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21 oder 27 kW Durchlauferhitzer: Welche Leistung passt?

Aktualisiert: 24.09.2026

Wer einen alten Durchlauferhitzer ersetzt oder ein Bad neu ausstattet, muss zwischen Anschlussreserve und Warmwasserkomfort abwägen. Bei der Frage 21 oder 27 kW Durchlauferhitzer geht es vor allem darum, wie viel warmes Wasser bei kaltem Zulauf verfügbar sein soll und was der vorhandene Stromkreis trägt. 21 kW reichen häufig für eine normale Dusche mit sparsamer Brause. 27 kW schaffen mehr Durchflussreserve, verlangen aber eine stärkere Absicherung. Einen Überblick über Geräte und Auswahlkriterien bietet die [Hauptseite Durchlauferhitzer 27 kW](/hub/warmwasser/durchlauferhitzer-27-kw). Hier erfahren Sie, wann die Mehrleistung tatsächlich spürbar wird und wann sie lediglich einen kostspieligeren Anschluss verursacht.

Wer einen alten Durchlauferhitzer ersetzt oder ein Bad neu ausstattet, muss zwischen Anschlussreserve und Warmwasserkomfort abwägen.

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Inhalt

## Was 21 und 27 kW beim Warmwasser bedeuten

Die Nennleistung entscheidet darüber, wie viel Wasser ein Gerät pro Minute auf eine bestimmte Temperatur anheben kann. In einer Herstellerstaffel bei einer Temperaturerhöhung von 28 Kelvin erreicht die 21-kW-Stufe rechnerisch 10,7 Liter pro Minute, die 27-kW-Stufe 13,8 Liter. Der Unterschied beträgt damit rund 3,1 Liter pro Minute. Bei 12 °C kaltem Zulauf entspräche die Rechengröße beispielsweise einer Auslauftemperatur von 40 °C. Im Winter kann der Zulauf kälter sein; dann sinkt der erreichbare Durchfluss bei gleicher Wunschtemperatur. Die höhere Rechenleistung kommt allerdings nicht bei jeder Installation vollständig an der Dusche an. Ein konkretes Gerät kann seinen Durchfluss intern begrenzen; beim CLAGE DEX Next liegt der maximale Durchfluss beispielsweise bei 8 Litern pro Minute. Auch Brause, Armatur, Leitungsdruck und Rohrführung setzen Grenzen. Wenn die Brause ohnehin nur 7 Liter pro Minute abgibt.

Elektrik: 21 kW und 27 kW sind nicht beliebig austauschbar

Der Leistungssprung betrifft nicht nur das Typenschild. In den technischen Daten eines Herstellers stehen für 21 kW etwa 30 A Nennstrom und für 27 kW etwa 39 A. Daraus ergeben sich unterschiedliche Anforderungen an Sicherungen, Leitung und Hausanschluss. Pauschale Tabellen nennen für 21 kW häufig 3 × 32 A und für 27 kW 3 × 40 A. Solche Angaben ersetzen jedoch keine Prüfung vor Ort. Auch beim Leiterquerschnitt kursieren unterschiedliche Werte. Für einzelne Geräte nennt der Hersteller bei 27 kW mindestens 6 mm², während vereinfachte Planungstabellen teils 10 mm² ansetzen. Das ist kein Widerspruch, der sich allein über die Geräteleistung lösen lässt: Verlegeart, Leitungslänge, Umgebungstemperatur, Häufung und die Vorgaben des Netzbetreibers beeinflussen die zulässige Auslegung. Ein vorhandener 21-kW-Kreis darf deshalb nicht allein aufgrund einer augenscheinlich dicken Leitung auf 27 kW.

Wann 21 kW reichen und wann 27 kW sinnvoll sind

21 kW sind meist die vernünftige Wahl, wenn überwiegend eine Zapfstelle läuft, die Dusche eine sparsame Brause nutzt und kein besonders hoher Durchfluss erwartet wird. Auch Verbraucherinformationen ordnen Leistungen um 21 kW grundsätzlich als duschtauglich ein. Ein Beispiel: Fordert die Brause 8 bis 9 Liter pro Minute und wird nicht gleichzeitig in der Küche warmes Wasser entnommen, kann ein elektronisch geregeltes 21-kW-Gerät eine komfortable Temperatur liefern. Bei sehr kaltem Winterzulauf bleibt allerdings weniger Reserve. 27 kW lohnen sich, wenn Sie bewusst einen höheren Duschdurchfluss wünschen, der Zulauf im Winter kalt ist oder kurze parallele Zapfungen vorkommen. Die Mehrleistung kann Temperaturschwankungen abfedern, wenn während des Duschens am Waschbecken kurz warmes Wasser geöffnet wird. Sie macht aus einem einzelnen Durchlauferhitzer aber keine unbegrenzt leistungsfähige Zentralversorgung. Zwei kräftige Duschen gleichzeitig können zusammen deutlich.

Geräte mit wählbaren Leistungsstufen richtig einordnen

Einige elektronisch geregelte Geräte werden mit mehreren wählbaren Leistungen angeboten. Bei Bosch wird diese Technik beispielsweise als MPS, also Multiple Power Selection, bezeichnet. Ein solches Gerät kann je nach Modell auf 21, 24 oder 27 kW konfiguriert werden. Das schafft Flexibilität bei der Auswahl und kann nützlich sein, wenn eine Installation später fachgerecht erweitert wird. Die Umschaltmöglichkeit ist jedoch keine Leistungsreserve auf Knopfdruck für den Nutzer. Die eingestellte Stufe muss zur Absicherung, Leitung und Freigabe der Installation passen; Konfiguration und Anschluss übernimmt der Fachbetrieb. Ein Beispiel: Wird ein Mehrleistungsgerät zunächst an einem für 21 kW geprüften Kreis betrieben, darf es nicht einfach auf 27 kW gestellt werden, nur weil die Option im Gerät vorhanden ist. Erst nach Prüfung und gegebenenfalls Anpassung des Stromkreises ist die höhere Stufe zulässig. Solche Modelle.

Häufige Fragen

### Wie viele Liter mehr bringt ein 27-kW-Gerät?
Bei einer Temperaturerhöhung von 28 Kelvin nennt eine Herstellerstaffel 10,7 Liter pro Minute für 21 kW und 13,8 Liter für 27 kW. Rechnerisch sind das 3,1 Liter mehr. Eine interne Durchflussbegrenzung, die Brause oder der Leitungsdruck können verhindern, dass dieser Unterschied an der Zapfstelle vollständig nutzbar ist.
Welche zusätzliche Absicherung braucht 27 kW?
Als typische Größen stehen etwa 30 A Nennstrom bei 21 kW und 39 A bei 27 kW gegenüber; praktisch werden häufig 3 × 32 A beziehungsweise 3 × 40 A genannt. Die erforderliche Sicherung und der Leiterquerschnitt müssen nach Gerät, Leitung und Verlegebedingungen berechnet werden. Eine pauschale Hochstufung ist nicht zulässig.
Reichen 21 kW auch im Winter zum Duschen?
Für eine einzelne Dusche mit mäßigem Durchfluss reichen 21 kW häufig aus. Weil kaltes Zulaufwasser im Winter stärker erwärmt werden muss, sinkt jedoch die mögliche Wassermenge pro Minute. Wer eine große Brause mit hohem Volumenstrom betreibt oder sehr warm duscht, profitiert eher von 27 kW.
Kann ein MPS-Gerät später von 21 auf 27 kW umgestellt werden?
Technisch kann ein dafür vorgesehenes Mehrleistungsgerät verschiedene Stufen unterstützen. Die spätere Umstellung setzt aber voraus, dass Stromkreis, Absicherung und Hausinstallation für 27 kW geprüft und ausgelegt sind. Sie ist daher eine Aufgabe für den Elektrofachbetrieb und keine reine Änderung im Bedienmenü.
Ist 24 kW ein sinnvoller Kompromiss?
24 kW sind eine Zwischenstufe mit etwas mehr Reserve als 21 kW und geringerer Leistung als 27 kW. Sinnvoll ist sie, wenn das Zapfprofil knapp über der 21-kW-Kapazität liegt und Gerät sowie Anschluss diese Stufe vorsehen. Sie ersetzt nicht die konkrete Prüfung von Durchfluss und Elektroinstallation.
Verbraucht 27 kW pro Dusche automatisch mehr Strom?
Nein. Für dieselbe Wassermenge und dieselbe Temperatur wird grundsätzlich eine ähnliche Wärmemenge benötigt. Ein 27-kW-Gerät kann diese Energie schneller bereitstellen und mehr Wasser pro Minute erwärmen. Steigt dadurch der tatsächliche Durchfluss oder duschen Sie länger, erhöht sich allerdings der Energie- und Wasserverbrauch.
Reichen 27 kW für zwei Zapfstellen?
Für eine Dusche und eine kurzzeitig genutzte kleine Zapfstelle kann die Reserve helfen. Zwei hohe Warmwasserströme gleichzeitig teilt aber auch ein 27-kW-Gerät auf; Temperatur oder Durchfluss können sinken. Entscheidend sind die addierten Liter pro Minute, nicht allein die Zahl der geöffneten Armaturen.

Weiterführende Seiten

Quellenverzeichnis

Fachquellen aus dem Research-Digest; zuletzt abgerufen am 24.09.2026.

  1. Verbraucherzentrale (abgerufen am 24.09.2026)
  2. Stiftung Warentest (abgerufen am 24.09.2026)
  3. Wikipedia Durchlauferhitzer (abgerufen am 24.09.2026)
  4. CLAGE DCX Next (abgerufen am 24.09.2026)
  5. NAV § 13 (abgerufen am 24.09.2026)
  6. AEG DDLE Basis 27 (abgerufen am 24.09.2026)
  7. Stiebel DEL 27 Plus (abgerufen am 24.09.2026)
  8. elektrikerwissen.de (abgerufen am 24.09.2026)