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Papier richtig lochen: gerade Löcher ohne Klemmen

Aktualisiert: 03.10.2026

Das Blatt liegt im Ordner plötzlich höher als die übrigen Unterlagen, die Lochkante reißt ein oder der Hebel bleibt unten. Häufig ist nicht der Locher defekt, sondern Anschlag, Stapelhöhe oder Auffangschale passen nicht zum Arbeitsgang. Wenn Sie Papier richtig lochen, beginnen Sie deshalb mit einer kurzen Vorbereitung und drücken erst danach den Hebel. Der [Locher-Vergleich](/hub/arbeitszimmer-zubehoer/locher) zeigt Modelle für unterschiedliche Blattmengen; die folgenden Schritte gelten unabhängig davon für Büro- und Registraturlocher. Ziel ist eine mittige, wiederholbare Lochung, die ohne Nacharbeit in das vorgesehene Ablagesystem passt.

Das Blatt liegt im Ordner plötzlich höher als die übrigen Unterlagen, die Lochkante reißt ein oder der Hebel bleibt unten.

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Inhalt

Arbeitsplatz und Locher vorbereiten

Stellen Sie den Locher auf eine ebene, rutschfeste Fläche. Ein schweres Modell steht meist ruhiger, doch auch ein kompakter Locher arbeitet sauber, wenn er beim Drücken nicht seitlich wandert. Prüfen Sie, ob die Auffangschale korrekt geschlossen und nicht bis zum Stanzkanal gefüllt ist. Angesammelte Papierscheiben können die Mechanik behindern oder beim Öffnen über den Tisch fallen. Ordnen Sie den Papierstapel, bevor er in das Gerät kommt. Stoßen Sie die Unterkante auf dem Tisch bündig und streichen Sie gefaltete Ecken glatt. Heftklammern, Büroklammern und Klebezettel im Stanzbereich müssen entfernt werden; Metallteile können Schneiden beschädigen, und überstehende Zettel verändern die Ausrichtung. Bei zehn A4-Seiten dauert diese Vorbereitung nur wenige Sekunden, verhindert aber, dass einzelne Blätter nach dem Lochen versetzt im Ordner hängen.

Anschlagschiene für A4 und A5 einstellen

Ziehen Sie die Anschlagschiene gerade heraus und lassen Sie sie an der Markierung für das Papierformat einrasten. Die Bezeichnung A4 oder A5 meint die Kante, die am Anschlag liegt; bei Hochformat-A4 wird normalerweise die lange Blattkante gelocht. Verlassen Sie sich nicht auf eine nur ungefähr positionierte Schiene. Schon wenige Millimeter Abweichung machen sich bemerkbar, wenn gelochte Unterlagen mit sauber ausgerichteten Blättern im selben Ordner liegen. Schieben Sie zunächst ein einzelnes Probeblatt bis zum Anschlag ein. Seine Kante muss flach am Boden des Einzugs liegen und die Schiene berühren, ohne sich zu wölben. Drücken Sie den Hebel und kontrollieren Sie die Lage im Ordner. Bei einem normalen 2-fach-System nach ISO 838 beträgt der Abstand zwischen den Lochmittelpunkten 80 Millimeter; für die praktische Kontrolle genügt jedoch meist, dass das Blatt mittig sitzt und weder oben noch unten aus dem Ordner ragt.

In fünf Schritten sauber lochen

Legen Sie erst los, wenn Format, Kapazität und Ordnersystem feststehen. Dann bleibt der Ablauf kurz und reproduzierbar: 1. Stapel bündeln: Stoßen Sie alle Blätter an zwei Kanten bündig und entfernen Sie störende Metallteile oder Knicke. 2. Anschlag prüfen: Stellen Sie die Schiene auf das Format und testen Sie bei einer neuen Position ein einzelnes Blatt. 3. Papier einschieben: Führen Sie den Stapel bis zum festen Anschlag, ohne ihn im Einzug nach oben zu biegen. 4. Gleichmäßig drücken: Halten Sie das Gerät bei Bedarf mit der freien Hand und bewegen Sie den Hebel in einem ruhigen Zug vollständig nach unten. 5. Stapel entnehmen: Lassen Sie den Hebel zurückkehren, ziehen Sie das Papier gerade heraus und kontrollieren Sie die Lochränder.

Vier Löcher und die 888-Markierung

Ein echter 4-fach-Locher setzt alle vier Löcher in einem Arbeitsgang. Das ist bei häufigen Vier-Ring-Ablagen die schnellste und sicherste Methode. Ein 2-fach-Locher kann vier Löcher erzeugen, wenn seine Anschlagschiene eine passende 888-Markierung unterstützt. Dabei wird das Blatt in zwei definierten Positionen gelocht, sodass zwei Lochpaare entstehen. Die Zahlen beziehen sich auf die typische Anordnung der Abstände und dienen als Merkzeichen an der Schiene. Gehen Sie beim Doppellochen besonders sorgfältig vor. Stellen Sie die Schiene auf die vorgesehene 888-Position, lochen Sie den Stapel einmal, wenden beziehungsweise versetzen Sie ihn nach Geräteanleitung und lochen Sie ein zweites Mal. Testen Sie die Richtung vorher an einem Blatt, denn ein falsches Wenden führt zu asymmetrischen Lochpaaren. Mit einem dicken Stapel steigt das Risiko, dass sich Papier beim zweiten Ansetzen verschiebt.

Wenn der Locher klemmt oder Papier reißt

Bleibt der Hebel unten, ziehen Sie nicht gleichzeitig ruckartig am Papier. Entlasten Sie den Hebel vorsichtig, halten Sie das Gerät fest und versuchen Sie, den Stapel gerade herauszuführen. Kontrollieren Sie anschließend Blattzahl, Auffangschale und Einzug. Häufig stecken zu viele Blätter im Gerät oder Papierscheiben blockieren den Rückweg der Stanzen. Verwenden Sie keine scharfen Werkzeuge im Stanzkanal, solange der Hebel unter Spannung steht. Ausgerissene Lochränder entstehen oft durch eine stumpfe oder verschmutzte Mechanik, zu dicke Stapel oder schiefes Herausziehen. Bei einzelnen wichtigen Dokumenten können Lochverstärkungsringe helfen, sie beheben aber nicht die Ursache. Reduzieren Sie beim nächsten Versuch die Blattmenge und drücken Sie gleichmäßig. Treten unsaubere Löcher auch bei einem einzelnen Blatt auf, obwohl die Schale frei ist, sollte das Gerät geprüft oder ersetzt werden.

Häufige Fragen

Warum werden meine Löcher schief?
Meist liegt der Stapel nicht bündig an der Anschlagschiene oder die Schiene ist nicht eingerastet. Auch ein verrutschender Locher kann die Position verändern. Testen Sie die Einstellung mit einem Einzelblatt und stoßen Sie jeden Stapel vor dem Einschieben sauber zusammen.
Wie stelle ich den Locher auf A4 ein?
Ziehen Sie die Schiene bis zur A4-Markierung und lassen Sie sie fest einrasten. Schieben Sie die lange Kante eines A4-Blatts bis zum Anschlag ein. Ein Probeblatt zeigt sofort, ob es mittig im vorgesehenen Ordner sitzt.
Wie viele Blätter darf ich gleichzeitig lochen?
Halten Sie sich an die Modellangabe und berücksichtigen Sie die Papierstärke. Karton und Folien zählen nicht wie normales 80-g-Papier. Bei Unsicherheit teilen Sie den Stapel, statt die Mechanik mit zusätzlicher Kraft zu überlasten.
Wann muss die Auffangschale geleert werden?
Spätestens wenn sie sichtbar gefüllt ist, Papierscheiben austreten oder der Hebel schwergängiger wird. Bei hohem Volumen lohnt eine kurze Kontrolle vor jeder größeren Serie. Öffnen Sie die Schale über einem Papierkorb.
Muss ich für vier Löcher zweimal lochen?
Mit einem echten 4-fach-Locher nicht. Mit einem geeigneten 2-fach-Locher und 888-Anschlag sind zwei Arbeitsgänge nötig. Prüfen Sie die Wenderichtung zunächst mit einem Einzelblatt.
Wann sollte ich den Locher ersetzen?
Wenn er auch bei geringer Blattzahl, leerer Schale und korrekter Bedienung dauerhaft klemmt oder ausgefranste Löcher erzeugt. Bei gewerblichen Geräten kann zuvor eine Wartung sinnvoll sein. Arbeiten an gespannter Mechanik gehören in fachkundige Hände.

Weiterführende Seiten

Quellenverzeichnis

Fachquellen aus dem Research-Digest; zuletzt abgerufen am 03.10.2026.

  1. Wikipedia: Locher (ISO 838 und Lochsysteme) (abgerufen am 03.10.2026)
  2. Kreller Ratgeber: Locher, Stanzleistung und Anschlag (abgerufen am 03.10.2026)
  3. OTTO Office: Superlocher und Registraturleistung (abgerufen am 03.10.2026)
  4. Schäfer Shop: Locher, Büro und Registratur (abgerufen am 03.10.2026)
  5. Gluth: Bürolocher und Blattzahlen (abgerufen am 03.10.2026)
  6. Rapesco Less Effort, Produktseite Amazon (abgerufen am 03.10.2026)