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Falttür einbauen: messen, kürzen, einhängen

Aktualisiert: Oktober 2026

Sie haben den Karton schon im Flur, eine feinzahnige Säge und eine Öffnung, die kleiner ist als die gelieferte Höhe. Falttür einbauen heißt in dieser Reihenfolge: kleinstes Maß festhalten, Schiene und Lamellen kürzen, Clips fluchtend setzen, erst dann den Lauf feinjustieren. Wer die Clips vorher einfädelt, justiert zweimal. Weiche Stofflösungen mit Klebeschiene oder Teleskopstange sind ein anderer Ablauf und hier nur der Verweis, nicht die Anleitung. Maßzweifel gehören in die Kaufberatung. Die Modellkarten stehen im [Falttür-Vergleich](/hub/wohnzimmer/falttuer).

Sie haben den Karton schon im Flur, eine feinzahnige Säge und eine Öffnung, die kleiner ist als die gelieferte Höhe.

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Inhalt

Vorbereitung und Maße

Sie brauchen Zollstock, Bleistift, feinzahnige Säge, etwas zum Entgraten, Schrauber, Dübel passend zum Untergrund und die Anleitung der Serie. Eine Kreissäge schmilzt die Kante von PVC-Lamellen. Dokumentieren Sie das kleinste lichte Maß für Breite und Höhe, jeweils aus drei Messungen. Klären Sie den Bodenaufbau, bevor Sie sägen. Ein Belag, der erst nächste Woche kommt, verändert die Höhe um mehr, als eine nachträgliche Justierung auffängt. Handelsanleitungen nennen eine Bodenfreiheit von etwa 5 mm. Ihre Serie kann davon abweichen, deshalb gilt die Zahl aus dem Beileger. Die Schiene ist das lasttragende Teil. Sie wird an einem Untergrund befestigt, der das Gewicht der Tür hält. Sie kürzen auf die Öffnung minus die Bodenfreiheit Ihrer Anleitung. Fehlt die Zarge, prüfen Sie, ob der Untergrund Dübel trägt. Eine hohle Vorsatzschale ist kein Clip-Grund.

Kürzen von Höhe und Schiene

Sie kürzen Lamellen und Schiene auf das festgehaltene Maß, mit feinzahnigem Blatt, langsam, ohne die Kante zu überhitzen. Danach entgraten Sie, sonst haken die Gleiter an der Schnittkante. Die Anleitung sagt, welches Ende gekürzt werden darf. Ein Schnitt an der falschen Seite entfernt Anschlag, Bohrung oder das Stück, in dem der Stopper sitzt. Eine pauschale Clip-Millimeter-Angabe für alle Marken gibt es nicht. Abstände, Anzahl und ob oben dichter gesetzt wird, stehen in der jeweiligen Anleitung. Der Grundsatz lautet: Clips fluchten, und die Last sitzt oben in der Schiene. Die Breite reduzieren Sie nur, wenn der Hersteller das Entfernen einer Lamelle beschreibt. Eine herausgetrennte Lamelle ändert Faltung und Anschlag. Stoffbahnen folgen der Beilage des Vorhang-Sets. Deren Schiene ist häufig geklebt oder eine Klemmstange. Eine stehen gelassene Gratkante lässt den Gleiter hängen.

Clips, Einfädeln, Stopper

Die Clips oder Halter der Schiene setzen Sie entlang einer angezeichneten Flucht. Sie prüfen mit der Wasserwaage oder einer gespannten Schnur, ob die Schiene später gerade liegt. Oben gehört die dichtere oder die in der Anleitung genannte Lastverteilung hin, weil dort das Gewicht hängt. Dübel wählen Sie nach dem Untergrund: Hohlraum, Vollmauer und Holzzarge vertragen nicht denselben Dübel. Gleiter leicht schmieren, dann einfädeln, in der Reihenfolge der Anleitung. Lamellen oder Flügel erst einhängen, wenn die Schiene sitzt und die Gleiter laufen. Stopper und Griffe kommen zum Schluss. Ein Stopper an der falschen Stelle lässt das Paket in den Durchgang ragen. Justieren am Stopper allein hebt eine krumme Schiene nicht auf.

Laufruhe und Nacharbeit

Quietschen kommt oft von trockenen Gleitern, einer Gratkante oder einer Schiene, die minimal windschief sitzt. Sie schmieren die vom Hersteller genannten Punkte, entgraten nach und prüfen die Flucht noch einmal. Ein dauerhaftes Schleifen am Boden heißt, dass die Bodenfreiheit fehlt oder der Belag höher ist als beim Messen. Nachsägen ist dann ehrlicher als Druck auf die Schiene. Ein Schleifen nur auf einer Seite heißt meist, dass eine Lamelle länger geblieben ist als ihre Nachbarin. Montage ohne Zarge ist möglich, wenn der Untergrund die Clips trägt und die Schiene auf ganzer Länge anliegt. Einen Profi holen Sie bei Brand- oder Rauchschutz, schwerer Glasfaltanlage, kritischer Deckenlast oder nachweispflichtiger Barrierefreiheit. Sie führen die Tür am Griff. Welche Modelle sich für welchen Raum lohnen, steht bei der besten Falttür nach Einsatz.

Häufige Fragen

Welche Werkzeuge brauche ich?
Zollstock, Bleistift, feinzahnige Säge, etwas zum Entgraten, Schrauber und Dübel passend zum Untergrund. Eine Kreissäge taugt für PVC-Lamellen nicht, sie schmilzt die Kante. Die Wasserwaage oder eine Schnur hält die Schiene in der Flucht. Handschuhe sind sinnvoll, solange die Gelenke noch offen auf dem Boden liegen. Was die Serie sonst nennt, steht im Beileger und geht vor.
Wie viel Bodenfreiheit soll bleiben?
Handelsanleitungen nennen etwa 5 mm. Ihre Serie kann mehr oder weniger verlangen, deshalb gilt die Zahl aus der eigenen Anleitung, sobald sie abweicht. Der künftige Bodenbelag gehört in das Maß, bevor Sie sägen. Ein Spalt von null lässt die Tür auf Teppich oder Laminat schleifen. Zu viel Spalt ist ein Licht- und Zugschlitz am Boden.
Wie kürze ich Schiene und Lamellen?
Feinzahnig sägen, langsam, danach entgraten. Sie kürzen das Ende, das die Anleitung freigibt, sonst fehlen Anschlag oder Stopperaufnahme. Clip-Abstände übernehmen Sie aus der Anleitung, eine universelle Millimeterzahl für alle Marken gibt es nicht. Die Breite ändern Sie durch Entfernen einer Lamelle nur, wenn der Hersteller das beschreibt.
In welcher Reihenfolge kommen Clips und Einfädeln?
Erst Clips fluchtend setzen und die Schiene festziehen, dann Gleiter schmieren und einfädeln, dann Lamellen einhängen, zum Schluss Stopper und Griffe. Wer die Tür einhängt, bevor die Schiene fluchtet, justiert zweimal. Oben sitzt die Last. Ein Stopper an der falschen Stelle lässt das Paket im Durchgang stehen.
Die Tür quietscht nach dem Einbau. Was tun?
Trockene Gleiter schmieren, Gratkanten nacharbeiten, die Flucht der Schiene prüfen. Ein einseitiges Schleifen am Boden spricht für eine längere Lamelle oder eine windschiefe Schiene. Nachsägen ist fällig, wenn der Belag höher ist als beim ersten Maß. Bleibt die Tür schwerläufig, obwohl Gleiter und Flucht stimmen, trägt ein Clip nicht oder der Untergrund gibt nach.
Geht die Montage ohne Zarge?
Ja, wenn der Untergrund Dübel und Schienengewicht trägt und die Schiene auf ganzer Länge anliegt. Hohlraum, Vollmauer und Holz brauchen unterschiedliche Dübel. Eine Leichtbauwand, die nur die Beplankung anbietet, ist ein schwacher Grund für eine lasttragende Schiene. Im Zweifel klären Sie den Wandaufbau, bevor das erste Loch sitzt.
Wann hole ich einen Profi?
Bei Brand- und Rauchschutz, schweren Glasfaltsystemen, kritischen Deckenlasten und nachweispflichtiger Barrierefreiheit. Auch dann, wenn der Untergrund unklar ist und die Schiene das Gewicht nicht erkennbar tragen kann. Eine einfache PVC-Tür in einer gemauerten Zarge bleibt Heimwerkerarbeit, solange Maß, Säge und Anleitung zusammenpassen. Quetschgefahr an den Gelenken bleibt auch dann.

Weiterführende Seiten

Quellenverzeichnis

Fachquellen aus dem Research-Digest; zuletzt abgerufen am 03.10.2026.

  1. Letwork Falttür (abgerufen am 03.10.2026)
  2. HORNBACH Falttür einbauen (abgerufen am 03.10.2026)
  3. Sanier Falttür einbauen (abgerufen am 03.10.2026)
  4. Sanier Vergleich Türsysteme (abgerufen am 03.10.2026)
  5. DIN EN 14351-2 (abgerufen am 03.10.2026)
  6. TSD Fachinformation normative Vorgaben für Innentüren (abgerufen am 03.10.2026)
  7. Falttürenprofi FAQ (abgerufen am 03.10.2026)
  8. OBI Sortiment Falttüren (abgerufen am 03.10.2026)