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Labornetzteil einstellen: CV, CC, Output

Aktualisiert: 23.09.2026

Die Platine raucht nicht, aber die Spannung bleibt unter den eingestellten 5,00 V, und eine LED namens CC leuchtet. Labornetzteil einstellen heißt: Stromgrenze zuerst, klemmen bei ausgeschaltetem Ausgang, CC als Regelung lesen – nicht als Defekt. Die Geräte der Matrix stehen im [Labornetzgerät Vergleich](/hub/werkstatt/labornetzgeraet). Welches Fenster Sie kaufen, klärt die [Kaufberatung](/hub/werkstatt/labornetzgeraet/sub/labornetzgeraet-kaufberatung); 5-V/12-V-Limits der [Hobby-Text](/hub/werkstatt/labornetzgeraet/sub/labornetzgeraet-hobby-elektronik); welches Gerät zu welchem Job unter [bestes Labornetzgerät](/hub/werkstatt/labornetzgeraet/sub/labornetzgeraet-bestes). Lithium-Zellen laden Sie damit nicht.

Die Platine raucht nicht, aber die Spannung bleibt unter den eingestellten 5,00 V, und eine LED namens CC leuchtet.

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Inhalt

CV und CC in einem Satz

Konstantspannung (CV) hält U fest, solange die Last weniger Strom zieht als das Limit. Konstantstrom (CC) hält I fest, sobald die Last mehr verlangen würde; die Spannung sinkt auf das, was U = I × R der Last noch zulässt. Der Schnittpunkt ist Ihre Lastkennlinie, nicht ein Menüpunkt „Modus“. Deshalb ist „Spannung zu niedrig“ oft CC: das Limit liegt unter dem, was die Schaltung oder der Anlauf braucht – oder Sie haben einen Kurzschluss. ICS-Schneider beschreibt denselben Übergang; Rohde & Schwarz formuliert CC als Schutz der Last, nicht als Fehlercode. Ein Beispiel: 12 V eingestellt, Limit 0,20 A, LED-Zweig ohne Vorwiderstand. Die Diode zieht, CC greift, die Spannung bricht auf die LED-Flussspannung ein. Das Netzteil macht, was Sie ihm befohlen haben. Stellen Sie das Limit auf Maximum, verliert die Regelung den Sinn – dann schützt nur noch eine Sicherung im Gerät oder gar nichts, bis die Spur auf der Platine öffnet. Derselbe Effekt tritt auf, wenn Sie 5 V wollen, das Board aber 400 mA braucht und das Limit bei 100 mA steht: CC leuchtet, U fällt, das ist Diagnose, kein kaputtes Netzteil. OCP (Over Current Protection) ist etwas anderes als CC. CC begrenzt und bleibt oft an; OCP schaltet den Ausgang ab (NANKADF 10 A: OCP-Alarm stoppt den Ausgang laut Bullet). Nach OCP müssen Sie Output neu setzen. Wer OCP direkt auf den Arbeitspunkt legt, löst bei Einschaltstrom aus und denkt, das Gerät sei defekt.

Reihenfolge mit Output-Taste

Geräte mit Preview und Output (NANKADF 5 A, Yitranic, Jesverty SPS-3010V) erlauben: Netz ein, Output aus, Spannung setzen, Stromlimit setzen, Polarität prüfen, klemmen, Output ein, Strom beobachten. Encoder stellen I ziffernweise, ohne Plus und Minus kurzzuschließen. Die Kurzschluss-Methode aus älteren Poti-Anleitungen (Limit bei überbrücktem Ausgang drehen) brauchen Sie hier nicht – und sie ist an lebenden Klemmen gefährlich, wenn Output schon an ist. PeakTech und ältere Poti-Geräte ohne Preview: Einstellen bei Output aus, sofern eine Taste existiert; sonst Netz aus zum Umstecken. Beim WANPTEK GA605B beschreibt ein Review genau das: kein Ausgangsschalter, Netz aus vor dem Umstecken. Beim Jesverty SPS-3010V existiert OPN: nach Netz-Ein gibt das Gerät Spannung, ohne dass Sie OUTPUT drücken. Prüfen Sie OPN vor dem ersten DUT, sonst liegt 32 V an den Krokos, während Sie noch die Polarität suchen. Hot-Plug – Last auf bereits eingeschalteten Ausgang – erzeugt Einschaltstrom durch Elkos auf der Platine. CC darf kurz aufblitzen und nachladen; bleibt CC dauerhaft, ist Limit zu klein, Polarität falsch oder ein Kurzschluss. USB-Ports (18–20 W) bleiben typischerweise an, wenn DC-Output aus ist. Ein Board am USB-C hängt nicht am Laborregler und nicht an Ihrer Stromanzeige.

Wenn CC leuchtet

Leuchtet CC sofort nach Output-ein, trennen Sie in drei Richtungen. Erstens Limit: 20 mA an einer unbekannten 5-V-Platine ist Absicht; 5 A an derselben Platine ist Nachlässigkeit. Zweitens Kurzschluss: Lötbrücke, verkehrte Polarität, Krokos die sich berühren. Drittens Anlauf: Motor, Lüfter, große Elkos ziehen Impulsstrom über dem Limit, dann sollte CV zurückkehren. Bleibt die Spannung bei 12-V-Motor auf wenigen Volt stehen, ist das Limit der Anlauf, nicht der Gleichlauf – dann Limit schrittweise anheben oder 10-A-Klasse, nicht das Limit auf Anschlag. Anzeige träge: Jesverty 3010N-Reviews nennen Ausgangs-Elkos, die die Anzeige hinterherhinken lassen. Yitranic: nach Output-aus baut die Spannung über mehrere Sekunden ab. Klemmen Sie das nächste Board nicht in dieser Restspannung. Ein Yitranic-Review beschreibt nach Netzausfall kurz mehr als 35 V am Ausgang – für empfindliche 5-V-Logik ein KO-Kriterium dieses einen Berichts, kein Grund, CC für den Spike verantwortlich zu machen. Piep bei jedem Encoder-Raster (NANKADF 10 A) ist Setup, kein Schutz. OCP-Lockout (Jesverty V, gewöhnungsbedürftig in einem langen Text) verlangt Output neu, nicht wildes Hochdrehen von I.

OCP, Restspannung, USB

Schutzfunktionen in Bullets (OVP, OCP, OTP, SCP) sind Abschaltungen oder Begrenzungen laut Herstellertext, keine kalibrierte Laborfunktion. OVP liegt über dem Arbeitspunkt als Not-Aus. Yitranic-Restspannung: Elko, messen oder warten, bevor das nächste DUT kommt. WANPTEK ohne Output: der ganze Kasten ist der Schalter. USB aus bei DC-Output aus? In dieser Matrix nein, sobald ein Ladeport existiert. Yitranic-Reviews: Port unabhängig vom DC-Ausgang. Wer 5,00 V und Strom sehen will, nutzt die Laborbuchsen. Phasenlage: ein Yitranic-Review zitiert die Anleitung, L auf Phase zu legen – das ist Gerätenotiz, kein universelles Rezept, aber ein Hinweis, die Anleitung zu lesen statt nur den Encoder. Checkliste: Limit unter erwartetem Betriebsstrom plus Reserve, Output aus, Polarität, klemmen, Output ein, CV erwarten, CC nur bei Absicht (LED-Strom, Laden verboten). Gerät ohne Taste: Netz aus zum Umbau. OPN aus, wenn Sie es nicht brauchen. Lithium: eigenes Ladegerät. Wenn Sie unsicher sind, beginnen Sie bei 5 V und 100 mA an einer bekannten Widerstands- oder LED-Last, bevor die unbekannte Platine an die Klemmen kommt.

Häufige Fragen

In welcher Reihenfolge stelle ich U und I ein?
Output aus (oder Netz aus ohne Taste), U auf Soll, I auf knappes Limit, klemmen, Output ein. Bei Encoder kein Kurzschluss zum Setzen von I.
Warum ist die Spannung niedriger als eingestellt?
CC ist aktiv: Limit zu klein, Kurzschluss oder Anlauf. Leitungswiderstand an dünnen Krokos senkt U an der Last zusätzlich.
Ist CC ein Fehler?
Nein. CC ist die Stromregelung. Fehler ist nur, wenn Sie CC nicht wollten und das Limit auf Maximum stand oder die Last kurzgeschlossen ist.
Muss ich Plus/Minus kurzschließen zum Stromsetzen?
Nur bei manchen Poti-Geräten ohne Preview. NANKADF, Yitranic und Jesverty V stellen I bei Output aus. Kurzschluss bei Output ein ist ein Fehler, kein Setup.
Was ist OCP gegenüber CC?
CC begrenzt und arbeitet weiter. OCP schaltet ab. Nach OCP Output neu setzen. Limit und OCP-Schwelle nicht identisch wählen, wenn Anlauf erlaubt sein soll.
Warum liegt nach Output-aus noch Spannung an?
Ausgangselkos. Yitranic: Abbau über Sekunden. Warten oder Lastwiderstand, bevor Sie das nächste Board klemmen.
Ist USB aus, wenn DC-Output aus ist?
In den Reviews dieser Geräte typischerweise nicht. Der Port ist eine Extra-Schiene. Laborwerte gelten nur an den DC-Buchsen.

Weiterführende Seiten

Quellenverzeichnis

Fachquellen aus dem Research-Digest; zuletzt abgerufen am 23.09.2026.

  1. Elektrotechnik einfach — Labornetzteil-Grundlagen (abgerufen am 23.09.2026)
  2. Hase Electronics Einsteigerleitfaden Labornetzteil (abgerufen am 23.09.2026)
  3. ICS Schneider — CV/CC-Betrieb (abgerufen am 23.09.2026)
  4. PeakTech Labor-Schaltnetzteile (abgerufen am 23.09.2026)
  5. Reichelt Korad KA3005P (abgerufen am 23.09.2026)
  6. DIN EN 61010-1 (abgerufen am 23.09.2026)
  7. DKE E DIN EN 61010-1 (abgerufen am 23.09.2026)
  8. Mikrocontroller.net Korad KA3005 (abgerufen am 23.09.2026)