Akku aufgebläht was tun: Zelle sichern und abgeben

Akku aufgebläht was tun: Zelle aus dem Gerät nehmen, Pole abkleben und an der Sammelstelle abgeben. Nicht weiterladen, nicht öffnen, nicht anstechen.
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Die Taschenlampe auf dem Tisch geht noch an. Trotzdem sitzt die Rundzelle schief im Fach, der Mantel ist gewölbt, und der Deckel schließt nur noch mit Druck. Genau dann lautet die Antwort auf Akku aufgebläht was tun: Gerät aus, Zelle heraus, Ladegerät aus. Eine Restspannung, die noch ein paar Minuten Licht hergibt, sagt nichts über den Zustand der Hülle. Wer die Zelle über Nacht hängen lässt, bleibt in dem Zyklus, der bei einer schon verformten Lithium-Zelle unterbleibt.
Kurz gesagt
Eine gewölbte, verformte oder ausgasende Lithium-Zelle ist defekt und kommt aus dem Betrieb. Kleben Sie die Pole ab, legen Sie die Zelle einzeln in ein verschließbares Behältnis und geben Sie sie an der Sammelstelle ab, nachdem Sie das Personal angesprochen haben. Zurückdrücken, Anstechen oder ein letzter Ladezyklus machen sie nicht wieder brauchbar.
Gewölbt oder verformt heißt defekt
Schauen Sie die Zelle auf dem Tisch an, bevor Sie sie wieder ins Fach schieben. Eine verformte Rundzelle erkennen Sie am ovalen Mantel, an einer aufgestellten Kappe, an einer aufgewellten Hülle oder daran, dass sie auf der Fläche wackelt. Eine intakte Zelle dieses Formats ist rund und etwa 18 Millimeter dick. Wenn der Mantel sichtbar aus der Runden läuft oder der Pluspol wie eine Beule steht, ist die Beurteilung schon getroffen.
Dass Lampe, Radio oder Powerbank noch starten, ändert diese Beobachtung nicht. In der Zelle kann noch genug Energie für einen kurzen Betrieb stecken, während innen bereits Gas auf die Hülle drückt. Das Umweltbundesamt nennt aufgeblähte, verformte, ausgasende oder mit Belag an den Polen versehene Lithium-Batterien als Zellen, die nicht weiter verwendet werden. Das Gefahrenpotenzial ist erhöht. Versagen die Sicherungen, kann das bis zur Selbstentzündung oder zu einer Explosion reichen.
Die Länge allein ist ein schlechter Test. Eine gesunde Zelle mit Button-Top oder aufgesetzter Schutzplatine ist oft länger als 65 Millimeter, Händler nennen Längen bis über 70 Millimeter. Im Zweifel laden Sie nicht „zur Probe“, sondern behandeln die Zelle als defekt.
In einer Lampe mit einer einzelnen Rundzelle ist der Fall klar. In einer Powerbank oder einem Pack ist die ganze Einheit betroffen, sobald das Gehäuse sich wölbt. Sortieren Sie dann nicht die noch geraden Nachbarzellen zurück in den Alltag, wenn sie im selben Pack gesessen haben und das Pack bereits ausgast oder heiß wurde.
Akku aufgebläht: nicht weiterladen
Der häufige Fehler passiert am Abend. Eine Nacht Ladezeit soll die Zelle „wieder geradeziehen“ oder wenigstens den Ausflug morgen retten. Das ist der falsche Schritt. Laden ist bei Lithium die Phase, die Aufsicht und das vorgesehene Ladegerät braucht, und sie gehört nicht neben Brennstoff, Sofa oder Vorhang. Eine Zelle, die bereits gewölbt ist, fällt vor diesem Zyklus aus der Nutzung.
Nehmen Sie die Zelle auch nicht bewusst leer, indem Sie die Lampe bis zum Erlöschen brennen lassen. Ziehen Sie ein eingestecktes Kabel zuerst am Netzteil aus der Steckdose, solange die Zelle kühl ist und nicht qualmt. Danach erst fassen Sie die Zelle an. Liegt sie schon fühlbar heiß im Schacht, überspringen Sie das Hantieren und gehen zum Abschnitt über Qualm und Hitze.
Eine Schutzplatine auf der Rundzelle ändert diese Reihenfolge nicht. Sie kann im normalen Betrieb eine Überladung oder einen Kurzschluss von außen begrenzen. Ein interner Kurzschluss, der bereits thermisch durchgeht, läuft daran vorbei. Eine als geschützt verkaufte Zelle ist deshalb kein Freibrief, die Beule zu ignorieren. Wie Schutz und ungeschützte Zelle im intakten Betrieb zusammenhängen, steht im Vergleich 18650 geschützt oder ungeschützt. Für eine gewölbte Zelle endet die Unterscheidung: beide Varianten kommen aus dem Gerät.
Wärme ohne Beule ist ein anderer Fall. Wird die Zelle beim Laden prall, zischt sie oder riecht sie scharf, beenden Sie den Ladevorgang. Worauf Sie beim Laden einer intakten Rundzelle achten, steht unter 18650 richtig laden.
Nicht öffnen und nicht anstechen
Der zweite Impuls kommt, wenn der Deckel nicht mehr zu ist. Die Beule soll mit dem Daumen zurück, eine Nadel soll das Gas ablassen, ein Cutter die Powerbank öffnen, damit der Pack wieder in die Tasche passt. Damit öffnen Sie die Zelle. Das Umweltbundesamt sagt dazu, beschädigte Lithium-Batterien nicht zu öffnen. Der Druck auf den Mantel und der Einstich sind genau dieser Schritt, nur mit Hausmitteln.
Das Gas, das eine Lithium-Zelle beim Venting abgibt, ist vor allem Kohlendioxid, dazu weitere fluor- und phosphorhaltige Anteile. Es ist nichts, was Sie auf der Arbeitsplatte „ablassen“ und danach wegatmen. Riechen Sie nicht absichtlich daran. Ist der Geruch schon im Raum, lüften Sie und gehen Sie weg, statt die Öffnung größer zu machen. Die Zelle wird durch das Anstechen nicht flacher im Sinne von „wieder brauchbar“. Sie ist danach zusätzlich geöffnet und bleibt Abfall.
Eine lose Rundzelle in der Taschenlampe oder im Radio nehmen Sie so heraus, wie das Gerät gebaut ist: Kappe aufschrauben, Deckel abnehmen, Feder nicht mit einer Klinge Richtung Mantel drücken. Klemmt die Zelle, weil sie dicker geworden ist, hebeln Sie nicht mit dem Schraubendreher unter die Hülle. Lieber bleibt das ausgeschaltete Gerät geschlossen, als dass die Metallflanke aufgeschnitten wird. Eine Powerbank, deren Gehäuse schon auseinanderklafft, schneiden Sie nicht auf, um an die Beutelzelle zu kommen. Das ganze Pack ist die beschädigte Batterie.
Bis zur Abgabe sichern
Die Sammelstelle hat oft erst am nächsten Tag auf. Bis dahin bleibt die Zelle im Haus, aber nicht lose in der Jackentasche und nicht auf dem Metallblech neben dem Werkzeug. Rechnen Sie mit etwa zehn Minuten, wenn sich die Zelle ohne Gewalt entnehmen lässt.
Gehen Sie in dieser Reihenfolge vor, solange die Zelle kühl bleibt, nicht zischt und nicht qualmt:
- Schalten Sie Lampe, Radio oder Powerbank aus und trennen Sie jedes Ladekabel vom Netz.
- Nehmen Sie die Zelle aus dem Gerät, wenn der Deckel oder die Kappe dafür vorgesehen ist und Sie nicht an der Hülle schneiden müssen.
- Kleben Sie beide Pole vollständig mit Isolierband oder textilem Klebeband ab, sodass blankes Metall nicht mehr frei liegt. Aluminiumband und jedes andere leitende Band fallen aus, weil sie die Pole verbinden können.
- Bei einem Kabelpack oder einer Powerbank kleben Sie auch den Stecker und lassen offene USB-Kontakte nicht auf Münzen liegen.
- Legen Sie die Zelle einzeln in eine Dose, ein Schraubglas oder einen Eimer mit Deckel. Sand als Füllung ist dafür vorgesehen. Andere Akkus, Schlüssel und Kleingeld bleiben draußen.
- Stellen Sie das Behältnis trocken und kühl, weg von Heizung, Fensterbank in der Sonne, Bett und Sofa. Der Kühlschrank fällt aus, weil Feuchtigkeit dort die falsche Umgebung ist.
Kühl, still und nur verformt: abkleben und einschließen ist der richtige Weg. Heiß, zischend oder qualmend: lassen Sie Klebeband und Dose liegen und folgen Sie dem Abschnitt zu Hitze und Qualm.
An der Sammelstelle Bescheid sagen
Am Schalter sagen Sie, dass die Zelle gewölbt, verformt oder ausgelaufen ist. Die gewöhnliche Sammelbox im Markt nimmt verbrauchte Batterien auf, die äußerlich intakt sind. Eine beschädigte Lithium-Zelle in dieser Box kann andere Zellen quetschen. In der Entsorgung wird genau das zur Kurzschluss- und Brandquelle, und der Hausmüll ist dafür der falsche Weg. Lithium-Akku aufgebläht entsorgen heißt deshalb: Pole bleiben abklebt, das Behältnis kommt mit, und eine Person an der Stelle hört den Satz, bevor die Zelle in einem Behälter verschwindet.
Ersatz kaufen Sie, wenn die defekte Zelle das Haus verlassen hat. Für Lampe und Radio muss die neue Zelle in Chemie, Spannung und Anschluss zum Gerät passen. Ein 3,7-Volt-Lithium-Ionen-Akku und eine NiMH-Zelle im ähnlichen Mantel sind nicht austauschbar. Stecker wie PH2.0 und XH2.54 sehen sich ähnlich und passen trotzdem nicht in dieselbe Buchse. Der Vergleich der 18650-Akkus zeigt diese Unterschiede nebeneinander. Ein Akku-Ladegerät wählen Sie zur Chemie der neuen Zelle. Es ist kein Rettungsgerät für die Zelle, die Sie gerade abgegeben haben.
Warm, Qualm oder Ausgasen
Eine einzelne Rundzelle, die nur gewölbt ist, kühl bleibt und nicht riecht, sichern Sie wie beschrieben und bringen Sie sie zur Sammelstelle. Dafür brauchen Sie keine Feuerwehr. Anders liegt der Fall, wenn die Zelle heiß wird, zischt, scharf riecht oder qualmt. Dann ist das Abkleben auf dem Küchentisch nicht mehr der nächste Schritt. Lüften Sie den Raum und verlassen Sie ihn.
Schieben Sie eine qualmende Zelle nicht selbst auf den Balkon, legen Sie sie nicht ins Spülbecken und decken Sie sie nicht mit einer Decke ab. Bei Hitze, Qualm oder Rauch holen Sie Personal oder Besatzung und kühlen oder verrücken das Gerät nicht aus eigener Idee. Sand im Glas ist eine Füllung für den ruhigen Transport einer kühlen, defekten Zelle, kein Rezept für ein laufendes Feuer im Wohnzimmer. Ein Lithium-Akku ausgasen zu sehen heißt: Abstand, Luft, Hilfe.
Mit einer aufgeblähten, durchstochenen oder beschädigten Batterie reisen Sie nicht, weder im Koffer noch im Handgepäck.
Häufige Fragen
Darf ich den gewölbten Akku noch einmal laden, wenn das Gerät noch angeht?
Kann ich die Beule zurückdrücken oder die Zelle anstechen?
Hält eine Schutzplatine die gewölbte Zelle noch auf?
Wohin mit der Zelle, wenn die Sammelstelle heute zu hat?
Reicht die normale Sammelbox, oder muss ich jemanden ansprechen?
Darf die gewölbte Zelle so in den Koffer?
Was mache ich mit dem schmierigen Film an den Polen?
Muss ich die Feuerwehr rufen, wenn nichts qualmt?

Als Technik- und Gaming-Enthusiast betreut er Vergleiche zu Elektronik, Gadgets und Unterhaltungstechnik – getestet am Alltagsnutzen.
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