Unabhängiger Vergleich, ggf. Vergütung durch Shop-Links. Mehr Infos

Anker Autoladegerät: Watt, Ports und Protokolle lesen

Aktualisiert: Oktober 2026

Bei einem Anker Autoladegerät kann 30 Watt drei verschiedene Dinge meinen: das gesamte Leistungsbudget, die Spitze eines einzelnen Ports oder die Leistung, die das angeschlossene Telefon tatsächlich annimmt. Sobald ein zweites Gerät hinzukommt, verändert sich die Rechnung erneut. Deshalb ist die größte Zahl nicht automatisch die Geschwindigkeit im Alltag. Der [Anker-Kfz-Ladegerät-Vergleich](/hub/batterien-ladegeraete/anker-kfz-ladegeraet) zeigt die sechs Geräte. Hier erklären wir, wie deren Wattangaben, Port-Aufteilungen und Kabelgrenzen zu lesen sind. Port-Maximum, Gesamtleistung und PPS sind drei verschiedene Zahlen. Das passende Kabel begrenzt die Stufe zusätzlich.

Bei einem Anker Autoladegerät kann 30 Watt drei verschiedene Dinge meinen: das gesamte Leistungsbudget, die Spitze eines einzelnen Ports oder die Leistung, die das angeschlossene Telefon tatsächlich annimmt.

Unsere Top-Empfehlungen

Anker Anker 167,5W 3-Port USB-C

Testsieger

Anker Anker 167,5W 3-Port USB-C
9,4/10∼ 5,22 €
Anker Anker 30W PowerIQ 3.0

Preis-Tipp

Anker Anker 30W PowerIQ 3.0
9,4/10∼ 8,99 €
Inhalt

Gesamtleistung, Port-Maximum und Geräteaufnahme

Die Gesamtleistung ist, was ein Adapter über alle Anschlüsse zusammen abgibt. Das Port-Maximum gilt für eine Buchse und oft nur, solange die übrigen frei bleiben. Die Aufnahme bestimmt das Endgerät. Bietet ein Port 100 Watt an und das Telefon fordert 27 Watt, fließen nicht 100 Watt. Ein 30-Watt-Adapter versorgt ein einzelnes Telefon mit bis zu 30 Watt und liefert bei zwei Ports nicht zweimal 30 Watt. Händlerangaben zum A2741 nennen für den Parallelbetrieb teils ungefähr zwölf Watt je Port, andere eine andere Teilung. Das deutsche Listing beziffert den Fall nicht. 30 Watt sind das Gesamtbudget, keine Zusage von 30 Watt plus USB-A. USB Power Delivery ist die Aushandlung vieler USB-C-Schnellladungen. PowerIQ ist Ankers Markenname und kein Synonym für jede PD- oder PPS-Stufe. Passen Protokoll, Spannung oder Kabel nicht, fällt die Stufe zurück.

Was iPhone und USB-A daraus machen

Apple verlangt für schnelles Laden ab iPhone 12 mindestens 20 Watt über USB-PD. Ein USB-C-Port mit 20 oder 30 Watt deckt diesen Grundfall ab. Bei bestimmten neueren Pro-Modellen nennt Apple für eine besonders kurze Halbzeit ein Netzteil mit 40 Watt oder mehr; das ist eine Herstellerangabe zum Netzteil und kein Beweis, dass jedes Telefon während der ganzen Ladezeit 40 Watt zieht. Mit steigendem Akkustand reduziert das Gerät die Leistung ohnehin. Für iPhone 15 und neuer nennt Apple an USB-A höchstens 7,5 Watt. Deshalb wird aus dem 24-Watt-Alloy mit 4,8 Ampere Summe keine schnelle iPhone-Lösung, obwohl die Gesamtzahl größer als 20 klingt. Der Adapter besitzt zwei USB-A-Ports und schließt Quick Charge in den Produktangaben aus. Auch ein 100-Watt-Port macht ein Telefon nicht schneller als dessen eigene Aufnahmegrenze. Für ein einzelnes Telefon ist ein passender 30-Watt-USB-C-Port meist sinnvoller als maximale Gesamtleistung.
Anker Anker 167,5W 3-Port USB-C

Testsieger

Anker Anker 167,5W 3-Port USB-C
9,4/10∼ 5,22 €

So teilen sich die sechs Modelle auf

Beim 167,5-Watt-Modell ist die Summe transparent: 100 Watt am ersten USB-C, 45 Watt am zweiten USB-C und 22,5 Watt über USB-A. Für 100 Watt muss das Kabel 5 Ampere unterstützen. Das mitgelieferte Ein-Meter-Kabel gehört zur Stufe. Das 75-Watt-Modell teilt auf einziehbares Kabel mit 45 Watt und USB-C mit 30 Watt. USB-A fehlt. Beim 52,5-Watt-Modell sind es 30 Watt USB-C und 22,5 Watt USB-A. Das 40-Watt-Duo hat zwei USB-C. Das deutsche Listing weist die Leistung je Anschluss nicht sauber aus; Ankers Tabelle nennt 20 Watt je Port bis 9 Volt. Alleinbelegung bedeutet dort nicht automatisch 40 Watt. Ältere Angaben von 36 oder 18 Watt je Port nicht mit der 40-Watt-Tabelle vermischen. Beim 30-Watt-Modell erreicht USB-C einzeln bis 30 Watt. Die USB-A-Leistung und die Parallelteilung fehlen im deutschen Listing. Das 24-Watt-Modell verteilt 24 Watt auf zwei USB-A-Anschlüsse.

PPS, PowerIQ und das richtige Kabel

PPS ist eine variable Erweiterung von USB Power Delivery. Sie erlaubt dem Ladegerät, Spannung und Strom in feineren Schritten anzupassen. Das ist etwa für Samsung Super Fast Charging relevant, doch nicht jedes PPS-Fenster deckt jede Samsung-Stufe ab. Beim 75-Watt-Nano reicht das dokumentierte PPS-Fenster bis 11 Volt; Samsungs 45-Watt-Lösungen nutzen je nach Gerät höhere Bereiche bis 21 Volt. Ein PPS-Logo allein garantiert deshalb keine 45-Watt-Anzeige. Für 100 Watt über USB-C gilt 20 Volt mal 5 Ampere. Ein Kabel, das nur 3 Ampere trägt, begrenzt bei 20 Volt rechnerisch auf 60 Watt. Das Kabel muss für 5 Ampere elektronisch gekennzeichnet sein. Die bis zu 240 Watt von USB PD 3.1 spielen in dieser Auswahl keine Rolle, weil dafür höhere Spannungsstufen und passende Geräte nötig wären. Vergleichen Sie Gesamtbudget, Maximum des konkret genutzten Ports, Protokoll und Kabelstrom. Erst wenn alle vier zusammenpassen, kann das Endgerät die beworbene Stufe anfordern.

Häufige Fragen

Reichen 20 oder 30 Watt fürs iPhone?
Für die meisten aktuellen iPhones reicht ein USB-C-PD-Port mit 20 oder 30 Watt zum Schnellladen. Das Telefon bestimmt seine Aufnahme selbst. Eine höhere Portzahl schafft Reserve für andere Geräte, verkürzt aber nicht automatisch jede Ladung.
Warum bleibt ein iPhone an USB-A langsam?
Apple begrenzt iPhone 15 und neuer über USB-A laut Support auf höchstens 7,5 Watt. Die Gesamtleistung des Adapters ändert daran nichts. Für modernes Schnellladen ist daher ein USB-C-PD-Port mit passendem USB-C-Kabel nötig.
Addieren sich die Port-Watt immer?
Nur wenn der Hersteller die gleichzeitige Aufteilung ausdrücklich so nennt. Beim 167,5-, 75- und 52,5-Watt-Modell stimmen die ausgewiesenen Portsummen. Beim 30-Watt-Gerät ist dagegen das Gesamtbudget geteilt und der Parallelfall im deutschen Listing nicht beziffert.
Warum zeigt Samsung nicht 45 Watt an?
Telefon, Ladegerät, PPS-Spannungsfenster und Kabel müssen gemeinsam die erforderliche Stufe unterstützen. Das PPS-Fenster des Adapters kann zu niedrig sein, obwohl PPS grundsätzlich vorhanden ist. Außerdem zeigt nicht jedes Samsung-Gerät dieselbe Leistungsstufe.
Ist PowerIQ dasselbe wie USB PD?
Nein. PowerIQ ist Ankers Markenbegriff für Ladeerkennung und Kompatibilität. USB PD ist ein standardisiertes Protokoll. Ein Gerät kann beides unterstützen, die Begriffe sind aber nicht austauschbar.
Brauche ich für 100 Watt ein besonderes Kabel?
Ja. 100 Watt entsprechen typischerweise 20 Volt bei 5 Ampere und verlangen ein dafür ausgelegtes 5-A-Kabel. Ein 3-A-Kabel begrenzt rechnerisch auf 60 Watt. Das 167,5-Watt-Modell wird mit einem passenden USB-C-Kabel beschrieben.

Weiterführende Seiten

Quellenverzeichnis

Fachquellen zum Anker-Kfz-Ladegerät; zuletzt abgerufen am 10.10.2026.

  1. Anker A2738: 45/30 W, PPS bis 11 V, 75 cm Kabel (abgerufen am 10.10.2026)
  2. Anker 167,5 W (B2737): 100/45/22,5 W und Kabel (abgerufen am 10.10.2026)
  3. heise: Anker Nano Car Charger im Test (abgerufen am 10.10.2026)
  4. Techtest: Anker A2737 Nano Car Charger 167,5 W (abgerufen am 10.10.2026)
  5. USB-IF: USB PD 3.1 Announcement (abgerufen am 10.10.2026)
  6. Leitfaden zur EMV-Richtlinie 2014/30/EU (abgerufen am 10.10.2026)
  7. GPSR (EU) 2023/988 (abgerufen am 10.10.2026)
  8. ISO 4165:2001, kleine 12/24-V-Dose (abgerufen am 10.10.2026)