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Schleifpapier Körnung: jede Stufe löscht die Riefen der vorigen

Aktualisiert: September 2026

Sie halten das erste Blatt in der Hand, auf der Rückseite steht 80 oder 400, und die Frage ist, ob Sie damit den Lack runternehmen oder schon das Öl vorbereiten. Schleifpapier Körnung ist keine Geschmacksfrage: zu grob reißt Furchen, die drei Stufen später noch als Streiflicht-Täler stehen; zu fein trägt ewig und glättet Löcher, statt sie einzuebnen. Die Packungen im [Schleifpapier-Vergleich](/hub/schleifmaschinen/schleifpapier) mixen oft 120–3000 in einem Karton – das ersetzt keine Reihenfolge. Dieser Text sortiert P, Holz und Lack, ohne die Nass-Technik zur eigenen Seite zu machen.

Sie halten das erste Blatt in der Hand, auf der Rückseite steht 80 oder 400, und die Frage ist, ob Sie damit den Lack runternehmen oder schon das Öl vorbereiten.

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Inhalt

Das P und die ISO

Das P kennzeichnet beschichtetes Schleifmittel nach FEPA, gebundenes Korn trägt F. ISO 6344-2:2021 deckt Makrokorn P12–P220, ISO 6344-3:2021 Mikrokorn P240–P5000. Der Sprung P220 auf P240 ist auf dem Papier ein Normenschnitt, in der Hand oft ein anderes Schleifgefühl, kein Beweis für „doppelt so fein“. Eine nackte 400 ohne P ist häufig CAMI (US); P400 (FEPA) ist nicht 1:1 US-400. FastPlus und Fachtexte warnen genau davor – µm-Tabellen aus Shops sind Faustregeln, keine Messung dieses Clusters. K60 auf dem kwb-Set und P60 auf STONE REEF sind in der Praxis grober Anschliff derselben Liga, solange beide P-Logik meinen; ohne Prefix bleibt ein Restzweifel. Connex schreibt K60–K220, STEBRUAM 120–3000 ohne P im Titel. Lesen Sie die Rückseite des Blattes, nicht nur den Karton. Aluminiumoxid/Korund und Flint tragen typisch die Holzstufen; Siliziumkarbid die hohen Nasszahlen. CAMI und FEPA in einem Warenkorb zu mischen, ohne die Herkunft zu kennen, erzeugt Sprünge, die Sie als „das Blatt greift nicht“ spüren. Beispiel: Sie starten mit einem US-400-Blatt aus einem Importmix und wechseln auf P400 aus dem Baumarkt. Die Riefenbreite muss nicht gleich sein. Lieber eine dokumentierte P-Kette als zwei Zahlen, die gleich aussehen.

Holz von Säge bis Öl

Weichholz und Möbelfläche im Heimwerkeralltag: grob P40–P80 nur wo Material weg soll (Leim, dicker Lack, Kante). Fläche eben: P100–P180. Vor Öl oft bei P180 enden, manchmal P240, nicht bei P2000. Eine häufige Werkstattfolge laut Materialwissen-Praxis ist P80 → P120 → P180; das ist Heuristik, kein Gesetz für jedes Furnier. P400 als Erstschliff auf furnierter Kante durchschlägt den Film, bevor die Fläche plan ist. Stufen überspringen heißt: die tiefen Riefen der groben Stufe bleiben als Täler stehen, während die feine Stufe nur die Berge kürzt. P80 direkt auf P180 ist der Klassiker. Guide-Coat (Puder oder Kontrast) macht die Täler sichtbar; Pflicht ist er nicht, nützlich an Lack und dunklem Holz im Streiflicht. Druck ersetzt kein Korn: wer P180 mit dem Körpergewicht durchdrückt, weil P80 fehlt, poliert Hitze in die Fläche. Connex liefert K60, K80, K120, K220 – das ist ein Holzstart mit grobem Anfang und einem Sprung über P180. kwb K60–K180 ohne K220/P240: vor Lackzwischen oft eine Stufe nachkaufen. STONE REEF P40–P400 je zehn Blatt deckt grob bis fein auf 93×230, wenn der eigene Klotz passt. Nassmixe ab 120 ohne P40 sind die falsche erste Lage auf dicken Lackfilmen. Die Kaufreihenfolge (Maß vor P) bleibt in der Schleifpapier-Kaufberatung. Beispiel: Fichte-Regal, Sägeblatt-Riefen. P80 Fläche, P120, P180, Öl. Nicht P400 aus dem Autokarton zuerst. Alte Alkydtür, dicker Film. P40 oder P60 lokal, dann die Holzfolge, nicht P120 als Entlacker mit mehr Druck.

Lack und die 100er-Regel

Autolack und Klarlack folgen einer anderen Heuristik als Möbelholz. Lack-und-Zubehör-Texte nennen oft eine 100er-Regel: die nächste Stufe grob nicht mehr als etwa das 1,5- bis 2-fache der vorigen Zahl in der P-Skala – P800 zu P1200, nicht P400 zu P2000 in einem Zug. Das ist Autoreparatur-Faust, kein 1:1 für Weichholz. Zwischenschliff zwischen Lacklagen oft P220–P400 trocken oder nass je Medium; Finish P600–P2000 nass mit SiC. Holz fasert nass; Lack-Finish braucht Wasser gegen Zusetzen und Hitze. Deshalb ist die Nassseite die Technik, diese Seite die Zahlenfolge. P800 ohne Wasser auf weichem Klarlack setzt zu und schmiert. P2000 am Möbel vor Hartöl ist meist ungenutzt: Sie polieren, statt die Pore zu öffnen. P5000 im ALPXUXP-Karton ist Politur-Vorstufe oder Kunststoff, nicht die erste Tür. STEBRUAM 14 Stufen je drei Blatt: die 100er-Idee ist im Karton angelegt (120, 150, 180, 240 …), die Stückzahl nicht. ALPXUXP springt 120/180/240/400 und dann in den Mikrobereich bis 5000 – der Holz-Mittelteil P100–P180 ist dünner als bei kwb. KQCXIK endet bei 2000, zwei Blatt je Stufe.

Was im Mix-Karton fehlt

Lesen Sie, welche P fehlen, nicht nur welche prangen. 120–3000 ohne P40/P60: kein Entlacken, kein grober Anschliff. kwb ohne P240–P400: kein Lackfinish. Connex ohne alles über K220 und ohne Nass. Delta-Mix Sruhrak P40–P400 auf 152×105 mm: Holz/Lack an der Maus, nicht 93×230. Mini-n-Packungen ändern die Physik nicht. Sortenrein nachkaufen, sobald Sie wissen, welche zwei Stufen leer sind. Im Holzalltag sind das oft P80 und P120, im Nassfinish P800 und P1500, nicht P3000. Mix zum Füllen des Schranks, VE zum Arbeiten. Gitter statt Papier ist Trockenbau und Zusetzen, nicht dieselbe Körnungstabelle. Nass-Medium, Wasser im Gerät und Hautleim bleiben unter Nassschleifpapier. Hier gilt: jede Stufe löscht die Riefen der vorigen; übersprungene Täler bleiben. Kiefer-Fensterbank, Film dünn und matt: P120, P180, dann Lack. P40 rundet Kanten, P400 als Erstblatt durchschlägt am Profil. Spot an der Stoßstange: nicht P80 aus dem kwb-Set, sondern die Lackleiter mit SiC.

Häufige Fragen

P80 oder P120 starten?
P80, wenn Riefen, Lackfilm oder Leim weg sollen. P120, wenn die Fläche schon eben und nur der Schliff vor Öl oder Farbe fehlt. P400 ist kein Start auf Rohholz.
Darf ich P80 auf P180 springen?
Sie können, die Täler bleiben oft sichtbar. Eine Zwischenstufe P120 kürzt sie. Im Streiflicht sehen Sie, was der Sprung kostet.
Was ist P?
FEPA-Kennzeichnung für beschichtetes Schleifmittel, ISO 6344. Nicht dasselbe wie eine nackte CAMI-Zahl.
Ende vor Öl vs. vor Lack?
Vor Öl oft P180, manchmal P240. Vor Lackzwischen P220–P400 je System. Vor Politur deutlich höher und meist nass – anderes Medium.
P400 auf Furnier?
Als Zwischenschliff vorsichtig, als Erstschliff Durchschlagrisiko. Start grober nur wo der Film dick und nicht furniertragend ist.
K60 gleich P60?
In der groben Liga ähnlich, wenn beide P-Logik meinen. Ohne Prefix und ohne Herstellerangabe nicht als Identität verkaufen.
Wozu P2000 am Möbel?
Am Möbel vor Öl meist überflüssig. Am Klarlack und Kunststoff Finish. Im 120–3000-Mix oft mitbezahlt und ungenutzt.

Weiterführende Seiten

Quellenverzeichnis

Fachquellen aus dem Research-Digest; zuletzt abgerufen am 23.09.2026.

  1. Wikipedia Schleifpapier (abgerufen am 23.09.2026)
  2. ISO 6344-2:2021 Makrokorn P12–P220 (abgerufen am 23.09.2026)
  3. ISO 6344-3:2021 Mikrokorn P240–P5000 (abgerufen am 23.09.2026)
  4. FEPA Standards Coated vs. Bonded (abgerufen am 23.09.2026)
  5. TRGS 553 Holzstaub (abgerufen am 23.09.2026)
  6. DGUV 209-044 Handschliff und Absaugtisch (abgerufen am 23.09.2026)
  7. FastPlus P-Kennzeichnung FEPA vs. CAMI (abgerufen am 23.09.2026)
  8. materialwissen.de Schleifmittel Praxisstufen (abgerufen am 23.09.2026)