Stellantrieb 230V vs. 24V – Unterschiede und Wahl

Aktualisiert: Februar 2026

Die Wahl zwischen Stellantrieb 230V und 24V hängt von der bestehenden Heizungsanlage ab. Du kannst nicht einfach einen 230V-Stellantrieb an eine 24V-Anlage anschließen – oder umgekehrt. Die Spannung muss zum Raumthermostat und zum Verteiler passen. 230V-Stellantriebe werden direkt mit Netzspannung versorgt – das Raumthermostat schaltet die Phase. 24V-Stellantriebe brauchen einen Transformator, der die Netzspannung auf 24V reduziert. Vorteil 24V: Geringere Berührungsspannung, oft kleinere Stellantriebe. Vorteil 230V: Kein Transformator nötig, einfachere Verdrahtung bei Bestandsanlagen. Die Entscheidung ist keine Präferenz – sie hängt von deiner Anlage ab. Im Fußbodenheizungstellantriebe-Vergleich findest du beide Varianten. Für die Thermostat-Seite Raumthermostate.

Unsere Top-Empfehlungen

Möhlenhoff Möhlenhoff Alpha5 Stellantrieb - Produktbild
Möhlenhoff
Möhlenhoff Alpha5 Stellantrieb
Testsieger
Smart-Home-Integration:
Steuerung:
Preis: ca. 11 €
Kompatibilität:
Bei Amazon ansehen →
Homematic IP Homematic IP HmIPVDMOT Stellantrieb - Produktbild
Homematic IP
Homematic IP HmIPVDMOT Stellantrieb
Preis-Tipp
Smart-Home-Integration:
Steuerung:
Preis: ca. 18 €
Kompatibilität:
Bei Amazon ansehen →
sekesoer sekesoer Stellantrieb 230 V VA80 - Produktbild
sekesoer
sekesoer Stellantrieb 230 V VA80
Alternative
Smart-Home-Integration:
Steuerung:
Preis: ca. 70 € (8 Stück)
Kompatibilität:
Bei Amazon ansehen →

230V Stellantriebe

230V-Stellantriebe werden mit Wechselspannung aus dem Stromnetz versorgt. Das Raumthermostat schaltet die Phase – wenn geheizt werden soll, liegt Spannung an den Klemmen des Stellantriebs, der Motor fährt und öffnet das Ventil. Wenn nicht geheizt wird, keine Spannung, der Stellantrieb schließt (oder bleibt geschlossen, je nach Bauart). Die Verdrahtung führt direkt vom Thermostat zum Stellantrieb – L und N werden durchgeschleift, das Thermostat unterbricht die Phase. Vorteile: Kein Transformator nötig. Direkte Verdrahtung vom Thermostat. Oft günstiger, da weniger Komponenten. In Bestandsanlagen häufig – besonders bei älteren Fußbodenheizungen aus den 80er und 90er Jahren. Wenn du Stellantriebe nachkaufen willst, musst du die gleiche Spannung wählen – am Heizkreisverteiler oder an den bestehenden Stellantrieben prüfen. Nachteile: 230V am Verteiler – bei unsachgemäßer Arbeit Gefahr. Für Laien weniger geeignet als 24V. Bei Arbeiten am Verteiler immer Strom abschalten. Die Berührungsspannung ist lebensgefährlich – keine Experimente ohne Abschaltung.

24V Stellantriebe

24V-Stellantriebe werden mit 24V Wechsel- oder Gleichspannung versorgt. Ein Transformator (oft am Heizkreisverteiler) wandelt 230V auf 24V um. Das Raumthermostat schaltet die 24V-Leitung. Geringere Spannung bedeutet geringeres Risiko bei Berührung – 24V gilt als berührungssicher, auch wenn bei Arbeiten am Verteiler trotzdem Vorsicht geboten ist. Vorteile: Sicherer für Laien. Oft kleinere, leichtere Stellantriebe. Standard in vielen Neubauten – Planer und Installateure setzen zunehmend auf 24V. Die Stellantriebe sind kompakter und leiser als manche 230V-Modelle. Nachteile: Transformator nötig – zusätzliche Komponente, zusätzliche Kosten. Bei Bestandsanlagen mit 230V müsste ein Transformator nachgerüstet werden – aufwendig und oft nicht sinnvoll. Die Entscheidung für 24V oder 230V wird bei der Installation der Heizung getroffen – nachträglich wechseln ist möglich, aber teuer.

Was passt zu meiner Anlage?

Bestandsanlage prüfen: Am Heizkreisverteiler oder in der Anleitung der Heizung steht, ob 230V oder 24V. Oder die bestehenden Stellantriebe prüfen – die Typenschilder zeigen die Spannung. Bei Unsicherheit: Heizungsinstallateur fragen oder die Dokumentation der Heizungsanlage durchsehen. Neubau: Oft 24V – der Planer oder Installateur legt das fest. Beim Nachkauf von Stellantrieben die gleiche Spannung wählen. Die günstigen Stellantriebe gibt es in beiden Varianten. Umbau: Von 230V auf 24V oder umgekehrt ist möglich, aber aufwendig – Thermostate, Transformator, Verdrahtung müssten angepasst werden. In der Praxis bleibt man bei der bestehenden Spannung und tauscht nur defekte Stellantriebe durch passende Modelle.

Häufige Fragen

Kann ich einen 230V-Stellantrieb an 24V anschließen?
Nein. Er funktioniert nicht – zu wenig Spannung. Der Motor würde nicht anlaufen. Umgekehrt: 24V-Stellantrieb an 230V = Beschädigung oder Brandgefahr. Immer die passende Spannung wählen. Beim Nachkauf den bestehenden Stellantrieb als Referenz nutzen oder die Anlagen-Dokumentation prüfen.
Wo steht, ob meine Anlage 230V oder 24V hat?
Am Heizkreisverteiler, an den bestehenden Stellantrieben (Typenschild) oder in der Dokumentation der Heizungsanlage. Bei Unsicherheit Heizungsinstallateur fragen. Oft steht auf dem Stellantrieb „230V" oder „24V AC/DC" – die Angabe ist klein, aber vorhanden.
Sind 24V-Stellantriebe sicherer?
Ja, in dem Sinne, dass 24V bei Berührung weniger gefährlich ist als 230V. Für die Funktion sind beide gleichwertig. Bei Arbeiten am Verteiler trotzdem Strom abschalten – auch 24V kann bei Kurzschluss Probleme verursachen.
Kann ich 230V- und 24V-Stellantriebe in einer Anlage mischen?
Nein. Die gesamte Anlage läuft mit einer Spannung. Alle Stellantriebe müssen 230V oder alle 24V sein. Das Raumthermostat liefert die entsprechende Spannung – es kann nicht beides gleichzeitig.
Was kostet der Unterschied?
230V-Stellantriebe sind oft etwas günstiger (ab 15 Euro), 24V-Modelle etwas teurer (ab 20 Euro) – der Transformator bei 24V-Anlagen ist separat. Die Preisdifferenz pro Stellantrieb ist gering; entscheidend ist die Kompatibilität mit deiner Anlage.

Weiterführende Seiten