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DOT Nummer Winterreifen Alter: Woche und Jahr

WartungSeptember 20266 Min. Lesezeit
DOT-Nummer an der Flanke eines 15-Zoll-Winterreifens, vierstelliger Code Woche und Jahr

DOT Nummer Winterreifen Alter: Produktionswoche lesen, Neureifen bis 2–3 Jahre, Mischung ab sechs Jahren härter. Einlagern, Grenzen, Onlinekauf prüfen.

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Der Karton sagt „neu“, die Flanke sagt 1024. Das ist Kalenderwoche 10 im Jahr 2024 – kein Ablaufdatum, aber auch kein Herstelldatum von gestern. Wer 13- bis 15-Zoll-Winterreifen online kauft oder den Satz nach dem Sommer wieder rausholt, braucht genau diese Lesart: DOT Nummer Winterreifen Alter trennt Lagware von frischer Produktion und harte Mischung von noch greifenden Lamellen.

Kurz gesagt

Die letzten vier Ziffern der DOT nennen Produktionswoche und -jahr; 1024 ist Woche 10 in 2024. Neureifen gelten im Handel oft bis drei Jahre nach Produktion noch als fabrikneu; der ADAC rät beim Kauf zu höchstens diesem Fenster. Die Wintermischung wird mit der Zeit härter, auch im Lager. Ab etwa sechs Jahren kritisch, über acht Jahre nicht mehr fahren. Für Pkw gibt es in Deutschland kein gesetzliches Höchstalter.

DOT-Nummer entschlüsseln

Die DOT sitzt auf der Seitenwand, häufig in einem Oval. Für das Alter zählen nur die letzten vier Ziffern. Die ersten zwei sind die Kalenderwoche (01 bis 53), die letzten zwei das Jahr. 1024 ist Woche 10 in 2024, 4823 Woche 48 in 2023. Viele Reifen tragen den vollen Code nur auf einer Flanke. Drei Ziffern stammen aus der Zeit vor 2000 und gehören nicht auf einen aktuellen Kleinwagensatz.

Der Rest der DOT-Kette ist Werk- und Typencode, kein zweites Datum. Verwechseln Sie die Zahl nicht mit Lastindex und Speedindex hinter der Größe (91T, 88H). Die DOT beweist die Produktion, nicht die Lagerqualität. Ein Reifen aus Woche 12/2024, der ein Jahr in der Sonne hinter der Hallentür stand, ist älter im Material als derselbe Code aus einem dunklen Regal. Notieren Sie alle vier Räder.

Wie alt darf ein Neureifen sein

„Neu“ im Shop heißt: ungefahren, mit vollem Profil. Es heißt nicht: letzte Woche vulkanisiert. Reifenhandel und BRV behandeln Ware bis drei Jahre nach der Produktion häufig noch als fabrikneu, solange die Lagerung stimmt. Der ADAC liegt in derselben Größenordnung: Beim Neukauf höchstens drei Jahre. Zwei Jahre sind deshalb kein automatischer Mangel. Ein Satz aus Woche 40/2024, den Sie im September 2026 montieren, ist knapp zwei Jahre alt und in dieser Logik noch im Fenster.

Unbekanntes Lager kippt die Rechnung. Palettenware aus einem warmen Zwischenlager, UV an der Hallenwand: Dann sind 18 Monate schlechter als 30 Monate im klimatisierten Reifenhotel. Für Größen wie 175/65 R15 und den 15-Zoll-Vergleich gilt dieselbe Alterslesart. Ein Testsieger mit frischem Listing ist nicht automatisch KW aktuell; nach der Lieferung bleibt die Flanke die Quelle. Es gibt kein gesetzliches Maximalalter für ungefahrene Pkw-Reifen in Deutschland.

Wintermischung härtet

Winterreifen arbeiten mit weicheren Mischungen als Sommerreifen. Weichmacher und Polymere verändern sich mit Sauerstoff, Wärme und UV. Die Lauffläche wird härter, Lamellen greifen schlechter in Schnee und Matsch, der Bremsweg auf nasser kalter Straße steigt – auch wenn das Profil noch 6 oder 7 Millimeter zeigt. Kilometer beschleunigen das, sind aber nicht die einzige Ursache. Der ADAC setzt bei Winterreifen den kritischen Bereich ab etwa sechs Jahren nach Produktion an und rät, Reifen älter als acht Jahre nicht mehr zu nutzen. Das ist Beratung, kein Paragraph für Ihren Pkw. Werkstätten orientieren sich trotzdem daran, und nach einem Unfall wird der Zustand mitgelesen. Acht Jahre Nutzung plus zwei Jahre Vorlager schaffen leicht eine zehn Jahre alte Mischung, wenn Sie nur das Montagejahr zählen. Deshalb zählt die DOT, nicht das Datum auf der Rechnung. Ein 2020 produzierter Satz, 2022 gekauft und 2026 zum vierten Winter rausgeholt, liegt am ADAC-Achtjahresrand, selbst bei moderatem Abrieb. Härte prüfen Sie grob: Flanke biegen, nach Haarrissen in den Dehnungsrillen suchen, ob der Gummi kreidet. Die bekannte Sechs-Jahres-Regel mit 100 km/h betrifft nach ADAC bestimmte Anhänger- und Wohnwagenreifen, nicht den Kleinwagen vorn. Trotzdem ist ein rissiger Neunjahresreifen ein Sicherheits- und Versicherungsproblem. Profil und Alter können denselben Satz beenden: Unter 1,6 Millimeter ist die Fahrt in Deutschland unzulässig. Über acht Jahre mit 5 Millimetern ist sie oft unvernünftig.

Acht Jahre Nutzung plus zwei Jahre Vorlager schaffen leicht eine zehn Jahre alte Mischung, wenn Sie nur das Montagejahr zählen. Deshalb zählt die DOT, nicht das Datum auf der Rechnung. Die bekannte Sechs-Jahres-Regel mit 100 km/h betrifft nach ADAC bestimmte Anhänger- und Wohnwagenreifen, nicht den Kleinwagen vorn. Trotzdem ist ein rissiger Neunjahresreifen ein Sicherheits- und Versicherungsproblem. Profil und Alter können denselben Satz beenden.

Einlagern und Onlinekauf prüfen

Eingelagerter Gummi härtet weiter. Der Satz im Dachboden, hinter Glas oder neben dem Heizöltank altert schneller als derselbe Satz in einem kühlen, dunklen Keller. Ideal: trocken, ohne direkte Sonne, ohne Ozonquellen, Reifen auf Felge mit Haltungsdruck oder stehend und alle paar Wochen gedreht. Nach der Saison notieren Sie DOT, kleinstes Profil je Rad und Kilometerstand.

Onlinekauf: Listing und Sterne ersetzen die Flanke nicht. Fragen Sie den Verkäufer nach der Produktionswoche, besonders bei 13-Zoll-Restgrößen, die lange im Regal liegen. Nach dem Paket: alle vier Reifen auspacken, DOT fotografieren, auf Risse und Deformation prüfen, dann den Montagetermin. Ein Satz mit Woche 08/2022 im Herbst 2026 ist vier Jahre alt – für neu zu alt, für den letzten Winter vielleicht noch diskutabel, wenn Profil und Optik stimmen. Vier gleiche DOT sind nicht Pflicht. Dokumentieren Sie den Mix. Auf einer Achse sollten Alter und Profil nah beieinanderliegen. Ein frisches Rad neben einem Siebenjahresreifen ändert das Drehmoment und das ABS-Verhalten in der Grenze. Paarweise ersetzen. Alpine-Symbol und DOT sind zwei Stempel. Ein Reifen aus 2017 mit nur M+S erfüllt die situative Pflicht in Deutschland seit Oktober 2024 nicht. Ein Reifen aus 2025 ohne Bergpiktogramm ebenso wenig. Lesen Sie Kennzeichnung und Alter nacheinander. Grenze der Einlagerung: Sie holen Weichmacher nicht zurück. Kühl stellen verlangsamt, stoppt aber nicht. Nach sechs bis acht Jahren Produktionsalter ist der nächste sinnvolle Schritt der neue Satz, nicht das bessere Regal.

Häufige Fragen

Wo steht die DOT-Nummer am Winterreifen?
Auf der Seitenwand, oft in einem Oval oder neben dem Schriftzug DOT. Maßgeblich sind die letzten vier Ziffern: die ersten zwei die Kalenderwoche, die letzten zwei das Jahr. Manche Reifen tragen den vollen Code nur auf einer Flanke. Drehen Sie den Reifen oder heben Sie das Rad, bis Sie alle vier Ziffern sehen.
Was bedeutet DOT 1024 oder 1324?
Vier Ziffern, zwei Paare: 1024 ist Kalenderwoche 10 im Jahr 2024, 1324 ist Woche 13 in 2024. Woche 1 beginnt am Jahresanfang, Woche 52 oder 53 am Ende. Codes mit drei Ziffern stammen aus der Zeit vor 2000. Liegt die Woche über 53, ist der Stempel falsch gelesen oder beschädigt.
Darf ein neuer Winterreifen zwei Jahre alt sein?
Ja, wenn er dunkel, kühl und ohne Spannung gelagert wurde. Handel und BRV behandeln Reifen bis drei Jahre nach Produktion oft noch als fabrikneu; der ADAC rät beim Neukauf zu höchstens drei Jahren. Zwei Jahre im unbekannten Container sind riskanter als zwei Jahre im Reifenlager einer Werkstatt. Nach der Lieferung prüfen Sie die Flanke, bevor montiert wird.
Ab wann tauschen trotz Profil?
Der ADAC setzt bei Winterreifen etwa sechs Jahre nach Produktion als Beginn der kritischen Phase und rät, über acht Jahre nicht mehr zu fahren. Fünf Millimeter Profil an einem harten, rissigen Satz ersetzen keine weiche Lamelle. In Deutschland gibt es für Pkw kein festes gesetzliches Höchstalter. Tauschen Sie früher bei Rissen, poröser Flanke oder Beule.
Härtet auch eingelagerter Gummi?
Ja. Die Wintermischung altert durch Sauerstoff, Wärme und UV, nicht nur durch Kilometer. Ein Satz, der fünf Sommer im Dachboden lag, kann härter sein als ein gefahrener, kühl gestellter Satz. Lagern Sie stehend oder auf Felge mit Druck, dunkel, trocken, ohne Öl und ohne direkte Sonne. Weichmacher kommen nicht zurück, nur ein neuer Reifen.
Müssen alle vier Reifen dasselbe DOT-Datum haben?
Nein, gesetzlich nicht. Ein Mix aus Woche 40/2023 und 12/2024 ist üblich, wenn Größe, Lastindex und Speedindex stimmen. Große Altersunterschiede auf einer Achse verschieben das Verhalten. Dokumentieren Sie alle vier Codes. Paarweise tauschen bleibt die saubere Praxis.
Zählt ein DOT vor 2018 noch als Winterreifen?
Das Produktionsjahr ersetzt nicht die Kennzeichnung. Seit dem 1. Oktober 2024 brauchen Sie in Deutschland bei Schnee, Eis oder Reifglätte das Alpine-Symbol (3PMSF). Ein Satz von 2016 mit nur M+S erfüllt die situative Pflicht nicht, auch wenn Profil und Alter noch akzeptabel wären. Prüfen Sie Bergpiktogramm und DOT getrennt.
Gibt es ein gesetzliches Höchstalter für Pkw-Winterreifen?
Für Pkw in Deutschland nein. Eine feste Sechs-Jahres-Grenze mit 100 km/h gilt nach ADAC-Darstellung für bestimmte Anhänger- und Wohnwagenreifen, nicht für Ihren Kleinwagen. Werkstatt und Versicherer können einen rissigen Achtjahresreifen trotzdem ablehnen. Folgen Sie der ADAC-Praxis: Winter ab etwa sechs Jahren kritisch, über acht nicht fahren.
Kevin B.
Auto & MotorReifen und Felgen

Er betreut Vergleiche zu Autozubehör und Technik rund um Fahrzeug und Mobilität – mit Fokus auf Alltagstauglichkeit, Montage und Preis-Leistung.

15 Artikel verfasst
Aktualisiert: September 2026

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