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Druckerpapier und Papierstau: erst Papier, dann Gerät

Aktualisiert: Oktober 2026

Ein frisch geöffnetes Ries läuft schief ein, zwei Blätter werden gemeinsam eingezogen oder die Ausgabe wirkt plötzlich wellig. Bevor Sie eine andere Sorte kaufen, sollten Sie Papierzustand und Handhabung prüfen. Beim Druckerpapier und Papierstau sind Lagerklima, beschädigte Kanten, offene Verpackungen und ein zu volles Fach häufig näher am Problem als Grammatur oder Weiße. Die [Druckerpapier-Hauptseite](/hub/papier-und-folien/druckerpapier) zeigt passende Büropapiere; hier geht es um die Fehlersuche. Bleibt derselbe Fehler mit trockenem, unbeschädigtem Papier einer anderen Sorte bestehen, wird aus dem Papierverdacht ein Hinweis auf Einzug, Walzen, Fach oder Sensor.

Ein frisch geöffnetes Ries läuft schief ein, zwei Blätter werden gemeinsam eingezogen oder die Ausgabe wirkt plötzlich wellig. Bevor Sie eine andere Sorte kaufen, sollten Sie Papierzustand und Handhabung prüfen.

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Inhalt

Papier prüfen, bevor die Sorte wechselt

Nehmen Sie zuerst den Stapel aus dem Fach und betrachten Sie ihn von allen Seiten. Eingerissene Hüllen, gestoßene Kartonecken und gequetschte Schnittkanten können mehrere Bögen miteinander verhaken. Ein 2.500-Blatt-Karton mit 80 g/m² wiegt ungefähr 12,5 Kilogramm; nach Transport und Ablage sind Schäden an den unteren Ecken daher plausibel. Sortieren Sie sichtbar geknickte, eingerissene oder stark gewellte Blätter aus. Fassen Sie den Stapel an den Schmalseiten, biegen Sie ihn leicht in beide Richtungen und fächern Sie die Kanten auf, ohne die Blätter zu knicken. Richten Sie ihn danach sauber aus und legen Sie ihn mit der vorgesehenen Seite ein, soweit Verpackung oder Handbuch dazu Angaben machen. Das Fach darf nicht über die Markierung hinaus gefüllt sein. Die Führungen sollen anliegen, ohne den Stapel einzuklemmen. Legen Sie neues Papier nicht auf einen alten Rest. Eine Werbeangabe wie „staufrei“ ist keine Garantie und nicht automatisch eine nach DIN EN 12281 gemessene Staurate.

Feuchte und Angleichzeit

Für die Verarbeitung nennt Steinbeis 18 bis 24 Grad Celsius und 40 bis 60 Prozent relative Luftfeuchte. Unter ungefähr 40 Prozent nimmt das Risiko statischer Aufladung zu, sodass Bögen als Doppelblatt eingezogen werden können. Bei hoher Feuchte kann sich das Papier wellen oder an der Ausgabe vorübergehend Wasserdampf zeigen. Dieser Dampf bei feuchtem Papier und kühlem Raum ist nicht für sich allein ein Gerätedefekt. Bringen Sie einen kalten oder warm gelagerten Karton mindestens 24 Stunden vor dem Öffnen in den Druckerraum. Die Verpackung bleibt geschlossen und wird erst in Gerätenähe geöffnet. Stellen Sie Kartons flach und geschützt vor Sonne, Heizkörpern, Klimaanlagen und Frost ab. DIN EN 12281 nennt für das Wasser im Blatt 3,8 bis 5,6 Prozent. Das ist ein Materialwert und lässt sich nicht direkt aus einem Hygrometerwert ableiten. Läuft danach ein kleiner trockener Stapel, lag das Problem wahrscheinlich an Klima oder Handhabung. Kriterien für einen späteren Sortenwechsel stehen in der Druckerpapier-Kaufberatung.

Kanten, offenes Ries und Fachfüllung

Ein angebrochenes Ries sollte in seiner Hülle bleiben und möglichst dicht verschlossen werden. Offen im Fach reagiert es über Tage auf Heizungsluft, Sommerfeuchte und Staub. Füllen Sie nur so viel nach, wie absehbar verbraucht wird. Bei gequetschten Kanten legen Sie zehn bis zwanzig unbeschädigte Blätter aus der Mitte ein. Läuft die Mitte, während Blätter an der gestoßenen Ecke hängen bleiben, ist der Transportschaden wahrscheinlicher als ein ungeeignetes Papier. Dokumentieren Sie beschädigte Hülle und Karton, bevor Sie weitere Riese öffnen. Feuchtes, stark gewelltes oder durchnässtes Papier gehört nicht in den Drucker. Bei Modergeruch oder sichtbarem Schimmel nehmen Sie den Karton geschlossen aus dem Arbeitsbereich. Bereits bedruckte Bögen dürfen nicht erneut durch einen Trockentonerdrucker laufen, wenn das Handbuch das verbietet. Ein Stapel gehört weder auf den Heizkörper noch direkt an ein warmes Gerät. Welche Packungsgröße weniger offen herumliegt, steht unter bestes Druckerpapier nach Bedarf.

Wann das Gerät geprüft werden sollte

Für den Kontrollversuch nehmen Sie trockenes, unbeschädigtes Papier einer anderen, laut Handbuch zulässigen Sorte. Füllen Sie nur einen kleinen Stapel ein und verwenden Sie dasselbe Fach sowie denselben Druckauftrag. Tritt der Stau an der gleichen Position und in ähnlicher Häufigkeit auf, spricht das gegen einen reinen Sortenfehler. Verschmutzte Einzugswalzen, eine klemmende Fachführung und ein Sensorproblem sind dann plausiblere Ursachen. Entfernen Sie Papier nur in der vom Hersteller angegebenen Richtung. Abgerissene Schnipsel im Papierweg können den nächsten Sensorfehler verursachen. Wenn die Störung nach Reinigung und korrektem Einlegen wiederkehrt, ist der Support sinnvoller als ein weiterer Karton. Bei wechselnden Staupositionen, ungewöhnlichen Geräuschen oder sichtbaren Schäden schalten Sie das Gerät aus. Die Gerätefreigabe selbst erläutert Druckerpapier für Laser oder Inkjet.

Fazit: erst der Stapel, dann die Mechanik

Läuft eine andere trockene Sorte, prüfen Sie den ersten Stapel nochmals auf Klima, Kanten und Lagerung. Stauen beide Sorten gleich, prüfen Sie das Gerät. Weiterdrucken, beschädigte Ware reklamieren oder den Drucker warten lassen: Das sind die drei Ausgänge, nicht der sofortige Großeinkauf einer neuen Sorte.

Häufige Fragen

Warum staut neues Papier direkt nach dem Öffnen?
Der Karton kann nach Transport deutlich kälter oder wärmer als der Druckerraum sein. Wird er sofort geöffnet, reagieren die Außenlagen schnell auf die Raumluft. Auch gestoßene Kanten oder statisch haftende Bögen sind mögliche Ursachen.
Muss der Karton einen Tag im Raum stehen?
Nach deutlichen Klimawechseln ist eine geschlossene Angleichzeit von mindestens 24 Stunden sinnvoll. Öffnen Sie die Hülle erst am Gerät. Bei bereits gleichmäßig im Büro gelagertem Papier ist keine zusätzliche Wärmebehandlung nötig.
Was tun bei welligen Kanten?
Sortieren Sie stark verformte Bögen aus und testen Sie einen kleinen Stapel aus der unbeschädigten Mitte. Bleibt die Welle nach der Angleichung bestehen, reklamieren Sie das Ries, statt es mit Gewalt einzuziehen.
Wie voll darf das Fach sein?
Nie über die markierte Maximalhöhe. Die seitlichen Führungen sollen anliegen, aber den Stapel nicht biegen. Legen Sie neues Papier nicht auf einen alten Rest mit abweichendem Zustand.
Woran erkenne ich statische Doppelblätter?
Mehrere Bögen haften trocken aneinander und lösen sich beim Auffächern hör- oder fühlbar. Das tritt eher bei niedriger relativer Luftfeuchte auf. Ein Hygrometer und ein Test mit aufgefächertem Papier helfen bei der Einordnung.
Darf ein bereits bedruckter Bogen erneut durch den Laser?
Nur wenn das Gerätehandbuch diesen Einsatz ausdrücklich zulässt. Andernfalls können vorhandener Toner, Wellen oder Beschichtungen in der heißen Fixiereinheit Probleme verursachen.
Wann ist es kein Papierfehler mehr?
Wenn derselbe Stau mit trockenem, unbeschädigtem und zugelassenem Papier einer anderen Sorte an derselben Stelle auftritt. Dann sollten Walzen, Fachführung, Papierweg und Sensor geprüft werden.

Weiterführende Seiten

Quellenverzeichnis

Fachquellen zu Normen und Umweltzeichen, Stand 13.10.2026.

  1. DIN Media, DIN EN 12281:2003-01 (abgerufen am 13.10.2026)
  2. Normvorschau SIST EN 12281:2003 (abgerufen am 13.10.2026)
  3. Blauer Engel, DE-UZ 14a, Januar 2026 (abgerufen am 13.10.2026)
  4. Umweltbundesamt, Papier und Druckerzeugnisse (abgerufen am 13.10.2026)
  5. Bundesumweltministerium, Recyclingpapier (abgerufen am 13.10.2026)
  6. Steinbeis, Factsheet Weißgrade (abgerufen am 13.10.2026)
  7. Steinbeis, Lagerung und Verarbeitung (abgerufen am 13.10.2026)
  8. EU Ecolabel Papier (abgerufen am 13.10.2026)