WC-Spülkasten wechseln – wann und wie

Spülkasten wechseln: Warnsignale erkennen, Aufputz vs. Unterputz, Schritt-für-Schritt. Wann DIY reicht, wann ein Profi nötig ist.
Inhaltsverzeichnis

Kurz gesagt
Einen Spülkasten wechseln sollten Sie erst, wenn die Reparatur nicht mehr hilft. Zuerst Reparatur versuchen – in 90 % der Fälle reicht das. Wenn der Spülkasten Risse hat, stark verkalkt ist oder mehrfache Reparaturen erfolglos blieben, ist der Austausch fällig. Aufputz-Spülkästen können Sie oft selbst wechseln; Unterputz-Spülkästen erfordern meist einen Sanitärfachbetrieb. Wasser abdrehen, Spülkasten leeren, Flexschlauch und Spülrohr abmontieren, neuen Kasten montieren – so geht der Wechsel. Im Spülkasten-Vergleich finden Sie passende Modelle.
Spülkasten wechseln – wann ist es nötig?
Nicht jeder undichte Spülkasten muss getauscht werden. In den meisten Fällen reicht eine Reparatur – die Heberglocke-Dichtung ersetzen oder das Füllventil reinigen bzw. tauschen. Bevor Sie einen neuen Spülkasten kaufen, lohnt sich der Versuch, den alten zu reparieren. Unser Artikel Spülkasten undicht erklärt die Ursachen und die Reparatur Schritt für Schritt.
Ein Wechsel ist sinnvoll, wenn die Reparatur mehrfach nicht geholfen hat. Auch wenn der Spülkasten Risse im Gehäuse hat, stark verkalkt ist oder mechanische Defekte aufweist (die Spülung funktioniert nicht mehr zuverlässig), ist der Austausch die bessere Wahl. Zusätzlich kann ein Wechsel lohnen, wenn Sie ein sehr altes Modell ohne Sparspülung haben – ein neuer Spülkasten mit 6/3-Liter-Spülung spart Wasser und senkt die Kosten.
Warnsignale-Checkliste
Ständiges Nachlaufen trotz Reparatur: Sie haben Füllventil und Heberglocke-Dichtung getauscht, aber das WC läuft weiter? Dann kann ein tiefer liegender Defekt vorliegen – oder der Spülkasten ist so verkalkt, dass keine Dichtung mehr richtig hält. Risse im Gehäuse: Kunststoff-Spülkästen können mit der Zeit Risse bekommen. Diese sind nicht reparierbar und können zu Wasserschäden führen. Starke Verkalkung: Wenn Kalk die Mechanik blockiert und Reinigung nicht mehr hilft, kann ein neuer Spülkasten sinnvoll sein. Hoher Wasserverbrauch: Alte Spülkästen ohne Sparspülung verbrauchen 9–12 Liter pro Spülung. Neue Modelle mit 6/3 Liter sparen deutlich. Optische Mängel: Verfärbungen, Kratzer oder Abnutzung können ein Wechselgrund sein, wenn Sie das Bad ohnehin renovieren.
Aufputz vs. Unterputz – unterschiedlicher Aufwand
Aufputz-Spülkästen hängen sichtbar an der Wand hinter dem WC. Sie sind deutlich einfacher auszutauschen. Sie brauchen nur das Eckventil abzudrehen, den Spülkasten zu leeren, Flexschlauch und Spülrohr abzumontieren und den Kasten von der Wandhalterung zu nehmen. Der neue Spülkasten wird mit dem mitgelieferten Befestigungsmaterial montiert und angeschlossen. Handwerklich begabte Menschen schaffen das in 1–2 Stunden.
Unterputz-Spülkästen sind in die Wand eingemauert. Sie sehen nur die Spülplatte mit den Tasten. Der Austausch erfordert, die Verkleidung zu öffnen, den alten Kasten zu demontieren und den neuen einzubauen. Dabei müssen Abstände, Anschlüsse und Dichtungen stimmen. Ein Fehler kann zu Wasserschäden in der Wand führen. Für Unterputz-Spülkästen ist ein Sanitärfachbetrieb empfehlenswert. Details zum Vergleich Unterputz vs. Aufputz finden Sie in unserem Ratgeber.
Spülkasten wechseln – Vorbereitung und Schritte
Schritt 1: Wasser abdrehen und Spülkasten leeren. Drehen Sie das Eckventil am Spülkasten zu. Betätigen Sie die Spülung, um den Kasten zu leeren. Bei Aufputz-Spülkästen heben Sie den Deckel ab. Stellen Sie einen Eimer bereit – beim Abmontieren des Flexschlauches kann Restwasser austreten.
Schritt 2: Flexschlauch und Spülrohr abmontieren. Lösen Sie die Verbindung zwischen Eckventil und Flexschlauch. Lösen Sie das Spülrohr, das vom Spülkasten zum WC-Becken führt. Bei Aufputz-Modellen ist das Spülrohr oft mit einer Überwurfmutter befestigt.
Schritt 3: Spülkasten abnehmen. Lösen Sie die Befestigungsschrauben oder -clips, die den Spülkasten an der Wand halten. Heben Sie den Kasten ab. Entfernen Sie die alte Wandhalterung, falls nötig.
Schritt 4: Neuen Spülkasten montieren. Befolgen Sie die Montageanleitung des neuen Spülkastens. Die meisten Modelle liefern Halterung und Befestigungsmaterial mit. Montieren Sie den Kasten an der Wand, schließen Sie Flexschlauch und Spülrohr an. Prüfen Sie alle Dichtungen.
Schritt 5: Wasser aufdrehen und prüfen. Drehen Sie das Eckventil auf. Der Spülkasten füllt sich. Prüfen Sie auf Undichtigkeit an allen Anschlüssen. Stellen Sie den Schwimmer ein, falls die Füllhöhe nicht stimmt. Testen Sie die Spülung.
Ihr nächster Schritt – Spülkasten-Vergleich
Wenn Sie einen neuen Spülkasten suchen, hilft unser Spülkasten-Vergleich. Dort finden Sie Aufputz- und Unterputz-Modelle mit Sparspülung und verschiedenen Spülmengen. Für die Entscheidung zwischen Aufputz und Unterputz haben wir einen eigenen Vergleich.
Häufige Fragen
Wann sollte ich den Spülkasten wechseln statt reparieren?
Kann ich einen Aufputz-Spülkasten selbst wechseln?
Brauche ich einen Profi für Unterputz-Spülkästen?
Was sind die Warnsignale für einen defekten Spülkasten?
Wie wechsle ich einen Spülkasten – Schritt für Schritt?
Was kostet ein neuer Spülkasten?
Unterputz oder Aufputz – was ist der Unterschied?

Als gelernter Installateur schreibe ich Vergleiche zu Sanitärprodukten, Rohrreinigung und allem rund um Bad und WC. Meine praktische Erfahrung hilft mir, die wirklich wichtigen Produkteigenschaften zu erkennen.
Ähnliche Artikel

WC-Spülkasten undicht – Ursachen und Reparatur
Spülkasten undicht? Heberglocke oder Füllventil – Reparatur Schritt-für-Schritt. In 90 % ohne Austausch.

Siphon verstopft – Ursachen und Abfluss frei machen
Abfluss verstopft? Hausmittel, Pümpel, Siphon ausbauen.

Dusch-WC Kosten – Anschaffung und Betrieb
Dusch-WC Kosten: Anschaffung, Strom, Wasser, Einbau.