Brauchwassermischer für mehrere Entnahmestellen – Zentrale Versorgung planen

Aktualisiert: Februar 2026

Ein Brauchwassermischer für mehrere Entnahmestellen versorgt Dusche, Badewanne, Waschbecken und weitere Zapfstellen aus einer zentralen Mischstelle. Das warme Wasser wird am Mischer auf die gewünschte Temperatur gebracht und zu den Entnahmestellen geleitet. Jede Zapfstelle hat nur einen Kalt- und einen Warmwasseranschluss – das „Warmwasser" ist bereits gemischt. Durchflussbegrenzer oder Einzelregulierungen an den Zapfstellen ermöglichen unterschiedliche Mengen. Ideal für Neubauten oder Komplettsanierungen, wo die Leitungsführung von vornherein geplant wird. Bei Bestandsbauten erfordert die Umstellung oft umfangreiche Rohrleitungsarbeiten – die Kosten können die eines dezentralen Systems mit Duschthermostaten übersteigen. Im Brauchwassermischer-Vergleich findest du passende Modelle. Für dezentrale Duschthermostate und Badewannenthermostate. Zum Vergleich Brauchwassermischer vs. Duschthermostat.

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Planung und Leitungsführung

Praktischer Tipp: Leitungswege kurz halten

Je kürzer die Wege vom Mischer zu den Zapfstellen, desto geringer der Kaltwasservorlauf und die Wärmeverluste. Den Mischer zentral platzieren – z.B. im Badezimmer hinter einer Abdeckung oder im Technikschrank. Bei weit auseinander liegenden Zapfstellen (z.B. Küche und Bad) kann ein zweiter Mischer sinnvoller sein als lange Leitungen.

Vorteile der zentralen Versorgung

Einheitliche Temperatur: Alle Zapfstellen liefern dieselbe Temperatur – 38–40 °C, einmal am Mischer eingestellt. Keine unterschiedlichen Einstellungen pro Armatur, keine Verwechslungen. Gut für Barrierefreiheit – zentral einstellbar, alle Nutzer profitieren. Einfachere Armaturen: An den Zapfstellen nur Durchfluss- oder Ein/Aus-Regelung – je nach System. Die komplexe Mischtechnik sitzt zentral. Die Armaturen können schlanker und günstiger sein. Weniger Komponenten: Eine Mischstelle statt mehrerer Thermostat-Armaturen. Weniger Teile, die verkalken können. Die Wartung konzentriert sich auf einen Punkt – siehe Brauchwassermischer einstellen und warten.

Nachteile und Risiken

Aufwendige Installation: Bei Bestandsbauten oft Umbau nötig – Wände aufstemmen, neue Leitungen verlegen. Die Kosten können 2.000–5.000 € und mehr betragen. Bei Neubauten ist die Planung einfacher – die Leitungen werden von vornherein gelegt. Bei Defekt alles betroffen: Wenn der Mischer ausfällt, funktionieren alle Zapfstellen nicht. Ein Duschthermostat-Defekt betrifft nur eine Zapfstelle. Die Verfügbarkeit von Ersatzteilen und der Service des Herstellers sind wichtig. Niederdruck: Bei Niederdruck-Systemen brauchen Brauchwassermischer für mehrere Zapfstellen spezielle Modelle. Der Durchfluss kann begrenzt sein – bei gleichzeitiger Nutzung mehrerer Zapfstellen kann es knapp werden.

Häufige Fragen

Wie viele Zapfstellen kann ein Brauchwassermischer versorgen?
Das hängt vom Modell und der Durchflussleistung ab. Typisch 2–4 Zapfstellen. Bei größeren Anforderungen mehrere Mischer oder spezielle Systeme. Die Produktbeschreibung nennt die maximale Zapfstellenanzahl und den Gesamtdurchfluss.
Brauche ich an jeder Zapfstelle noch ein Thermostat?
Nein. Die Temperatur ist am Mischer eingestellt. An den Zapfstellen nur Durchfluss- oder Ein/Aus-Regelung – je nach System. Die Armaturen sind einfacher als Duschthermostate – kein Thermostatkopf nötig.
Kann ich einen bestehenden Brauchwassermischer um weitere Zapfstellen erweitern?
Das hängt von der Durchflussleistung ab. Wenn der Mischer noch Kapazität hat, kann ein Abgang hinzugefügt werden. Bei Auslastung: Zweiten Mischer oder dezentrale Duschthermostate für die zusätzlichen Zapfstellen. Installateur konsultieren.
Was kostet die Installation für mehrere Zapfstellen?
Der Mischer: 100–300 €. Die Installation: 500–2.000 € und mehr, je nach Umfang der Leitungsarbeiten. Bei Neubau: oft im Gesamtpaket enthalten. Bei Bestandssanierung: Kostenvoranschlag einholen – die Rohrleitungsarbeiten sind der Hauptkostenfaktor.
Lohnt sich ein Brauchwassermischer bei nur 2 Zapfstellen?
Für eine Dusche und ein Waschbecken kann ein Duschthermostat an der Dusche und eine einfache Armatur am Waschbecken günstiger sein. Ein Brauchwassermischer lohnt sich, wenn du Einheitlichkeit und zentrale Steuerung willst – oder wenn du 3+ Zapfstellen hast und die Planung ohnehin umfangreich ist.

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