Unabhängiger Vergleich, ggf. Vergütung durch Shop-Links. Mehr Infos

Seitenkantenwinkel Ski: 88 Grad, 87 Grad und der Knopf

Aktualisiert: Oktober 2026

Am Halter steht 88 oder 87, im Heft steht 2° Bevel, und der Service spricht vom Aufkanten. Drei Wörter, ein Knopf — und unklar, was der Seitenkantenwinkel am Ski tatsächlich ändert. Wer den Wert rät, zieht oft eine Stufe spitzer nach, obwohl die Kante schon stimmt. Unser [Kantenschleifer-Vergleich](/hub/wintersport/kantenschleifer) zeigt Geräte mit unterschiedlichen Stufen; hier geht es um die Sprache der Winkel und darum, die Unterkante in Ruhe zu lassen. Zuerst messen Sie, was schon auf dem Stahl liegt.

Am Halter steht 88 oder 87, im Heft steht 2° Bevel, und der Service spricht vom Aufkanten. Drei Wörter, ein Knopf — und unklar, was der Seitenkantenwinkel am Ski tatsächlich ändert.

Unsere Top-Empfehlungen

Inhalt

Drei Winkel, ein Wort

Kantenwinkel meint im Alltag drei verschiedene Dinge. Der Aufkantwinkel entsteht beim Fahren, wenn Sie den Ski auf die Kante stellen; ihn stellt kein Schleifer ein. Der Seitenwinkel sitzt an der seitlichen Stahlfläche und ist der Wert, den die meisten Kantenschleifer am Knopf oder an der Fläche tragen. Der Belagswinkel, oft Base Bevel genannt, hängt die Unterkante vom Schnee ab und braucht eine eigene, sehr flache Lehre. Wer die Ebenen mischt, glaubt, ein Klick am Halter mache den Ski sportlicher, obwohl nur die Seitenfläche ein Grad steiler wird. Der Knopf dreht die Seite oder — bei einem anderen Werkzeug — die Base, nie den Fahrstil. Die Seite ziehen Sie öfter nach, weil sie stumpf wird und Rost ansetzt. Die Base fassen Sie selten an. Wie der Zug selbst läuft, steht unter Ski-Kanten schleifen.

88 Grad sind 2 Grad Bevel

Rechtwinklig zur Belagsebene wäre 90 Grad. Jedes Grad darunter ist ein Grad Side Bevel: 89 entspricht 1 Grad, 88 entspricht 2 Grad, 87 entspricht 3 Grad, 86 entspricht 4 Grad. Werkzeuge beschriften mal den eingeschlossenen Winkel (88), mal den Bevel (2°). Beide meinen dieselbe Seitenfläche, wenn die Referenz die 90-Grad-Kante ist. Drehen Sie eine Stufe weiter, ohne die Beschriftung zu lesen, ändern Sie den Stahl um ein volles Grad. Messen Sie den Ist-Winkel mit Farbe, bevor Sie dem Aufdruck glauben. Tragen Sie Farbe auf die Seitenfläche auf, stellen Sie die Führung auf die vermutete Stufe und ziehen Sie leicht. Wo die Farbe zuerst weg ist, sitzt der vorhandene Winkel. Weicht das vom Servicezettel ab, gewinnt die Kante. Ein Halter, der nur 86 und 87 kann, schneidet an einem 88-Grad-Ski zuerst nur an einer Kante der Stahlfläche. Die Zahl auf dem Knopf ist die Stufe, in der die Feile plan auf dem vorhandenen Stahl liegen soll.

Was die Quellen als Startwert nennen

Die Manuals sind sich im Muster einig und widersprechen sich im Zehntel. TOKO nennt 88 Grad als Allround und 87 Grad für Slalom und Riesenslalom. Andere Servicehäuser legen ab Werk oft 88 Grad Seite und etwa 1 Grad Belag, schärfer 87 Grad für harte Piste. 89 Grad wird eher weichem, nassem Schnee zugeordnet, 88 und kleiner hartem, sportlichem Fahrverhalten. Freizeit liegt in mehreren Quellen bei 88, Renn eher bei 87 bis 85. Als Allround-Beispiel tauchen 88 Grad Seite und etwa 0,7 bis 1,0 Grad Base auf. Für die meisten Pistenskifahrer liegt der dokumentierte Start bei 89 bis 88 Grad Seite, nicht bei 85 bis 86. Spitzer nur, wenn Können und harter Schnee zusammenkommen — und mit mehr Risiko, an Schaufel und Ende zu verschneiden. Ein Grad ist oft kleiner als der Effekt von Grat, ungleichmäßigem Zug oder hohlem Belag. Ein sauberer Ist-Winkel bringt mehr als ein theoretisch spitzerer. Snowboard-Defaults liegen oft näher an 89 oder 90 Grad; das erklärt Snowboard-Kanten schleifen.

Die Unterkante anlassen

Mehr Abtrag an der Base vergrößert den Belagswinkel, verkleinert ihn aber nicht. Wer die Unterkante ein bisschen mitnimmt, hängt den Ski weiter vom Schnee ab. Zurück kommt das nur über einen Planschliff, und jeder Planschliff kostet Belagsdicke. Deshalb bleibt die Unterkante bei der Hauspflege in Ruhe, solange sie nicht ausdrücklich und mit eigener Lehre bearbeitet werden soll. Die Seitenführung kann die sehr kleinen Base-Winkel nicht kontrolliert herstellen. Sie können einen zu großen Base-Winkel nicht selbst verkleinern; Sie können ihn nur weiter vergrößern. Die Seite nachziehen ändert den Grip, ohne diese Einbahnstraße zu öffnen. Deshalb gehört die Base nicht in denselben Arbeitsgang wie der Seitenzug. Werkswinkel und Zettel im Serviceheft sind Startwerte. Weicht die Farbe auf der Kante ab, folgen Sie der Kante. Der Halter muss diese Stufe halten können; sonst ist der nächste Zug bereits eine Winkeländerung, kein Nachziehen.

Häufige Fragen

Ist 88 Grad dasselbe wie 2 Grad?
Ja, wenn 90 Grad die rechtwinklige Referenz ist. 88 Grad eingeschlossener Winkel entsprechen 2 Grad Side Bevel, 87 Grad entsprechen 3 Grad. Lesen Sie am Werkzeug, ob die Fläche oder der Bevel steht, bevor Sie eine Stufe weiterdrehen.
Sollte ich von 88 Grad auf 87 Grad gehen?
Nur wenn hartes Eis und Ihr Fahrkönnen eine Stufe spitzer verlangen. Für die meisten Pistenskifahrer bleibt 89 bis 88 der dokumentierte Start. Ein Grad ist oft kleiner als Grat oder ungleichmäßiger Zug. Messen Sie zuerst, dann entscheiden Sie.
Was ist 89 Grad wert?
89 Grad, also 1 Grad Bevel, wird in Servicequellen eher weichem, nassem Schnee zugeordnet. Die Kante greift weniger aggressiv und verschneidet an den Enden seltener. Auf Eis kann sie früher rutschen als 88. Es bleibt ein Allround-naher Wert, den Sie gegen die Farbe auf Ihrer Kante prüfen.
Was macht der Belagswinkel anders als die Seite?
Die Seite bestimmt, wie spitz der seitliche Stahl steht. Der Belagswinkel hängt die Unterkante ab und beeinflusst, wie früh der Ski aufkantt und wie leicht er dreht. Die Seite pflegen Sie häufiger. Die Base bleibt ein seltener, kaum umkehrbarer Eingriff.
Kann ich einen zu großen Belagswinkel selbst verkleinern?
Nein. Zusätzlicher Abtrag vergrößert den Winkel nur. Zurück geht das über einen Planschliff in der Werkstatt. Deshalb die Unterkante nicht neben dem Seitenzug mitbearbeiten.
Gilt der Werkswinkel oder der Zettel im Serviceheft?
Beide sind Hinweise. Die Farbe auf der aktuellen Kante entscheidet. Weicht der Ist-Winkel ab, stellen Sie die Führung darauf. Ein Halter ohne diese Stufe zieht nicht nach, sondern ändert.
Merkt man ein Grad überhaupt?
Oft weniger als Grat, hohler Belag oder ungleichmäßiger Zug. Sehr spitze Winkel fallen manchen Fahrern auf; ein Blindvergleich mit wenigen Personen ist keine Messung. Sauber auf dem vorhandenen Grad ist der zuverlässigere erste Schritt.

Weiterführende Seiten

Quellenverzeichnis

Fachquellen zur Kantenpflege; zuletzt abgerufen am 13.10.2026.

  1. TOKO Wachs- und Tuning-Manual (abgerufen am 13.10.2026)
  2. TOKO Edge-Tuning-Kurzfassung (abgerufen am 13.10.2026)
  3. XSPO: Kantenwinkel (abgerufen am 13.10.2026)
  4. Skiservice-Center: Kantenwinkel (abgerufen am 13.10.2026)
  5. Tyrolit Life: Skikanten schleifen (abgerufen am 13.10.2026)
  6. Skiloko: Kantenschleifen (abgerufen am 13.10.2026)
  7. Holmenkol Profi Edger 24497 (abgerufen am 13.10.2026)
  8. Burton: Snowboard-Kanten schärfen (abgerufen am 13.10.2026)