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Reifen lagern mit Felgenbaum: Vorbereitung, Ort und Auflegen

Aktualisiert: Oktober 2026

Der Reifenwechsel ist geschafft, die Kompletträder stehen noch neben dem Wagen, und jetzt entscheidet die nächste halbe Stunde, ob sie den Sommer oder Winter unbeschadet überstehen. Ein Felgenbaum ordnet und entlastet die Lauffläche, heilt aber weder feuchte Keller noch zu wenig Luftdruck. Diese Anleitung folgt den gängigen Lagerregeln, unter anderem den ADAC-Hinweisen, und zeigt, wie Sie Markierung, Druck, Ort und das Auflegen auf einen 255-mm-Baum verbinden. Die Produktwahl bleibt auf dem [Felgenbaum 255 mm Vergleich](/hub/reifenzubehoer/felgenbaum-255-mm); die Kauf-Gates stehen in der [Kaufberatung](/hub/reifenzubehoer/felgenbaum-255-mm/sub/felgenbaum-255-mm-kaufberatung).

Der Reifenwechsel ist geschafft, die Kompletträder stehen noch neben dem Wagen, und jetzt entscheidet die nächste halbe Stunde, ob sie den Sommer oder Winter unbeschadet überstehen.

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Inhalt

Vor dem Abnehmen: Markieren, prüfen, Druck

Bevor das erste Rad vom Auto kommt, markieren Sie Position und Laufrichtung: VL, VR, HL, HR oder farbige Punkte. So montieren Sie den Satz später wieder korrekt und erkennen ungewöhnliche Abnutzung. Prüfen Sie Profiltiefe und sichtbare Schäden, also Beulen, Risse und eingelaufene Fremdkörper. Das gehört zur Lagerroutine, nicht erst zur nächsten HU. Reinigen Sie Reifen und Felgen von Salz, Schmutz und Bremsstaub. Aggressive Felgenreiniger und Chemikalienreste gehören nicht mit in den Lagerraum. Lassen Sie die Räder trocken werden, bevor eine Schutzhülle darüber kommt. Feuchte unter der Hülle ist ein klassischer Fehler: Sie lagern dann ein Feuchtenest statt einen Staubschutz. Als Faustregel wird oft empfohlen, den Druck für die Einlagerung etwas anzuheben, beim ADAC etwa um rund 0,5 bar gegenüber dem Betriebsdruck. Das ist eine Orientierung gegen schleichenden Druckverlust und Standplatten, kein Freibrief für beliebiges Aufpumpen. Notieren Sie den Wert. Vor dem Wiedermontieren stellen Sie den vorgeschriebenen Betriebsdruck ein. Auch auf dem Baum riskieren Sie Verformung, wenn die Karkasse unterfüllt bleibt.

Lagerort: kühl, trocken, dunkel

Der passende Ort ist kühl, trocken, dunkel und frei von Lösungsmitteln, Ölen und Fetten. Keller- und Garagenplätze funktionieren, wenn sie nicht dauerhaft feucht sind und keine direkte Sonne auf die Reifen brennt. Temperaturschwankungen in der Garage sind üblich. Problematisch wird es bei Nässe, Schimmelgefahr und Lagerung direkt neben Verdünner, Benzinkanistern oder Rasenmäheröl. Stellen Sie den Felgenbaum eben auf. Schräge oder weiche Untergründe belasten Fuß und Mittelrohr und erhöhen die Kippgefahr, sobald vier schwere 255-mm-Räder oben sitzen. Halten Sie Abstand zu Heizungen und zu Stellen, an denen regelmäßig Salzwasser vom Auto tropft. Der Baum schafft Luft unter den Rädern und verhindert Bodenkontakt. Das Klima im Raum müssen Sie trotzdem wählen. Ein trockener Kellerraum ohne Fenster zur Südseite, Baum in der Ecke, Hülle erst nach dem Abtrocknen: das ist der typische Haushaltspfad. Ein undichter Abstellraum mit Pfützen am Boden ist der falsche Ort. Hier hilft kein XL-Ständer, sondern ein anderer Lagerplatz oder die Werkstatt-Einlagerung.

Auf den Felgenbaum: Luftspalt, Last, Bremse

Kompletträder lagern am Baum so, dass sie gestapelt oder hängend die Lauffläche entlasten. Achten Sie auf Abstand zwischen den Rädern: Sie sollen sich nicht dauerhaft flächig berühren und quetschen. Getrennte Auflagen reduzieren Schwitzwasser und Druckstellen zwischen den Flanken. Beladen Sie von unten nach oben und prüfen Sie nach jedem Rad den Stand. Bei fahrbaren Modellen die Feststellbremse vor dem Auflegen setzen und erst bewegen, wenn der Stapel sitzt und die Hülle, falls vorhanden, korrekt liegt. Maximale Reifenbreite und Tragkraft müssen zu Ihren Maßen passen. Außendurchmesser und geschlossene Radnaben sind zusätzliche Fit-Fallen. Überladen Sie den Baum nicht, weil es gerade noch geht. Vier schwere SUV-Räder an der Specgrenze plus schwache Rollen sind die Kombination, in der Wackeln und Verbiegungen gemeldet werden. Wenn der unbeladene Baum schon wackelt, beladen Sie nicht auf Hoffnung. Untergrund und Montage prüfen, Schrauben nachziehen, notfalls ein anderes Modell wählen. Herstellerhinweise zur Beladung haben Vorrang vor dem Gefühl, das schwerste Rad obenauf zu legen.

Lose-Reifen und Werkstatt

Lose Reifen ohne Felge gehören nicht auf denselben Felgendorn wie Kompletträder. Sie lagert man üblicherweise stehend und dreht sie regelmäßig. Dafür sind Regal oder geeignete Wandlösungen oft passender, siehe Felgenbaum oder Reifenregal. Felgen ohne Reifen brauchen wiederum keinen Reifenbaum im engeren Sinn. Grenzen des Heimlagerns: kein trockener Platz, zu schwere Räder für sicheres Heben, unsichere Konstruktion oder keine Zeit für Markierung und Druckkontrolle. Dann ist die Einlagerung in der Werkstatt die vernünftige Alternative. Der Felgenbaum bleibt Werkzeug für den Haushalt mit geeignetem Raum; er ersetzt keine Klima- und Sicherheitsregeln. Vor dem Wiedermontieren Markierung lesen, Druck auf den Sollwert, kurze Sichtprüfung, Satz positionsrichtig aufziehen. So schließen Sie den Lagerzyklus, statt die Räder nur irgendwo im Keller abzustellen.

Fazit: Kurzes Protokoll

Notieren Sie Datum des Abnehmens, Markierungscode, gemessenen Einlagerungsdruck und auffällige Schäden. Wer zwei Sätze besitzt, hält Sommer und Winter getrennt. Vor dem Wiederaufziehen: Sichtprüfung, Druck auf Sollwert, Ventile und Felgenhörner kurz kontrollieren. Bei fahrbaren Modellen nur auf ebenem Boden bewegen, Bremse beim Be- und Entladen, keine Hektik an der Bordsteinkante. Der Durchgang bleibt frei, der beladene Baum steht nicht mitten im Raum.

Häufige Fragen

Komplettrad liegend oder stehend?
Am Felgenbaum gestapelt oder hängend so, dass die Felge trägt und die Lauffläche entlastet wird. Nicht monatelang flach auf der Lauffläche gestapelt ohne System.
Wie viel Luftdruck extra zur Einlagerung?
Orientierung oft etwa plus 0,5 bar gegenüber dem Betriebsdruck, die ADAC-Faustregel. Vor der Fahrt wieder auf den vorgeschriebenen Wert bringen.
Ist die Garage trotz Temperaturschwankung in Ordnung?
Ja, wenn es trocken und möglichst dunkel bleibt und Chemikalien fernbleiben. Dauerfeuchte oder direkte Sonne sind die größeren Probleme als eine moderate Temperaturschwankung.
Braucht es Luft zwischen den Rädern?
Ja. Die Räder sollen sich nicht dauerhaft flächig quetschen. Getrennte Auflagen oder Abstand reduzieren Schwitzwasser und Druckstellen.
Was ist mit Reifen ohne Felge?
Stehend lagern und regelmäßig drehen. Dafür eher ein Regal als ein Felgenbaum.
Wann die Werkstatt-Einlagerung?
Wenn Platz, Klima, Heben oder Zeit fehlen oder wenn Sie mehrere Sätze ohne geeigneten Raum haben.
Hülle über feuchte Reifen?
Nein. Erst trocknen, dann die Hülle. Sonst lagern Sie Feuchtigkeit ein.

Weiterführende Seiten

Quellenverzeichnis

Fachquellen aus der Recherche; Stand 02.10.2026.

  1. ADAC – Reifen richtig lagern (abgerufen am 02.10.2026)
  2. AUTO BILD – Felgenbaum-Vergleich (abgerufen am 02.10.2026)
  3. testbedarf.de – Felgenbaum 255 mm (abgerufen am 02.10.2026)
  4. expertentesten.de – Felgenbaum Test (abgerufen am 02.10.2026)
  5. Michelin – Reifen lagern (abgerufen am 02.10.2026)
  6. ESA Bedienungsanleitung Felgenbaum (PDF) (abgerufen am 02.10.2026)
  7. IAN Felgenbaum Manual (PDF) (abgerufen am 02.10.2026)