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FI Typ B Kaufberatung: Vorgabe, Pole und Ampere

Aktualisiert: August 2026

Eine FI Typ B Kaufberatung startet selten beim Sterneschnitt. Du hast meist eine Liste vom Elektriker oder aus der Wallbox-Anleitung – und landest trotzdem auf 1P+N statt 4-polig oder auf 300 mA statt 30 mA. Diese Seite sortiert die Reihenfolge: erst ob Typ B überhaupt nötig ist, dann Pole, Bemessungsfehlerstrom und Nennstrom. Die Produktmatrix bleibt im [FI-Schutzschalter Typ B Vergleich](/hub/elektrotechnik/fi-schutzschalter-typ-b). Ohne diese Filter kaufst du Material, das den Stromkreis nicht allpolig trennt. Schreib die Vorgabe in einem Satz auf, dann erst den Warenkorb – das spart Fehlbestellungen.

Eine FI Typ B Kaufberatung startet selten beim Sterneschnitt. Du hast meist eine Liste vom Elektriker oder aus der Wallbox-Anleitung – und landest trotzdem auf 1P+N statt 4-polig oder auf 300 mA statt 30 mA. Diese Seite…

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Preis-Tipp

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Inhalt

Braucht die Anlage wirklich Typ B?

Die teuerste Fehlentscheidung ist nicht der Aufpreis, sondern ein Gerät, das die Anlage nicht absichert oder den Haus-FI schwächt. Bei einer Wallbox fordert DIN VDE 0100-722 Schutz gegen glatte DC ab 6 mA – umsetzbar als Typ B oder als Typ A bzw. F plus dokumentierte RDC-DD nach IEC 62955 in der Station. Viele Boxen haben diese Überwachung bereits; dann ist zusätzlicher Typ B nicht automatisch Pflicht. Die Pflicht heißt DC-Schutz, nicht immer Typ B. Die Feinheiten zum Ladepunkt stehen unter FI Typ B für die Wallbox. Photovoltaik folgt DIN VDE 0100-712: Wird auf der AC-Seite eine RCD errichtet und fehlt die einfache Trennung (trafoloser Wechselrichter), ist Typ B der Default. Die interne RCMU im Wechselrichter ersetzt in der Regel keine geforderte RCD. Wärmepumpen richtet das Datenblatt: Frequenzumrichter erzeugen oft glatte DC, deshalb fordern viele Hersteller Typ B oder B+; einphasige Geräte können Typ F vorsehen. Steckdosen ohne glatte DC bleiben Typ-A-Terrain. Typ AC ist in Deutschland unzulässig.

Pole, 30 mA und Nennstrom filtern vor dem Preis

Steht Typ B fest, folgen drei Zahlen, die im Amazon-Set ständig verwechselt werden. Pole zuerst: 4-polig gehört zu Drehstrom 400 V – typisch 11- und 22-kW-Wallbox, dreiphasige Wärmepumpe, PV-AC. 1P+N bei 230 V ist ein anderes Gerät. Wer eine dreiphasige Box zweipolig bestückt, trennt den Stromkreis nicht allpolig. Der Bemessungsfehlerstrom IΔn ist der zweite Filter. 30 mA ist der Wert für zusätzlichen Schutz und für den Wallbox-Anschlusspunkt (RCD ≤ 30 mA). 300 mA zielt auf Brandschutz oder selektive Vor-FIs. Ein 40-A-Typ-B mit 300 mA trägt oft dieselbe Wallbox-Werbecopy wie das 30-mA-Geschwister – der IΔn bleibt 300 mA. Der Nennstrom In (40 A oder 63 A) muss zur Vorsicherung und zur Dauerlast passen, nicht zur Marketingzeile „für 22 kW immer 63 A“. Dreiphasig 22 kW liegen grob bei 32 A je Außenleiter; 40 A kann passen, 63 A gibt Reserve. Ein 40-A-RCCB hinter 63-A-LS ist die falsche Reihenfolge. RCCB heißt: der Leitungsschutzschalter bleibt Pflicht. IP20 heißt Verteiler innen.
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Vor-FI, Nachweis und Preisband

Hängt der neue Typ B hinter einem Typ-A- oder Typ-F-Vor-FI, der denselben Fehlerstrom sieht, kann glatte DC den vorgeschalteten Wandler sättigen. Der Vor-FI erblindet dann auch für Wechselstromfehler in anderen Abgängen. Fachregel: Der vorgeschaltete RCD muss selbst Typ B sein; Selektivität kommt oft als 300 mA Typ S vor 30 mA. Die Typenlogik steht unter FI Typ B vs. Typ A. Import-Typ-B auf Amazon liegen oft zwischen 50 und 100 €, das ABB-Gerät im Set bei 245 €, andere Fachmarken typisch 250–400 €. CE ist Herstellerdeklaration; VDE oder Intertek zählen am Gerät, nicht als Amazon-Badge. GPSR verlangt unter anderem einen EU-Verantwortlichen. N-Leiter links oder rechts entscheidet über Sammelschienen; 4 Teilungseinheiten sind der übliche Raster. Reviews im Set zeigen beides: funktionierende Prüftasten und Einzelfälle mit Rauch beim Einschalten. Doepke, Hager und Schneider fehlen in diesem Amazon-Korb, liegen preislich aber in derselben Liga wie ABB.

Fazit: Vorgabe notieren, dann drei Zahlen matchen

Wenn Datenblatt oder Errichter Typ A plus IEC 62955 dokumentieren, kaufst du keinen Extra-Typ-B „zur Sicherheit“. Steht Typ B fest, matchst du 4P gegen 1P+N, 30 mA gegen 300 mA und In zur Vorsicherung. Marke zahlst du, wenn der Installateur nur ABB, Hager oder Doepke abnimmt. Die ASINs und Scores bleiben auf der Vergleichsseite; hier zählt die Reihenfolge vor dem Warenkorb. Einbau fester Anlagen bleibt Fachkraft.

Häufige Fragen

Reicht ein Typ A, wenn die Wallbox 6 mA DC erkennt?
Ja, wenn die Überwachung der IEC 62955 entspricht und so dokumentiert ist. DIN VDE 0100-722 fordert den DC-Schutz, nicht pauschal Typ B. Fehlt die interne Abschaltung, wird Typ B zur notwendigen Lösung am Stromkreis. Ein unspezifischer Shop-Satz „DC-Sensor“ reicht als Nachweis nicht.
40 A oder 63 A für eine 22-kW-Wallbox?
Der Strom liegt grob bei 32 A je Außenleiter, plus Dauerlast und Verlegeart. 40 A ist oft die Untergrenze der Betrachtung, 63 A Reserve – keine Automatik-Pflicht. Die Auslegung macht die Fachkraft samt Leitungsschutz. Mehrere Ladepunkte denken die Norm in Anschlusspunkten mit eigenem RCD, nicht in einem Sammel-FI.
Kann ich 300 mA nehmen, weil er stärker schützt?
Nein. 300 mA ist ein anderer Schutzzweck. Am Ladepunkt bleibt ≤ 30 mA. Ein 300-mA-Typ-B im Shop mit Wallbox-Text ist trotzdem 300 mA. Personenschutz-Logik und Brandschutz- bzw. Vor-FI-Logik sind zwei Schubladen.
Darf der neue Typ B hinter den Haus-FI Typ A?
Nicht, wenn derselbe Fehlerstrom den Typ A durchläuft. Dann droht Erblindung auch für andere Abgänge. Entweder eigener Abgang ohne diesen Vor-FI oder Vor-FI ebenfalls Typ B, plus Selektivität. Zwei 30-mA-Typ-B hintereinander ohne Zeitstaffelung bringen vor allem Doppelauslösung.
Warum kostet ABB das Drei- bis Vierfache?
Fachmarke, Sammelschienenmaß, Abnahmepraxis und Ersatzteilwege. Import kann in Einzelfällen messtechnisch passen, trägt aber Chargen-, GPSR- und Schienenrisiko. Der Preis sagt den Schutzzweck nicht: 300 mA und 1P+N liegen preislich nah an 30-mA-4P-Imports.
Ersetzt der FI Typ B den Leitungsschutzschalter?
Nein. Ein RCCB überwacht Differenzstrom und trennt allpolig, trägt aber keinen Überstromschutz. Die Sicherung oder der LS bleibt Pflicht. RCBO wäre die Kombination FI/LS – die Geräte in diesem Set sind RCCBs.

Weiterführende Seiten

Quellenverzeichnis

Fachquellen aus dem Research-Digest; zuletzt abgerufen im August 2026.

  1. DKE FAQ DIN VDE 0100-722 (abgerufen am August 2026)
  2. Elektropraktiker: Fehlerstromschutz in Ladeeinrichtungen (abgerufen am August 2026)
  3. ABB Typ B/B+ (abgerufen am August 2026)
  4. StromKompass: RCD-Auswahl (abgerufen am August 2026)
  5. elektro.net: 0100-712 trafoloser Wechselrichter (abgerufen am August 2026)
  6. elektro.net: RCD Wärmepumpe (abgerufen am August 2026)
  7. elektrikerwissen.de: Typ A und Typ B in Reihe (abgerufen am August 2026)
  8. MFM: FI-Schutzschalter-Typen (abgerufen am August 2026)