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Fächerscheibe Körnung: P40 bis P120 richtig stufen

Aktualisiert: September 2026

Im Mix-Karton liegen 40, 60, 80 und 120 – und trotzdem landet alles auf der ersten groben Scheibe, bis die Lackfläche aussieht wie ein Acker. Diese Seite erklärt, was die Körnungszahl bedeutet, welche Aufgabe zu welcher Stufe passt und warum Überspringen teurer wird als Nachkauf. Form und Durchmesser bleiben bewusst kurz; Details dazu stehen in der [Kaufberatung](/hub/werkzeug/faecherscheiben/sub/faecherscheiben-kaufberatung). Die Produktmatrix liegt auf der [Fächerscheiben-Vergleichsseite](/hub/werkzeug/faecherscheiben); hier geht es um den Stufenplan vor dem ersten Funken.

Im Mix-Karton liegen 40, 60, 80 und 120 – und trotzdem landet alles auf der ersten groben Scheibe, bis die Lackfläche aussieht wie ein Acker.

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Inhalt

Was die Zahl bedeutet

Je kleiner die Körnungszahl, desto gröber der Abtrag und desto tiefer die Kratzer im Metall. P40 und P60 tragen spürbar ab und entrosten; P80 und P120 glätten und bereiten vor; noch feinere Stufen (etwa P240 in manchen Mixen) dienen der Nacharbeit, nicht dem Blockrost. Ob das Listing „K40“ oder „P40“ schreibt – gemeint ist dieselbe Grobheit der Stufe; übernehmen Sie die Schreibweise des Angebots, vergleichen Sie aber die Zahl. Beispiel: Nach dem Schweißen sieht die Naht mit P40 schnell „runter“, fühlt sich aber an wie grobes Schleifpapier. Ohne P80 und P120 bleiben die Kratzer sichtbar unter Farbe oder Klarlack. Die Zahl ist also ein Werkzeug für Zeitplanung, kein Qualitätsstempel der Marke und kein Ersatz für Winkel und Druck – Technik unter richtig anwenden.

Aufgabe-zu-Körnung – scannbar

Starker Rost und grober Abtrag: typisch P40, ggf. P36 – nicht bis Lack durchziehen. Entgraten und Naht anarbeiten: P40–P60; Amboss-K60-Logik oft Alltag. Naht glätten und Feinabtrag: P80, guter Nachkauf als Einzelkorn. Vorbereitung vor Beschichtung: P120, Kratzer der Vorstufe nehmen. Sehr feine Nacharbeit: P240, wenn im Mix und der Job es verlangt. Im Display-Batch tauchen Einzelkorn K40 (Merryland, STONE REEF), K60 und K80 (Amboss) sowie Mixe 40/60/80/120 (Awutzut, Geogieew, Rivasen, Gekufa, MOGRQAP) und STEBRUAM inkl. 240 auf. Das sind Spec-Beispiele, keine Pflichtmarken. Shortlist nach Packungslogik: beste Modelle.

Reihenfolge einhalten – warum Skip wehtut

Jede Stufe soll die Spuren der vorherigen Stufe soweit reduzieren, dass die nächste greifen kann. Überspringen Sie P60/P80 und springen von P40 auf P120, schleifen Sie lange auf tiefen Kratzern und verbrauchen feine Scheiben sinnlos. Sichtkontrolle: Wenn das Schliffbild der aktuellen Stufe gleichmäßig ist, wechseln – nicht erst, wenn die Scheibe tot ist. Konkreter Ablauf Schweißnaht am Rahmen: Start P40 oder P60 je nach Raupe, dann P80 für das Bild, P120 wenn beschichtet wird. Zwischen den Stufen Späne und Staub entfernen und prüfen, ob noch grobe Riefen stehen. Ein zweites Beispiel: Autoteil entrosten für Grundierung – P40 nimmt den Rost, P80 nimmt die Riefen, P120 macht die Fläche beschichtbar. Wer bei P40 stehenbleibt, lackiert die Kratzer mit ein.

Mix-Set sinnvoll nutzen

Ein Mix ist kein Freibrief, nur P40 zu verbrauchen. Legen Sie die feineren Scheiben greifbar und wechseln Sie bewusst. Für Einsteiger spart das Mix Nachkauf; für Wiederholjobs ist Einzelkorn oft ehrlicher, weil Sie nachbestellen was leer wird. Wenn im Mix P240 liegt und Sie nie lackieren oder feinst nacharbeiten, ist die Stufe tot Gewicht – kein Grund, sie irgendwie auf Blockrost zu setzen. Stückpreis-Fallen: Sehr günstige grobe Scheiben, die sofort zuschmieren, kosten pro fertige Fläche mehr als eine klare Mittelklasse-Stufe mit ehrlicher Standzeit. Review-Muster zu Zuschmieren ernst nehmen und Haltung prüfen, bevor Sie nur die Marke wechseln. Im Mix liegen die Nachfolger schon da; bei Einzelkorn müssen Sie K80 oder K120 bewusst nachbestellen, bevor die grobe Packung leer und der Job halb fertig ist.

Fazit: Zahl vor Adjektiv, Stufe vor Stoppuhr

Körnung folgt dem Job in Stufen, nicht einer Lieblingszahl. Vertrauen Sie der Zahl mehr als Listing-Wörtern wie „mittel“ neben K40. Ein Messpunkt ohne Messgerät: streifendes Licht und Gefühl – greifbare Riefen heißen noch nicht zur nächsten feinen Stufe. Körnung ohne Haltung erzeugt trotzdem Hitze; perfekter Winkel rettet keine P40-Kratzer unter Klarlack.

Häufige Fragen

P40 oder P60 zum Entrosten?
P40 bei starkem Rost und schnellem Abtrag; P60 wenn Sie etwas kontrollierter anarbeiten und weniger tiefe Kratzer wollen. Beide brauchen danach feinere Stufen vor sichtbaren Flächen.
Welche Körnung für Schweißnaht?
Oft Start P40/P60 je nach Raupe, dann P80 zum Glätten. Sehr hohe Raupen zuerst ggf. schruppen – die Abgrenzung steht unter Fächerscheibe oder Schruppscheibe.
Wann P80 oder P120?
P80 für Feinabtrag und Nahtbild; P120 typisch vor Beschichtung oder wenn P80-Kratzer noch stören. Nicht als erste Scheibe am Blockrost.
Wofür P240 im Mix?
Sehr feine Nacharbeit. Wer nie so fein arbeitet, braucht die Stufe nicht zu erzwingen – und sollte sie nicht auf Grobjobs setzen.
Darf ich Stufen überspringen?
Nur mit Zeit- und Qualitätsverlust. Kurzfristig schneller, langfristig mehr Schleifen und Verbrauch. Sichtbare Kratzer sind das Warnsignal.
Wann Einzelkorn nachkaufen statt Mix?
Wenn dieselbe Körnung ständig leer wird oder Sie Stufen bewusst trennen. Mix bleibt stark für wechselnde DIY-Jobs.
Unterschied K40 und P40 im Listing?
In der Praxis dieselbe Grobheitsstufe; Schreibweise kommt vom Angebot. Vergleichen Sie die Zahl, nicht den Buchstaben.

Weiterführende Seiten

Quellenverzeichnis

Fachquellen aus dem Research-Digest; zuletzt abgerufen am 23.09.2026.

  1. NovoAbrasive – Fächerscheibe wählen (abgerufen am 23.09.2026)
  2. Markmann – konisch vs. flach (abgerufen am 23.09.2026)
  3. Augthun – Fiber vs. Fächer vs. Schrupp (abgerufen am 23.09.2026)
  4. Klingspor – Arbeitshöchstgeschwindigkeit (abgerufen am 23.09.2026)
  5. DIN Media – DIN EN 13743:2017 (abgerufen am 23.09.2026)
  6. Winkelschleifer-Berater – Metall schleifen (abgerufen am 23.09.2026)
  7. Schweißerforum – Lamellenscheibe (abgerufen am 23.09.2026)