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Micro-SD-Karte formatieren: exFAT, 119 GB und der Prüfschritt

Aktualisiert: Oktober 2026

Die Karte ist neu oder die Kamera meldet sie nicht, und der Rechner zeigt rund 119 GB statt 128. Beides sieht nach einem Defekt aus und ist oft keins. Micro-SD-Karte formatieren heißt hier: das Dateisystem wählen, das der Host verlangt, die Karte in diesem Gerät anlegen und die Kapazität erst prüfen, solange noch nichts drauf liegt. Die Zeilen des Vergleichs bleiben in der [Vergleichstabelle der Micro-SD-Karten mit 128 GB](/hub/festplatten-speicherkarten/micro-sd-128gb). Welche Klasse Sie vorher kaufen, steht in der [Micro-SD 128 GB Kaufberatung](/hub/festplatten-speicherkarten/micro-sd-128gb/sub/micro-sd-128gb-kaufberatung). Welche Kamera FAT32 statt exFAT will, trägt die [Micro-SD 128 GB für die Dashcam](/hub/festplatten-speicherkarten/micro-sd-128gb/sub/micro-sd-128gb-dashcam). Welche Zeile überhaupt zu Ihrem Gerät passt, ordnet die [beste Micro-SD 128 GB](/hub/festplatten-speicherkarten/micro-sd-128gb/sub/micro-sd-128gb-beste).

Die Karte ist neu oder die Kamera meldet sie nicht, und der Rechner zeigt rund 119 GB statt 128. Beides sieht nach einem Defekt aus und ist oft keins.

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Inhalt

Welches Dateisystem 128 GB meint

Eine 128-GB-Karte ist microSDXC. Der Standard sieht dafür exFAT vor, ab 64 GB aufwärts, nicht das FAT32 der kleineren SDHC-Karten bis 32 GB. ExFAT kennt keine 4-GB-Grenze für die einzelne Datei. Eine lange 4K-Aufnahme, die über diese Grenze wächst, bleibt eine Datei. FAT32 bricht sie ab oder verweigert sie, auch wenn auf der Karte noch Platz ist. Windows bietet FAT32 mit den Bordmitteln über 32 GB oft gar nicht an. Wer 128 GB trotzdem auf FAT32 zwingt, verlässt den SDXC-Standard und tut das nur, weil ein bestimmtes Gerät es verlangt. Ältere Dashcams nennen im Handbuch FAT32, die Garmin X310 verlangt exFAT. Beide Wünsche stehen im Handbuch der Kamera, nicht in einer allgemeinen Regel für jede 128-GB-Karte. Der ausführliche Unterschied liegt auf der Dashcam-Seite. Hier gilt: Im Zweifel das System, das das Zielgerät nach dem Formatieren selbst anlegt.

Warum nicht nur der PC

Sony beschreibt das Formatieren in der Kamera als sauberen Anfang. Das Menü legt die Ordner an, die das Gehäuse später beschreibt, und trennt ein schnelles Format von einem vollständigen. Ein schnelles Format räumt die Sicht auf. Es überschreibt nicht jeden Block. Ein vollständiges dauert länger und ist der gründlichere Neustart, wenn die Karte vorher anderswo benutzt wurde. Beides löscht den sichtbaren Inhalt. Sichern Sie vorher, was noch lesbar ist. Der PC kann exFAT anlegen und ist der Ort für den Kapazitätstest. Das Layout einer Kamera, Dashcam oder Konsole entsteht im Menü des Geräts. Die erste Switch erwartet das, nachdem ein Update microSDXC kennt. Manche Hosts melden eine nur am Rechner angelegte Karte als fremd. Bleibt eine Kamera nach dem Formatieren im Gerät bei „zu langsam“, liegt die Ursache bei der Schreibklasse.

119 GB sind kein Betrug

128 Dezimalgigabyte sind 128 mal eine Milliarde Byte. Das Betriebssystem rechnet in Gibibyte, also in Zweierpotenzen. 128 mal 10 hoch 9, geteilt durch 2 hoch 30, ergibt etwa 119,2 GiB, bevor das Dateisystem noch Tabellen abzieht. Eine Anzeige um 119 GB, oder knapp darunter, ist diese Rechnung. Sie ist kein Hinweis, dass NAND fehlt.

Voller Schreibtest, bevor Daten drauf liegen

H2testw unter Windows beschreibt den freien Platz einer Partition und liest ihn zurück. Der Lauf überschreibt, was auf der Karte liegt. Sichern Sie vorher oder testen Sie die leere Karte. Ein bestandener Lauf über den gesamten freien Raum ist der Beleg, dass die Nennkapazität beschrieben und gelesen werden konnte. Bricht der Lauf ab oder meldet er weniger Raum, als die Einheitenrechnung erwarten lässt, ist die Karte ein Fall für Reklamation oder Ersatz, nicht für das nächste Wochenende. Auf dem Mac und unter Linux übernimmt F3 dieselbe Rolle: schreiben und prüfen. Unter Android nennt TP-Link SD Insight als Einordnung. Keines dieser Werkzeuge ist ein Klickpfad, den wir hier nachbauen. Die Oberfläche ändert sich, der Grundsatz nicht. Eine Partition, der ganze freie Platz, Schreiben und Zurücklesen, vorher sichern. Ein Test über wenige Gigabyte lässt die hinteren Blöcke ungeprüft. Gerade dort sparen gefälschte Karten die NAND.

Häufige Fragen

exFAT oder FAT32 bei 128 GB?
Der SDXC-Standard sieht exFAT vor. FAT32 begrenzt die einzelne Datei auf 4 GB und ist die Ausnahme, wenn das Handbuch des Geräts sie verlangt. Ältere Dashcams tun das, andere verlangen exFAT. Das Zielgerät legt das passende System an, wenn Sie dort formatieren.
Warum bietet Windows kein FAT32 an?
Die Bordmittel stoppen FAT32 oft bei 32 GB. Eine 128-GB-Karte erscheint dort als exFAT-Kandidat. Das entspricht dem SDXC-Standard. Zwingen Sie FAT32 nur, wenn die Kamera es ausdrücklich will, und erwarten Sie die 4-GB-Grenze für jede einzelne Datei.
In der Kamera oder am PC?
Zuerst in der Kamera, der Dashcam oder der Konsole. Dort entsteht das Ordnerlayout. Der PC ist der Ort für den Kapazitätstest der leeren Karte und für das Lesen der Dateien danach. Ein nur am PC angelegtes exFAT erkennt manches Gerät nicht als seine Karte.
Sind 119 GB ein Mangel?
Etwa 119,2 GiB sind 128 Dezimalgigabyte in der Rechnung des Betriebssystems, bevor das Dateisystem abzieht. Diese Anzeige ist normal. Deutlich weniger nach einem vollen Schreib- und Lesetest ist ein Mangel oder eine Fälschung. Ein kurzer Blick auf den freien Platz ersetzt diesen Test nicht.
Löscht Formatieren alles?
Der sichtbare Inhalt ist danach weg. Ein schnelles Format entfernt die Verweise, ein vollständiges dauert länger. Beides ist kein Backup. Sichern Sie Aufnahmen, bevor Sie eine gebrauchte Karte neu anlegen. Die Garantie holt die Dateien nicht zurück.
Wie prüfe ich eine Fälschung, ohne die Videos zu zerstören?
Gar nicht auf derselben Karte, solange die Videos nur dort liegen. Sichern Sie sie zuerst auf ein anderes Medium. Danach darf H2testw oder F3 den freien Platz überschreiben. Ein Test weniger Gigabyte lässt den Rest ungeprüft und widerlegt eine zu kleine Karte nicht.
Was tun, wenn die Karte danach noch fehlt?
Wenn das Zielgerät sie nach dem eigenen Format weiterhin nicht zeigt, oder der volle Test deutlich unter der Einheitenrechnung bleibt, ist ein weiteres Beschreiben der falsche Schritt. Reklamieren Sie die Karte. Eine Zu-langsam-Meldung trotz passendem Dateisystem weist auf die Schreibklasse hin, nicht auf exFAT.

Weiterführende Seiten

Quellenverzeichnis

Fachquellen aus der Recherche; Stand Oktober 2026.

  1. SD Association – Speed Class für Video (abgerufen am 10.10.2026)
  2. SD Association – Application Performance Class (abgerufen am 10.10.2026)
  3. Kingston – Namenskonventionen Micro-SD/SD (abgerufen am 10.10.2026)
  4. SanDisk – SD/SDHC/SDXC Support (abgerufen am 10.10.2026)
  5. Nintendo Switch – microSD-FAQ (abgerufen am 10.10.2026)
  6. Nintendo Switch 2 – microSD Express FAQ (abgerufen am 10.10.2026)
  7. GoPro – empfohlene Speicherkarten (abgerufen am 10.10.2026)
  8. heise – H2testw (abgerufen am 10.10.2026)