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Silberlot für Kupferrohr: 15 Prozent und 45 Prozent sind nicht dasselbe Lot

Aktualisiert: Oktober 2026

Sie halten ein Kupferrohr, ein Messingfitting oder ein Stück Dachrinne und sollen entscheiden, welcher Stab in die Fuge darf. Am Ende steht, wann Kupfer-Phosphor-Lot mit 15 Prozent Silber reicht und wann Silberhartlot mit 45 oder 55 Prozent nötig ist. Die beiden sind nicht austauschbar, und Trinkwasser hat eine Abmessungsgrenze, die ein Amazon-Set nicht aufhebt. Packungen und Preise stehen im [Silberlot-Vergleich](/hub/bastelbedarf/silberlot). Schmuckstufen an 925er Silber gehören nicht an dieses Rohr.

Sie halten ein Kupferrohr, ein Messingfitting oder ein Stück Dachrinne und sollen entscheiden, welcher Stab in die Fuge darf.

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Inhalt

Zwei Lote für Rohr

Kupfer-Phosphor-Lot CuP 284, im Handel auch L-Ag15P oder BCuP-5, enthält etwa 15 Prozent Silber, etwa 5 Prozent Phosphor und als Rest Kupfer. Felder gibt den Schmelzbereich mit 645 bis 800 °C an und die Arbeit mit mindestens 700 °C. Silberhartlot mit 45 oder 55 Prozent arbeitet tiefer, um 650 bis 670 °C, und kommt zum Einsatz, wenn der Partner nicht reines Kupfer ist. Zwei Kupferrohre in einer Muffe können mit dem 15-Prozent-Stab gedacht werden. Dieselbe Muffe aus Messing daneben nicht mehr ohne Flussmittel, und ein Stahlgeländer überhaupt nicht. Phosphorlot bildet an Stahl und Nickel eine spröde Phase. Der umhüllte 45-Prozent-Stab nennt im Listing Rohrleitungen, Dachrinnen und Spenglerarbeiten. Die Familien im Regal sortiert die Kaufberatung.

Flussmittel nur dort, wo der Partner keines mitbringt

Auf Kupfer an Kupfer ist CuP selbstflussend. Extraflussmittel entfällt, die Wärmeführung nicht. Sobald Messing oder Rotguss der Partner ist, braucht auch das 15-Prozent-Lot FH10. Silberhartlot braucht FH10 immer, auch auf reinem Kupfer. Das DVGW-Prüfzeichen sitzt am dafür geprüften Flussmittel, nicht automatisch an jedem Stab im Karton. Der blanke L-Ag55-Stab ohne Flasche ist am Rohr unvollständig. Der umhüllte Stab bringt das Mittel mit, sofern die Hülle nicht abgesplittert ist. Den Brennerablauf finden Sie unter Silberlot anwenden.

Trinkwasser ist eine Abmessungsfrage

Die DKI-Broschüre i158 von 2019 bindet Hartlöten in Trinkwasser an das Arbeitsblatt GW 2 und erlaubt es erst ab 35 mm Außendurchmesser. Darunter ist Hartlot an der Trinkwasserleitung nicht der Bastelweg. Heizung darf unabhängig von der Abmessung hartgelötet werden. Gas, Flüssiggas und Öl werden hart gelötet, mit einem Lot, das die GW-2-Kennzeichnung trägt. Die beiden 20er-Sets im Vergleich führen dieses Zeichen nicht. Der einzelne 45-Prozent-Stab auch nicht. Sobald die Kennzeichnung fehlt, gehört die Trinkwasserstelle zum Fachbetrieb. Diese Seite gibt keine eigene Installationsfreigabe und keine Schrittfolge für Gas.

Was die 20er-Sets nicht sagen

Dytabepl und Kopinma listen je 20 flussmittelbeschichtete Stäbe, BCuP-5, 15 Prozent Silber, dieselbe Modellnummer 500913699. Eine Arbeitstemperatur fehlt. Eine Bewertung ohne Text und zwei Sterne mit einem Satz zu Preis und Lieferung belegen keine Muffe. Für eine Dachrinne aus Kupfer reicht oft der eine umhüllte 45-Prozent-Stab, wenn die Hülle heil ist und eine Naht genügt. Stahl und Nickel bleiben bei beiden 15-Prozent-Sets draußen. Wenn Sie die Gradzahl, den Partnerwerkstoff und das Kennzeichen nicht lesen können, ist der günstigere Karton nicht der richtige.

Fazit

Wenn Kupfer an Kupfer ohne Messingpartner anliegt, ist das 15-Prozent-Phosphorlot die eigene Familie. Messing, Rotguss oder niedrigere Temperatur brauchen Silberhartlot mit FH10. Trinkwasser ohne GW-2-Kennzeichnung und unter der Abmessungsgrenze bleibt beim Fachbetrieb.

Häufige Fragen

Brauche ich für Kupferrohr 15 oder 45 Prozent?
Kupfer an Kupfer: Kupfer-Phosphor-Lot mit etwa 15 Prozent Silber, Arbeit mindestens 700 °C, Schmelzbereich 645 bis 800 °C. Messing, Rotguss oder eine niedrigere Temperatur: Silberhartlot mit 45 oder 55 Prozent und immer FH10, Arbeit um 650 bis 670 °C. 15 Prozent sind keine Sparversion des 45-Prozent-Stabs. Der Phosphoranteil macht die Familie, nicht der kleinere Silberwert auf dem Titel.
Wann entfällt das Flussmittel?
Nur bei Kupfer-Phosphor-Lot auf Kupfer an Kupfer. Das Lot bringt den Fluss mit. Messing und Rotguss brauchen FH10 dazu, Silberhartlot braucht es auf jedem dieser Partner, auch auf Kupfer. Eine Beschichtung auf einem Set ohne Temperaturangabe ist kein Ersatz für diese Regel. Eine abgeplatzte Hülle am 45-Prozent-Stab ebenso wenig.
Darf ich die Trinkwasserleitung hartlöten?
Nach der DKI-Broschüre 2019 nur ab 35 mm Außendurchmesser und mit GW-2-Lot. Die Felder-Seite nennt für phos 15 zusätzlich die Grenze über 28 mal 1,5 mm, eine SHK-Unterlage über 28 mal 1,0 mm. Die Angaben bleiben nebeneinander stehen. Ein Set ohne Kennzeichen ist keine Freigabe. Fehlt das Zeichen, ist der Fachbetrieb zuständig, nicht eine Anleitung aus dem Vergleich.
Gilt das auch für die Heizung?
Nein. Heizung darf nach der DKI-Lesart unabhängig von der Abmessung hartgelötet werden. Die 35-mm-Grenze gehört zur Trinkwasserleitung. Gas, Flüssiggas und Öl werden ebenfalls hart verbunden, dann mit gekennzeichnetem Lot. Ein Heizungsrohr und ein Trinkwasserrohr gleicher Optik folgen nicht derselben Zeile. Diese Seite beschreibt den Unterschied und installiert die Leitung nicht.
Kann ich mit dem 15-Prozent-Stab Stahl oder ein Geländer löten?
Nein. Kupfer-Phosphor-Lot ist an Stahl und Nickel wegen einer spröden Phase fehl am Platz. Geländer, Edelstahl und Stahlrahmen gehören zu Silberhartlot mit FH10, im Vergleich die L-Ag55Sn-Stäbe oder der umhüllte 45-Prozent-Stab. Das Wort Sanitär auf einem 20er-Set ändert den Partnerwerkstoff nicht. Klima und Kälte an Kupferrohr sind ein anderer Einsatz als ein Stahlstoß.
Was bedeutet die Länge 10 auf dem Set?
Beim einen Listing steht 10 Zoll im Titel, beim anderen nur die Zahl 10 ohne Einheit. Eine verbindliche Stablänge in Millimetern fehlt. Die Packung wiegt 171 g bei 20 Stück, das ersetzt die Maßangabe nicht. Bevor Sie eine Fuge über die Länge planen, messen Sie einen Stab. Sollbruchrippen helfen beim Teilen, sie sagen nicht, wie viel Lot eine Muffe braucht.
Woran erkenne ich ein GW-2-Lot?
An der Kennzeichnung auf Stab, Dose oder Datenblatt, nicht an 15 Prozent Silber und nicht an einem Markennamen allein. Das Prüfzeichen am Flussmittel FH10 gilt für dieses Mittel, nicht für einen beliebigen Stab daneben. Weder die 20er-Sets noch der einzelne Rolot-Stab führen im Listing ein GW-2-Zeichen. Für Trinkwasser und Gas ist das der Punkt, an dem der Karton aus der Hand gelegt wird.

Weiterführende Seiten

Quellenverzeichnis

Fachquellen zu Silberlot, Stand Oktober 2026.

  1. Felder: Silberhartlote cadmiumfrei (abgerufen am Oktober 2026)
  2. Felder: Kupferhartlote phosphorhaltig (abgerufen am Oktober 2026)
  3. Felder: Elektroniklot Sn95,5Ag3,8Cu0,7 (abgerufen am Oktober 2026)
  4. DKI: Kupferrohr-Installation 2019 (abgerufen am Oktober 2026)
  5. DKI: Löten von Kupfer (abgerufen am Oktober 2026)
  6. DIN EN ISO 18496:2021 (abgerufen am Oktober 2026)
  7. silberlot.com: Cadmium in Hartloten (abgerufen am Oktober 2026)
  8. Armin Hain: Datenblatt CuP 284 (abgerufen am Oktober 2026)
  9. Agosi: Anwendungsfibel (abgerufen am Oktober 2026)