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Kopierpapier und Papierstau: Ursache systematisch finden

Aktualisiert: Oktober 2026

Das neue Ries liegt in der Kassette, trotzdem meldet der Drucker einen Papierstau oder zieht zwei Blätter gleichzeitig ein. Bei Kopierpapier ist ein Papierstau nicht automatisch ein Zeichen für schlechte Qualität oder einen defekten Drucker. Feuchte, trockene Raumluft, geknickte Kanten und eine zu volle Kassette erzeugen sehr ähnliche Symptome. Die Auswahl an Packungen finden Sie im [Vergleich Kopierpapier A4 80 g](/hub/papier-und-folien/kopierpapier-a4-80g). Für die Fehlersuche gilt eine feste Reihenfolge: erst Stapel, Verpackung und Klima prüfen, dann mit einem frischen Ries gegenprüfen und erst danach Walze oder Service verdächtigen.

Das neue Ries liegt in der Kassette, trotzdem meldet der Drucker einen Papierstau oder zieht zwei Blätter gleichzeitig ein.

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Inhalt

Feucht, trocken oder einfach gewellt

Papier nimmt Feuchtigkeit aus der Umgebung auf und gibt sie wieder ab. Ein angebrochenes Ries, das offen neben einem Fenster oder in einem kühlen Lager liegt, kann andere Laufeigenschaften entwickeln als ein frisch geöffnetes Paket. Zu feuchtes Papier wellt sich häufiger, Blätter können aneinanderhaften, und beim Laserdruck kann die Tonerhaftung leiden. Canon weist außerdem darauf hin, dass bei feuchtem Papier Dampf an der Ausgabe entstehen kann. Das ist nicht automatisch Rauch und auch nicht zwingend ein Gerätedefekt. Sehr trockene Luft lädt die Blätter statisch auf, dann trennen sie sich schlechter und der Einzug zieht möglicherweise zwei Seiten auf einmal. Wellen an einer Kante prüfen Sie, indem Sie zehn unbedruckte Bögen auf eine ebene Fläche legen. Drehen Sie den Stapel nicht einfach dauerhaft um, denn Druckseite und Laufrichtung können für das Gerät eine Rolle spielen. Vergleichen Sie einen kleinen Stapel aus einem ungeöffneten Ries unter denselben Einstellungen. Hinweise zur Wahl einer passenden Packung stehen in der Kaufberatung für Kopierpapier A4 80g.

Fächern, flach lagern und akklimatisieren

Beginnen Sie mit dem ausgeschalteten oder laut Handbuch gesicherten Gerät und entfernen Sie lose Papierreste vollständig. Nehmen Sie den ganzen Stapel aus der Kassette, prüfen Sie die Führungsschienen und legen Sie nur eine kleine, saubere Menge zurück. Die Schienen sollen am Papier anliegen, es aber nicht biegen. Die Markierung für die maximale Füllhöhe ist eine Grenze und kein Ziel. Fächern Sie das Papier vorsichtig an einer Längsseite und richten Sie die Kanten anschließend auf einer ebenen Fläche aus. Starkes Biegen oder Rollen erzeugt neue Wellen. Ricoh nennt zusammenhaftende Blätter und eine überfüllte Kassette als typische Ursachen für wiederkehrende Staus. Läuft ein Stapel von 20 bis 30 Bögen sauber, während die volle Kassette hakt, spricht das eher für Füllhöhe, Trennung oder Führung als für die gesamte Papiersorte. Papier sollte flach in seiner Originalverpackung lagern, nicht senkrecht an einer Wand. Eine angebrochene Packung wird wieder möglichst dicht verschlossen. Als günstiges Raumklima nennt ein Papierhändler 20 bis 23 °C und 50 bis 55 Prozent relative Feuchte; diese Raumwerte dürfen nicht mit der absoluten Papierfeuchte aus technischen Normen verwechselt werden. Für die Akklimatisierung nennen Praxisquellen je nach Temperaturunterschied etwa zwei bis drei Stunden bis hin zu 24 Stunden. Einen kalten Karton lassen Sie bei großem Unterschied besser verpackt bis zum nächsten Tag im Druckraum stehen.

Was nicht in die Kassette gehört

Geknickte, eingerissene oder an den Ecken gestauchte Bögen gehören nicht zurück in den Stapel. Schon ein Eselsohr kann an einer Umlenkung hängen bleiben. Sortieren Sie Blätter aus, auf denen Klebstoff, Etikettenreste oder starke Wellen sichtbar sind. Ein Stapel sollte an allen vier Kanten bündig sein. Bereits durch einen Laserdrucker gelaufenes Papier sollte nicht ohne ausdrückliche Freigabe des Handbuchs erneut in die Kassette gelegt werden. Durch Fixierhitze kann es sich verformen. Wenn Sie regelmäßig beidseitig drucken, nutzen Sie die Duplexfunktion. Die Fragen zu Opazität und zweitem Durchlauf behandelt Kopierpapier 80g beidseitig drucken. Öffnen Sie ein nachweislich trocken und flach gelagertes Ries und legen Sie einen kleinen Stapel ein. Läuft dieser sauber, lag das Problem wahrscheinlich an Lagerung oder Zustand des ersten Pakets. Staut auch das frische Papier an derselben Stelle, wird die Geräteursache wahrscheinlicher.

Wann Einzugswalze oder Service dran sind

Eine verschmutzte oder abgenutzte Einzugswalze kann dieselben Symptome erzeugen wie feuchtes Papier: Der Drucker greift verspätet, zieht schief ein oder meldet einen Stau, obwohl kein Blatt tief im Papierweg steckt. Ein starker Hinweis ist, dass mehrere frische Riese unterschiedlicher Herkunft im gleichen Fach und an derselben Position scheitern. Funktioniert das Papier dagegen in einer anderen Kassette, liegt der Verdacht eher beim ersten Einzug als bei der Grammatur. Reinigen Sie die Walze nur nach der Anleitung des Herstellers. OKI empfiehlt bei entsprechenden Fehlerbildern zunächst die Reinigung und bei wiederkehrendem Problem den Austausch der Einzugswalze. Haushaltsreiniger, scheuernde Tücher oder improvisiertes Nachschleifen können die Oberfläche beschädigen. Ist die Walze nicht ohne Demontage erreichbar, endet die sichere Nutzerdiagnose an dieser Stelle. Ein klarer Testablauf: kleiner Stapel aus dem vorhandenen Ries, dann frisches akklimatisiertes Ries, danach ein anderes Fach. Bleibt der Fehler an derselben Stelle bestehen, prüfen Sie Wartungsanzeige, Walzenintervall und Sensorhinweise. Bei hörbarem Knacken, schiefem Einzug trotz korrekt sitzender Führungen oder Papierresten im nicht zugänglichen Bereich ist der Service sinnvoller als ein weiterer Papierwechsel.

Häufige Fragen

Warum staut 80-g-Papier, obwohl es Standard ist?
80 g/m² beschreibt das Flächengewicht, nicht den aktuellen Zustand jedes Bogens. Feuchte, Statik, beschädigte Kanten, falsche Führungen oder eine volle Kassette können auch standardgerechtes Papier am Einzug hindern.
Muss Kopierpapier vor dem Einlegen gefächert werden?
Leichtes Fächern kann zusammenhaftende oder statisch geladene Blätter trennen. Danach müssen die Kanten wieder bündig ausgerichtet werden. Starkes Biegen hilft nicht und kann neue Wellen verursachen.
Darf ein angebrochenes Paket offen liegen?
Offen gelagertes Papier passt sich schneller dem Raumklima an und kann Feuchte aufnehmen oder stark austrocknen. Bewahren Sie den Rest deshalb flach in der möglichst dicht geschlossenen Originalverpackung auf.
Warum zieht der Drucker zwei Blätter?
Häufig haften die Blätter durch Feuchte oder statische Aufladung zusammen. Möglich sind außerdem eine zu volle Kassette, falsch eingestellte Führungen oder eine verschlissene Trenn- beziehungsweise Einzugswalze.
Ist Dampf an der Papierausgabe ein Schaden?
Bei feuchtem Papier kann während des Druckens sichtbarer Dampf entstehen. Canon beschreibt dies als mögliches Feuchtesymptom. Bei Brandgeruch, Rauch oder ungewöhnlichen Geräuschen muss das Gerät jedoch sofort nach Herstelleranweisung gestoppt werden.
Wann liegt es wahrscheinlich am Drucker?
Wenn mehrere frische, korrekt akklimatisierte Riese im selben Fach an derselben Stelle stauen, wird eine Geräteursache wahrscheinlicher. Dann sind Walzenreinigung, Wartungsintervall und gegebenenfalls der Service nach Handbuch zu prüfen.

Weiterführende Seiten

Quellenverzeichnis

Fachquellen; zuletzt abgerufen am 13.10.2026.

  1. DIN EN 12281:2003-01 (abgerufen am 13.10.2026)
  2. Normvorschau EN 12281:2002, Tabelle (abgerufen am 13.10.2026)
  3. ISO 11475:2017 (abgerufen am 13.10.2026)
  4. STP-Factsheet Weißgrade (abgerufen am 13.10.2026)
  5. DIN EN ISO 9706, NID (abgerufen am 13.10.2026)
  6. Blauer Engel DE-UZ 14a, Januar 2026 (abgerufen am 13.10.2026)
  7. Umweltbundesamt, Papier und Druckerzeugnisse (abgerufen am 13.10.2026)
  8. Beschluss (EU) 2019/70 (abgerufen am 13.10.2026)
  9. papier-und-mehr, Handhabung (abgerufen am 13.10.2026)