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Origami Papier Grammatur: die Zahl zum Modell, nicht zum Rang

Aktualisiert: Oktober 2026

Sie falten schon, und trotzdem wird die Kante weiß, die Spitze dick oder das Blatt reißt an derselben Stelle. Dann liegt die Versuchung nah, 70 oder 80 g/m² als besser oder schlechter zu lesen. Origami Papier Grammatur misst aber Flächengewicht, nicht Qualität. Die [Übersicht zu Origami-Papier](/hub/papier-und-folien/origami-papier) zeigt, welche Packungen eine Zahl nennen und welche nicht. Hier geht es darum, die Zahl an Lagen, Druck und Modell zu koppeln, ohne eine zweite Kaufberatung und ohne die ganze Materialkunde.

Sie falten schon, und trotzdem wird die Kante weiß, die Spitze dick oder das Blatt reißt an derselben Stelle. Dann liegt die Versuchung nah, 70 oder 80 g/m² als besser oder schlechter zu lesen.

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Inhalt

Was die Zahl auf der Packung wirklich misst

Grammatur in g/m² ist das Gewicht eines Quadratmeters. Ein höheres Gewicht heißt: mehr Masse auf derselben Fläche, meist steifer, oft dicker. Es heißt nicht: reißfester, genauer geschnitten oder für Profis. Zwei Blätter mit 80 g/m² können sich trotzdem unterscheiden, wenn eines durchgefärbt ist und das andere nur eine farbige Deckschicht auf hellem Kern trägt. Faltkurse setzen den Alltag oft um 70 g/m² an, den Einstieg eher bei 60 bis 70. Andere Berichte nennen 70 bis 90 g/m² für das meiste. Das sind zwei Fenster nebeneinander, keine Norm. Im Vergleichsfeld liegen 15-Zentimeter-Packs mit 70 und mit 80 g/m², ein 20-Zentimeter-Quadrat mit 80, Mischgrößen mit 70 und mit 80, dazu mehrere Packungen ohne jede Zahl. Fehlt g/m² im Listing, ist das eine Lücke. Sie dürfen diese Packung nicht als Papier für komplexe Modelle lesen und die Stärke nicht schätzen, nur weil das Blatt sich dünn anfühlt. Bei 80 g/m² steht eine einfache Figur oft von allein, die Falz wird aber weiß, wenn die Farbe nur oben liegt. Bei 70 g/m² bleibt die Kante länger farbig und reißt in Rezensionen, sobald dieselbe Kante mehrfach korrigiert wird.

70, 80 und dünner, je nach Lagen

Einfache Figuren, Kranich, Boot, Frosch und Bascetta-Stern mit wenigen Wiederholungen, vertragen etwa 70 bis 80 g/m². Das 80-g-Bastelpapier trägt die Form und wird bei vielen Schritten weiß und steif. Module und Schachteln dürfen steifer sein, weil die Einzelteile wenig Lagen haben und hinterher stehen sollen. Tant wird in Fachtexten oft mit 70 bis 80 g/m² und Nassfalten genannt; das ist durchgefärbtes Papier, nicht jedes 80-g-Blatt aus dem Großpack. Viele Lagen brauchen dünneres, zähes Papier. Kami im Fachhandel liegt oft um 50 bis 60 g/m², Farbe gegen Weiß. Dünn allein reicht nicht: reißt das Blatt beim ersten scharfen Falz, war es nur leicht, nicht zäh. Lange Fasern, wie sie bei Washi beschrieben werden, halten die Zugstelle. Tonpapier um 130 g/m² ist für trockenes Falten zu dick. Im Vergleich sind 70 g/m² die dünnere Alltagslinie, 80 g/m² die steifere. Keine der Marketplace-Packungen nennt 50 oder 60 g/m². Wer viele Lagen plant, kauft im Vergleichsfeld das dünnere der beiden genannten, mit dem Wissen, dass echtes Kami oft noch darunter liegt. Die Typen als Material stehen auf Kami oder Washi.

Warum die Kante weiß wird oder reißt

Weißbruch ist ein Bruch der Oberfläche, kein Schönheitsfehler und kein Beweis für schlechtes Papier. Liegt die Farbe nur als Deckschicht auf einem hellen Kern, reißt diese Schicht an der Falz und der Kern schimmert weiß. Ist die Faser selbst gefärbt, bleibt die Kante näher an der Blattfarbe. Deshalb hat Tant keine weiße Bruchkante aus ungefärbtem Kern, während manches nur bedruckte 80-g-Blatt sie sofort zeigt. Der Test dauert zehn Sekunden. Falten Sie eine Ecke scharf. Erscheint sofort ein weißer Streifen, werden viele Lagen weiß oder reißen. Bleibt die Kante farbig und das Blatt hält, trägt diese Stärke wenigstens den nächsten einfachen Schritt. In Rezensionen zu 80-g-Quadraten taucht dieser weiße Streifen auf. In Rezensionen zu 70-g-Packs taucht das Reißen auf, wenn die Falz zurückgebogen wird. Wer die Falz mit dem Nagel durchdrückt, zerstört die Deckschicht auf einer Linie. Falzbein oder mäßiger Fingerdruck knicken die Faser, ohne sie aufzureißen. Eine Falz quer zur Faser bricht eher als eine Falz parallel.

Welche Stärke zum nächsten Modell

Einfacher Kranich, Boot, erste Module: 70 oder 80 g/m² auf 15 cm. Viele Lagen, Invertieren, dünne Spitzen: dünner und zäher als das 80-g-Bastelblatt. Im Vergleichsfeld ist das eher 70 g/m² plus Vorsicht, im Fachhandel eher Kami oder Washi. Nassfalten ersetzt die fehlende Zähigkeit nicht, wenn das Blatt nur nass und dick ist. Schachtel, stabile Module, Tant-Linie: steifer, durchgefärbt, oft um 80 g/m². Ein oberflächlich bedrucktes 80-g-Blatt ist kein Tant, nur weil die Zahl stimmt. Fehlt die Zahl, prüfen Sie Stärke am ersten Bogen mit dem Ecken-Test und lesen die Packung nicht als komplexes Papier. Die Packungswahl steht in der Kaufberatung zu Origami-Papier. Welcher Typ auf den Tisch kommt, steht unter bestes Origami Papier.

Häufige Fragen

Ist 80 g/m² besser als 70?
Nein. 80 ist steifer. Einfache Figuren und Module vertragen das. Viele Lagen werden weiß oder dick. 70 bleibt länger farbig und reißt eher, wenn Sie korrigieren. Die passende Zahl hängt vom Modell ab, nicht vom Rang.
Warum wird die farbige Kante weiß?
Die Deckschicht bricht, der helle Kern schimmert durch. Durchgefärbtes Papier zeigt diesen Kern nicht. Nageldruck erzeugt denselben Streifen, auch wenn die Grammatur passt.
Welches Papier für einen einfachen Kranich, welches für viele Lagen?
Kranich: 70 oder 80 g/m² auf 15 cm. Viele Lagen: dünner und zäher, oft unter der Bastelzahl 80, im Fachhandel eher Kami. Im Vergleichsfeld fehlt diese dünne Linie.
Warum wird die Spitze dick und rund?
Zu viele Lagen auf zu steifem Papier. Die Masse hat keinen Platz. Dünneres Blatt oder weniger Schritte, nicht mehr Gewicht.
Hilft stärkeres Papier bei Modulen und Schachteln?
Ja, wenn das Einzelteil wenige Lagen hat und hinterher stehen soll. Tant um 80 g/m² wird dafür genannt. Dasselbe Gewicht auf nur bedrucktem Bastelpapier trägt die Form, zeigt aber Weißbruch.
Was tun, wenn auf der Packung keine Grammatur steht?
Die Packung nicht als Papier für komplexe Modelle lesen. Ecke falten, Streifen und Riss prüfen. Mehrere Angebote im Vergleich nennen keine Zahl.
Ist Nassfalten ein Ersatz für zu dickes Papier?
Nein. Nassfalten gehört zu Papier, das dafür gedacht ist, etwa Tant oder Washi. Tonpapier anfeuchten ist ein Notbehelf und macht aus 130 g/m² kein Faltpapier. Dünn allein reißt nicht immer: kurzfaserig reißt, langfaserig hält, der Ecken-Test sagt mehr als die kleinere Zahl.

Weiterführende Seiten

Quellenverzeichnis

Fachquellen aus dem Research-Digest; zuletzt abgerufen am 13.10.2026.

  1. Nancy, Welches Origami Papier (abgerufen am 13.10.2026)
  2. Faltenreich Leipzig, Papierauswahl (abgerufen am 13.10.2026)
  3. Origami-Kunst, Washi (abgerufen am 13.10.2026)
  4. Origami-Shop, Kami-Set (abgerufen am 13.10.2026)
  5. Viereck Verlag, Tant (abgerufen am 13.10.2026)
  6. EUR-Lex, Richtlinie 2009/48/EG (abgerufen am 13.10.2026)
  7. BfR-Empfehlung XLVII (abgerufen am 13.10.2026)
  8. Printcolor zu DIN EN 71-3 (abgerufen am 13.10.2026)