Unabhängiger Vergleich, ggf. Vergütung durch Shop-Links. Mehr Infos

Garnbanderole lesen: Meter, Partie und Nadel vorm Pullover

SpezialOktober 20267 Min. Lesezeit
Garnbanderole an einem Knäuel mit Lauflänge, Nadelstärke und Partienummer

Garnbanderole lesen: Lauflänge auf 100 g, Partie und Nadelstärke. So prüfen Sie Meter, Farbe und Pflegezeichen, bevor das erste Knäuel auf die Nadel kommt.

Testsieger Wollidu Mila 4 × 50 g
Testsieger Wollidu Mila 4 × 50 g
Zum Vergleich →

Drei Knäuel für den ersten Pullover liegen auf dem Tisch, die Farbe stimmt, und der Papierstreifen ist noch nicht gelesen. Garnbanderole lesen heißt hier, drei Zeilen vor dem Anschlag ernst zu nehmen: die Lauflänge, die Nadel als Richtwert und die Partie. Wer nur Farbname und Grammzahl mitnimmt, merkt den Fehler oft erst mitten auf der Vorderseite.

Auf dem Streifen stehen Marke, Garnname, Prozentzeile, Gewicht, Meter, Nadelspanne, Maschenprobe auf 10 cm, Pflegezeichen, Farbnummer und Partie. Manche Banderolen nennen ein Siegel, eine US-Größe oder Yards statt Meter. Faser und Pflege gehören an dieses Knäuel; Nadel und Probe sind der Startwert des Herstellers. Zwei Minuten mit dem Zettel verhindern den häufigsten Fehlkauf: gleiche Farbe, anderes Farbbad, und eine Lauflänge, die sich über die Grammzahl nicht vergleichen lässt.

Kurz gesagt

Die wichtigste Zahl zum Vergleichen ist die Lauflänge je 100 g, nicht das Gewicht der Packung. Farbnummer und Partie halten Sie zusammen, weil dieselbe Farbe aus einem anderen Farbbad auf einer glatten Fläche streifen kann. Nadelstärke und Maschenprobe auf der Banderole sind Richtwerte für Ihre Probe. Die Pflegezeichen gelten für dieses Garn und wandern nicht von einem Polyacryl-Knäuel auf Schurwolle.

Garnbanderole lesen: die Zeilen in einer festen Reihenfolge

Lesen Sie den Streifen in einer festen Reihenfolge. Die Farbe kommt zuletzt. Vorher entscheiden Faser, Meter, Partie, Nadel und Pflege, ob dieses Garn zu der Anleitung gehört, die Sie aufgeschlagen haben.

  1. Lesen Sie die Prozentzeile und schreiben Sie jede Faser mit ihrer Zahl ab, absteigend, so wie sie dasteht.
  2. Rechnen Sie die Lauflänge auf 100 g um, bevor Sie dieses Knäuel mit einer anderen Packung vergleichen.
  3. Notieren Sie Farbnummer und Partie, und heben Sie mindestens eine Banderole auf, bis das Stück fertig ist.
  4. Nehmen Sie Nadelspanne und Maschenprobe als Start für eine Probe von 10 mal 10 cm, und gleichen Sie das Ergebnis mit der Anleitung ab.
  5. Lesen Sie die Pflegezeichen, bevor das fertige Teil in ein Programm kommt, das ein anderes Garn vertragen hat.

Die Prozentzeile schlägt den Garnnamen. „Acryl“, „Wolle“ oder „Baumwolle“ im Titel ist der Handelsname. Die Verordnung (EU) Nr. 1007/2011 verlangt am Textilerzeugnis die Faserbezeichnung aus dem Anhang, in Gewichtsprozent und absteigend. Polyacryl meint dort eine Faser mit mindestens 85 Prozent Acrylnitril in der Kette. „Schurwolle“ ist enger als „Wolle“ und war noch nicht in einem fertigen Erzeugnis verarbeitet.

Ein Mischgarn trägt beide Grenzen, die engere Pflege gilt. 80 Prozent Polyacryl und 20 Prozent Wolle können im Schonwaschgang eines reinen Polyacryls verfilzen. Ein Viertel Polyamid schützt bei Sockenwolle die Sohle und macht daraus keine Pulloverwolle. Baumwollgarn liegt bei Feuchte und Wäsche dazwischen, sobald die Prozentzeile Baumwolle nennt. In einem Set kann jede Farbe eine eigene Partie tragen – der oberste Zettel gilt nicht für die übrigen.

Lauflänge: aus 133 m je 50 g werden 266 m je 100 g

Zwei Packungen mit 50 g können verschieden feine Garne sein. Die Lauflänge sagt, wie viele Meter in diesem Gewicht stecken, und damit grob die Dicke. Die Drehung des Zwirns steht dort nicht. „4-fach“ oder „3-fädig“ ist eine eigene Zeile neben den Metern. Stehen 133 m auf 50 g, sind das auf 100 g genau 266 m. Ein Knäuel mit 100 g und 266 m gehört in dieselbe Feinheitsklasse. Vier Knäuel à 50 g und 133 m sind 200 g und 532 m – für einen Erwachsenenpullover in dieser mittelfeinen Klasse reicht das in den meisten Größen nicht.

Im Acrylwolle-Vergleich steht das Beispiel an Wollidu Mila: 100 Prozent Polyacryl, 133 m je 50 g, Nadel 3,5–4,5 mm, Maschenprobe 20 Maschen mal 27 Reihen auf 10 cm, Schonwaschgang bei 30 °C, nicht bleichen, flach trocknen. OEKO-TEX ist genannt, eine Produktklasse nicht. Sockenwolle mit rund 380 bis 425 m je 100 g und Nadeln um 2 bis 3 mm ist feiner, oft vierfach mit etwa einem Viertel Polyamid. Deutlich unter 200 m je 100 g bei Nadeln ab 5 mm ist dicker.

Ein Yard entspricht 0,9144 m. 145 Yards mal 0,9144 ergeben 132,6 m, gerundet 133 m. 1,76 oz sind rund 50 g. Vergleichen Sie die beiden Zeilen erst nach dieser Umrechnung. Die Reserve planen Sie in derselben Partie: zehn bis fünfzehn Prozent über der Anleitung, bei acht Knäueln eines extra. Mehr Knäuel einer anderen Partie füllen die Meter und lösen den Farbunterschied nicht. Fehlt die Lauflänge, hilft auch die untere Preisklasse nicht, weil der Vergleich über die Meter ausfällt.

Partienummer, Farbnummer und Pflegezeichen

Die Farbnummer nennt die Farbe in der Serie. Die Partienummer, auch Lot oder Farbbad, nennt die Charge. Dieselbe Farbnummer aus einem anderen Bad kann im Tageslicht einen Tick heller oder dunkler sein. Auf Glattrechts wird daraus eine Kante genau an der Wechselstelle. Heben Sie eine Banderole auf oder machen Sie ein scharfes Foto davon, bis das Stück fertig ist und die erste Wäsche hinter Ihnen liegt. Beim Nachkauf nennen Sie Farbe und Partie – nur den Farbnamen zu wiederholen, trifft die Serie und verfehlt das Bad.

Zwei Partien mischen Sie nur, wenn Sie die Knäuel im Tageslicht nebeneinander gehalten haben. Ein kleiner Unterschied lässt sich über zwei Reihen abwechselnd verziehen, ein großer bleibt als Sprenkel. Bündchen und Kragen verstecken einen Wechsel besser als die Brust. Fünf Symbole stehen meist nebeneinander: Bottich, Dreieck, Quadrat, Eisen und Kreis. Durchgestrichen heißt verboten. Die Zahl im Bottich ist die Obergrenze dieses Garns.

Ein Schonwaschgang bei 30 °C auf Polyacryl gilt für dieses Polyacryl. Wolle trägt ihr eigenes Zeichen. Superwash kann einen Maschinenbottich zeigen, den unbehandelte Schurwolle nicht hat. Bei einer Mischung gilt der empfindlichere Anteil, auch bei nur 20 Prozent. OEKO-TEX Standard 100 ist freiwillig; Klasse I gilt für Babyartikel. Steht nur das Wort ohne Standard und ohne Klasse, ist die Klasse offen. Das Siegel ersetzt weder Prozentzeile noch Bio-Nachweis.

Nadelstärke und Maschenprobe auf der Banderole

Die Nadelspanne ist die Nadel zur abgedruckten Probe. 3,5–4,5 mm neben 20 Maschen und 27 Reihen auf 10 cm beschreiben diesen Korridor. Die Anleitung nennt eine eigene Maschenzahl. Treffen Sie diese Zahl, gilt Ihre Nadel, auch eine halbe Nummer neben der Banderole. Liegt die Anleitung bei 22 Maschen und der Zettel bei 20, ändern Sie die Nadel, bis 22 dastehen. Wie Sie die Probe messen, steht im Artikel zur Maschenprobe.

20 Maschen auf 10 cm sind zwei Maschen je Zentimeter. 22 Maschen auf 10 cm machen das Teil bei gleicher Maschenzahl der Anleitung knapp ein Zehntel schmaler. Dann gehen Sie eine halbe Stärke nach oben, etwa von 4,0 auf 4,5 mm, und messen wieder 10 mal 10 cm. Zu wenige Maschen führen eine halbe Nummer nach unten. Zwei Millimeter auf einmal werfen die Probe so weit, dass sie wenig mit dem Garn auf dem Zettel zu tun hat.

US 8 entspricht 5,0 mm, eine britische 8 liegt bei 4,0 mm. US 6 sind 4,0 mm, US 7 sind 4,5 mm, US 4 sind 3,5 mm. Eine nackte Zahl ohne „mm“ oder „US“ rechnen Sie nicht um. Die Stricknadeln im Vergleich ordnen die Millimeter, nachdem die Banderole den Korridor genannt hat. Reihen auf der Banderole entscheiden über Ärmel- und Rumpflänge – zählen Sie sie in der Mitte der Probe. Eine Häkelnadel von 2 mm neben der Stricknadel 3,5–4,5 mm ist ein zweites Werkzeug und gehört nicht in die Strickanleitung.

Wenn die Garnbanderole fehlt

Knäuel aus dem Vakuumbeutel kommen ohne Streifen, und das Listing ersetzt ihn nur halb. Titel, Bullet und Materialfeld widersprechen sich in diesen Vergleichen immer wieder: Acryl gegen Baumwolle, eine Nadel von mehreren Millimetern neben einem vierfachen Sockenknäuel, Meter je 100 g neben einem Artikelgewicht für drei Knäuel. Ohne Banderole gewinnen Sie die freundlichere Zeile nicht. Ein Flächenstück stricken Sie darauf nicht.

Die Faserbezeichnung gehört an das Textilerzeugnis. Fehlt jede Zusammensetzung, fehlen Wäsche und Nachkauf. Für Pullover und Decke verlangen Sie beim Händler den Streifen oder ein lesbares Foto mit Faser, Metern, Nadel, Pflege, Farbnummer und Partie. Kommt nichts Lesbares, geben Sie die Lieferung zurück. Ein kleines Teil, das Sie nicht waschen und nicht fortsetzen, können Sie als Probe anfassen – Faser und Gradzahl bleiben dabei offen.

Die 50 g sind eine Nennangabe. Schurwolle bindet aus der Raumluft oft mehr als ein Zehntel ihres Gewichts als Feuchte, Polyacryl etwa ein bis zwei Prozent, Baumwolle dazwischen. 48 oder 52 g auf der Küchenwaage sind damit noch kein falsches Gebinde. Die Banderole wiegt mit, solange sie am Knäuel bleibt. Wiegen Sie ohne Papier, nachdem zwei Knäuel dieselbe Stunde im selben Raum lagen. Ohne Streifen sagt die Waage nicht, ob Sie 133 m oder eine andere Klasse in der Hand haben.

Häufige Fragen

Welche Zahl auf der Banderole ist die wichtigste?
Zum Vergleichen zweier Garne ist die Lauflänge je 100 g die Zahl, die die Feinheitsklasse trägt. 133 m auf 50 g sind 266 m auf 100 g. Die Grammzahl allein sagt nur, wie schwer die Packung ist. Für den Nachkauf eines einfarbigen Stücks ist danach die Partie die Zahl, an der ein zweites Farbbad hängt. Die Nadel bleibt ein Richtwert für die Maschenprobe. Welche Zeile Sie zuerst brauchen, hängt daran, ob Sie zwei Knäuel vergleichen oder ein angefangenes Stück in derselben Charge fortsetzen.
Ist die Nadelstärke auf der Banderole verbindlich?
Die Spanne, etwa 3,5–4,5 mm, ist die Nadel zur abgedruckten Maschenprobe. Ihre Anleitung hat eine eigene Maschenzahl auf 10 cm. Sie ändern die Nadel in halben Millimetern, bis Ihre Probe diese Zahl trifft. 22 Maschen statt 20 auf 10 cm machen das Teil bei gleicher Maschenzahl knapp ein Zehntel schmaler. Eine US-Größe rechnen Sie in Millimeter um. US 8 sind 5,0 mm, eine britische 8 liegt bei 4,0 mm. Eine nackte Zahl ohne Einheit lassen Sie stehen und suchen die Millimeterzeile.
Was ist der Unterschied zwischen Farbnummer und Partie?
Die Farbnummer bezeichnet die Farbe in der Serie. Die Partie, auch Lot oder Farbbad genannt, bezeichnet die Charge, in der dieses Knäuel gefärbt wurde. Dieselbe Farbnummer aus einer anderen Partie kann im Tageslicht abweichen. Auf Glattrechts wird daraus oft eine Kante an der Stelle, an der Sie das Knäuel gewechselt haben. Für ein einfarbiges Flächenstück kaufen Sie eine Partie. Beim Nachkaufen nennen Sie beide Nummern. Ein Foto der Banderole hält sie fest, wenn Sie den Papierstreifen nicht aufheben.
Warum wiegt das Knäuel zu Hause anders?
Die Grammzahl ist eine Nennangabe. Schurwolle nimmt aus der Raumluft oft mehr als ein Zehntel ihres Gewichts als Feuchte auf, Polyacryl nur etwa ein bis zwei Prozent. Eine Küchenwaage springt oft in ganzen Gramm, und die Banderole wiegt mit, solange sie am Knäuel bleibt. 48 oder 52 g bei einem 50-g-Knäuel sind deshalb noch kein Beleg für ein zu kleines Gebinde. Wiegen Sie ohne Papier, nachdem zwei Knäuel dieselbe Zeit im selben Raum lagen. Ohne Lauflänge sagt das Gewicht nicht, wie viele Meter im Faden stecken.
Was tun, wenn die Banderole fehlt?
Verlangen Sie beim Händler die Banderole oder ein Foto, auf dem Faser, Meter, Nadel, Pflege, Farbnummer und Partie lesbar sind. Die Faserbezeichnung gehört an das Textilerzeugnis. Für Pullover und Decke ist ein Knäuel ohne diese Zeilen ein Grund zur Rückgabe, weil Listingtexte sich widersprechen können. Ein kleines Teil, das Sie nicht waschen und nicht nachkaufen, können Sie als Probe anfassen. Die Faser und die Waschgrenze kennen Sie danach immer noch nicht. Die Waage ersetzt den fehlenden Streifen nicht.
Darf ich Yards in Meter umrechnen und vergleichen?
Ja. Multiplizieren Sie die Yards mit 0,9144. 145 Yards ergeben 132,6 m, gerundet 133 m. 1,76 oz entsprechen rund 50 g. Eine Zeile in Yards und eine Zeile in Metern dürfen Sie vergleichen, sobald beide auf 100 g gerechnet sind. 145 neben 133 ohne Umrechnung lässt das Knäuel in Yards länger wirken, obwohl es dieselbe Lauflänge ist. Rechnen Sie auch die Unze um, bevor Sie ein 50-g-Knäuel mit einer Packung in oz gleichsetzen. Die Zwirnung steht in dieser Rechnung nicht drin.
Steht OEKO-TEX immer auf der Banderole?
Nein. Das Siegel ist freiwillig. Viele Streifen nennen keins, und das Garn ist damit nicht automatisch ungeeignet. Steht OEKO-TEX ohne den Zusatz Standard 100 und ohne Klasse, bleibt die Produktklasse offen. Klasse I gilt für Babyartikel. Ein Wort im Shoptext ersetzt diese Klasse nicht. Das Siegel ist kein Bio-Nachweis und keine Prozentzeile. Für Wäsche und Vergleich bleiben Faser, Lauflänge und Pflegezeichen die Zeilen, die Sie auf dem Streifen brauchen, bevor Sie das Knäuel mit einem anderen gleichsetzen.
Wie viele Knäuel extra sollte ich kaufen?
Rechnen Sie zehn bis fünfzehn Prozent über die Anleitung, in derselben Partie. Bei acht Knäueln ist das eines extra, bei lockerer Probe oder einer größeren Weite eher zwei. Kaufen Sie die Reserve mit dem ersten Einkauf, solange das Farbbad noch da ist. Mehr Knäuel einer anderen Partie decken die Meter und können auf der Fläche streifen. Vier Knäuel à 50 g mit 133 m sind 200 g und 532 m. Für viele Erwachsenenpullover in dieser mittelfeinen Klasse reicht das nicht, auch wenn die Farbe schon stimmt.
Lisa M.
WohnenEinrichtungAlltag zu Hause

Sie betreut Vergleiche rund um Wohnen, Einrichtung und Alltag zu Hause – mit Blick auf Praxisnutzen statt reiner Optik.

Aktualisiert: Oktober 2026

Ähnliche Artikel