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DIN 51502 K2K-30: Code, NLGI 2 und Tropfpunkt

Aktualisiert: September 2026

Auf der Kartusche steht K2K-30, im Shop NLGI 2, in einer Tabelle Tropfpunkt 180 °C — und Sie sollen in zwei Minuten wissen, ob das Fett in die Presse und an den Bolzen darf. DIN 51502 K2K-30 ist ein Fenster aus Verwendungsart, Konsistenz, oberer Gebrauchsklasse und unterer Temperatur, kein Qualitätssiegel und kein Freibrief für 180 °C Dauerbetrieb. Die Produktwerte bleiben im [Mehrzweckfett-Vergleich](/hub/werkzeugzubehoer/mehrzweckfett). Hier zerlegen wir den Code, bevor Tropfpunkt und Sterne denselben Platz im Warenkorb bekommen.

Auf der Kartusche steht K2K-30, im Shop NLGI 2, in einer Tabelle Tropfpunkt 180 °C — und Sie sollen in zwei Minuten wissen, ob das Fett in die Presse und an den Bolzen darf.

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Inhalt

K2K-30 in die Buchstaben zerlegen

FUCHS und die DIN-51502-Logik lesen das Kürzel von links. Das erste K (nach DIN 51825) markiert Schmierfett für Wälz-/Gleitlager und Gleitflächen — nicht Getriebeöl, nicht H1. Die Ziffer 2 ist die NLGI-Klasse (Walkpenetration typisch 265–295 0,1 mm). Das zweite K ist die obere Gebrauchsklasse inklusive Wasseranforderung, im Alltag oft an +120 °C gekoppelt. −30 ist die untere Grenze in Grad. KP2K-30 hängt das P für EP-Lastadditive dazwischen: dieselbe Konsistenz- und Temperaturklasse, andere Additive. Ohne dieses Kürzel kaufen Sie ein Marketingwort. NIGRIN-Tuben nennen DIN 51802 und 51825 Teil 2 plus NLGI 2, aber kein vollständiges K2K-30 in den Produktdaten. Liqui Moly 3552 hat NLGI 2 in Reviews, DIN im Attributblock k. A. Divinol 12×400 g schreibt DIN 51502 K2K-30 aus. TECPO und das Calcium-Top-2003-5×500-g tragen KP 2 K-30 nach DIN 51825. Wie Sie danach Gebinde und Verdicker wählen, steht in der Kaufberatung zu Mehrzweckfett. Beispiel: Zwei Kartons, beide Mehrzweck, NLGI 2. Nur einer trägt K2K-30, der andere nur Sterne. Der Code sagt Ihnen das Temperatur- und Wasserfenster der Normklasse; die Sterne sagen, ob die Hülse ankam. Für die Presse brauchen Sie beides, der Code zuerst.

NLGI 2 ist Konsistenz, nicht Last

DIN 51818 / NLGI beschreibt, wie weich das Fett nach dem Walken ist, nicht die Tragzahl. NLGI 2 ist der Default für Handpressen nach Pressol-Alltag: förderbar, bleibt am Nippel, tropft nicht wie ein Öl. NLGI 1 ist weicher (Kälte, Förderleitungen), NLGI 3 fester (manche lagerseitige Vorgaben, in der Handpresse oft zu steif). Walkpenetration DIN ISO 2137 erklärt die Zahl hinter der Klasse; ΔPW nach vielem Walken sagt etwas über Strukturstabilität, nicht über EP. Viele Handpressen enden bei NLGI 2. Wer NLGI 3 in dieselbe Presse zwingt, fördert Luft und glaubt, das Fett sei leer. TECPO listet NLGI 2 nach DIN 51818 plus Walk 265–295; Divinol 4×500 g nennt Penetration 280 nach 60 Doppelhüben — Blattwerte, keine eigenen Messungen. Last regelt P/EP und Konstruktion, nicht die NLGI-Ziffer. ISO 6743-9 kann ergänzen. SAE 10W am Fett ist Marktplatzmüll, kein DIN-51502-Code.

P, F und warum Komplex hier nicht auswalzt

P = EP, Last. F (und MoS2/Graphit in KF/KPF) = Feststoff, Grenzreibung, langsam, oft schwarz. Im Set ist LM 47 das MoS2-Beispiel: nützlich an Werkzeug und Gelenk, falsch als stilles Upgrade jeder K2K-Kartusche. Komplexseifen und andere Temperatur-Buchstaben (N, P in der oberen Klasse, etwa KP2P) verschieben das Fenster nach oben — das ist der Rand dieser Kategorie und der Stoff für Mehrzweckfett vs. Spezialfett, nicht für eine zweite Code-Tabelle. Calcium KP 2 K-30 (Top 2003 5×500 g) bleibt im K-Fenster −30 bis +120 °C, trotz Haftrezeptur und Tropfpunkt 140 °C. KP heißt hier EP plus Calcium, nicht Hochtemperatur. Wer P braucht (Stoß), kauft KP-Lithium oder prüft das Blatt; wer nur K braucht, zahlt EP nicht aus Prinzip. Wasserstufen DIN 51807 und EMCOR DIN 51802 (Rost) sind Zusatztests, keine Ersatzbuchstaben für K2K. EMCOR 0/0 ist die übliche Wunschzeile; TECPO listet 0/7 — das ist eine Auffälligkeit in den Produktdaten, kein stilles Upgrade.

Tropfpunkt ist kein Dauerlimit

DIN ISO 2176 (bzw. verwandte Tropfpunktverfahren im Blatt) misst, wann die Struktur im Labor so weit nachgibt, dass Fett abtropft. Lithium oft um 180 °C und mehr (TECPO Tropfpunkt >180 °C), Calcium Top 2003 140 °C. Die obere Gebrauchstemperatur im Kürzel und im Text (−30 bis +120 °C, TECPO bis +130 °C) liegt darunter. SKF trennt Gebrauch und Hochtemperaturgrenze; dauergeschmierte Lager stehen in manchen Blättern nur bis +80 °C, obwohl K 120 °C bei Nachschmierung erlaubt. Wenn Sie den Tropfpunkt als Ofentemperatur lesen, überhitzen Sie die Stelle mit einem Fett, das schon bei 120 °C nachgeschmiert werden müsste. Nachschmieren am Nippel ist ein anderes Regime als Lebensdauerfüllung. Stopp, wenn frisch austritt: Fettkartusche und Fettpresse. Fehlt das Kürzel, holen Sie das Blatt oder wählen eine Karte mit K2K oder KP2K. Sterne ersetzen DIN 51502 nicht.

Fazit: Code vor Sterne

K2K-30 zuerst von links lesen, dann NLGI als Härte, nicht als Last. P kaufen Sie für Stoß, nicht für Hitze. Tropfpunkt bleibt Laborstruktur, Gebrauch steht im Kürzel. Ohne Kürzel im Blatt ist die Unsicherheit der Preis — Sterne ersetzen DIN 51502 nicht.

Häufige Fragen

Was heißt K, 2, K und −30 nacheinander?
Verwendung Lager/Gleitfläche, NLGI 2, obere Klasse (Alltag oft 120 °C plus Wasseranforderung), untere Temperatur −30 °C. Zusammen K2K-30. Abweichende Buchstaben ändern das Fenster; raten Sie sie nicht aus der Farbe.
Unterschied K2K-30 und KP2K-30?
Das P markiert EP-Lastadditive. Konsistenz und Temperaturklasse können gleich bleiben. KP ist Stoß und höhere Last, nicht automatisch heißer. Divinol-12er K2K vs. TECPO KP im Display ist genau diese Schublade.
Ist NLGI die Lastklasse?
Nein. NLGI ist die Härte nach Penetration. Last ist Konstruktion plus Additive (P) plus Grundölviskosität. NLGI 2 in die Presse, NLGI 3 nur wenn Blatt und Presse das hergeben.
Darf ich Tropfpunkt 180 °C als Betriebstemperatur nutzen?
Nein. Tropfpunkt ist Strukturverlust im Test. Gebrauch steht im Kürzel und im Temperaturband des Blatts, oft 120 °C bei Nachschmierung, bei manchen dauergeschmierten Lagern niedriger.
NLGI 2 oder 3 für die Handpresse?
Default 2. 3 kann die Förderung stoppen. Kälte macht selbst NLGI 2 zäher; Kartusche klimatisiert nach, statt den Hebel zu überlasten.
Reicht ISO-L-X auf dem Blatt statt DIN 51502?
ISO 6743-9 kann ergänzen, ersetzt aber das gewohnte K2K-Kürzel im DACH-Alltag nicht. Ein Symbol steht für die härteste Bedingung, nicht für besser als DIN. SAE-Ölklassen am Fett ignorieren.
Fehlt das Kürzel auf Amazon — trotzdem kaufen?
Nur wenn Sie das Datenblatt unabhängig haben. Sonst ist die Unsicherheit der Preis. Wählen Sie eine ASIN mit K2K-30 oder KP2K-30 in den Produktdaten, nicht die höchste Sternzahl ohne Code.

Weiterführende Seiten

Quellenverzeichnis

Fachquellen aus dem Research-Digest; zuletzt abgerufen am 23.09.2026.

  1. FUCHS DIN 51502 – Klassifikation von Schmierfetten (abgerufen am 23.09.2026)
  2. AVIA AVIALITH 2 – K2K-30 Lithium Datenblatt (abgerufen am 23.09.2026)
  3. ADDINOL L 2 – DIN 51502 K2K-30 (abgerufen am 23.09.2026)
  4. SKF Fettauswahl – NLGI, Temperatur, Tropfpunkt (abgerufen am 23.09.2026)
  5. SKF Fettkompatibilität (abgerufen am 23.09.2026)
  6. Pressol Fettpresse – DIN 1284, NLGI 2, Sicherheit (abgerufen am 23.09.2026)
  7. Pressol-Kartusche Schachermayer – Maße, K2K-30, VKA (abgerufen am 23.09.2026)
  8. ADDINOL Mehrzweckfett L 2 – Sicherheitsdatenblatt (abgerufen am 23.09.2026)