WC-Spülkasten undicht – Ursachen und Reparatur

Spülkasten undicht? WC läuft nach? Ursachen finden: Heberglocke oder Füllventil. Reparatur Schritt-für-Schritt – in 90 % der Fälle ohne Austausch.
Inhaltsverzeichnis

Kurz gesagt
Ein undichter Spülkasten hat meist eine von drei Ursachen: defekte Heberglocke-Dichtung, defektes Füllventil oder verschmutzter Schwimmer. In 90 % der Fälle reicht eine Reparatur – Sie müssen den Spülkasten nicht tauschen. Drehen Sie das Eckventil ab, öffnen Sie den Spülkasten, reinigen oder ersetzen Sie die betroffenen Teile. Ein Universal-Füllventil kostet 10–20 Euro. Bei starkem Nachlauf können bis zu 500 Liter pro Tag verschwendet werden – eine schnelle Reparatur lohnt sich. Wenn die Reparatur nicht hilft, finden Sie im Spülkasten-Vergleich passende Ersatzmodelle.
Spülkasten undicht – Ursachen im Überblick
Wenn das WC ständig läuft oder Sie ein Gluckern im Spülkasten hören, ist etwas defekt. Die gute Nachricht: In der überwiegenden Mehrzahl der Fälle lässt sich das Problem mit wenigen Handgriffen beheben. Sie brauchen keinen Handwerker und keinen neuen Spülkasten – nur die richtige Diagnose und die passenden Ersatzteile.
Die drei häufigsten Ursachen sind die Heberglocke-Dichtung, das Füllventil und der Schwimmer. Die Heberglocke ist der Mechanismus, der beim Spülen das Wasser aus dem Spülkasten in die Toilette lässt. Am Boden der Glocke sitzt eine Gummidichtung, die mit der Zeit porös oder verkalkt wird. Wenn sie nicht mehr dicht schließt, läuft Wasser ständig in die Toilette. Das Füllventil regelt den Nachfluss von Frischwasser in den Spülkasten. Wenn es nicht richtig schließt oder der Schwimmer sich verfängt, läuft ständig Wasser nach – Sie hören es gluckern.
Heberglocke vs. Füllventil – wo liegt das Problem?
Die Unterscheidung ist einfach: Wasser läuft in die Toilette (Sie sehen oder hören ständig Wasser im WC-Becken) – dann ist die Heberglocke-Dichtung defekt. Wasser läuft in den Spülkasten (Sie hören ein Gluckern oder Rauschen, der Spülkasten füllt sich ständig nach) – dann ist das Füllventil oder der Schwimmer das Problem.
In beiden Fällen können Sie selbst reparieren. Für die Heberglocke müssen Sie die Dichtung ersetzen – sie ist im Baumarkt oder Fachhandel erhältlich. Für das Füllventil können Sie zuerst versuchen, den Schwimmer zu reinigen und zu entkalken. Wenn das nicht hilft, tauschen Sie das gesamte Füllventil – ein Universal-Füllventil passt auf die meisten Spülkästen und kostet 10–20 Euro.
Diagnose – Undichtigkeit finden
Öffnen Sie den Spülkasten und beobachten Sie, was passiert. Nach dem Spülen sollte das Wasser im Kasten stehen bleiben. Wenn es langsam abläuft, obwohl Sie nicht gespült haben, ist die Heberglocke undicht. Schauen Sie sich die Dichtung am Boden der Glocke an – ist sie rissig, verhärtet oder stark verkalkt? Dann ist der Tausch fällig.
Wenn das Wasser im Kasten steht, aber ständig neues Wasser nachläuft (Sie sehen den Wasserstrahl vom Füllventil oder hören Gluckern), ist das Füllventil das Problem. Prüfen Sie, ob der Schwimmer frei beweglich ist oder ob er sich irgendwo verfängt. Bei älteren Modellen kann der Schwimmer sich mit Wasser vollsaugen und dann nicht mehr richtig schließen. In diesem Fall muss das Füllventil getauscht werden.
Spülkasten reparieren – Schritt für Schritt
Schritt 1: Wasser abdrehen. Drehen Sie das Eckventil am Spülkasten zu – es sitzt meist links unter dem WC-Becken an der Wand. Betätigen Sie die Spülung, um den Spülkasten zu leeren. Heben Sie den Deckel ab (bei Aufputz-Spülkästen vorsichtig anheben, bei einigen Modellen muss er nach vorne gekippt werden).
Schritt 2: Heberglocke prüfen und Dichtung ersetzen. Wenn die Heberglocke undicht ist, lösen Sie die Befestigung und heben die Glocke heraus. Die Dichtung am Boden ersetzen Sie durch eine neue – nehmen Sie die alte mit in den Baumarkt, um die richtige Größe zu finden. Setzen Sie die Heberglocke wieder ein und prüfen Sie die Dichtheit.
Schritt 3: Füllventil reinigen oder ersetzen. Wenn das Füllventil das Problem ist, bauen Sie es aus. Reinigen Sie Ventil und Schwimmer in Essig oder Zitronensäure (1–2 Stunden einweichen), um Kalk zu lösen. Siebe und Düsen mit einer Zahnbürste oder Nadel durcharbeiten. Wenn das nicht hilft, ersetzen Sie das Füllventil durch ein Universal-Modell.
Schritt 4: Wasser aufdrehen und prüfen. Drehen Sie das Eckventil wieder auf. Der Spülkasten füllt sich. Prüfen Sie, ob das Nachlaufen gestoppt ist. Bei Heberglocke: Kein Wasser mehr in die Toilette. Bei Füllventil: Kein Gluckern mehr, Wasser steht im Kasten.
Häufiger Fehler: Die Gummidichtung der Heberglocke nicht separat in Säure einweichen – Säure kann das Gummi angreifen. Nur Metallteile entkalken.
Wann Reparatur reicht – wann Spülkasten tauschen
Wenn die Reparatur mehrfach nicht hilft, der Spülkasten Risse hat oder stark verkalkt ist, kann ein Austausch sinnvoll sein. Auch bei sehr alten Modellen ohne Sparspülung lohnt sich der Wechsel – Sie sparen Wasser und haben eine zuverlässige Technik. Unser Artikel Spülkasten wechseln erklärt, wann und wie. Im Spülkasten-Vergleich finden Sie Modelle mit Sparspülung und unterschiedlichen Spülmengen.
Ihr nächster Schritt – Spülkasten-Vergleich
Wenn die Reparatur erfolgreich war, können Sie den Spülkasten weiter nutzen. Achten Sie auf regelmäßige Entkalkung, um Verstopfungen vorzubeugen. Wenn Sie einen neuen Spülkasten brauchen, hilft unser Spülkasten-Vergleich bei der Auswahl. Dort finden Sie Aufputz- und Unterputz-Modelle mit Sparspülung und verschiedenen Spülmengen.
Häufige Fragen
Was sind die häufigsten Ursachen für einen undichten Spülkasten?
Woher kommt das Wasser – Heberglocke oder Füllventil?
Kann ich den Spülkasten selbst reparieren?
Wie viel Wasser verschwendet ein undichter Spülkasten?
Wann muss ich den gesamten Spülkasten tauschen?
Was kostet die Reparatur?
Muss ich das Wasser abdrehen zum Reparieren?

Als gelernter Installateur schreibe ich Vergleiche zu Sanitärprodukten, Rohrreinigung und allem rund um Bad und WC. Meine praktische Erfahrung hilft mir, die wirklich wichtigen Produkteigenschaften zu erkennen.
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