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Solariumbrille kaufen: Gerät und Norm vor dem Preis

Aktualisiert: August 2026

Wer eine Solariumbrille kaufen will, trifft auf Amazon oft Titel, die Sonnenbank, Rotlichtlampe und IPL in einem Satz versprechen. Drei Filterlogiken in einem Listing sind bequem für die Suche und schlecht für die Augen. Diese Kaufberatung klärt die Reihenfolge: zuerst das Gerät, dann EN 170 oder eine andere Norm, dann Sitz und Dichtheit – erst danach der Preis und die Panda-Fläche. Geschlossene Lider ersetzen den Filter nicht. Das Bundesamt für Strahlenschutz rät von Solarien grundsätzlich ab; wenn du trotzdem gehst, ändert das nichts an der Physik. Die Modelle und Scores stehen im [Solariumbrille-Vergleich](/hub/sauna-zubehoer/solariumbrille). Hier bleibt die Entscheidungslogik, nicht die Sieben-ASIN-Tabelle.

Wer eine Solariumbrille kaufen will, trifft auf Amazon oft Titel, die Sonnenbank, Rotlichtlampe und IPL in einem Satz versprechen. Drei Filterlogiken in einem Listing sind bequem für die Suche und schlecht für die Augen.…

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Inhalt

Welches Gerät du schützt – und welches nicht

Eine Sonnenbank, ein Gesichtsbräuner oder eine Höhensonne erzeugen künstliches UV. Dafür ist die Kategorie Solariumbrille gedacht. Eine Rotlicht- oder Infrarot-Wärmelampe erzeugt vor allem Wärme; viele Hersteller verlangen EN 171 und oft rund 80 Zentimeter Abstand. IPL arbeitet mit Lichtpulsen, dort taucht ISO 12609 auf – ausdrücklich nicht als Norm für Tanning-Equipment. Schreib das Gerät und die in der Anleitung genannte Brillen-Norm vor dem Bestellen auf. Fehlt die Angabe, ist das ein Warnsignal, kein Freifahrtschein für die günstigste Cup. Wer „eine Brille für alles“ sucht, kauft in der Praxis meist eine dunkle Tönung ohne Filterklasse. Die vertiefte IR-Logik steht unter Solariumbrille und Rotlichtlampe.

EN 170, UVSV und was CE nicht sagt

Solarienbetreiber müssen geeignete UV-Schutzbrillen bereithalten und vor der Nutzung anbieten. Die Filter sollen die Schutzstufen 2 bis 5 nach DIN EN 170 erfüllen. Fachhandel nennt oft zusätzlich EN 60335-2-27 und den UV-Bereich 0 bis 400 Nanometer. Das ist die Messlatte für eine echte Studio-Brille, nicht ein generisches CE auf der Packung. EN 172 ist ein Sonnenschutzfilter für den betrieblichen Außenbereich, nicht die UVSV-Anforderung für Bräunungsgeräte. Dunkle Gläser ohne dokumentierten UV-Filter können sichtbares Licht nehmen, während UV durchkommt. Modebrille und Kontaktlinse sind rechtlich kein Ersatz. Opake Cups decken ab, spezifizieren aber oft keine Stufe. Mini-Filter mit Listing DIN EN 170 liegen näher an der Studio-Pflicht. PSA mit EN 166 plus EN 170 und ISO 12609 ist für IPL stark, auf der Bank unnötig groß. Ein Wellenlängen-Claim ohne Prüfnorm bleibt Marketing.
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Sitz, Dichtheit und der Streit um Panda-Augen

Augenschutz scheitert in Bewertungen selten an unsichtbarem UV, sondern an Luftspalten: Bandösen, gehobener Steg, Cup auf dem Jochbein. Gleichzeitig erzeugen zu kleine Schalen Druck auf Lid und Augapfel; nach wenigen Minuten setzen Nutzer die Brille ab – die ungeschützte Restzeit ist der eigentliche Fehlkauf. Panda-Ringe entstehen, wo Kunststoff Haut abdeckt. Wer das Band weglässt, braucht einen Steg, der trotzdem hält. Verstellbarer Augenabstand nützt mehr als „Universalgröße“. Kratzer, Blasen in der Scheibe und Risse am Rand sind Austauschgründe. Hygiene spricht für eine eigene Box; die Leihbrille im Studio bleibt ein Angebot des Betreibers, keine Schande, wenn die private undicht ist.

Was die Preislagen im Set tatsächlich kaufen

Aus den beobachteten Listings 2026: Einstieg um 4 bis 7 Euro (Cups, einfache Gummizug-Brillen), Mitte um 9 bis 17 Euro (EN-170-Studioform, oft mit Box), PSA/IPL um 20 bis 25 Euro. Unter fünf Euro ist eine belastbare Filterkennzeichnung auf dem Teil selten. Für die Sonnenbank eine nachvollziehbare EN-170-Form, wenn dir der Nachweis wichtiger ist als der letzte Euro. Cups nur als geometrische Abdeckung, vor der ersten Session gegen Licht prüfen. PSA, wenn IPL oder eine Korrekturbrille unter der Schutzbrille das Problem ist. Unsicher zwischen zwei EN-170-Modellen: Box gegen Band vergleichen und die Ösen prüfen, bevor die erste volle Session läuft.

Fazit: so kaufst du ohne Amazons Alleskönner-Titel

Wenn UV-Bank oder Gesichtsbräuner das Gerät ist, kaufst du nach EN 170 und dichtem Orbitarand, nicht nach der dunkelsten Tönung. Wenn die Wärmelampe das Gerät ist, brichst du den Solarium-Pfad ab. Wenn IPL das Gerät ist, zählt Seitenschutz und ISO 12609 näher als die kleinste Cup. Eine Zweit-Cup in der Tasche ist Reserve, solange die Hauptbrille die dichte ist.

Häufige Fragen

Reicht das CE-Zeichen auf der Solariumbrille?
CE ohne Normnummer sagt wenig, weil viele Produktklassen dasselbe Zeichen tragen. Für die Sonnenbank zählt eine nachvollziehbare EN-170-Angabe oder der Gerätebezug nach EN 60335-2-27, lesbar an Scheibe, Rahmen oder Anleitung – nicht nur im Amazon-Titel.
Sind opake Cups besser als Filtergläser?
Cups können subjektiv blickdicht sein und wenig Haut abdecken. Ohne Kennzeichnung ersetzen sie nicht die UVSV-Filterklasse. Filtergläser erlauben Orientierung zum Timer, lecken aber an Ösen, wenn das Band schlecht sitzt. Die Wahl ist Sichtbedarf gegen Nachweis, nicht „dunkler ist besser“.
Brauche ich EN 170 oder EN 172?
Für Bräunungsgeräte in Deutschland ist EN 170 mit den von der UVSV genannten Schutzstufen der Anker. EN 172 ist ein anderer Filtereinsatz für den Außenbereich. Wer beides im Shoptext liest, sollte die UVSV-Logik nicht zugunsten von EN 172 aufweichen.
Darf ich eine eigene Brille mit ins Studio nehmen?
Ja, aus Hygienegründen tun das viele. Der Betreiber muss trotzdem geeignete Brillen anbieten. Wenn deine private Brille Licht durchlässt, nutzt du die desinfizierte Studio-Brille – ungeschützt liegen ist kein Hygiene-Kompromiss.
Kann eine Brille Solarium und Rotlicht abdecken?
Nur wenn beide Normen bzw. die Geräteanleitung das hergeben, nicht weil der Amazon-Titel beides nennt. Im Zweifel zwei physische Brillen im Schrank, sonst wiederholt sich der Listing-Fehler im Bad.
Was ist ein realistischer Preis 2026?
Für dokumentiertes EN 170 mit vernünftigem Sitz liegen brauchbare Modelle im Vergleich oft um zehn Euro. Vier-Euro-Cups sind Abdecker. Fünfundzwanzig-Euro-PSA kaufst du für IPL und Seitenschutz, nicht für minimale Panda-Fläche.

Weiterführende Seiten

Quellenverzeichnis

Fachquellen aus dem Research-Digest; zuletzt abgerufen am 30.08.2026.

  1. BfS – Hinweise für Solariennutzer (Abraten, desinfizierte Brille, Beratung) (abgerufen am 30.08.2026)
  2. BfS – Solarien: Wirkungen der UV-Strahlung (abgerufen am 30.08.2026)
  3. UV-Schutz-Verordnung (UVSV) – Betreiber- und Nutzerpflichten Schutzbrille (abgerufen am 30.08.2026)
  4. UVSV Anlage 3 – EN 170 Filter-Schutzstufen 2–5 (abgerufen am 30.08.2026)
  5. BMUKN – UV-Strahlung in Solarien (Brille ohne Extra-Entgelt) (abgerufen am 30.08.2026)
  6. BAG Schweiz – Solarium (spezielle Schutzbrille) (abgerufen am 30.08.2026)
  7. Beurer IL 11/21 – Gebrauchsanleitung (EN 171, Abstand 80 cm) (abgerufen am 30.08.2026)
  8. ISO 12609-1 – IPL/ILS, Ausschluss Tanning-Equipment (abgerufen am 30.08.2026)