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Tunesisches Häkeln lernen: Vorlauf, Rücklauf und Rand

Aktualisiert: Oktober 2026

Sie häkeln feste Maschen und stehen vor einer Reihe, die nicht fertig wird, wenn Sie die Arbeit umdrehen. Beim tunesischen Häkeln lernen Sie einen anderen Takt: erst alle Schlingen aufnehmen, dann auf dem Rückweg abmaschen, ohne das Stück zu wenden. Die Nadel muss die ganze Hinreihe halten, sonst fallen die letzten Maschen, bevor der Rücklauf beginnt. Ein Übungsstück von etwa zwölf Maschen reicht, um den Takt zu sehen. Die [Tunesischen Häkelnadeln im Vergleich](/hub/wolle-garn-zubehoer/tunesische-haekelnadel) zeigen, welche Stäbe und Seile das überhaupt können. Hier geht es um den Stich, bis die Nadel an ihre Länge stößt.

Sie häkeln feste Maschen und stehen vor einer Reihe, die nicht fertig wird, wenn Sie die Arbeit umdrehen.

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Inhalt

Was an der Reihe anders ist

Eine feste Masche schließt sich, bevor die nächste beginnt. Der tunesische Grundstich lässt die Schlingen stehen. Die Hinreihe läuft bei der Fläche von rechts nach links, die Rückreihe von links nach rechts, und die Vorderseite bleibt vorn. Sie wenden das Stück in Reihen nicht. Wer es aus Gewohnheit umdreht, häkelt die nächste Reihe in die falsche Seite und verliert die senkrechten Glieder, unter die der Haken gehören. Der Rückweg ist kein zweites Mal dasselbe Einstechen. Sie maschen ab: die erste Schlinge einzeln, danach jeweils zwei zusammen, bis eine Schlinge auf der Nadel bleibt. Diese eine ist der Anfang der nächsten Hinreihe. Lassen Sie auf dem Rückweg mehr als eine stehen oder ziehen Sie zwei auf einmal zu früh ab, ändert sich die Maschenzahl, und die Kante wandert. Ein Übungsstück von etwa zwölf Luftmaschen in verzwirntem Garn zeigt den Takt, bevor ein Schal die Länge sprengt. Wie fest diese Maschen werden dürfen, hängt an der Stärke, dazu die Seite zur Größe der tunesischen Häkelnadel.

Basisreihe und Grundstich

Sie beginnen mit einer Luftmaschenkette in der gewünschten Maschenzahl. In die zweite Schlinge vom Haken stechen Sie ein, holen den Faden und lassen die neue Schlinge auf der Nadel. So gehen Sie die Kette entlang, bis jede Luftmasche eine Schlinge abgegeben hat. Die Nadel ist jetzt voll. Wenn der Anschlag zu fest ist, steckt der Schaft, und Sie schieben die Reihe nicht mehr zum Stopper. Lieber eine Spur lockerer als bei festen Maschen, sonst hilft auch eine glatte Nadel nicht. Ab der nächsten Hinreihe stechen Sie unter das senkrechte Glied der Vordermasche, holen den Faden und lassen die Schlinge wieder auf der Nadel. Das senkrechte Glied ist der Strich, der von der Reihe darunter nach oben zeigt. Unter beide Glieder zu stechen, außer am Rand, macht die Fläche dichter und oft schief. Der Rücklauf bleibt gleich: erste Schlinge allein, dann immer zwei, bis eine übrig ist. Zählen Sie am Ende des Vorlaufs, solange alle Schlingen noch auf der Nadel liegen. Eine fallengelassene Masche lässt sich nur retten, solange die Reihe noch auf der Nadel liegt.

Ränder und Abketten

Die rechte Randschlinge, also die erste der Hinreihe auf der Nadel, bleibt liegen. Sie häkeln sie nicht noch einmal ab, bevor der Rücklauf beginnt. Die linke Randmasche, die letzte der Hinreihe, stechen Sie unter beide äußeren Glieder. Lassen Sie das weg, wellt die Kante, auch wenn die mittleren Maschen gleichmäßig sind. An einem Stück von zwölf Maschen sehen Sie die Welle nach wenigen Reihen: eine Seite zieht sich zusammen, die andere liegt flach. Der Rand ist dann das Problem, nicht die Wolle. Abketten heißt, die letzte Reihe nicht als offene Schlingen stehen zu lassen. Sie arbeiten Kettmaschen über die Reihe, eine nach der anderen, und schließen so die obere Kante. Zu feste Kettmaschen ziehen das Ende ein, zu lockere lassen es ausfransen. Halten Sie ungefähr die Spannung der Fläche. Wenn Sie die Arbeit weglegen, bevor die Reihe abgemascht ist, bleiben die Schlingen auf der Nadel. Ein Stopper oder ein geschlossenes Ende ist dafür da. Ohne ihn rutscht die angefangene Reihe herunter, sobald Sie die Nadel sinken lassen.

Wenn die Schlingen nicht mehr auf die Nadel passen

Eine feste Nadel von etwa 27 bis 35 cm mit Stopper trägt das Übungsstück und schmale Teile. Sobald die Schlingen den Stopper berühren, ist die Reihe zu breit für diesen Schaft. Sie können nicht „etwas fester“ häkeln, um Breite zu sparen: die Maschenzahl steht, der Platz auf dem Metall nicht. Dann brauchen Sie eine Verlängerung, kein dünneres Garn. Die tunesische Häkelnadel mit Seil erklärt Länge und zweite Spitze, ohne dass Sie hier eine Tabelle auswendig lernen. In Runden gilt ein anderer Takt als in Reihen. Dort wird gewendet, und Sie arbeiten mit zwei Haken, oft eine Spitze an jedem Ende eines Seils oder eine doppelendige Nadel. Dieselbe einseitige Nadel, mit der Sie Reihen lernen, schließt einen Kreis nicht, weil das zweite Ende fehlt. Für die ersten Flächen bleiben Sie bei Reihen auf einer festen Nadel. Welche Bauart Sie danach kaufen, ordnet die Kaufberatung: erst die Breite, dann das Set. Ein brettiges Tuch kommt von der Stärke, nicht von einem falsch gelesenen Rücklauf.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zu festen Maschen?
Die feste Masche wird sofort abgeschlossen. Beim tunesischen Grundstich sammeln Sie auf dem Hinweg eine Schlinge je Masche und maschen sie erst auf dem Rückweg ab. Die Fläche bekommt senkrechte Glieder und wirkt dichter, fast wie ein gestricktes Gitter. Dieselbe Nadelstärke wie bei festen Maschen wird dabei oft zu fest. Deshalb weicht die tunesische Stärke von der Banderole ab, sobald das Stück fallen soll.
Wird das Stück nach jeder Reihe umgedreht?
In Reihen nicht. Die Vorderseite bleibt vorn, der Hinweg läuft in die eine Richtung, der Rückweg in die andere. Umdrehen verdreht die Glieder, unter die Sie einstechen. In Runden ist das anders: dort wird gewendet, und Sie brauchen zwei Haken. Vermischen Sie die beiden Arbeiten nicht. Ein Schal in Reihen auf einer einseitigen Nadel wird nicht zur Mütze, indem Sie ihn einfach umdrehen.
Wie läuft der Rückweg genau?
Die erste Schlinge auf der Nadel maschen Sie einzeln ab. Danach holen Sie den Faden durch die nächsten zwei Schlingen gemeinsam, und das wiederholen Sie, bis eine Schlinge übrig bleibt. Diese eine beginnt die nächste Hinreihe. Zählen Sie vorher auf dem Vorlauf. Fehlt am Ende eine Masche oder ist eine zu viel, haben Sie irgendwo eine Schlinge übersprungen oder zweimal durch drei statt durch zwei abgemascht.
Was mache ich mit der Randmasche links und rechts?
Rechts, am Anfang der Hinreihe, bleibt die Randschlinge auf der Nadel liegen. Links, als letzte Masche der Hinreihe, stechen Sie unter beide äußeren Glieder, nicht nur unter das vordere. Sonst wellt diese Kante. Die mittleren Maschen nehmen Sie unter dem senkrechten Vorderglied auf. Ein Stück von etwa zwölf Maschen zeigt nach vier oder fünf Reihen, ob der linke Rand mit der Fläche mitläuft.
Warum rutscht die Nadel nicht mehr, wenn alle Schlingen oben sind?
Der Anschlag oder die Maschen sind zu fest, und der Schaft hat keinen Spielraum mehr. Die Nadel steckt, besonders wenn die Stärke kleiner ist als das Garn verträgt. Lockern Sie die nächste Reihe, ohne die Maschenzahl zu ändern. Hilft das nicht, ist die Nadel für dieses Garn zu dünn. Eine halbe Nummer mehr bewegt die Reihe wieder, eine kürzere Nadel löst die Enge nicht.
Wie kette ich ab?
Über die letzte Hinreihe arbeiten Sie Kettmaschen und schließen so jede Schlinge, statt sie offen auf der Nadel zu lassen. Die Spannung bleibt nah an der Fläche, sonst zieht sich das Ende ein oder wird löchrig. Danach können Sie den Faden abschneiden und vernähen. Legen Sie die Arbeit nicht mit offenen Schlingen ab, wenn kein Stopper die Nadel schließt.
Kann ich in Runden mit derselben einseitigen Nadel arbeiten?
Nein. Reihen brauchen ein geschlossenes Ende, Runden ein zweites Ende in derselben Stärke, an dem Sie nach dem Wenden weiterstechen. Eine einseitige 27-cm-Nadel hat diesen zweiten Haken nicht. Zwei Spitzen auf einem Seil oder eine doppelendige Nadel sind die anderen Werkzeuge. Für den Grundstich in der Fläche bleiben Sie bei Reihen, bis Vorlauf und Rücklauf sitzen.

Weiterführende Seiten

Quellenverzeichnis

Fachquellen zum Vergleich tunesischer Häkelnadeln, Stand 12.10.2026.

  1. KnitPro, Wahl der tunesischen Häkelnadel (abgerufen am 12.10.2026)
  2. KnitPro, Tunesisches Häkeln vs. einfädiges Häkeln (abgerufen am 12.10.2026)
  3. KnitPro, sieben Tipps zum tunesischen Häkeln (abgerufen am 12.10.2026)
  4. Pony, tunesische Häkelnadeln (abgerufen am 12.10.2026)
  5. Prym, tunesische Wollhäkelnadel mit Knopf (abgerufen am 12.10.2026)
  6. addi, addiClick Häkelnadel-Set (abgerufen am 12.10.2026)
  7. Craft Yarn Council, Hooks and Needles (abgerufen am 12.10.2026)
  8. LAVES Niedersachsen zu DIN EN 71-1 (abgerufen am 12.10.2026)