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2-fach oder 4-fach Locher: Welche Lochung brauchen Sie?

Aktualisiert: 03.10.2026

Vor dem Locherkauf wirkt die Frage nach zwei oder vier Löchern wie ein kleines Ausstattungsdetail. Spätestens wenn das gelochte Blatt nicht auf die Ringe passt, wird daraus das entscheidende Kriterium. Für den üblichen Aktenordner im DACH-Büro reicht meistens eine 2-fach-Lochung; Vier-Ring-Ordner benötigen vier passend angeordnete Löcher. Im [Locher-Vergleich](/hub/arbeitszimmer-zubehoer/locher) sind beide Bauarten vertreten. Die richtige Wahl beginnt daher nicht beim Gerät, sondern bei dem Ordner, in dem Ihre Dokumente am Ende tatsächlich abgelegt werden.

Vor dem Locherkauf wirkt die Frage nach zwei oder vier Löchern wie ein kleines Ausstattungsdetail. Spätestens wenn das gelochte Blatt nicht auf die Ringe passt, wird daraus das entscheidende Kriterium.

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Der Ordner bestimmt die Lochanzahl

Klassische breite Aktenordner besitzen zwei Bügel und nehmen eine normgerechte 2-fach-Lochung auf. Sie sind in Verwaltungen, Schulen und Homeoffices weit verbreitet. Zwei Löcher lassen sich schnell stanzen, und die Auswahl an kompakten, kraftsparenden sowie leistungsstarken Geräten ist groß. Wenn Ihre vorhandenen Ordner durchgängig dieses System verwenden, bringt ein reiner 4-fach-Locher keinen praktischen Vorteil.

ISO 838 und die 888-Lochung verständlich erklärt

Die verbreitete 2-fach-Lochung nach ISO 838 setzt zwei Löcher mit 80 Millimetern Abstand zwischen ihren Mittelpunkten. Die Lochgruppe wird auf der Blattkante zentriert. Für Nutzer bedeutet das vor allem: Anschlagschiene auf das richtige Format stellen, Papier bündig einschieben und gleichmäßig drücken. Die Norm sorgt dafür, dass korrekt gelochte A4-Unterlagen in übliche Aktenordner passen. Bei einer 4-fach-Lochung werden zwei weitere Löcher ergänzt. Häufig liegen die vier Lochmittelpunkte in einer Folge mit jeweils 80 Millimetern Abstand. Die Bezeichnung „888“ auf einer Anschlagschiene erinnert an diese drei Zwischenabstände. Ein geeigneter 2-fach-Locher erzeugt das Muster in zwei Arbeitsgängen, indem das Papier an definierten Positionen angesetzt wird. Die Markierung ist somit keine zusätzliche Lochart, sondern eine Hilfe für das versetzte Doppellochen.

Wann der 2-fach-Locher die bessere Wahl ist

Der 2-fach-Locher ist der Standard für klassische Aktenordner und damit die universellere Wahl in vielen Arbeitszimmern. Im Vergleich reichen die entsprechenden Geräte vom kompakten Leitz mit 20 Blatt über den Rapesco ECO X5 mit 40 Blatt bis zu 65-Blatt-Kraftlochern von Rapesco und SAX. Sie können also innerhalb desselben Lochsystems zwischen Mobilität, mittlerer Büroleistung und Registraturkapazität wählen. Ein konkretes Homeoffice-Beispiel: Sie legen wöchentlich Rechnungen, Versicherungsbriefe und Verträge mit jeweils höchstens 15 Seiten in breite Aktenordner. Hier genügt ein 20-Blatt-Modell mit Anschlagschiene. Ein 65-Blatt-Gerät würde mehr kosten und Platz beanspruchen, ohne den täglichen Ablauf zu verbessern. Treten dagegen im Backoffice regelmäßig 50-seitige Vorgänge auf, bleibt die 2-fach-Lochung richtig, aber die Mechanik muss größer werden.

Wann ein 4-fach-Locher Zeit spart

Ein 4-fach-Locher setzt alle vier Löcher in einem Hub und vermeidet das Wenden oder Versetzen des Stapels. Das ist seine größte Stärke. In unserem Vergleich sind mehrere Leitz-Bürolocher für 30 Blatt sowie ein Leitz-Registraturlocher für 65 Blatt entsprechend ausgewiesen. Damit existieren Lösungen für normale Schreibtischmengen und für dicke Vier-Ring-Vorgänge. Nehmen wir eine Praxis mit 4-Ring-Patientenmappen: Müssen täglich viele neue Unterlagen einsortiert werden, spart die 4-fach-Mechanik pro Vorgang einen zweiten Ansatz. Die Löcher bleiben zugleich konsistenter, weil der Stapel zwischen zwei Hüben nicht bewegt wird. Bei einem 30-Blatt-Gerät müssen umfangreichere Vorgänge dennoch geteilt werden; die Lochanzahl ersetzt keine passende Stanzleistung. Für dicke Stapel wäre das 65-Blatt-Modell geeigneter, allerdings auch schwerer und teurer.

Vier Löcher mit einem 2-fach-Locher setzen

Wenn Ihr Gerät eine 888-Markierung unterstützt, testen Sie den Ablauf zuerst an einem einzelnen Blatt. Stellen Sie die Schiene auf die vorgesehene Position, schieben Sie das Papier bündig ein und setzen Sie das erste Lochpaar. Danach wird das Blatt nach Geräteanleitung gewendet oder an der zweiten Position angelegt und erneut gelocht. Legen Sie das Probeblatt sofort in den Vier-Ring-Ordner, bevor Sie einen ganzen Stapel bearbeiten. Bei mehreren Teilstapeln darf die Schieneneinstellung nicht zwischen den Arbeitsgängen wandern. Stoßen Sie jede Portion bündig und halten Sie die Blattzahl unter der Modellgrenze. Schon ein schief eingeschobener Stapel führt dazu, dass ein Lochpaar passt und das andere versetzt sitzt. Eine ausführliche Schrittfolge finden Sie unter Papier richtig lochen.

Klare Entscheidung nach Anwendung

Wählen Sie 2-fach, wenn Sie überwiegend klassische Aktenordner nutzen. Wählen Sie 4-fach, wenn Ihre Ringmappen vier feste Ringe besitzen und häufig bestückt werden. Nutzen Sie einen 2-fach-Locher mit 888-Schiene, wenn Vierloch-Unterlagen nur gelegentlich auftreten und zwei Arbeitsgänge akzeptabel sind. Danach bestimmen Sie die nötige Blattkapazität anhand typischer Stapel, nicht anhand des seltensten Extremfalls. Im vorliegenden Produktfeld ist die Auswahl an 2-fach-Leistungsstufen breiter: 20, 40 und 65 Blatt stehen zur Verfügung. Die 4-fach-Modelle decken 30 und 65 Blatt ab. Diese Zahlen machen keine Bauart grundsätzlich besser, sondern zeigen nur, welche Arbeitsmengen ohne Teilung möglich sind. Ein passender 20-Blatt-Locher ist sinnvoller als ein unpassender 65-Blatt-Locher mit falscher Lochanzahl.

Häufige Fragen

Reichen zwei Löcher für einen normalen Aktenordner?
Ja. Der übliche Aktenordner mit zwei Bügeln ist für die normgerechte 2-fach-Lochung vorgesehen. Vier Löcher sind dafür nicht notwendig. Prüfen Sie nur, ob es sich tatsächlich um einen Zwei-Bügel-Ordner handelt.
Brauche ich für einen Vier-Ring-Ordner einen 4-fach-Locher?
Für häufige Nutzung ist er die bequemste Lösung. Alternativ kann ein geeigneter 2-fach-Locher mit 888-Anschlag vier Löcher in zwei Arbeitsgängen setzen. Ohne passende Lochpositionen lässt sich das Blatt nicht sauber einordnen.
Was bedeutet 888 am Locher?
Die Markierung unterstützt eine Vierloch-Anordnung mit drei Abständen von jeweils 80 Millimetern zwischen den Lochmittelpunkten. Ein 2-fach-Locher setzt dafür zwei Lochpaare nacheinander. Beachten Sie die Anleitung des konkreten Geräts.
Ist eine 4-fach-Lochung stabiler?
Vier Haltepunkte können Blätter in einer passenden Ringmappe gleichmäßiger führen. Der Vorteil entsteht aber nur im dazugehörigen Ordnersystem. Für einen klassischen Zwei-Bügel-Ordner bringen zusätzliche Löcher keinen praktischen Nutzen.
Kann ich einen 4-fach-Locher auch für 2-fach-Ordner verwenden?
Ein festes 4-fach-Gerät setzt normalerweise alle vier Löcher. Die mittleren beziehungsweise passenden Löcher können je nach Ordner zwar auf die Bügel passen, zusätzliche Löcher bleiben aber sichtbar. Für saubere Standardablage ist ein 2-fach-Locher vorzuziehen.
Welche Stanzleistung sollte ich wählen?
Nehmen Sie etwas Reserve über Ihrem typischen Stapel. Für meist 10 bis 15 Blatt reichen 20 Blatt Kapazität, bei regelmäßig 30 Seiten ist ein 40-Blatt-Modell komfortabler. Dicke Serien bis 65 Blatt sprechen für einen Registraturlocher.

Weiterführende Seiten

Quellenverzeichnis

Fachquellen aus dem Research-Digest; zuletzt abgerufen am 03.10.2026.

  1. Wikipedia: Locher (ISO 838 und Lochsysteme) (abgerufen am 03.10.2026)
  2. Kreller Ratgeber: Locher, Stanzleistung und Anschlag (abgerufen am 03.10.2026)
  3. OTTO Office: Superlocher und Registraturleistung (abgerufen am 03.10.2026)
  4. Schäfer Shop: Locher, Büro und Registratur (abgerufen am 03.10.2026)
  5. Gluth: Bürolocher und Blattzahlen (abgerufen am 03.10.2026)
  6. Rapesco Less Effort, Produktseite Amazon (abgerufen am 03.10.2026)