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Geradschleifer vs Winkelschleifer: zwei Aufnahmen, zwei Jobs

Aktualisiert: September 2026

Sie wollen eine Maschine, die Blech trennt, Flächen schruppt und danach noch die Bohrung entgratet – und stehen zwischen Stabschleifer und Flex. Geradschleifer vs Winkelschleifer ist keine Geschmacksfrage: Spannzange mit Stift gegen Flansch mit 115-, 125- oder 230-mm-Scheibe. Wer das verwechselt, kauft entweder zu wenig Abtrag oder eine Scheibe, die in die Ecke nicht passt. Der [Akku-Geradschleifer Vergleich](/hub/schleifmaschinen/akku-geradschleifer) bleibt die Produktliste; hier geht es um die Werkzeugwahl, nicht um die volle ASIN-Matrix. Akku-Flex-Modelle finden Sie im Hub unter den [Akku-Winkelschleifern](/hub/schleifmaschinen/akku-winkelschleifer). Aus der Geometrie folgt die Einsatzmatrix.

Sie wollen eine Maschine, die Blech trennt, Flächen schruppt und danach noch die Bohrung entgratet – und stehen zwischen Stabschleifer und Flex.

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Inhalt

Aufnahme und Geometrie

Der Geradschleifer treibt eine Spindel in Motorachse an. Zubehör sitzt in der Spannzange (typisch 6 mm, optional 8 mm oder 1/4 Zoll) und arbeitet als Stift, Fräser oder kleine Lamelle. Der Hals ist schlank, deshalb kommen Sie in Winkel, Rohre und Bohrungen. Der Winkelschleifer treibt eine Scheibe rechtwinklig zur Spindel: Trennen und Schruppen über den Scheibenumfang, Schutzhaube, Flansch, Durchmesser 115/125 mm in der Handwerkerklasse, 230 mm in der großen Trennerklasse. Die 125-mm-Trennscheibe schneidet das Rechteckrohr in Sekunden, bleibt aber am Innengrat der Bohrung stumpf. Der Stabschleifer mit 6-mm-Stift holt diesen Grat, trennt das Rohr aber nicht in derselben Geometrie. Mini-USB-Rotation ersetzt weder 18-V-Stift noch 125-mm-Scheibe. IEC 62841-2-3 gilt für Winkel-, Gerad- und Senkrechtschleifer mit Scheibe, nicht für Stabschleifer; für die Stiftmaschine zählt der Die-Grinder-Teil 2-23 plus die Körperzulassung.

Wann welches Gerät

Kante, Kehle, Innenradius, Nacharbeit nach dem Schnitt: Geradschleifer. Fläche schruppen, Schweißnaht breit abtragen, Blech oder Profil trennen: Winkelschleifer. Rohre von außen grob: oft zuerst Flex, innen und am Grat der Stab. Enge Ecken: Stab, sofern der Stift hineinpasst; die Flex-Haube braucht Platz und wirft Funken flächig. Ein typischer Metalltag: Trennen mit 125 mm, Naht schruppen mit Fächerscheibe, danach Entgraten der Schnittkante mit dem Akku-Geradschleifer – drei Aufnahmen, nicht eine Universalscheibe. Brauchen Sie nur Zuschnitt, ist die Flex die erste Maschine. Mini-USB für Modellbau bleibt unterhalb beider Klassen. Ob Solo-Geradschleifer an denselben 18-V-Park hängt, klären Sie in der Kaufberatung.

Was man nicht tauschen darf

Keine Trennscheibe und kein Flex-Schleifrad auf die Stabspindel. Kein Schleifstift im Flex-Flansch als Ersatz für eine zugelassene Scheibe. Trennscheiben nicht flach als Schleifscheibe missbrauchen – Bersten ist das Risiko, nicht nur schlechte Oberfläche. Haube an der Flex nicht demontieren, damit sie „in die Ecke passt“; dann ist der Stab das richtige Gerät. OEM-Geradschleifer mit Bremse und KickBack sind immer noch Stiftmaschinen. Kompatible mit 24000 min⁻¹ werden keine Flex, nur weil die Zahl groß wirkt. Wer den Entgrat-Workflow vertiefen will, geht zur Entgraten-Anleitung. Wer „eine Maschine für die Baustelle“ sucht, kauft fast immer zuerst die 125-mm-Akku-Flex und ergänzt den Stab, sobald Innenkanten den Takt stehlen.

Fazit: Eine Maschine für beides gibt es nicht

Für Zuschnitt und Fläche die Flex, für Kante und Innenkontur den Geradschleifer. Wer nur eines kaufen kann und hauptsächlich trennt, nimmt die Flex und entgratet vorerst per Hand. Wer nur Kanten in Bohrungen hat, nimmt den Stab und leiht die Flex für den seltenen Zuschnitt. Passt die Haube nicht in die Ecke, ist die Entscheidung schon gefallen.

Häufige Fragen

Reicht die Flex zum Entgraten einer Bohrung?
Meist nein. Die Scheibe ist zu groß und zu flächig. Innengrat und Radius sind Stiftjobs. Nach dem Flex-Schnitt den Restgrat mit dem Stab holen.
Kann der Stabschleifer Blech trennen wie 125 mm?
Nein. Schaftwerkzeug trennt keine Profile in Flex-Geschwindigkeit und -Geometrie. Wer trennt, kauft die Scheibe, nicht eine höhere Stab-Stufe.
Was ist in der Ecke sicherer?
Der schlanke Hals des Geradschleifers, sofern Stift und PSA stimmen. Eine Flex ohne Haube in der Ecke ist kein Trick, sondern ein Verstoß gegen die Scheibenlogik.
Brauche ich beide Geräte?
Sobald Sie trennen und danach Kanten in engen Konturen brauchen: ja. Nur Kanten ohne Zuschnitt: Stab. Nur Zuschnitt ohne Feingrat: Flex.
Darf eine Trennscheibe auf den Geradschleifer?
Nein. Falsche Aufnahme, falscher Umfang, falsche Haube. Körper und Maschine müssen zueinander zugelassen sein.
Akku-Flex statt Akku-Geradschleifer für die Nahtfläche?
Für breites Schruppen der Naht: Flex. Für Kehle und Restgrat: Stab. Die Nahtfläche ist kein Argument, den Stift wegzulassen, wenn die Kehle folgen muss.
Mini-USB gegen 125 mm – geht das?
Nein. Mini-Rotation ist Hobby an kleinen Kanten. 125 mm ist Trennen und Schruppen. Dazwischen liegt der 18-V-Geradschleifer, nicht der USB-Stift.

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Quellenverzeichnis

Fachquellen aus dem Research-Digest; zuletzt abgerufen am 23.09.2026.

  1. DKE DIN EN IEC 62841-2-3 (abgerufen am 23.09.2026)
  2. IEC 62841-2-23:2024 Die Grinder (abgerufen am 23.09.2026)
  3. DGUV 209-002 Schleifen (abgerufen am 23.09.2026)
  4. LärmVibrationsArbSchV § 9 (abgerufen am 23.09.2026)
  5. Bosch-Presse GGS 18V-23 (abgerufen am 23.09.2026)
  6. Bosch Professional GGS 18V-23 PLC (abgerufen am 23.09.2026)
  7. Makita DGD800 (abgerufen am 23.09.2026)