 immer die bessere Wahl?
G13 ist eine neuere Si-OAT-Stufe mit Glycerin in der Basis und schützt im Vergleich zu G11 anders. Ein Kreislauf mit Vorgabe G11 oder G48 bekommt damit eine fremde Inhibitorlogik. G11 ist in einem System für G13 kein vorsichtigerer Ersatz, nur weil die ältere Linie Silikat mitbringt. Steht G12evo in Tabellen als Nachfolger, bleibt das ohne den Buchstaben aus dem Bordbuch eine Orientierung.
Reicht ASTM D3306 ohne Herstellerfreigabe?
ASTM D3306 und Normen wie BS 6580 besagen, dass ein Glykol-Kühlmittel eine Grundprüfung erfüllt. Für die Fahrzeugpassung bleiben TL 774, eine Mercedes-Freigabe oder eine BMW-LC-Nummer davor. Ein Kanister kann ASTM korrekt ausweisen und trotzdem die falsche Spec tragen. Fehlt die OEM-Zeile aus dem Handbuch, trägt die Normenzeile die Auswahl nicht.
Wohin mit einer Mischfrage?
Bei einer Restfüllung entscheidet diese Typenseite nicht über den nächsten halben Liter. G11 und klassisches G12 gehören nicht in denselben Kreislauf. Ob Sie spülen müssen und welches Wasser ins Konzentrat gehört, steht beim Nachfüllen. Im Notfall darf Wasser laut ADAC die Weiterfahrt sichern. Danach korrigieren Sie Spec und Mischung, statt die Notreparatur als Dauerfüllung zu behalten.

Weiterführende Seiten

Quellenverzeichnis

Fachquellen aus dem Research-Digest; zuletzt abgerufen am 03.10.2026.

  1. ADAC Kühlerfrostschutz (abgerufen am 03.10.2026)
  2. ADAC Kühlflüssigkeit kontrollieren (abgerufen am 03.10.2026)
  3. Auto Hirsch VW/Audi Kühlmittel (abgerufen am 03.10.2026)
  4. kuehlfluessigkeit.com VW TL 774-G (abgerufen am 03.10.2026)
  5. Wikipedia Gefrierschutzmittel (abgerufen am 03.10.2026)
  6. Mercedes-Benz Operating Fluids 325.0 (abgerufen am 03.10.2026)
  7. ÖNORM V 5123 (abgerufen am 03.10.2026)
  8. REMONDIS Kühlflüssigkeit entsorgen (abgerufen am 03.10.2026)