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18 oder 21 kW Durchlauferhitzer: Welche Leistung passt?

Aktualisiert: 24.09.2026

Wenn Sie zwischen zwei Leistungsstufen derselben Baureihe wählen, wirkt der Abstand zunächst klein. In der Praxis entscheidet sich bei der Frage 18 oder 21 kW Durchlauferhitzer jedoch, wie viel warmes Wasser bei einer bestimmten Temperatur gleichzeitig fließen kann. 21 kW bieten rund 16 Prozent mehr Heizleistung, verlangen aber auch eine passend ausgelegte Elektroinstallation. 18 kW können deshalb die richtige Wahl sein, wenn Leitung und Absicherung die Grenze setzen oder ein sparsamer Duschkopf genügt. Einen Überblick über Geräte und Ausstattungsmerkmale finden Sie auf der Seite [Durchlauferhitzer 21 kW](/hub/warmwasser/durchlauferhitzer-21-kw). Hier klären wir, wann sich die höhere Stufe spürbar auszahlt.

Wenn Sie zwischen zwei Leistungsstufen derselben Baureihe wählen, wirkt der Abstand zunächst klein.

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Inhalt

## Was 3 kW physikalisch ändern

Ein Durchlauferhitzer erwärmt Wasser während des Durchflusses. Bei gleicher Zulauf- und Wunschtemperatur kann ein 21-kW-Gerät daher mehr Liter pro Minute liefern als ein Gerät mit 18 kW. Herstellerwerte machen den Unterschied greifbar: Bei einer Temperaturerhöhung um 28 Kelvin werden beispielsweise etwa 9,2 l/min mit 18 kW und 10,7 l/min mit 21 kW angegeben. Das sind rund 1,5 l/min mehr, ohne dass Sie die Auslauftemperatur senken müssen. Unter der Brause ist dieser Abstand wahrnehmbar, aber er macht aus dem Gerät keinen anderen Gerätetyp. Fließen mit 18 kW bereits angenehme 9 l/min, bringt 21 kW etwas mehr Strahlstärke oder Temperaturreserve. Fordert eine große Regendusche hingegen 12 oder 14 l/min, bleibt auch die höhere Stufe hinter dem gewünschten Volumenstrom zurück. Ausführlicher wird dieser Anwendungsfall unter 21 kW für die Dusche eingeordnet. Besonders deutlich.

Absicherung und Leitungsquerschnitt setzen die Grenze

Die Leistungswahl ist keine reine Komfortentscheidung. An einem dreiphasigen 400-V-Anschluss entsprechen 18 kW rechnerisch ungefähr 26 A je Außenleiter, 21 kW ungefähr 30 A. Hersteller nennen für 21-kW-Varianten deshalb häufig 30 A Nennstrom; welche Sicherung, Leitung und Anschlussbedingungen tatsächlich zulässig sind, ergibt sich aus Gerätedaten, vorhandener Installation und den Vorgaben des Netzbetreibers. Eine vorhandene 18-kW-Installation darf nicht allein deshalb auf 21 kW umgestellt werden, weil das neue Gerät diese Stufe anbietet. Kabelquerschnitt, Verlegeart, Leitungslänge, Vorsicherung und Hausanschluss müssen zusammen beurteilt werden. Ein Beispiel: Ist ein alter Stromkreis nur für die bisherige Absicherung geplant, kann eine stärkere Sicherung die Leitung unzulässig belasten. Die Prüfung und der feste Anschluss gehören daher in die Hände eines Elektrofachbetriebs. Weitere Entscheidungspunkte finden Sie unter Anschluss 400 V. Wenn die vorhandene Anlage 21 kW sicher trägt.

Wann 18 kW reichen und wann 21 kW besser sind

18 kW reichen häufig für eine einzelne normale Handbrause, wenn der Duschkopf einen begrenzten Durchfluss hat und nicht gleichzeitig an einer zweiten Stelle viel Warmwasser entnommen wird. Auch bei milder Zulauftemperatur ist der Unterschied kleiner, weil beide Stufen den gewünschten Durchfluss leichter auf Temperatur bringen. Wer mit ungefähr 8 bis 9 l/min zufrieden ist und bereits einen geeigneten 18-kW-Anschluss besitzt, gewinnt durch einen teuren Umbau auf 21 kW womöglich zu wenig. 21 kW sind die bessere Wahl, wenn die Installation dafür ausgelegt ist und Sie regelmäßig an die Grenze von 18 kW kommen. Typische Hinweise sind ein im Winter merklich schwächerer Duschstrahl, sinkende Auslauftemperatur bei höherem Durchfluss oder das langsame Füllen einer Wanne. Bei gleichem Temperaturhub stehen ungefähr 16 Prozent mehr Wassermenge zur Verfügung. Auch dann sollten zwei gleichzeitig stark.

MPS nicht höher einstellen als die Leitung erlaubt

Viele Geräte mit Multi Power System, kurz MPS, lassen sich bei der Montage auf 18, 21 oder teils 24 kW konfigurieren. Das ist praktisch, weil dieselbe Baureihe an unterschiedliche Anschlussbedingungen angepasst werden kann. Die Einstellmöglichkeit ersetzt aber weder die elektrische Prüfung noch eine ausreichend dimensionierte Zuleitung. Maßgeblich ist nicht, welche Zahl auf dem Schalter oder Display auswählbar ist, sondern welche Leistung der konkrete Stromkreis sicher bereitstellen darf. Ist die Anlage nur für 18 kW ausgelegt, muss das Gerät auf dieser Stufe bleiben. Eine eigenmächtige Umstellung auf 21 kW kann Sicherungen auslösen oder die Installation überlasten. Umgekehrt darf der Fachbetrieb 21 kW konfigurieren, wenn Geräteanleitung, Absicherung und Leitung dazu passen. Die 24-kW-Stufe ist erst dann eine Option, wenn sowohl der höhere Warmwasserbedarf als auch der dafür geeignete Anschluss fachlich bestätigt sind..

Häufige Fragen

### Spürt man 3 kW Unterschied unter der Brause?
Ja, vor allem bei hohem Durchfluss oder kaltem Zulaufwasser. Bei 28 Kelvin Temperaturerhöhung nennen Hersteller beispielhaft etwa 9,2 statt 10,7 l/min. Mit einer sparsamen Handbrause kann der Unterschied gering wirken; bei einer offenen Armatur schafft 21 kW mehr Reserve.
Reicht die Absicherung eines 18-kW-Geräts für 21 kW?
Nicht automatisch. 18 kW entsprechen bei 400 V ungefähr 26 A je Phase, 21 kW rund 30 A. Ob Sicherung und Leitung passen, muss ein Elektrofachbetrieb anhand der gesamten Installation und der Herstellerangaben prüfen. Nur die Sicherung zu vergrößern ist keine zulässige Abkürzung.
Verbraucht ein 18-kW-Gerät bei derselben Dusche weniger Strom?
Bei gleicher Wassermenge, gleicher Einlauf- und gleicher Auslauftemperatur ist nahezu dieselbe Wärmemenge nötig. 18 kW bedeuten daher nicht automatisch weniger Energieverbrauch, sondern vor allem eine niedrigere maximale Heizleistung. Einsparungen entstehen, wenn Sie weniger Wasser nutzen oder eine niedrigere Temperatur wählen.
Sollte ein MPS-Gerät vorsorglich auf 18 kW bleiben?
Wenn der Anschluss nur für 18 kW freigegeben ist, ja. Ist die Elektroinstallation nachweislich für 21 kW ausgelegt, bietet die höhere Einstellung mehr Reserve. Die Festlegung sollte bei Montage und Anschluss durch den Fachbetrieb erfolgen, nicht als spontane Bedienereinstellung.
Wann sollte man direkt 24 kW wählen?
24 kW kommen nur bei höherem Warmwasserbedarf und einem entsprechend ausgelegten Anschluss infrage. Für eine normale Einzelbrause können 21 kW bereits genügen. Entscheidend ist eine gemeinsame Prüfung von gewünschtem Durchfluss, winterlicher Zulauftemperatur und elektrischen Voraussetzungen.
Bei welcher Leistungsstufe sollte man Testergebnisse vergleichen?
Vergleichen Sie Werte nur bei derselben eingestellten Leistung und demselben Temperaturhub. Ein Gerät, das im Test auf 21 kW läuft, hat gegenüber einer 18-kW-Einstellung zwangsläufig mehr Durchflussreserve. Achten Sie außerdem auf Regelgenauigkeit und Mindestdurchfluss, nicht nur auf die maximale Literangabe.

Weiterführende Seiten

Quellenverzeichnis

Fachquellen aus dem Research-Digest; zuletzt abgerufen am 24.09.2026.

  1. Verbraucherzentrale (abgerufen am 24.09.2026)
  2. Stiftung Warentest 10/2023 (abgerufen am 24.09.2026)
  3. n-tv Warentest (abgerufen am 24.09.2026)
  4. Wikipedia (abgerufen am 24.09.2026)
  5. CLAGE DCX Next (abgerufen am 24.09.2026)
  6. Bosch Comfort Plus PDF (abgerufen am 24.09.2026)
  7. Stiebel DHB ST Trend (abgerufen am 24.09.2026)
  8. FI/NAV-Überblick (abgerufen am 24.09.2026)