Schnuller abgewöhnen: Fristen, Nacht und offener Biss

Schnuller abgewöhnen: Das zweite und das dritte Lebensjahr liegen nebeneinander. Was Dauer, Einschlafen und ein offener Biss für Ihren Termin bedeuten.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Kurz gesagt
- 2.Schnuller abgewöhnen: warum zweites und drittes Lebensjahr auseinanderliegen
- 3.Was Dauer und Intensität am Biss verändern
- 4.Tagsüber begrenzen, nachts nur noch zum Einschlafen
- 5.Kirschform und kiefergerechter Sauger bleiben in derselben Frist
- 6.Lutschoffener Biss: wann die Praxis übernimmt

Schnuller abgewöhnen steht an, wenn der Schnuller morgens noch unter dem Kissen liegt, das Kind aber schon in kurzen Sätzen spricht und die Schneidezähne beim Zubeißen vorn eine Lücke lassen. Auf dem Küchentisch liegen dann oft zwei Ausdrucke. Einer spricht vom zweiten Lebensjahr, der andere vom dritten Geburtstag. Beide klingen nach einem festen Alter und meinen nicht denselben Tag.
Wer Lebensjahr und Geburtstag auseinanderhält, kann einen Termin setzen, ohne eine Stelle zur einzigen Vorschrift zu erklären. Die Bundeszahnärztekammer, zwei Landesarbeitsgemeinschaften und ein Aktionsflyer staffeln die Spanne unterschiedlich. Daneben zählt, wie viele Stunden der Sauger am Tag im Mund bleibt, und ab welchem Bild beim Zubeißen die Praxis den offenen Biss übernimmt.
Kurz gesagt
Die Bundeszahnärztekammer setzt das Ende möglichst an den Sprechbeginn und spätestens in das dritte Lebensjahr, Baden-Württemberg spätestens in das zweite, Rheinland-Pfalz ab dem ersten Geburtstag und zum dritten Geburtstag. Dazwischen bleibt der Schnuller nur zum Einschlafen, und häufiges Nuckeln über drei Jahre kann den Kiefer verformen. Keine Saugerform setzt diese Spanne außer Kraft.
Schnuller abgewöhnen: warum zweites und drittes Lebensjahr auseinanderliegen
Das zweite Lebensjahr läuft vom ersten bis zum zweiten Geburtstag, das Kind ist dann ein Jahr alt. Das dritte Lebensjahr läuft vom zweiten bis zum dritten Geburtstag, das Kind ist zwei. Mit drei Jahren ist der dritte Geburtstag gemeint. Im dritten Lebensjahr liegt das Jahr davor.
Die Bundeszahnärztekammer formuliert im Ratgeber: den Schnuller möglichst abgewöhnen, wenn das Sprechen beginnt, spätestens im dritten Lebensjahr. Das Ende liegt in dem Jahr, in dem das Kind zwei ist. Dieselbe Stelle stellt den Schnuller dem Daumen vor. Einen Stundenplan für die letzte Woche enthält der Satz nicht. Der bevorzugte Zeitpunkt hängt am Sprechen, der späteste am Kalender.
Die Landesarbeitsgemeinschaft Baden-Württemberg rät zu maßvollem Gebrauch und zum Abgewöhnen spätestens im zweiten Lebensjahr, also vor dem zweiten Geburtstag. Das liegt ein Lebensjahr vor der Grenze der Bundeszahnärztekammer. Maßvoll ist dort eine Einschränkung ohne Stoppuhr. Nebeneinander gelesen sind das etwa zwölf Monate Differenz.
Die Landesarbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz staffelt. Ab dem ersten Geburtstag soll die Nutzung sinken. Das Milchgebiss setzt sie bei etwa zweieinhalb Jahren an, als Entwicklungsstand. Das Ende nennt sie spätestens zum dritten Geburtstag. Dazwischen soll der Schnuller nur noch beim Einschlafen da sein. Zweieinhalb Jahre sind kein zusätzlicher Morgen, an dem der Schnuller unabhängig vom übrigen Kalender weg muss.
Der Flyer Zahngesundheit nennt spätestens das zweite Lebensjahr und bezeichnet die Angewohnheit ab dem zweiten Geburtstag als schädlich. Ab diesem Tag ist das zweite Lebensjahr schon zu Ende. Für einen offenen Biss nennt er die Mundvorhofplatte. Damit steht er näher an Baden-Württemberg als am dritten Geburtstag.
Die Bayerische Landeszahnärztekammer schreibt, dass häufiges Nuckeln über drei Jahre den Kiefer verformen kann. Keine dieser Fristen ist ein Gesetz für jedes Gebiss. Die Praxis kann früher einbestellen, wenn die Frontzähne sich nicht treffen.
Was Dauer und Intensität am Biss verändern
Die Jahreszahl beschreibt den Kalender, die Stunden im Mund die Last. Häufiges Nuckeln über drei Jahre kann den Kiefer verformen, so die Broschüre der Bayerischen Landeszahnärztekammer. Ein Schnuller beim Spielen, im Wagen und beim Mittagsschlaf liegt anders auf den Zähnen als einer, der nur zum Einschlafen kommt. Dieselbe Form, andere Stundenzahl.
Eine freigegebene Minutenzahl steht in den zitierten Flyern nicht. Auch eine Viertelstunde ist dort keine ausgewiesene Freigrenze. Maßvoll bleibt eine Anweisung ohne Uhr. Eine Woche nebenbei zeigt den Unterschied: Legt das Kind den Schnuller weg, sobald es spricht und spielt, oder bleibt er den Vormittag über im Mund? Spiel, Wagen und Schlaf reichen als Bild.
Ein lutschoffener Biss zeigt sich beim Zubeißen. Die seitlichen Zähne treffen sich, vorn bleibt zwischen den Schneidezähnen eine Lücke. Sauger, Daumen oder eine Zunge, die oft und lange in diese Lücke drückt, halten den Kontakt offen. Im Spiegel sehen Sie das. Ob es behandlungsbedürftig ist, sieht die Praxis. Speichel und ein halb offener Mund täuschen auf einem Foto leicht eine Lücke vor.
Die Zwischenstufe, den Schnuller nur noch zum Einschlafen zu lassen, senkt die Stunden. Beendet ist die Angewohnheit damit nicht. Ein Kind, das mit achtzehn Monaten den ganzen Tag nuckelt, trägt eine andere Last als eines, das mit zweieinhalb Jahren nur noch einschläft. Millimeter für jedes Gebiss rechnen die Flyer nicht vor. Die Richtung lautet: erst die Dauer kürzen, dann den Rest an einem gesetzten Tag beenden.
Die Bundeszahnärztekammer stellt den Schnuller über den Daumen. Den Schnuller nehmen Sie aus dem Haushalt, der Daumen bleibt an der Hand. Übernimmt der Daumen dieselben Stunden, bleibt die Last auf den Frontzähnen. Daumen oder Schnuller entscheidet sich an diesen Stunden nach dem Wechsel.
Tagsüber begrenzen, nachts nur noch zum Einschlafen
Rheinland-Pfalz beschreibt den Weg vom ersten Geburtstag bis spätestens zum dritten Geburtstag. So übersetzen Sie das in den Alltag:
- Begrenzen Sie ab dem ersten Geburtstag die Zeit am Tag und lassen Sie den Schnuller beim Spielen und Sprechen weg.
- Lassen Sie ihn in der Zwischenphase zum Einschlafen, bis zu dem Termin, den Sie gesetzt haben.
- Räumen Sie an diesem Termin auch die Exemplare im Auto, in der Kita-Tasche und bei den Großeltern weg.
Ein Haushalt führt einen Termin. Vor dem zweiten Geburtstag endet die Linie aus Baden-Württemberg. Im dritten Lebensjahr, während das Kind zwei ist und möglichst mit dem Sprechbeginn, endet die Linie der Bundeszahnärztekammer. Rheinland-Pfalz setzt das Ende auf den dritten Geburtstag, nachdem die Stunden schon gekürzt sind. Ab dem zweiten Geburtstag markiert der Aktionsflyer eine schädliche Angewohnheit, und eine sichtbare Lücke vorn ist ein Grund, den Tag vorzuziehen.
Die Schnullerfee ist der Abschied an diesem Termin. Kinder, die verstehen, dass ein Gegenstand weggegeben wird, kommen mit einer Geschichte oft besser zurecht als mit einem Schnuller, der morgens kommentarlos fehlt. Die Probe ist die Nacht danach. Liegt in jeder Tasche noch ein Ersatz, hat die Feier den Vorrat umbenannt. Das Datum setzen die Frist, die Sie gewählt haben, und der Biss, den Sie sehen.
Ein Stopp, der nach drei Nächten aufweicht, ist eine Pause. Eine Einschlaf-Stufe, die ein halbes Jahr über den gesetzten Termin hinaus stehen bleibt, ist ebenfalls noch offen. Erfüllt ist die Frist an dem Termin, den Sie gesetzt haben, und früher, wenn der Biss schon offen ist.
Kirschform und kiefergerechter Sauger bleiben in derselben Frist
Auf der Packung steht Kirschform, symmetrisch oder kiefergerecht. In den Fristen steht keine Form, die davon ausgenommen wäre. Ein runder und ein flacher Sauger liegen unterschiedlich im Mund. Beide bleiben eine Angewohnheit mit Stunden, wenn das Kind sie mit Stunden behält. Die Form entscheidet nicht, ob das zweite oder das dritte Lebensjahr der engere Rahmen ist.
Im Vergleich der Kirschform-Schnuller stehen runde Sauger, im Vergleich der Philips-Avent-Schnuller symmetrische. Der Schnuller-Vergleich mischt beide Bauarten. Darin liegt unter anderem ein Philips-Avent-Set ultra air Day & Night für 0–6 Monate, symmetrischer Silikonsauger, vier Stück, zwei davon mit Nachtleuchten, 4,9 von 5 bei 270 Bewertungen. Das ist eine Shop-Angabe für die ersten Monate, keine Note der Stiftung Warentest und keine Erlaubnis, den Schnuller bis zum dritten Geburtstag zu behalten.
Solange der Schnuller noch zum Einschlafen da ist, braucht ein Kind nach dem ersten Geburtstag die Größe auf der aktuellen Packung. Ein Sauger aus den ersten Monaten sitzt im größeren Mund nicht deshalb besser, weil die Abgewöhnung schon läuft. Die passende Größe kürzt die Frist nicht.
Häufige Fragen
Mit einem oder mit drei Jahren abgewöhnen?
Reicht es, den Schnuller nur nachts zu lassen?
Ist ein kiefergerechter Schnuller davon ausgenommen?
Was ist ein lutschoffener Biss?
Was ist ungünstiger, Daumen oder Schnuller?
Ab wann zum Zahnarzt wegen des Schnullers?
Hilft eine Mundvorhofplatte?
Kann man den Schnuller von heute auf morgen abgewöhnen?

Als zweifache Mutter schreibt sie über Produkte für Familien, Kinder und Babys – mit Fokus auf Sicherheit und Alltagstauglichkeit.
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