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Blech sägen mit der Stichsäge: T118G, A und B richtig zuordnen

Aktualisiert: September 2026

Blech ist der häufigste Grund, Metall-Stichsägeblätter zu kaufen – und der häufigste Grund für Fehlkäufe. Wer „irgendetwas Feines“ bestellt, landet mit T118G in 4 mm Stahl oder mit grobem B in Folienblech. Diese Seite ordnet die typischen Codes der Stärken zu und zeigt, wie du Flattern und Verkanten vermeidest. Die allgemeine Kaufkette und die Maschinenpraxis bleiben den Geschwisterseiten; den Produktüberblick findest du im [Vergleich Stichsägeblätter Metall](/hub/saegenzubehoer/stichsaegeblaetter-metall). Miss zuerst mit Messschieber oder Angabe am Werkstück. Schätzen („fühlt sich dünn an“) ist der Einstieg in stumpfe Blätter. Ein Millimeter Differenz kann den Typencode kippen – und damit den gesamten Schnitt.

Blech ist der häufigste Grund, Metall-Stichsägeblätter zu kaufen – und der häufigste Grund für Fehlkäufe. Wer „irgendetwas Feines“ bestellt, landet mit T118G in 4 mm Stahl oder mit grobem B in Folienblech.

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Inhalt

Codes und Stärken: G, A, B

Herstellerangaben (Bosch Basic for Metal) ordnen grob so: T118G für sehr dünnes Massivblech etwa 0,5–1,5 mm mit sehr feiner Zahnteilung; T118A für dünnes Blech etwa 1–3 mm; T118B für mittelstarkes Blech etwa 2,5–6 mm. Bi-Metall-Varianten AF/BF folgen denselben Stärkefenstern, sind aber bruchfester bei Vibration und Lochblech. Die genaue Packungsangabe schlägt Faustregeln. Die Eingriffsregel bleibt: etwa zwei Zähne sollten im Material greifen. Zu wenige Zähne hämmern dünnes Blech; zu viele in dickem Querschnitt stauen Späne und Hitze. Progressive Teilungen bei A-Typen helfen leicht wechselnden Querschnitten, ersetzen aber kein B, wenn du dauerhaft über 3 mm liegst. Im Vergleich zur Markenwahl bringt die Code-Zuordnung mehr Schnittqualität pro Euro. Kurven in Blech brauchen schmalere Geometrien (z. B. T118EOF-Klasse), nicht das breiteste Geradeaus-Blatt. Wer Radien forciert, verkantet und bricht Zähne – auch bei teurem HSS. Für den Allround-Blechmix ohne Spezialkurve bleibt ein G/A/B-Set wie der Display-Testsieger die pragmatische Basis; Feinschneider stocken G nach, Mittelblech B. Wenn deine Stärke genau zwischen zwei Fenstern liegt, entscheide nicht nach Bauchgefühl „lieber feiner“. Nimm den Herstellerbereich, der deine Messung einschließt, und teste am Reststück. Bosch-Codes sind im DACH-Handel Orientierung, keine Weltnorm. Deshalb zählen Zahnteilung oder Stärkebereich auf der Packung und – wenn vorhanden – die Inhaltsliste im Set.

Blech spannen, damit es nicht flattert

Dünnes Blech schwingt. Schwingung frisst Zähne und zeichnet Wellen in die Kante. Spanne flächig, unterlege mit Opferholz und halte die Schnittlinie frei. Zwingen setzen so, dass der Sägeschuh aufliegt, ohne das Blech hochzuziehen. Innenausschnitte: Startloch bohren, dann sägen. Pendel auf 0, Hub niedrig starten, Kühlmittel auf die Linie. Druck vermeidest du bewusst: Das Blatt soll schneiden, nicht durchgezwängt werden. Nach dem Schnitt entgraten; verzinkte Kanten können scharf und unangenehm sein. Sichtkanten planen Nacharbeit ein. Wer regelmäßig Lochblech sägt, priorisiert Bi-Metall. HSS kann Vollblech, reagiert auf Perforation empfindlicher. Den Werkstoff-Trade-off vertiefst du unter Bi-Metall vs. HSS. Ein häufiges Praxisbild: Das Blech liegt nur auf zwei Böcken, die Schnittlinie baumelt frei. Dann hilft kein teures Blatt – erst spannen, dann sägen. Im Vergleich zu Holz darfst du bei Metall weniger „aus der Hand“ improvisieren.

Aluminium, verzinkt und Co.

Aluminium ist weicher, neigt aber zum Schmieren der Zähne. Schmierung hilft; spezielle Alu-Blätter mit anderen Spankammern können bei dickeren NE-Querschnitten sinnvoll sein. Verzinktes Stahlblech erzeugt zusätzliche Hitze und Dämpfe – lüften, kühlen, nicht „trocken durchziehen“. Kupfer und Messing verhalten sich ähnlich weich wie Alu; die Stichsäge ist hier oft Zweitwerkzeug hinter Rohrabschneider, aber für Sondergeometrien brauchbar. Beschichtete Bleche lassen an der Schnittkante typischerweise die Beschichtung ausreißen. Das ist Materialverhalten, kein zwingender Blattfehler – Erwartung setzen, Kante nacharbeiten. Für Edelstahlblech 1–3 mm sind BIM- oder Carbide-Positionierungen ehrlicher als das billigste HSS-A. Auch „dünnes“ Blech ist nicht gleich. 0,7 mm Trapezblech flattert anders als 2 mm Vollblech; 3 mm Winkelstahl belastet Zähne anders als 3 mm Platte. Deshalb bleibt Messen Pflicht, und deshalb sind G/A/B keine Geschmacksfrage. Wer Alu und Stahl im selben Projekt mischt, wechselt eher das Blatt oder zumindest die Kühlstrategie, statt ein Universalversprechen zu glauben.

Grenzen: Rohr, Dicke, Flex

Wenn der Querschnitt ein Rohr oder dickes Profil mit großem Durchmesser ist, scheitert oft die Blattlänge – nicht die Härte. Dann gehören Langblatt-Picks auf die Shortlist unter beste Stichsägeblätter Metall, nicht ein weiteres kurzes A. Ab grob 6 mm und bei langen Geraden prüfst du Flex oder andere Verfahren; die Stichsäge bleibt stark bei Ausschnitten und Kurven. Oberhalb der Packungsfreigabe steigt Verschleiß steil. Ein Probeschnitt am Reststück kostet weniger als ein Karton glühender Blätter. Wer Blech nur gelegentlich sägt, braucht kein Regal voller Spezialtypen. Ein kleines G/A/B-Metallset plus die Disziplin Pendel 0 und Kühlung deckt die meisten Gehäuse-, Lüftungs- und Winkeljobs ab. Erst wenn Rohre, Inox-Serie oder permanente Lochblech-Ausschnitte dazukommen, erweiterst du gezielt – nicht mit dem nächsten undeklarierten 50er-Mix.

Häufige Fragen

Welches Blatt für 2 mm Stahlblech?
Typischerweise T118A oder AF – Packungsbereich 1–3 mm prüfen. Bei Lochblech eher BIM.
Wann T118B statt A?
Wenn die Stärke Richtung 2,5–6 mm geht und A heiß läuft oder stockt. Herstellerbereich und Probeschnitt entscheiden.
Warum wellt sich die Schnittkante?
Oft Flattern, Pendel an oder zu hoher Vorschub. Spannen und Pendel 0 zuerst prüfen.
Darf ich verzinktes Blech sägen?
Ja mit Metallblatt, aber lüften und kühlen. Kanten entgraten.
Alu mit demselben Blatt wie Stahl?
Oft möglich; auf Verkleben achten und schmieren. Bei viel Alu Spezialgeometrie prüfen.
Reicht ein 10er Bosch-Mix für Blech?
Für die meisten DIY-Blechjobs ja – G/A/B decken den Kernbereich ab. Rohre separat denken.
Ab wann Flex?
Lange Gerade, dicke Querschnitte, Tempo vor Kurvenführung. Ausschnitte bleiben Stichsäge-Terrain.
Warum quietscht das Blatt im Blech?
Oft fehlende Kühlung, zu hohe Drehzahl oder Flattern. Pendel 0 prüfen, Vorschub drosseln, Kühlung an der Schnittlinie – dann erneut ansetzen. Quietschen ohne Spänefluss ist ein Stopp-Signal, kein „Durchdrücken“.

Weiterführende Seiten

Quellenverzeichnis

Fachquellen aus dem Research-Digest; zuletzt abgerufen im September 2026.

  1. Bosch T118A Basic for Metal (abgerufen am September 2026)
  2. Bosch T118B Basic for Metal (abgerufen am September 2026)
  3. Bosch DIY Metall sägen (abgerufen am September 2026)
  4. Bosch EXPERT T118AHM Tough Metal (abgerufen am September 2026)
  5. Bosch PRO Metal Pipes T321AF (abgerufen am September 2026)
  6. DGUV Regel 109-607 (abgerufen am September 2026)
  7. Frustfrei Heimwerken: Blech mit Stichsäge (abgerufen am September 2026)
  8. FEIN Stichsägeblatt wählen (abgerufen am September 2026)