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Höhenbereich beim Tischgestell: Hub, Platte und Körpergröße

Aktualisiert: Oktober 2026

Sie lesen „72–118 cm Hub“ und stellen sich vor, genau dort liege Ihre Hand auf der Tastatur. Nach dem Aufbau sitzen Sie doch zu hoch, weil 25 Millimeter Platte und Monitorfuß nicht im Kopf waren. Der Höhenbereich auf dem Karton beschreibt das Gestell ohne Arbeitsfläche. Die Normen für Sitz-Steh-Tische beziehen sich auf die Oberkante der Platte. Diese Seite rechnet Hub, Plattenstärke und Körpergröße grob durch. Produktwahl und Motorfrage stehen auf der [Hauptvergleichsseite](/hub/schreibtische/tischgestell-hoehenverstellbar) und bei [Einzelmotor oder Doppelmotor](/hub/schreibtische/tischgestell-hoehenverstellbar/sub/tischgestell-hoehenverstellbar-einzelmotor-oder-doppelmotor).

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Inhalt

Zwei Höhen prüfen: Sitzen und Stehen

Ellenbogen etwa im rechten Winkel zur Tastatur, Füße flach: das ist die Probe für die Sitzhöhe. Die Stehhöhe braucht eine andere Einstellung, oft mit leicht angewinkelten Unterarmen. Tabellen aus Ergonomie-Ratgebern ordnen Körpergrößen Richtwerten zu. Sie ersetzen keine persönliche Messung, sind aber nützlicher als nur der Hub-Wert des Gestells. Wer 1,60 Meter misst, landet im Sitzen schnell zu hoch, wenn die Gestelluntergrenze bei 72 Zentimetern beginnt und noch Platte dazukommt. Wer deutlich über 1,85 Meter steht, stößt in Stehhöhe an Obergrenzen um 118 bis 120 Zentimeter am Gestell, bevor die Platte mitgerechnet ist. DIN EN 527-1 Typ A nennt für stufenlose Sitz-Steh-Arbeitsflächen etwa 650 bis 1250 Millimeter, bezogen auf die Tischplatte, nicht auf die Säule. Typ D ist enger. ASR A6 empfiehlt einen ähnlichen Bereich, ohne jeden privaten Schreibtisch vorzuschreiben. Den unteren Normrand erreichen Marketplace-Gestelle oft nur mit dreistufigen Beinen nahe 60 bis 66 Zentimetern Gestelluntergrenze. Wer außerhalb der Bezugskörpergrößen liegt, braucht individuelle Lösungen. Die Norm sagt das ausdrücklich.

Platte draufrechnen

Addieren Sie Plattenstärke und gegebenenfalls eine Matte zur Untergrenze des Gestells, um die ungefähre Arbeitshöhe im Sitzen zu erhalten. Eine 40-Millimeter-Platte hebt die Fläche spürbar gegenüber einem 18-Millimeter-Laminat. Der Gedanke „65 Zentimeter reichen“ trägt nicht, wenn die Platte noch fehlt. Umgekehrt senkt eine dicke Platte in Stehhöhe nicht die Obergrenze: Sie starten höher und enden höher. Die Plattenstärke gehört auch zur Montage, weil Schraubenlänge und Biegeverhalten mitwirken. Hier zählt nur: Der Hub des Gestells ist ein Rohwert. Die Arbeitshöhe ist Gestell plus Platte plus Gewohnheit.
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Zwei Stufen oder drei

Zweistufige Säulen haben oft einen engeren Hub, typisch um 70 bis 120 Zentimeter am Rahmen. Dreistufige fahren tiefer und manchmal höher, weil eine zusätzliche Teleskopstufe mitkommt, nicht weil automatisch bessere Motoren drin sind. Für Haushalte mit zwei Körpergrößen ist der Hub wichtiger als die Speicheranzahl. Vier Memory-Tasten helfen nicht, wenn die Untergrenze für die kleinere Person zu hoch bleibt. Weiter Hub beweist keine höhere Stabilität. Schmale Säulen wackeln auch mit 125 Zentimetern Obergrenze, wenn die Platte schief belastet ist. Stabilität klären Sie über Rahmen, Rezensionen und Verschraubung, nicht über Millimeter mehr Hub allein.

Zwei Personen, ein Tisch

Der Hub muss beide Extreme abdecken: kleinste Sitzposition und größte Stehposition. Speicher speichern Höhen, verschieben aber nicht den mechanischen Bereich. Nutzt nur eine Person den Tisch, reichen oft zwei Speicher. Teilen sich zwei Nutzer den Platz, sind vier praktisch, sofern der Hub passt. Kollisionsschutz bleibt sinnvoll, wenn unter dem Tisch Möbel stehen, unabhängig von der Körpergröße. Vor dem Kauf die Kaufberatung mit dem Plattenmaß kombinieren: ein passender Rahmen mit zu kurzem Hub scheitert trotzdem. Erst die Sitzhöhe mit Platte grob simulieren, dann die Stehhöhe an der Wand abzeichnen, erst danach in der Tabelle nach Hub filtern.

Widerspruch im Listing und was Stehen nicht leistet

Der Bullet nennt 72 bis 120 Zentimeter, das Technikfeld 118 oder 1,44 Meter. Solche Spannungen stehen in der Tabelle. Für Ihre Planung gilt: nehmen Sie die engere Spanne, bis der Händler schriftlich bestätigt. Mitteln Sie nicht, um ein Gestell passend zu rechnen. Nach dem Kauf einmal mit dem Bandmaß messen, bevor Sie Löcher in teure Platten bohren. Wenn das Gestell physisch bei 118 Zentimetern endet, bringt ein gespeicherter Wert „120“ im Display nichts. Höhenverstellung erleichtert den Wechsel, ersetzt aber keine Pausen und Bewegung. Wer nur hochfährt und stundenlang ohne Veränderung steht, hat den Hub mechanisch genutzt, aber nicht ergonomisch. Programmieren Sie zuerst die Höhen, die Sie wirklich täglich anfahren, und prüfen Sie, ob der Hub diese beiden Werte überhaupt enthält.

Häufige Fragen

Reicht 72–118 cm bei 1,60 m Körpergröße?
Im Stehen oft knapp bis okay. Im Sitzen kann 72 cm Gestell plus Platte zu hoch sein. Dreistufig oder eine niedrigere Untergrenze prüfen.
Brauche ich für 1,95 m mehr als 120 cm?
Häufig ja für komfortables Stehen, gerechnet ab Plattenoberkante. Hub am Gestell plus Plattenstärke gegen Ihre Probehaltung halten.
Zählt die Plattenstärke zur Höhe?
Ja, zur Arbeitshöhe. Der Hub-Wert allein ist nicht Ihre Handposition.
Was bringen drei Stufen gegenüber zwei?
Meist einen tieferen Start und manchmal ein höheres Ende durch eine zusätzliche Teleskopstufe, nicht automatisch mehr Stabilität.
Was ist Typ A nach EN 527-1 in einem Satz?
Sitz-Steh-Arbeitsfläche stufenlos etwa 650 bis 1250 mm, gemessen an der Platte, für Bezugskörpergrößen etwa 1,49 bis 1,91 m. Orientierung, kein Automatismus für jedes Gestell.
Zwei Personen, ein Tisch: welcher Hub?
Der Hub, der sowohl die niedrigste Sitz- als auch die höchste Stehposition abdeckt. Speicher sind zweitrangig, wenn der Hub nicht reicht.
Ist ein weiter Hub automatisch stabiler?
Nein. Säule, Fuß und Beladung entscheiden. Ein längerer Hub kann bei gleichem Rohr sogar mehr Hebelarm bedeuten.
Hilft ein dickeres Tischmatten-Pad bei zu hoher Sitzhöhe?
Ein Pad erhöht die Fläche weiter. Es ersetzt keinen tieferen Hub. Bei zu hoher Untergrenze bleibt ein dreistufiges oder anderes Gestell die saubere Lösung.

Weiterführende Seiten

Quellenverzeichnis

Fachquellen zu Normen, Arbeitsstättenregeln und Preisspannen; zuletzt abgerufen am 09.10.2026.

  1. DIN EN 527-1:2011-08 – Büromöbel, Arbeitstische: Maße (abgerufen am 09.10.2026)
  2. DIN EN 527-2:2019-07 – Büromöbel, Arbeitstische: Sicherheit, Festigkeit, Dauerhaltbarkeit (abgerufen am 09.10.2026)
  3. DGUV Information 215-410, Abschnitt 8.3.1 – Bildschirm- und Büroarbeitsplätze (abgerufen am 09.10.2026)
  4. ASR A6 – Bildschirmarbeit (abgerufen am 09.10.2026)
  5. BAuA – ASR A1.2: Raumabmessungen und Bewegungsflächen (abgerufen am 09.10.2026)
  6. DGUV – Stehen ersetzt Bewegung nicht (abgerufen am 09.10.2026)
  7. DGUV Grundsatz 315-411 – Sitz-Steh-Arbeitsplätze und Sehabstand (abgerufen am 09.10.2026)
  8. Angebotsbeobachtung Tischgestelle, Stand 21.08.2026 (Preisspannen) (abgerufen am 09.10.2026)